Die folgenden Listen enthalten alle heute bekannten Sammlungen der WWU. Soweit die Sammlungen über eigene Web-Auftritte verfügen sind diese verlinkt. Bitte beachten Sie, dass die Sammlungen mit Ausnahme der Museen und Gärten nicht öffentlich zugänglich sind.

Neben diesen Sammlungen gibt es in den Fachbereichen der Universität auch viele Spezialbibliotheken und -archive. Diese sind hier nicht aufgeführt.

Sammlungen, Gärten und Museen der WWU

  • Anatomische Sammlung
    © Prosektur Anatomie

    Anatomische Sammlung

    Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät
    Prosektur des Instituts für Anatomie

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Wolfgang Knabe

    Homepage

    Geschichte:

    Mit Gründung einer Medizinischen Fakultät im Jahre 1784 ging auch die Einrichtung eines Museum Anatomicum einher. Damit kann die Anatomische Sammlung als die älteste Lehrsammlung der Universität gelten. Verlässliche Nachrichten über die Bestände sind erst aus den 1830er Jahren überliefert, lassen aber auf eine rege Sammeltätigkeit Ende des 18. Jahrhunderts schließen. Nach 1818 trat an die Stelle der Medizinischen Fakultät eine Chirurgenschule, die 1849 geschlossen wurde. Im Jahre 1850 legte man die Sammlungsbestände mit den naturkundlichen Sammlungen zum Zoologisch-Anatomischen Museum zusammen. Lange vernachlässigt, erlebte die Anatomische Sammlung mit dem Umzug in die ehemalige Kürassierkaserne einen neuen Aufschwung. 1941 wurde das Gebäude von Bomben getroffen und die Sammlung schwer beschädigt. Nach 1945 erhielt das Anatomische Institut einen Neubau am Vesaliusweg, dessen Zentralbau heute unter Denkmalschutz steht. Die übrigen Gebäudeteile wurden ab 2010 durch moderne Forschungs- und Lehrtrakte ersetzt und, gemeinsam mit dem Zentralbau, zum PAN-Zentrum vereinigt (P=Pathologie, A=Anatomie, N=Neuropathologie). Seither sind Teile der Sammlung wieder öffentlich zugänglich. Hierbei stehen ab April 2016 Tablets zur Verfügung (Rolf Dierichs-Stiftung, MedAlum Münster e.V.), mit deren Hilfe Studierende und externe Gäste digitalisierte und annotierte Sammlungsobjekte auf eigene Faust erkunden können.

    Bestände:

    Die Sammlung besteht aus ca. 35.000 historischen und rezenten Objekten, Modellen ebenso wie Präparate aus Körperspenden. Die Sammlung ist teils grundlegend, teils umfangreich dokumentiert.

    Publikationen:

    • Birte Barbian: Die Geschichte der Anatomischen Sammlung des Instituts für Anatomie in Münster mit besonderer Berücksichtigung ihrer historischen Modelle und Präparate. Münster - Diss 2010  Online-Zugriff

  • 2010 Arch _ol-m-innen04
    © WWU - Peter Grewer

    Archäologisches Museum

    Fachbereich 08 - Geschichte / Philosophie
    Klassische Archäologie und Christliche Archäologie

    Museumsdirektor: Prof. Dr. Achim Lichtenberger

    Kustos: Dr. H.-Helge Nieswandt

    Homepage

    Geschichte:

    Mit der Berufung des ersten Klassischen Archäologen nach Münster wurden im Jahr 1883 Abgüsse antiker Plastik als Lehrmittel erworben. Dieser Bestand wurde durch Originalfunde und weitere Abgüsse stetig erweitert und 1906 erstmals museal der Öffentlichkeit präsentiert. Die gesamte Sammlung ging im Zweiten Weltkrieg verloren, ein erneuter Sammlungsaufbau begann 1958. Eine Schausammlung wurde im ehemaligen Fahrradkeller des Fürstenberg-Hauses eingerichtet. Erst seit 1995 verfügt das Museum mit der Einrichtung des Lothar-Zelz-Saals im ehemaligen Eingangsbereich des Fürstenberg-Hauses über adäquate Ausstellungsflächen. Die Einrichtung einer Dependance am Nienkamp 2007/08 ermöglichte zusätzlich die Aufstellung der gesamten Abgusssammlung sowie der Modellsammlung. Die Schaffung weiterer Ausstellungsflächen am Domplatz ist in Vorbereitung.

    Bestände:

    Das Archäologische Museum besteht aus sieben Abteilungen: Kleinkunst und Plastik der griechisch-römischen Welt, Münzen, Antikes Vorderasien und Ägypten mit circa 14.000 Objekte und 5.000 Scherben. Daneben gibt es eine Abgusssammlung antiker Skulpturen (430 Objekte) und eine Modellsammlung (25 Objekte), die beide durch ein Starkregenereignis im Juli 2014 Schaden genommen haben. Neben dem Eigenbesitz gibt es viele Leihgaben (1.100 Objekte, 30 Abgüsse und 4 Modelle). Jüngst ist als neue Abteilung die Archäoholographie mit Hologrammen antiker Artefakte eingerichtet worden. Mehr als hundert Museumsobjekte sind in der Datenbank museum-digital erfasst.

    Publikationen:

    Vgl. Homepage der Sammlung

    • Klaus Pott (Red.): Museen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Münster 1993.

