Archiv der Kategorie: Medizin

Corona: Höchste Verdopplungszeit seit Mitte April in Münster

Sie können mit dem Mauszeiger über die Datenpunkte fahren
 
Wie das obige Diagramm zeigt, hat die Verdopplungszeit der Infektionen in Münster mit einer (rechnerischen) Verdoppelung alle 99 Tage heute den höchsten Stand seit Mitte April erreicht. Man muss schon bis zum 14. April zurückgehen, um mit einer Verdoppelung innerhalb von 95 Tagen eine kürzere Verdopplungszeit zu finden. Die Zahlen stellen jeweils den Mittelwert der letzten sieben Tage dar.

Weitere Hinweise und die vollständigen Infektionszahlen seit März finden Sie hier.

AMBOSS-Studientelegramm (126): Doing the work – Diskriminierungskritisch handeln im medizinischen Alltag

Zusammen mit der HOMe-Academy der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und dem Ärzte-Team des Agaplesion-Markus Krankenhauses Frankfurt bietet AMBOSS einen Newsletter zu internistischen Studien und Publikationen an. Der Newsletter richtet sich insbesondere an alle interessierten Kollegen aus Klinik und Praxis, die neben der alltäglichen Praxis wichtige wissenschaftliche Entwicklungen im Blick behalten möchten. Unter Tipps & Links findet sich der Link zur Anmeldung.

Im Folgenden werden ab dem Beginn der Newsletter-Versendung die Inhalte aller bisherigen Ausgaben im Jahr 2020 als Archiv zur Verfügung gestellt werden.

Doing the work – Diskriminierungskritisch handeln im medizinischen Alltag

Studientelegramm 126-2020: Viele Menschen fragen sich zur Zeit, wo Rassismus in ihrem Alltag stattfindet und wie sie selbst einen Beitrag zu seiner Bekämpfung leisten können. Hierzu möchten wir einen Artikel vorstellen, der rassistische Diskriminierung im Gesundheitswesen in den Fokus nimmt und eine Antwort auf diese Frage zu geben versucht.

Die Take-Home-Message: In der Medizin zeigt sich Rassismus in vielen Formen. Sich die eigenen Privilegien vor Augen zu führen, ist ein essentieller Schritt, um die Diskriminierung anderer zu erkennen und sich für betroffene Personen einsetzen zu können – sei es in der Uni, im ärztlichen Alltag oder im Privatleben:

  • Romano, Max J. „White privilege in a white coat: how racism shaped my medical education.“ The Annals of Family Medicine 16.3 (2018): 261-263  –  Direktlink (pdf; 560KB)

 

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Grafik: © Miamed GmbH

„Paper of the Month“ Juni 2020 geht an Dr. Nils Opel aus dem Institut für Translationale Psychiatrie

Für den Monat Juni 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an Dr. Nils Opel aus dem Institut für Translationale Psychiatrie für die Publikation: Brain structural abnormalities in obesity: relation to age, genetic risk, and common psychiatric disorders in der Zeitschrift Molecular Psychiatry, published online: May 28, 2020 [Volltext]

Adipositas wird primär als kardiovaskulärer Risikofaktor angesehen, wohingegen die Rolle neurobiologischer Veränderungen bei Adipositas unklar bleibt. Ergebnisse erster Studien deuten auf hirnstrukturelle Veränderungen bei Adipositas hin. Welche Bedeutung hierbei Alter und genetisches Risiko spielen könnten blieb bisher unklar, ebenso ein möglicher Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen.

