Archiv der Kategorie: Medizin

ZB Med erweitert probeweise Öffnungszeiten am Wochenende

Nach den Öffnungszeiten befragt, sind die ZB Med-Nutzer zwar ganz zufrieden, am Wochenende aber erst um 10 Uhr anfangen zu können, empfand mancher Nutzer aber als unbefriedigend. Viele würden gerne früher anfangen zu lernen. Deshalb kommt die Zweigbibliothek Medizin zum Start des Wintersemesters dem vielfach geäußerten Wunsch ihrer Nutzerinnen und Nutzer nach und öffnet nun probeweise auch an Samstagen und Sonntagen bereits um 8:00 Uhr ihre Türen. Damit folgt die ZB Med dem Vorbild der Universitätsabibliothek, die ebenfalls mit einer frühen Wochenendeöffnung experimentiert, allerdings nur in Prüfungsphasen. Sollte die frühe Öffnungszeit von den Nutzern gut angenommen werden, stünde einer Verstetigung nichts im Wege.

Die neuen einheitlichen Öffnungszeiten sind: Montag – Sonntag: 8:00 – 24:00 Uhr.

Foto: Alex at Photocase

Neue Auflagen in der Thieme E-Book Library

Der Thieme Verlag hat in seiner Thieme E-Book Library Klinik & Praxis neue Auflagen eingepflegt.

Hierbei sind von besonderer Relevanz die beiden folgenden Titel zur Inneren Medizin:

Der Zugriff erfolgt via eRef unter der Adresse http://eref.thieme.de im Hochschulnetz. Nach Registrierung (Heimzugang) oder per VPN kann auch von ausserhalb zugegriffen werden.

Fachgebiete
In der eRef werden Inhalte für lizenzierte Fachgebiete zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen die folgenden Fachgebiete, deren Zugriff – nach Absprache mit den beteiligten Kliniken – jährlich verlängert wird:

 

Grafik © Thieme Verlag

 

„Paper of the Month“ August 2018: Marie Liebmann aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat August 2018 wurde Marie Liebmann aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie für die Publikation: Nur77 serves as a molecular brake of the metabolic switch during T cell activation to restrict autoimmunity in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) [Volltext] ausgezeichnet.

T-Zellen sind für Entzündungsprozesse im zentralen Nervensystem verantwortlich. Um den Energiebedarf für Zellteilung und Effektorfunktion zu decken, müssen aktivierte T-Zellen ihren Stoffwechsel neu programmieren. Dabei können Störungen des Metabolismus auftreten. Sie beeinträchtigen die Zellfunktion so, dass sie autoimmune Prozesse vorantreiben. Ein intrinsischer Faktor, der die metabolische Funktion in T-Zellen reguliert, war bisher unbekannt.

Gezeigt werden konnte, dass der nukleäre Rezeptor Nur77 die Aktivierung von T-Zellen sowohl im Mausmodell als auch beim Menschen hemmt. Zudem limitiert Nur77 zumindest im Mausmodell auch die Teilung der autoreaktiven Zellen. Dies geschieht, indem der Rezeptor während der Aktivierung der T-Zellen die mitochondriale Atmung und aerobe Glykolyse kontrolliert. Interessanterweise steuert Nur77 im Organismus zudem die Entzündung bei Autoimmunerkrankungen, wie in Tiermodellen für Multiple Sklerose, Arthritis und Kontaktdermatitis gezeigt werden konnte.

Damit konnte erstmals belegt werden, dass Nur77 den T-Zell-Metabolismus beeinflusst und so auf die T-Zell-vermittelte Autoimmunität wirkt. Würde Nur77 durch ein Medikament gezielt aktiviert, könnte dies die lokale Aktivierung von autoreaktiven T-Zellen begrenzen. Damit wäre der zentrale Mechanismus vieler Autoimmunkrankheiten gehemmt.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

EndNote X9 und Webinare zu EndNote

EndNote ist ein vor allen in den STM-Fächern [meint:  Science, Technology, Medicine, also Naturwissenschaften, Technik, Medizin] beliebtes Literaturverwaltungsprogramm.

EndNote X9 enthält optimierte Funktionen zum Teilen von Referenzen und Forschungsergebnissen. Es gibt neue Reference Types, Output Styles wurden aktualisiert und mit Web of Science gibt es eine neue Integration.