    ISIL-Kennung: DE-MUS-100214

  • Arzneipflanzensystem für Studierende
    Arzneipflanzensystem für Studierende
    © Institut

    Arzneipflanzengarten

    Fachbereich 12 - Chemie und Pharmazie
    Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Andreas Hensel

    Homepage

    Geschichte:

    Der Arzneipflanzengarten des Instituts für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie geht zurück auf einen 1941 von der Münsteraner Apothekerschaft gegründeten Apothekergarten im Außenbereich des Schlossgartens. Dieser Garten diente über lange Jahre nicht nur zu Forschungszwecken, sondern sicherte auch den Bedarf der Bevölkerung an Arzneipflanzen. Mit Gründung des Instituts für Pharmakognosie (alter Name) wurde 1961 der gesamte Bereich dem Institut als Versuchsfeld übergeben. In den Folgejahren entwickelte sich das Areal mit seiner großen Artenvielfalt zu einem einzigartigen Arzneipflanzengarten, nicht nur für die Forschungsschwerpunkte Thymian und Rhabarber sondern zunehmend auch zu Lehrzwecken für Studierende der Lebensmittelchemie und Pharmazie. 1995 wurde ein großer Nutzpflanzenbereich und ein Arzneipflanzensystem neu angelegt und auch die Gewächshausanlage zur Kultivierung tropischer Arzneipflanzen erneuert. 2005 entstand zusätzlich zu den Forschungsflächen ein 5000 m2 großer Schaugarten für die allgemeine Öffentlichkeit. Auf zehn nach menschlichen Organen geformten Beeten stehen dort fast 150 Arzneipflanzen, die verschiedenen Therapiebereichen zugeordnet sind.

    Infolge des Umzugs der Pharmazeutischen Institute an den PharmaCampus wird in den Jahren 2017/18 auch der Arzneipflanzengarten zur Corrensstrasse hin verlegt. Dort steht jedoch nur eine deutlich kleinere Fläche von ca. 2000 qm zur Verfügung, so dass derzeit nur die Anlage eines Lehr- und Forschungsgarten geplant ist.

    Publikationen:

    • Arzneipflanzen entdecken. Münster, Eigenverl., Arzneipflanzengarten des Inst. für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie der Westf. Wilhelms-Univ., 2. erw. und überarb. Ausg., 2010, ISBN 978-3-00-023921-2

  • Koberger-Bibel
    Linsengericht, Koberger Bibel (Nürnberg 1483)
    © WWU /INTF/Bibelmuseum

    Bibelmuseum

    Fachbereich 01 - Evangelisch-Theologische Fakultät
    Institut für Neutestamentliche Textforschung

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Holger Strutwolf

    Sammlungsbeauftragte: Dr. Jan Graefe

    Homepage

    Geschichte:

    Die Sammlung ist aus der Spezialbibliothek des Instituts für Neutestamentliche Textforschung und einer Bibelsammlung hervorgegangen, die Ende der 1970er Jahre von der Evangelischen Kirche Deutschlands als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurde. 1979 wurde auf der Basis dieser Bestände das Bibelmuseum gegründet und im Beisein von Bundespräsident Walter Scheel eröffnet.

    Ziel ist, die Geschichte der Bibel von ihren Anfängen bis heute in Originalhandschriften und -drucken vorzustellen. Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf das griechische Neue Testament sowie die deutsche Bibel. Zu den Höhepunkten der Sammlung zählen griechische Handschriften des 8.-13. Jh., eine Ausgabe der reich illustrierten Koberger Bibel (1483) und eine Lutherbibel mit Widmung des Reformators aus seinen letzten Lebenstagen (1546).

    Derzeit ist das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen, die Wiedereröffnung ist für 2017 geplant.

    Bestände:

    Das Museum verfügt über einen Bestand von circa 1.000 Bibeln, daneben gibt es eine weltweit einzigartige Sammlung von 5.500 Mikrofilmen von griechischen neutestamentlichen Handschriften. Seit 2010 werden die Bestände des Bibelmuseums durch die Sammlung Remy (siehe dort) ergänzt.

    Publikationen:

    • Schnell Kunstführer Nr. 1259, 3. rev. Auflage 1994
    • Klaus Pott (Red.): Museen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Münster 1993.
    • weitere Publikationen vgl. Homepage

    ISIL-Kennung: DE-MUS-173811

  • Bibl-arch
    Blick in einen Sammlungsschrank
    © WWU - Eckhard Kluth

    Biblisch-Archäologische Sammlung

    Fachbereich 02 - Katholisch-Theologische Fakultät
    Seminar für Zeit- und Religionsgeschichte des Alten Testaments

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Johannes Schnocks

    Sammlungsbeauftragte: N.N.

    Geschichte:

    Die Sammlung wurde unter Prof. Dr. Erich Zenger und Prof. Dr. Robert Wenning in den 1980er Jahren zusammen getragen und wird seither in der Lehre eingesetzt.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst circa 160 archäologische Funde (Scherben, Öllampen etc.). Außerdem gibt es einen Bestand palästinischer Skarabäen sowie einen ägyptischen Sargdeckel aus ptolemäischer Zeit. Ergänzt werden diese Bestände durch eine umfangreiche Diasammlung von Originalaufnahmen antiker Stätten des Nahen Ostens. Durch die Zerstörungen der letzten Jahre gewinnt dieser Bestand zunehmend an Bedeutung.