In der vorliegenden multizentrischen Studie, welche 6420 Probanden einschloss, konnte ein Zusammenhang zwischen Adipositas und hirnstrukturellen Veränderungen, insbesondere einer Reduktion der fronto-temporalen kortikalen Dicke zeigen. Das Ausmaß dieser hirnstrukturellen Veränderungen war mit denen bei neuropsychiatrischen Erkrankungen beobachteten Veränderungen vergleichbar und zeigte hinsichtlich des regionalen Verteilungsmusters große Ähnlichkeit mit affektiven Erkrankungen. Zudem zeigte sich, dass der Zusammenhang zwischen Adipositas und kortikaler Dicke vom Alter moderiert wurde, wohingegen das genetische Risiko für Adipositas einen regional spezifischen Zusammenhang mit kortikaler Oberflächenstruktur zeigte.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie untermauern die Bedeutung neurobiologischer Veränderungen bei Adipositas, welche weiterhin drastisch unterschätzt werden. Die aktuellen Befunde sollten Ärzte und Wissenschaftler dazu motivieren neurobiologischen Veränderungen bei Adipositas verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

 

Foto: MFM/Christian Albiker

Podcast der WWU: Hart umkämpft und heiß begehrt – das Medizinstudium

Im neuesten Podcast der WWU, in dem regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort kommen, berichtet Prof. Dr. Bernhard Marschall im Interview über das Medizinstudium in Münster.

Medizin gehört – nicht nur an der WWU – zu den Studiengängen mit den höchsten Bewerberzahlen. Prof. Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan der Medizinischen Fakultät, spricht im Podcast darüber, warum das Medizinstudium so beliebt ist, was gute Bewerberinnen und Bewerber auszeichnet und wie gerecht das Zulassungsverfahren ist. Gleichzeitig erklärt er, wie das Studium an der Universität Münster aufgebaut ist, welche Konsequenzen die neue Approbationsordnung mit sich bringt und was einen guten Arzt ausmacht.

Im Podcast der WWU berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Die Folgen werden in regelmäßigen Abständen auf der Website sowie bei Spotify, Apple Podcasts und Deezer veröffentlicht. Produziert wird der Podcast von der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Grafik © WWU

Amboss Podcast: Endometriose

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Miamed für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Amboss bietet regelmässig einen Podcast an, der Wissenschaft hörbar machen soll. Alle zwei Wochen am Sonntag werden aktuelle internistische Studien kurz und prägnant zusammengefasst und diskutiert. Das Format wechselt zwischen Kollegengespräch und Nachrichtenstil.

Ein wichtiges Thema, nicht nur in der Gynäkologie: die Endometriose. Im aktuellen Podcast-Interview spricht Frau Prof. Dr. Mechsner, Leiterin des Endometriosezentrums der Charité Berlin, über ihr Spezialgebiet: go.amboss.com/podcast

Die Endometriose ist eine weitverbreitete Erkrankung, die in Deutschland bis zu 2 Millionen Frauen in der reproduktiven Lebensphase betrifft. Oft vergehen bis zur korrekten Diagnosestellung sechs bis zehn Jahre: Daher wollen wir mit diesem Interview für das Krankheitsbild sensibilisieren und es Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete als Differentialdiagnose ins Bewusstsein rufen.
Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr natürlich wie immer auch im entsprechenden AMBOSS-Kapitel: go.amboss.com/endometriose-podcast

Weitere Infos zu Amboss hier.

 

Grafik: © Miamed GmbH

Podcast der WWU – Spezial: Medizinstudierende im Einsatz gegen Corona

Im Podcast der WWU kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Im Gespräch berichten sie über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Die Folgen werden in regelmäßigen Abständen auf der Website sowie bei Spotify, Apple Podcasts und Deezer veröffentlicht. Produziert wird der Podcast von der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

In den vergangenen Wochen hat die Medizinische Fakultät der WWU im Kampf gegen das Coronavirus das MediCOVID-Programm gestartet: Mehrere hundert Studierende engagieren sich nach seitdem nach einer entsprechenden Schulung gegen die Corona-Pandemie. Zwei von ihnen sind Arne Beyer und Daniel Winzer, die aktuell die Corona-Patientenversorgung im Universitätsklinikum Münster unterstützen. Die beiden Medizinstudenten berichten im Podcast, wie sie darauf vorbereitet wurden, wie ihr Alltag auf der Station aussieht und wie sie persönlich die aktuelle Corona-Krise wahrnehmen.