  • Es gibt also neue Features für die Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung  in EndNote X9 wie Library und Group Sharing direkt in EndNote mit „read-only“ oder „read-write“ Zugriff.
  • Mit EndNote X9 erhält man Updates zu den Schlüssel-Zitierstilen wie Chicago, AMA, MLA und APA. Jetzt kann man aus über 7.000 Styles auswählen, um seine Bibliographie und seine Zitate richtig zu formatieren.
  • Man kann nun einen Web of Science Citation Report direkt innerhalb von EndNote X9 generieren und eine Liste mit Zeitschriftenvorschlägen für das Paper, das man schreibt erstellen.

Kostenpflichtige Webinare zu Endnote und Scientific Writing:

13. SEPTEMBER 2018, 10 – 12 Uhr: EndNote Webinar (Deutsch)
Der schnelle Start in EndNote. Zum Nacharbeiten erhalten man die Aufzeichnung des Kurses.
(Details + Anmeldung)

28. SEPTEMBER 2018, 10 – 12 Uhr: Webinar „Scientific Manuscript Writing“ (Deutsch)
Die Masterarbeit ist der erste Schritt zur wissenschaftlichen Karriere. In diesem Webinar lernt man die Gesetze des akademischen Schreibens kennen.
(Details + Anmeldung)

6. NOVEMBER 2018, 12 – 14 Uhr: Webinar „Research Paper schreiben“ (Deutsch)
Sind die Ergebnisse Ihrer Forschung aussagekräftig? Finden Sie Beachtung mit einem Paper, das von der Fachwelt zitiert wird.
(Details + Anmeldung)

Grafik © Alfasoft GmbH

„Paper of the Month“ Juli 2018: das Institut für Zelldynamik und Bildgebung

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Juli 2018 wurde das Institut für Zelldynamik und Bildgebung für die Publikation: Lateral plasma membrane compartmentalization links protein function and turnover in der Zeitschrift The Embo Journal [Volltext] ausgezeichnet.

Die Plasmamembran (PM) ist ein Knotenpunkt für Signalverarbeitung, Zell-Zell-Interaktion und selektiven Austausch von Molekülen. Eine Herausforderung ist es zu verstehen, wie die Vielzahl der von der PM ausgeübten Funktionen effizient in Zeit und Raum gesteuert werden. Viele Protein- und Lipidbestandteile des PM sind lateral in Nano- oder Mikrodomänen segregiert. Wie diese Segregation zu den biologischen Funktionen der PM beiträgt, ist unklar.

Wir haben mittels quantitativer Mikroskopie und präzisen molekularen Manipulationen von Zellen gefunden, dass Funktion und Turnover von PM-Proteinen durch laterale Segregation koordiniert werden. Anhand der Hefe Methioninpermease Mup1 zeigen wir, dass stabile PM-Domänen eine schützende Umgebung bieten, in der Mup1-Turnover in Abwesenheit seines Substrats verhindert wird. Nach Zugabe von Methionin unterläuft Mup1 eine strukturelle Änderung, die den Austritt aus der schützenden Domäne vermittelt. Nach der lateralen Verlagerung in eine definierte Netzwerkdomäne, rekrutiert Mup1 die endozytische Maschinerie, um seine eigene Internalisierung zu bewirken. Unsere Ergebnisse zeigen ein komplexes Wechselspiel zwischen Proteinaktivität und Turnover durch laterale Segregation innerhalb der PM auf.

Laterale Segregation ist eine grundlegende Eigenschaft aller biologischen Membranen. Unsere Ergebnisse beleuchten nicht nur den Mechanismus für die laterale Segregation in der PM, sondern legen auch spezifische Funktionen für diesen Prozess nahe. Unsere Ergebnisse sind daher für ein breites Publikum in der biomedizinischen Forschung von Interesse.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

UpToDate Advanced: Webinar am 21.08.2018

UpToDate®Advanced ist eine evidenzbasierte Lösung  zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung mit dynamischen und interaktiven Algorithmen sowie Labor-Monografien.  Ärzte können so interaktiv und auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ihre klinischen Entscheidungen am Point-of-Care  treffen.

UpToDate Advanced umfasst:

  • UpToDate® Pathways – Behandlungspfade als interaktive Algorithmen, die Ärzte unterstützen, die besten Entscheidungen für ihre Patienten zu treffen – unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz, klinischer Erfahrung und patientenspezifischer Faktoren..
  • Lab Interpretation – Monografien und Algorithmen, die eine schnelle und präzise  Auswertung abnormaler Laborergebnisse ermöglichen.

Das Webinar zu UpToDate Advanced findet am Dienstag, den 21.August um 13.00 – 13.30 Uhr in deutscher Sprache statt.
Sollten Sie aus terminlichen Gründen nicht an dem Webinar teilnehmen können, so registrieren Sie sich trotzdem, so erhalten Sie den Link zum Webinar und können das aufgezeichnete Webinar zu einem beliebigen Zeitpunkt ansehen.