    Publikationen:

    • Ein maschinenschriftlicher Katalog der Sammlung liegt vor.
  • Grewer Botanischergarten _1 _2 1
    © WWU - Peter Grewer

    Botanischer Garten

    Fachbereich 13 - Biologie
    Arbeitsgruppe Evolution und Biodiversität der Pflanzen

    Direktor: Prof. Dr. Kai Müller

    Sammlungsleiter: Dipl. Geo. Dipl. Ing.Land. Herbert Voigt

    Homepage

    Geschichte:

    Mit dem Übergang des Fürstbistums Münster an die Preußen verlor das Schloss seine fürstliche Residenzfunktion. Daher war es 1803 möglich, einen Teil des Schlossgartens der Universität als Botanischen Garten zuzuweisen. In den folgenden Jahrzehnten wurden Gewächshäuser, Orangerie und Palmenhaus errichtet, die je eine Neuausrichtung bei den Pflanzenbeständen ermöglichten. Durch die Zerstörung der Gewächshäuser im Zweiten Weltkrieg verlor der Garten nahezu alle Warmhauspflanzen. Ab 1949 wurde der Garten wieder aufgebaut und entwickelte sich auch zu einem wichtigen Naherholungsort für die Stadt. Die Pflanzungen werden nach neuesten wissenschaftlichen Befunden stets weiter entwickelt.

    Bestände:

    Der Botanische Garten umfasst auf ungefähr 4 ha eine Lebendsammlung von circa 8.000 Pflanzen. Daneben gibt es Frucht-, Samen- und Holzsammlungen. Die bedeutendste jedoch ist die Pelargonien-Sammlung, die als eine der größten der Welt gilt. Neben der Lebendsammlung (180 der 280 akzeptierten Arten) gehören ungefähr 2.000 Herbar-Belege und Präparate zu der Sammlung.

    Publikationen:

    Vgl. Homepage des Gartens

  • Diasammlung Hausforschung

    Fachbereich 08 - Geschichte und Philosophie
    Seminar für Volkskunde / Europäische Ethnologie

    Sammlungsleiterin: Prof. Dr. Elisabeth Timm

    Geschichte:

    Die Sammlung kam mit dem ersten Inhaber des Volkskunde-Lehrstuhls an die Universiät Münster: der Hausforscher Bruno Schier brachte sie 1952 als Gründungsdirektor des Volkskundlichen Seminars mit. Die Einrichtung des Lehrstuhls ist wissenschaftshistorisch im Kontext der Re-Etablierung der sog. geisteswissenschaftlichen "Ostforschung" in Westdeutschland im Kontext des Kalten Krieges zu verorten.

    Bestände:

    Das Seminar verfügt über eine Sammlung von 10.000 Glasplatten (Großbilddias). Die in den 1920er bis 1960er Jahren entstandenen Aufnahmen zeigen überwiegend Hausgiebel und Ansichten von Bauernhäusern aus Mittel- und Nordeuropa. Die wenigsten Aufnahmen sind historisch-kritisch dokumentiert; oft fehlen Angaben zum Aufnahmezeitpunkt, zum Fotografen und zum (genauen) Aufnahmeort. Relevante Teilbestände finden sich in anderen wissenschaftlichen Instituten (Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig; Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Freiburg i. Br.).

    Publikationen:

  • Embryologische Sammlung Kuhn
    © Wolfgang Knabe

    Embryologische Sammlung Kuhn

    Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät
    Prosektur des Instituts für Anatomie

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Wolfgang Knabe

    Homepage

    Geschichte:

    Die Sammlung wurde durch Herrn Prof. Dr. (em.) Hans-Jürg Kuhn (Göttingen) im Jahre 1966 in Frankfurt/Main begründet und nach seiner Berufung zum Direktor des Anatomischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen mit Unterstützung durch die DFG (Sonderforschungsbereich 89) systematisch ausgebaut. Nach Emeritierung von Herrn Prof. Kuhn (2002) wurde die Sammlung in die Bestände des Forschungsmuseums Senckenberg (Frankfurt/Main) eingegliedert, steht aber der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Knabe (Prosektur Anatomie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) als Dauerleihgabe zur Fortführung ihrer Forschungsvorhaben zur Verfügung. Eine Übersicht über diese neuroembryologischen Vorhaben, aber auch über vorhergehende Forschungsprojekte, die sich mit Fragestellungen zum Reproduktionssystem, zum Herz-Kreislaufsystem, zum Schädel und zum postkranialen Skelett auseinandergesetzt haben, findet sich in Knabe und Washausen (2015). Sowohl die Digitalisierung der histologischen Schnittserien als auch die Anfertigung hochauflösender computergestützter dreidimensionaler Rekonstruktionen werden, wiederum mit Unterstützung durch die DFG (KN 525/1-1 und KN 525/1-2 mit BR 1185/4-1), seit dem Jahr 2000 kontinuierlich vorangetrieben.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst unter anderem 648 vollständige lichtmikroskopische Schnittserien von Embryonen und Organen des „Spitzhörnchens“ Tupaia belangeri (Scandentia) und zählt somit zu den weltweit lückenlosesten und umfangreichsten Kollektionen histologischer Schnittserien exakt datierter primatennaher Embryonen.

    Publikationen:

    • Knabe W, Washausen S (2015) Early development of the nervous system of the eutherian Tupaia belangeri. Primate Biol 2, 25-56.
    • Kuhn H-J, Starck D (1966) Die Tupaia-Zucht des Dr. Senckenbergischen Anatomischen Instituts. Nat Mus 96, 263-271.
    • Kuhn H-J, Schwaier A (1973) Implantation, early placentation, and the chronology of embryogenesis in Tupaia belangeri. Z Anat Entwicklungsgesch 142, 315-340.