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Deezer

 

Grafik © WWU

Labor und Diagnose 2020 als Webseite

Vor 42 Jahren erschien die erste Auflage des Standardwerks Labor und Diagnose. Nach vielen Auflagen, und Übersetzungen ins Englische und Chinesische, ist dieses Buch nun als Webseite kostenfrei verfügbar, und zwar hier. Es ist auf elektronischen Medien wie PC, Tablet, Smartphone nutzbar. Die Umsetzung des Inhaltes für die elektronischen Medien erfolgte durch den Herausgeber Prof. Dr. med. L. Thomas.

Den 53 Kapiteln über Laboruntersuchungen von 20 Fachgebieten der Medizin ist ein Register von Erkrankungen und Zuständen vorangestellt. Von diesen aus können Tabellen aufgerufen werden, die Auskunft zur Klinik, Labordiagnostik, Differentialdiagnostik und Verlaufsbeurteilung ergeben.

Die Beiträge sind gegliedert in Indikation, Bestimmungsmethode, Untersuchungsmaterial, Referenzbereich, Bewertung, Hinweise und Störungen, Pathophysiologie und Literatur. In den über 500 Tabellen ist in den Spalten die Krankheit vorangestellt und nachfolgend die Labordiagnostik beschrieben. Tabellen und Abbildungen sind die wesentlichen Elemente des Werks. Evidenz basiert sind die Aussagen durch Literaturangaben.

In Labor und Diagnose 2020 sind klinische, wissenschaftliche und labordiagnostische Erkenntnisse bis Ende 2019 berücksichtigt. Wie in voran gegangenen Auflagen sind in der elektronischen Form Kapitel und Beiträge überarbeitet. Neue Erkenntnisse aus aktuellen Publikationen, Leitlinien und Empfehlungen wurden aufgenommen.

 

Grafik © Lothar Thomas

„Paper of the Month“ Mai 2020 geht an S. Sandmann (Medizinische Informatik), K. Reutter und B. Burkhardt (beide Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie)

Für den Monat Mai 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an Dr. Sarah Sandmann aus dem Institut für Medizinische Informatik
gemeinsam mit Katrin Reutter und Prof. Birgit Burkhardt aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin -Pädiatrische Hämatologie und Onkologie- für die Publikation: Reconstructing Clonal Evolution in Relapsed and Non-Relapsed Burkitt Lymphoma in der Zeitschrift Leukemia, published online: May 2020 [Volltext]

Burkitt-Lymphom und Burkitt-Leukämien gehören zu den aggressiven reifen B-Zell Non-Hodgkin-Lymphomen. Mit intensiven NHL-BFM Chemotherapie-Kursen werden ereignisfreie Überlebenswahrscheinlichkeiten von etwa 90% erreicht. Patienten mit einem Rezidiv haben jedoch eine schlechte Überlebenschance (5-Jahr Überlebenswahrscheinlichkeit <30%). Zusätzlich ist nur wenig über die biologischen Mechanismen bekannt, die zum Rezidiv führen.

Die Arbeit kombiniert das bioinformatische Feld der Rekonstruktion klonaler Evolution – mit einer neuen systematischen Nomenklatur zum Vergleich von zwei Zeitpunkten, und einem Schätzungsansatz für klonale Evolution mit limitierten Zeitpunkten – mit dem medizinischen Feld der translationalen Onkologie. Die Analysen der molekularen Veränderungen beim Burkitt-Lymphom erlauben die Identifikation von Mechanismen, die zum Auftreten eines Rezidivs beitragen und unsere Ergebnisse zeigen die zugrundeliegende klonale Evolution, die zum Rezidiv führt. Weiterhin konnte TP53 Defizienz als neuen molekularen Marker mit prognostischer Relevanz für Burkitt-Lymphome identifiziert werden. Die Beobachtungen stellen die Basis für ein neues Modell der klonalen Evolution bei Burkitt-Lymphomen dar.