Logo © Wolters Kluwer

 

„Paper of the Month“ Juni 2018: Dr. Sarah Sandmann aus dem Institut für Medizinische Informatik

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Juni 2018 wurde Dr. Sarah Sandmann aus dem Institut für Medizinische Informatik für die Publikation: appreci8: A Pipeline for Precise Variant Calling Integrating 8 Tools in der Zeitschrift Bioinformatics [Volltext] ausgezeichnet.

Für die Anwendung von Next-Generation-Sequencing in der Forschung und speziell in der klinischen Routine sind valide Ergebnisse unersetzlich. Die Evaluation von verschiedenen Programmen, die regelmäßig zur Detektion von Mutationen verwendet werden, zeigte jedoch, dass kein einziges Tool diesen Anforderungen gerecht wird. Falsch positive wie auch falsch negative Ergebnisse machen zusätzliche Experimente und erhebliche manuelle Arbeit notwendig.

appreci8 – eine automatische Pipeline zur Detektion von Einzelnukleotid-Varianten und kurzen Indels durch Kombinieren und Filtern des Outputs von acht open-source Varianten Calling Tools – wurde entwickelt, basierend auf einem neuartigen Artefakt- und Polymorphismus Score. Statt eine Blackbox zu sein, reproduziert der Algorithmus auf verständliche Art die manuelle Arbeit eines Biologen bei der Durchsicht einer rohen Mutationsliste. Die Analyse von 678 Proben zeigt in allen Fällen eine überlegene Performanz von appreci8 im Vergleich zu den besten individuellen Tools wie auch zu alternativen kombinierten Ansätzen. Unterschiedliche Sequenzierer (NextSeq, HiSeq, MiSeq, HiScanSQ, Ion Torrent, Roche 454), Zielregionen (42-958kbp) und Entitäten (MDS, AML, Adenokarzinom) wurden ausgewertet.

Appreci8 zeigte eine überlegene Performance im Vergleich zu jedem anderen evaluierten Ansatz, unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Szenarien. Neben dem Filtern von Artefakten ist appreci8 auch in der Lage, Polymorphismen automatisch zu identifizieren. Die Anwendung ist sowohl über Docker als auch über R (inkl. Benutzeroberfläche) möglich.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 1-2018

Die erste Ausgabe des Bibliotheksmagazins 2018 ist heute mit folgenden Beiträgen erschienen:

Inhalt


Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden sie ab Ende nächster Woche in der Bibliothek. Wenn Sie ein oder mehrere Exemplare für sich oder zur Auslage haben möchten, schicken wir Ihnen diese gerne zu. Das PDF finden Sie auf unserem E-Pflichtserver.

Grafik: ZB Medizin

„Paper of the Month“ Mai 2018: PD Dr. Astrid Jeibmann aus dem Institut für Neuropathologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Mai 2018 wurde PD Dr. Astrid Jeibmann aus dem Institut für Neuropathologie für die Publikation:: Gadolinium-based contrast agents induce gadolinium deposits in cerebral vessel walls, while the neuropil is not affected: an autopsy study in der Zeitschrift Acta Neuropathologica [Volltext] ausgezeichnet.

Kürzlich veröffentlichte Studien konnten zeigen, dass nach mehrmaliger Gabe von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln im Rahmen der MRT-Bildgebung Gadolinium-Ablagerungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns auftraten, am stärksten sichtbar im Nucleus dentatus des Kleinhirns. Auch wenn bisher keine klinischen Korrelate bekannt sind, gibt es eine intensive Debatte, ob diese Ablagerungen schädlich sein können.

Das Ziel der Studie war es, die Gadolinium-Verteilung im Gehirngewebe von Patienten, die mehrfache Injektionen Gadolinium-haltiger Kontrastmittel erhielten, im niedrigen Mikrometerbereich zu untersuchen und mögliche pathologische Gewebeveränderungen durch Gadolinium-Ablagerungen zu untersuchen. Wir konnten mit einer analytischen Methode, die die Untersuchung ortsaufgelöster Elementverteilungen ermöglicht (LA-ICP-MS) Gadolinium-Ablagerungen in den Gefäßwänden kleiner Blutgefäße im Nucleus dentatus bei allen Patienten nachweisen, die Gadolinium-haltige Kontrastmittel erhalten haben, während wir diese in der Kontrollgruppe nicht nachweisen konnten. Es konnten bei keinem der Patienten signifikante pathologischen Veränderungen des Gehirngewebes gefunden werden.