  • Tipibau
    Umsetzung des Tipi-Projekts im Freigelände
    © Institut

    Freigelände (Lehrgarten) des Zentrums für Didaktik der Biologie

    Fachbereich 13 - Biologie
    Zentrum für Didaktik der Biologie

    Gesamtleitung: PD Dr. Gesine Hellberg-Rode

    Homepage

    Geschichte:

     Im Zuge der Umgestaltung der Kasernenanlagen an der Steinfurter Straße zum „Leonardo-Campus“ in den 1990er Jahren wurde eine rund 5000m² große Freifläche an der Philippistraße in ein ökologi­sches Freigelände mit Lehrgarten-Charakter umgestaltet. Der Garten dient der Ausbildung von Lehramtsstudierenden sowie für die Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

    Bestände:

    Die verschiedenen Stationen des Lehrgartens wurden in Projektarbeit von Lehramtsstudierenden entwickelt. Heute bietet er Einblicke in verschiedene Biotypen wie z.B. Hecke, Teich und Trockenmauer, stellt modellhaft didaktische Gärten vor (Duft- und Tastgarten) und bietet Gelegenheit zu Experimenten mit Naturmaterialien (lebende Architekturen).

  • Blick in die Sammlung
    © WWU - Peter Leßmann

    Geologisch-Paläontologische Sammlung

    Fachbereich 14 - Geowissenschaften
    Institut für Geologie und Paläontologie

    Kustos: Dr. Markus Bertling

    Homepage

    Geschichte:

    Obwohl die alte Universität 1818 aufgehoben wurde, ging die Hochschullehre in den Naturwissenschaften in Münster weiter. Um die Studierenden mit Anschauungsmaterial zu versorgen, wurde 1824 das "Museum mineralogicum et zoologicum" gegründet. Seit 1880 war das Museum in der Landsbergsche Kurie (Pferdegasse 3) untergebracht, die Geologisch-Paläontologische Sammlung ist seither auerhaft hier ansässig. 1906 schlug der Kustos H. Landois die zoologisch-anatomischen Sammlungen dem von ihm 1891 gegründeten Naturkundemuseum zu (heute LWL-Museum für Naturkunde). Der Fund eines Mammut-Skelettes in Ahlen 1910 sowie weiterer einmaliger fossiler Wirbeltiere führte zur Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Schausammlung. 1938 wurden für die stark gewachsene Mineralogisch-Petrografische Sammlung eigene Präsentationsräume in einem später zerbombten Gebäude an der Ägidiistraße eingerichtet. Trotz des Verbots durch die Gauleitung wurde die Geologisch-Paläontologische Sammlung im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und entging so als einzige Sammlung der WWU der Zerstörung. Nach dem Wiederaufbau der Landsbergschen Kurie und der Restaurierung der Exponate konnte die Schausammlung 1956 wieder eröffnet werden. Die räumliche Trennung von Institut und Museum durch den Umzug des Geologisch-Paläontologischen Instituts in das Naturwissenschaftliche Zentrum 1971 führte dazu, dass sich das Museum stärker dem allgemeinen Publikum öffnete. 2007 wurde das Museum wegen Umbau geschlossen und die Sammlung eingelagert. Gemeinsam mit der Mineralogisch-Petrografischen Sammlung wird die Sammlung in Zukunft das Geomuseum bilden. Wegen unvorhersehbarer Probleme bei der Sanierung der historischen Bausubstanz ist ein konkreter Eröffnungstermin derzeit nicht absehbar.

    Bestände:

    Zu den reichen Beständen vor allem aus der Zeit des Devon, des Jura, der Kreide und des Pleistozäns zählen u.a. Fische aus der Oberkreide und Säuger der Eiszeit. Neben zahlreichen außergewöhnlichen Grabungsfunden wurde auch systematisch gesammelt, wobei der Schwerpunkt seit jeher auf Westfalen lag. So enthält die Sammlung zahlreiche Proben von Gesteinen und Fossilien vor allem aus Kreide und Pleistozän, deren Fundorte heute nicht mehr zugänglich oder ausgebeutet sind. Von besonderer Bedeutung sind die Typus-Exemplare der Sammlung, die als Referenz bei der Bestimmung neuer Arten hinterlegt wurden.

    Publikationen:

    • Klaus Pott (Red.): Museen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Münster 1993.
    • 60 Jahre Geologisch-Paläontologisches Institut 1929-1989. 165 Jahre Geologisch-Paläontologisches Museum 1824-1989. Münster 1989.
    • Oekentorp, K. (1991): Katalog der Typen und Belegstücke zur Paläozoologie im Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, I. Teil: Invertebrata, Coelenterata/Archaeocyatha.- Veröffentlichungen aus dem Geologisch-Palöontologischne Museum 5: 1-142; Münster.
    • Busche, R. & Siegfried, P. (1968): Katalog der in derSammlung des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Universität Münster befindlichen paläobotanischen Typen und Belegstücke.- Argumenta palaeobotanica 2: 39-65; Münster.
    • Meiburg, P. , Oekentorp, K. & Siegfried, P. (1968): ): Katalog der Typen und Belegstücke zur Paläozoologie im Geologisch-Paläontologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, I. Teil: Invertebrata.- Münstersche Forschungen zur Geologie und Paläontologie 15: 1-260: Münster.
    • Meiburg, P. & Siegfried, P. (1972): ): Katalog der Typen und Belegstücke zur Paläozoologie im Geologisch-Paläontologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, II. Teil: Vertebrata.- Münstersche Forschungen zur Geologie und Paläontologie 15: 1-84: Münster.