Die Analysen verdeutlichen die große Bedeutung einer umfangreichen genetischen Charakterisierung, inklusive TP53, zum initialen Zeitpunkt der Erkrankung. Als praktische Konsequenz wird systematisch umfangreiche molekulare Diagnostik – inkl. TP53 – mindestens für alle pädiatrischen Patienten der NHL-BFM Studiengruppe empfohlen.

 

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

 

Foto: MFM/Christian Albiker

via medici: 100-Tage Klinik-Lernplan für die 2. Ärztliche Prüfung

Nach intensiver Entwicklungszeit wurde der Lernplan für den klinischen Studienabschnitt veröffentlicht – und damit rechtzeitig zur Prüfungsvorbereitung auf das kommende Herbstexamen.

Daneben gibt es in via medici außerdem einen neuen 40- und 60-Tage-Lernplan für die 1. ÄP im Herbst 2020 sowie einen 50-Tage-Sonderlernplan für die aufgrund der Corona-Pandemie in einigen Bundesländern verschobene 2. ÄP im Frühjahr 2021.

Neu bei via medici:

  • Blickdiagnosen sind Befunde, die „auf den ersten Blick“ erkannt werden können. Um die richtige Diagnose schnell stellen zu können, ist die Kenntnis pathognomonischer Befunde wesentlich. Die „Blickdiagnose des Tages“ in via medici bietet den Studierenden jeden Tag eine kurzweilige und spannende Abwechslung vom Lernen: Einerseits wird Wissen zu bereits gelernten Krankheitsbildern gefestigt, andererseits kann durch ergänzende Fragen zum Befund vertieft in das Thema eingestiegen und Neues gelernt werden. Zu den Blickdiagnosen: https://viamedici.thieme.de/blickdiagnosen
  • Über COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) und mögliche Folgeerkrankungen sowie zu Hygiene und intensivmedizinischen Maßnahmen liefert via medici alle relevanten Informationen. Diese sind übersichtlich zusammengestellt und mit nur einem Klick direkt über ein Widget auf der via medici Startseite erreichbar. Zu den Corona relevanten Inhalten: https://viamedici.thieme.de/landing-page/corona
  • Webinars zur Einbindung von via medici in die digitale Lehre. Um Ihren Dozierenden mit via medici bestmöglich zur Seite zu stehen, werden interaktive Webinars angeboten, in denen die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung von via medici in der digitalen Lehre vorgestellt werden. Kontakt: viamedici@thieme.de
  • Die unispezifischen Curricula werden in Zusammenarbeit mit Studierenden an den jeweiligen Universitäten erstellt. Sie werden fortlaufend gepflegt und aktualisiert, um auch immer das jeweils aktuell gültige Curriculum abzubilden. Im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften können die Curricula weiter für Ihre Universität individualisiert werden. Zu den unispezifischen Curricula: https://viamedici.thieme.de/landing-page/usc
  • Mit dem optionalen Heimzugang haben Nutzer auch außerhalb des Netzwerks Zugriff auf die via medici Inhalte. Eine kurze Anleitung: https://viamedici.thieme.de/landing-page/inhalte-freischalten

Aktuelles zu via medici

 

Grafik © Thieme Verlag

Amboss Podcast: Ernährung als Medizin

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Miamed für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Amboss bietet regelmässig einen Podcast an, der Wissenschaft hörbar machen soll. Alle zwei Wochen am Sonntag werden aktuelle internistische Studien kurz und prägnant zusammengefasst und diskutiert. Das Format wechselt zwischen Kollegengespräch und Nachrichtenstil.