Wir konnten zeigen, dass Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn auf die Blutgefäßwände beschränkt sind, das Neuropil nicht betroffen ist und Reaktionen auf zellulärer Ebene nicht nachweisbar sind.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Der ZB Medizin-Jahresbericht 2017 ist online

Der aktuelle Jahresbericht der Zweigbibliothek Medizin ist online. Er enthält detaillierte, statistische Angaben über die Verläufe von Ausleihe, Benutzung, Budget der letzten Jahre sowie Sondermassnahmen und Zielplanungen.

Ein Auszug:
Die Benutzung stieg gegenüber dem Vorjahr auf 196.517 (+3,6%). Damit verzeichnete die Bibliothek das vierte Jahr in Folge steigende Benutzerzahlen.

Bis 2012 lagen die Ausleihzahlen gedruckter Bücher konstant bei 55.000, um ab 2013 kontinuierlich um 3% zu fallen. Eine mögliche Ursache liegt in der rasanten Steigerung der Nutzung elektronischer Bücher, die 2015 – zeitgleich mit der Ausweitung von easystudium – explosionsartig auf über 200.000 Online-Ausleihen anstieg. U.a. werden Pakete von folgenden Verlagen angeboten: de Gruyter, Elsevier, MedStandards, Schattauer, Springer, Thieme, UpToDate. Alle 1,5 Sekunden wird eine Buchseite online gelesen.

2017 wurden 95 Schulungen durchgeführt (+26,7%), das Angebot reicht von Bibliothekseinführungen, Doktorandensprechstunden, Vorlesungen in Blockpraktika, „Hausbesuchen“ bis zu der neuen Veranstaltung „Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten“, die seit Juni 2017 von der Bibliothek zusammen mit dem Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten konzipiert und durchgeführt wird. Insgesamt wurden 1.600 Teilnehmer erreicht (+8,6%).

 

Foto: ZB Medizin

„Paper of the Month“ April 2018: Anke Herrmann aus der Medizinischen Klinik D

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat April 2018 wurde Anke Herrmann aus der Medizinischen Klinik D für die Publikation: WW and C2 domain-containing proteins regulate hepatic cell differentiation and tumorigenesis through the hippo signaling pathway in der Zeitschrift Hepatology [Volltext] ausgezeichnet.

Die Regulation der Zellproliferation und des Organwachstums unterliegt einem komplexen Netzwerk an Signalwegen. Besonders wichtig ist hier der Hippo-Signalweg, der im aktiven Zustand die Zellteilung hemmt und so ein überschießendes Organwachstum verhindert. Wir konnten nun kürzlich die WWC-Proteine als Aktivatoren des Hippo-Signalweges identifizieren. Die genaue Funktion der WWC-Proteine im Organismus war jedoch bislang unbekannt.

Wir konnten zeigen, dass ein Verlust der WWC-Expression in der Leber von Mäusen zu einer deutlichen Organvergrößerung, einer begleitenden Entzündungsreaktion und schließlich zu einer Bildung von Karzinomen führt. Dabei blockiert das Fehlen der WWC-Proteine den Hippo-Signalweg gleich auf mehreren Ebenen und aktiviert so die über den Ko-Transkriptionsfaktoren YAP-gesteuerte Expression von proliferationsfördernden Genen in der Leber.

Wir konnten erstmals die WWC-Proteine als wichtige Schaltermoleküle für die Hippo-Signalweg-abhängige Regulation der Zellproliferation und Karzinombildung in der Leber beschreiben. Unsere Daten können dazu dienen, die Expression der WWC Proteine als neuen prognostischer Faktor für Lebertumore einzusetzen.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Ist Sciebo sicher für Patientendaten?

Frage:
Momentan nutzen wir Sciebo um pseudonymisierte Patientendaten mit unseren externen Kollaborationspartnern auszutauschen. Ist das Maß der Verschlüsselung hoch genug und wird das auch nach Inkrafttreten der neuen EU Verordnung erlaubt sein?

Antwort:
Laut Datenschutz-Grundverordnung ist die Pseudonymisierung eine „Teilverschlüsselung“ und gilt als Sicherheitsvorkehrung im Sinne von Artikel 32. Außerdem wird sie in Artikel 25 explizit als geeignete Maßnahme für „Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen“ genannt. Solange die Pseudonymisierung korrekt durchgeführt wird, ist sie also auch demnächst eine ausreichende Sicherheitsmaßnahme. Grundsätzlich empfiehlt Sciebo – wo immer möglich – eine zusätzliche Verschlüsselung der Daten durch den Nutzer (z.B. mit Cryptomator).

Foto: CC z naydeeyah at flickr.com