  • Geomuseum

    Fachbereich 14 - Geowissenschaften

    Museumsleiter: Prof. Dr. Harald Strauß

    Homepage

    Geschichte:

    Das Geomuseum steht in der Tradition des 1824 eröffneten "Museum mineralogicum et zoologicum", in dem erstmals alle naturkundlichen Objekte der Universität in einem akademischen Museum vereint waren. Die Ausdifferenzierung der Wissenschaften führte über die Jahre zur Trennung der Lehr- und Forschungssammlungen. Auch die geowissenschaftlichen Sammlungen wurden 1919 in eine Geologisch-Paläontologische Sammlung und eine Mineralogisch-Petrografische Sammlung getrennt, jeweils mit eigenen Museumsräumen. 2007 entschied sich der Fachbereich, beide Sammlungen wieder in ein Museum an der Pferdegasse zusammen zu führen. Wegen unvorhersehbarer Probleme bei der Sanierung der historischen Bausubstanz ist ein konkreter Eröffnungstermin derzeit nicht absehbar.

    Bestände:

    Vgl. die Einträge der Geologisch-Paläontologischen Sammlung und der Mineralogisch-Petrografischen Sammlung.

    ISIL-Kennung: DE-MUS-100412

  • Historische Hammerflügel der Sammlung Beetz
    © Barbara Plenge

    Historische Hammerflügel Sammlung Beetz

    Fachbereich 15 - Musikhochschule

    Sammlungsleiter: Prof. Ulrich Beetz

    Homepage

    Geschichte:

    Seit dem Wintersemster 2014/15 beherbergt die Musikhochschule Münster, Fachbereich 15 der Universität, die Sammlung historischer Tasteninstrumenten des Musikerehepaars Prof. Ulrich Beetz und Prof.'in Birgit Erichson-Beetz. Hierzu wurde durch die Universität eigens ein Kammermusiksaal eingerichtet und mit der für die Bewahrung der alten Instrumente erforderlichen Klimatisierung ausgestattet. Die Instrumente stehen den Studierenden und Lehrenden der Musikhochschule für Studium, Konzerte und Meisterkurse zur Verfügung.

    Bestände:

    Die Sammlung besteht aus 13 historischen Instrumenten der Baujahre 1790 bis 1910. Sie wurden fachkundig restauriert und sind allesamt bespielbar.

  • Bilderrahmen
    © WWU - Eckhard Kluth

    Kunstbesitz der Universität

    Zentrale Kustodie

    Sammlungsbeauftragter: Dr. Eckhard Kluth

    Homepage

    Geschichte:

    Seit ihrer Gründung verfügt die Universität über einen stetig wachsenden Bestand an Kunstwerken zur Ausstattung von Repräsentations- und Büroräumen. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurden mit dem Wiederaufbau bzw. Neubau von Universitätsgebäuden zahlreiche Kunstwerke als Kunst-am-Bau und zur Erstausstattung angekauft. Regionale Künstler stehen dabei gleichberechtigt neben Künstlern von nationalem und internationalem Rang. Mit dem Beginn der Massenuniversität endet diese große Zeit der Kunsterwerbungen. Seither bereichern überwiegend Schenkungen den Kunstbesitz.

    Bestände:

    Der Kunstbesitz der Universität umfasst Kunstwerke aller Gattungen überwiegend des 20. Jahrhunderts und ist über die gesamte Universität ca. 220 Liegenschaften zzgl. Freigelände verteilt.

    Publikationen:

    • Jürg Meyer zur Capellen, Daniela Winkelhaus-Elsing, Christine Pelken: Kunstraum Universität. Münster - Rhema-Verlag 2002. ISBN 3-930454-37-8
  • Lehrsammlung der Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

    Fachbereich 08 - Geschichte und Philosophie
    Historsches Seminar - Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Ralf Gleser

    Sammlungsbeauftragte: Dr. Claudia Tappert

    Homepage

    *Dieser Eintrag wird derzeit überarbeitet

    Geschichte:

    Da in der Gründungsphase der Abteilung eine enge Zusammenarbeit mit dem damals noch in Münster ansässigen Museum für Vor- und Frühgeschichte (heute LWL-Museum für Archäologie, Herne) bestand, universitäre Lehre und museale Forschung lange in Personalunion stattfand, wurde erst relativ spät eine eigene Sammlung anglegt. Ihren Anfang nahm sie mit der Erwerbung der Privatsammlung des 1940 verstorbenen Anatomie-Professors Friedrich Heiderich. In den 1960er Jahren wurde sie durch Ankäufe einiger kleiner Privatsammlungen ergänzt. Seither wächst die Sammlung durch Schenkungen und Nachlässe. Heute wird die Sammlung intensiv in der Lehre genutzt.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst archäologische Funde von Paläolithikum bis zur Neuzeit. Der Schwerpunkt liegt auf dem europäischen Raum, verteten sind aber auch Objekte aus dem außereuropäischen Raum. Es fehlen Fundobjekte aus Westfalen. Neben diesen Originalfunden gibt es Repliken, Tierknochen, Mineralien sowie ethnische Vergleichsstücke. Eine wichtige Bereicherung der letzten Jahre stellt die Übernahme von Gipsmodellen aus der Anatomischen Sammlung dar.