Im neuesten Podcast-Interview mit Niklas Oppenrieder, ärztlicher Leiter der Organisation Physician Association for Nutrition (PAN) wird über Ernährungsmedizin gesprochen. Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren in der Entstehung, Therapie und Prävention zahlreicher Erkrankungen – insbesondere bei kardiovaskulären Erkrankungen und Tumorleiden und damit genau die Krankheiten, die in der Bevölkerung immer stärker zunehmen. go.amboss.com/podcast

Das Interview besteht aus zwei Teilen. In Teil 1 werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der non-communicable diseases und aktuelle Forschungserkenntnisse diskutiert. In Teil 2 wird auf den Einfluss von Ernährung auf Stoffwechselprozesse eingegangen. Mehr zu dem Thema Ernährungsmedizin findet sich auch im Kapitel “Klug entscheiden in der Ernährungsmedizin”, das in Kooperation mit der DGIM entstanden ist: go.amboss.com/ernaherungsmedizin-dgim

Weitere Infos zu Amboss hier.

 

Grafik: © Miamed GmbH

ICD-10-GM 2020: Neuer U-Kode U99.0! und neue Kodierfrage zu Testung auf SARS-CoV-2

Das DIMDI hat nach Beratung mit den zuständigen Gremien eine Belegung der nicht belegten Schlüsselnummer U99.0! umgesetzt. U99.0! kodiert jetzt: Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2.

In diesem Kontext wurde außerdem eine neue Kodierfrage zur ICD-10-GM 2020 zur Testung auf SARS-CoV-2 (COVID-19) ohne Vorliegen eines Infektionsverdachts veröffentlicht.

Der neue Kode U99.0! Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2 wurde in die Onlinefassung der ICD-10-GM 2020 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) eingepflegt.

Die Kodierfrage beantwortet die Frage, ob der Kode U07.2! COVID-19, Virus nicht nachgewiesen bei Personen zu kodieren ist, bei denen kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, jedoch ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wurde, welcher negativ ausfällt.

Hintergrundinformationen zu SARS-CoV-2 und COVID-19 finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI).

 

Original-Meldung des DIMDI

 

Grafik © DIMDI

„Paper of the Month“ April 2020 geht an Johannes Glasbrenner und Clemens Kösters aus der UCH

Für den Monat April 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an Johannes Glasbrenner und Clemens Kösters aus der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie für die Publikation: Repair With Dynamic Intraligamentary Stabilization Versus Primary Reconstruction of Acute Anterior Cruciate Ligament Tears: 2-Year Results From a Prospective Randomized Study  in der Zeitschrift American Journal of Sports Medicine, 48(5).2020, 1108-16, [Volltext]

Lange Zeit galt der operative Erhalt des vorderen Kreuzbandes (VKB) auf Grund ungünstiger Langzeitergebnisse und einer erhöhten Rezidivinstabilitätsrate als obsolet. Vor dem Hintergrund innovativer Operationsmethoden hat der VKB-Erhalt in den vergangenen Jahren eine Renaissance erfahren; Kohortenstudien konnten vielversprechende klinische Ergebnisse belegen, es fehlte jedoch an kontrollierten Studien.

In der vorliegenden Arbeit konnte in einem prospektiv-randomisierten Design an 85 Patienten gezeigt werden, dass die klinischen Ergebnisse nach VKB-Erhalt mittels Dynamischer Intraligamentärer Stabilisierung (DIS) im Falle einer akuten Verletzung des VKB vergleichbar mit den Ergebnissen nach VKB-Rekonstruktion mittels Sehnenersatzplastik sind.

Mit vorliegender Arbeit wurde der operative Erhalt des VKB mit einer modernen Operationstechnik (DIS) erstmals in einer prospektiv-randomisierten Studie untersucht. Die Ergebnisse belegen, dass die DIS bei akuter Verletzung des VKB eine Alternative zur Rekonstruktion darstellt.

 

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

 

Foto: MFM/Christian Albiker