  • Imperia
    © WWU - Eckhard Kluth

    Lehrsammlungen des Zentrums für Didaktik der Biologie

    Fachbereich 13 - Biologie
    Zentrum für Didaktik der Biologie
    Sammlungsleitung: Prof. Dr. Marcus Hammann

    Geschichte:

    Im Zuge der Integration der Pädagogischen Hochschule übernahm die WWU auch deren Lehrsammlungen, von denen die Biologischen Sammlungen wohl die reichsten sind. Seit Anfang der 1950er Jahre wurden diese Sammlungen für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule und Sekundarstufe I aufgebaut. Dabei mischen sich Ankäufe  mit Eigenpräparaten und Schenkungen. Bis heute werden die Sammlungen systematisch weiter ergänzt und intensiv in der Lehre eingesetzt.

    Bestände:

    Die Sammlung repräsentiert das ganze Spektrum biologischer Präparate und Lehrmittel. Der zoologische Bestand enthält Skelette, Ganz- und Teilpräparate sowie Bälge der überwiegend heimischen Tierwelt vom Insektenreich bis zu Wildtieren mittlerer Größe, aber auch einige Exoten. Im Bereich der Botanik dominieren Pflanzenmodelle. Dieser historische Bestand wurde in den letzten Jahren durch moderne Modelle ergänzt. Pflanzenpräparate bilden eine eher kleine Gruppe, Herbarien sind nicht vorhanden. Zu den jüngeren Zugängen gehört unter anderem ein größerer Bestand anatomischer Demonstrationsmodelle.

    Publikationen:

    Die Bestände sind zum Teil listenmäßig erfasst, eine Digitalisierung ist derzeit nicht geplant.

  • Geräte der Sammlung Rothschuh
    Von oben nach unten: eine Geburtszange, ein Hörrohr und ein Amulett aus der Sammlung.
    © Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

    Medizinhistorische Sammlung Rothschuh

    Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät
    Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Hans-Georg Hofer

    Geschichte:

    Als Anschauungsmaterial für Lehre und Forschung begann der Begründer des damaligen „Medizinhistorischen Seminars“, Professor Dr. med. Karl Eduard Rothschuh, seit 1959 eine Sammlung medizinischer Instrumente und Hilfsmittel zusammenzutragen. In der bis 1973 fortgeführten Sammlung finden sich historische Objekte aus allen Fachgebieten der Medizin. Dieser Bestand wird durch umfangreiches Bild- und Filmmaterial unterschiedlicher Provenienz ergänzt. Teile der Sammlung wurden aus Platzgründen als Dauerleihgabe abgegeben. Eine Katalogisierung und Inventarisierung des vorhandenen Materials ist geplant. Daran anschließend soll eine Einordnung und Bewertung erfolgen.

    Bestände:

    Die Sammlung enthält eine Vielzahl von historischen medizinischen Instrumenten und Hilfsmitteln. Deren genaue Zahl bedarf der Katalogisierung, gleiches gilt für das Bild- und Filmmaterial.

  • Dünnschliff eines Chondriten
    Das Innenleben eines Meteoriten (Chondriten) im Dünnschliff
    © Addi Bischoff

    Meteoritensammlung

    Fachbereich 14 - Geowissenschaften
    Institut für Planetologie

    Sammlungsbetreuer: Prof. Dr. Addi Bischoff

    Geschichte:

    Anfang der 1980er Jahre begann Addi Bischoff, damals Doktorand des Mond- und Kraterforschers Prof. Dr. Dieter Stöffler, mit den ersten Forschungsarbeiten an Meteoriten. Dies war gleichzeitig der Start des Aufbaus einer kleinen Meteoritensammlung als Grundlage seiner planetologischen Forschungen, die Prof. Stöffler nach Gründung des Instituts für Planetologie durch den Kauf einer mehrere hundert Stücke umfassenden Sammlung qualitativ und quantitativ erweiterte. Durch private Ankäufe, Schenkungen und Gegenleistungen für Klassifizierungsarbeiten hat Herr Bischoff die Sammlung kontinuierlich erweitert. Heute ist sie eine der größten Meteoritensammlungen weltweit und durch viele Kooperationen eng in die internationale Forschung eingebunden.

    Bestände:

    Mit etwa 4000 unterschiedlichen Meteoriten ist die Sammlung am Institut für Planetologie zahlenmäßig eine der größten Meteoritensammlungen der Welt. Die Gesteinssammlung wird durch ca. 5000 Dünnschliffe von Meteoriten ergänzt, deren Bestand die Forschungsinteressen der Münsteraner Wissenschaftler sowie die ihrer internationalen Partner widerspiegelt.

    Als Forschungssammlung wird sie nach fachwissenschaftlichen Kriterien in einem klimatisierten Raum aufbewahrt und ist für die Öffentlichkeit unzugänglich. Wertvolle Stücke werden aus Sicherheitsgründen in einem Bankschließfach aufbewahrt. Schaustücke in Form von kompletten Meteoriten bzw. größeren Meteoritenbruchstücken sind Ausnahmen in der Sammlung. Eine Auswahl dieser Schaustücke wird im Geomuseum präsentiert (siehe dort).

    Publikationen:

    • Der Gesamtbestand ist digital in einer Fachdatenbank erfasst.

  • Slg-adular
    © Institut

    Mineralogisch-Petrografische Sammlung

    Fachbereich 14 - Geowissenschaften
    Institut für Mineralogie

    Kustos: PD Dr. Peter Schmidt-Beurmann

    Homepage

    Geschichte:

    Obwohl die alte Universität 1818 aufgehoben wurde, ging die Hochschullehre der Naturwissenschaften in Münster weiter. Um die Studierenden mit Anschauungsmaterial zu versorgen, wurde 1824 das "Museum mineralogicum et zoologicum" gegründet. Durch den Umzug in die Landsbergsche Kurie (Pferdegasse, heute Geomuseum) 1880 wurden die geologischen Sammlungen zunächst räumlich, ab 1906 auch organisatorisch von dem Zoologisch-Anatomischen Museum getrennt. Ab 1928 entwickelten sich auch Mineralogisch-Petrografische Sammlung und Geologisch-Paläontologische Sammlung auseinander, was zum Umzug der mineralogischen Sammlung in den Landsberger Hof (Aegidiistrasse) führte. 1943 wurde der größte Teil der Sammlung durch Bomben zerstört. Der Neubau des Mineralogischen Instituts erfolgte 1958/59 (Hüfferstrasse), dort wurde 1963 das Mineralogische Museum neu eröffnet. 2007 wurde dieses Museum geschlossen und die Sammlung eingelagert. Gemeinsam mit der Geologisch-Paläntologischen Sammlung wird die Sammlung in Zukunft wieder an der Pferdegasse das Geomuseum bilden. Wegen unvorhersehbarer Probleme bei der Sanierung der historischen Bausubstanz ist ein konkreter Eröffnungstermin derzeit nicht absehbar.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst ca. 30.000 Objekte (Kristalle und Gesteine). Im Zweiten Weltkrieg wurde die alte Sammlung fast komplett zerstört. Vor allem in den 1950er und -60er Jahren wurde die Sammlung durch Ankäufe und Schenkungen neu aufgebaut. Die Sammlung hat keinen Schwerpunkt, die Stücke sind von weltweiter Provenienz und werden durch eine Meteoritensammlung ergänzt.

    Publikationen:

    • Klaus Pott (Red.): Museen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Münster 1993.

  • Montessorie Materialien
    © WWU - Eckhard Kluth

    Montessori Materialien

    Fachbereich 06 - Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
    Institut für Erziehungswissenschaft, Lernwerkstatt für individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Christian Fischer, Dipl.Psych.

    Sammlungsbeauftragter: Prof. em. Dr. Harald Ludwig

    Geschichte:

    Das Institut für Erziehungswissenschaft bewahrt in der 2010 von Prof. Fischer gegründeten Lernwerkstatt für individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik eine nahezu vollständige Sammlung an originalen und Beispiele für weiterentwickelte Montessori-Materialien. Eine wichtige Rolle beim Aufbau der Sammlung spielte die Montessori-Spezialistin Hildegard Holtstiege, die 1978 als Professorin an die Pädagogische Hochschule Münster berufen wurde. Sie fand dort einen Grundbestand vor, der bis in die 1950er Jahre zurück geht. Mit der Integration der PH in die Universität kam auch die Sammlung in die WWU. Dort wurde sie in den 1990er Jahren durch Prof. Ludwig erheblich erweitert und intensiv in der Lehre genutzt. Die Sammlung steht allen Interessierten offen und kann nach Vereinbarung besucht werden. Es besteht eine enge Kooperation mit außeruniversitären Ausbildungsgängen zum Montessori-Diplom.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst nahezu vollständig alle originalen sowie Beispiele für weiterentwickelte Montessori-Materialien für die Vorschulerziehung sowie für die Grund- und Sekundarschule. Der Bestand wird ergänzt durch ein Forschungsarchiv zur Reformpädagogik (Montessori-Pädagogik, Petersen-Archiv), das neben Literatur und Dokumenten auch eine umfangreiche Sammlung von Filmen enthält. Dieses Archiv ist im Bereich der Institutsbibliothek untergebracht.

    Publikationen:

    • Ludwig, Harald / Fischer, Christian / Grindel, Esther (Hg.): Montessori-Pädagogik als Modell – 60 Jahre Montessori-Forschung und -Lehre in Münster, Münster: LIT-Verlag 2016

  • Moulagen-Sammlung
    © Jeanette Crout

    Moulagen-Sammlung

    Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
    Klinik für Hautkrankheiten – Allgemeine Dermatologie und Venerologie –

    Sammlungsleiterin: Prof. Dr. Sonja Ständer

    Homepage

    Geschichte:

    Der Einsatz von Moulagen in der Lehre an der Universität Münster geht auf Alfred Stühmer zurück, der 1925 auf den neu eingerichteten dermatologischen Lehrstuhl berufen wurde. Dieser brachte wahrscheinlich einen Grundstock aus Breslau und Freiburg, wo er zuvor lehrte, mit. Auch seine Nachfolger C. Moncorps und P. Jordan erweiterten die Sammlung bei Ihrem Amtsantritt und aus dem Nachlass von Prof. Paul Gersson Unna aus Hamburg. Da die Münsteraner Klinik nie über einen fest angestellten Moulageur verfügte, wurden weitere Exponate von anderen Kliniken und aus Moulagenwerkstätten hinzugekauft. 1953 erstellte die freiberuflich tätige Moulageurin Elsbeth Stoiber an der Münsteraner Hautklinik sechs Moulagen und restaurierte einige der bereits vorhandenen.

    Um die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Sammlung durch die Fotografie aus der Lehre verdrängt und geriet in Vergessenheit. Das 75jährige Jubiläum der Hautklinik im Jahre 2000 war Anlass der Wiederentdeckung und Neueinrichtung. Seither ist die Sammlung wieder fester Bestandteil der universitären Lehre.

    Bestände:

    Die Sammlung verfügt über 123 Moulagen, die hauptsächlich Infektionskrankheiten zeigen.

    Publikationen:

    • Sonja Ständer, Hartmut Ständer, Thomas A. Luger: Die Universitäts-Hautklinik Münster. Geschichte und Moulagensammlung. Heidelberg 2006.

  • Ms M 5346
    Denar des Antoninus Pius mit Moneta, der Personifikation des Münzwesens auf der Rückseite, Inv. M 5346
    © Robert Dylka

    Münzsammlung Antike Numismatik

    Fachbereich 08 - Geschichte / Philosophie
    Klassische Archäologie und Christliche Archäologie - Forschungsstelle Antike Numismatik

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Achim Lichtenberger

    Homepage

    Geschichte:

    Die Münzsammlung der Forschungsstelle Antike Numismatik geht auf zwei Erwerbungen der 1950er Jahre zurück. Als die Sammlung des Wiener Barockgelehrten Apostolo Zeno (1668–1750) 1954-56 versteigert wurde, konnte ein Teilbestand (römische Münzen der Republik und Kaiserzeit) für Münster erworben werden. 1956 gelang zudem der Ankauf einer Sammlung griechischer Städteprägungen der römischen Kaiserzeit aus dem Nachlass des Bremer Privatgelehrten und Bibliothekars Theobald Bieder (1876–1947). Diese Bestände werden seit 1994 durch Leihgaben und Schenkungen stetig ergänzt.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst derzeit über 5.500 Münzen, die alle Epochen der antiken Münzgeschichte abdecken: Griechische Münzen archaischer, klassischer und hellenistischer Zeit, römische Münzen der Republik und Kaiserzeit, kaiserzeitliche Städte- und Provinzialprägungen sowie byzantinische Münzen. Ein repräsentativer Querschnitt, der einen anschaulichen Überblick über die Geldgeschichte der Antike sowie zu bestimmten Spezialthemen liefert, ist im Archäologischen Museum der WWU ausgestellt.

    Publikationen:

  • Pathologische Sammlung

    Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät
    Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie

    Institutsdirektorin: Prof. Dr. med Eva Wardelmann

    Sammlungsbeauftragter: Prof. em. Dr. Klaus-Michael Müller

    Geschichte:

    Mit den Anfängen der Medizinerausbildung in Münster um 1800 entstand auch eine erste Lehrsammlung anatomischer und pathologischer Präparate. Nach Aufhebung der Univesität 1818 und Schließung der Chirurgenschule 1849 wurde dieser Bestand nicht weiter entwickelt. Über das Schicksal der Sammlung bis 1925, dem Jahr der Neugründung der Medizinischen Fakultät ist wenig bekannt. Nach 1925 wurde die Lehrsammlung wieder systematisch aufgebaut, der gesamte Bestand ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Mit der Rückkehr der Medizinischen Fakultät nach Münster war auch der Neuanfang der Pathologischen Lehrsammlung verbunden. Heute werden die Präparate nur noch selten in der Lehre eingesetzt. Der bevorstehende Umzug des Instituts für Pathologie bringt auch eine Neuaufstellung der Sammlung mit sich. Im PAN-Zentrum werden Anatomische und Pathologische Sammlung präsentiert, wodurch neue Impulse für den Einsatz der Sammlungen in der Lehre gesetzt werden.

    Bestände:

    Die Sammlung enthält 1.200 Objekte und Präparate von allen Knochen und Organen. In ihrem Bestand dokumentiert sie auch sehr seltene Krankheitsbilder. Aufgrund des starken Rückgangs von Sektionen ist dieser Bestand für die Lehre heute kaum ersetzbar.

    Publikationen:

    • Caspar Theodor Tortual: Zweiter anatomischer Bericht, enthaltend eine Beschreibung der seit meinem Antritte des Lehramtes der Anatomie im Frühjahre 1830 zum anatomischen Museo zu Münstre hinzugekommenen pathologischen Präparate. Münster 1833.
    • Caspar Theodor Tortual: Verzeichniss und kurze Beschreibung einiger seit 1833 für das anatomische Museum erworbenen pathologischen Gegenstände. Münster 1840.

  • Pharmakognostische Schausammlung
    © Institut

    Pharmazeutische Schausammlung

    Fachbereich 12 - Chemie und Pharmazie
    Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie

    Sammungsleiter: Prof. Dr. Andreas Hensel

    Geschichte:

    Als das Institut in den 1960er Jahren gegründet wurde, konnte diese Sammlung aus dem Institut für Botanik ausgegliedert werden. Es handelt sich bei den Einzelstücken überwiegend um Ganzdrogen. Diverse Schaustücke sind längst obsolet und kaum noch zu beschaffen. Gerade in alten Harzen und im Balsam spiegelt sich aber die alte Pharmakognosie wider. Die Sammlung dient überwiegend als Anschauungsmaterial, in sehr seltenen Fällen werden Proben für Vergleichsuntersuchungen unternommen.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst circa 400 Standgefäße einer alten  Schausammlung von Gewürz- und Arzneidrogen.

  • Magazinfoto
    © WWU - Eckhard Kluth

    Religionswissenschaftliche Sammlung

    Fachbereich 02 - Katholisch-Theologische Fakultät
    Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft und Institut für Missionswissenschaft und außereuropäische Theologien

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Annette Wilke / Prof. Dr. Norbert Hintersteiner

    Geschichte:

    Die Sammlung wurde seit den 1950er Jahren von dem Religionswissenschaftler Anton Antweiler aufgebaut. Pläne zu einer musealen Präsentation ließen sich jedoch nicht umsetzen, so führte die Sammlung nach der Emeritierung Antweilers lange ein Schattendasein. Seit Anfang 2016 kann die Sammlung nach langen Jahren erstmals wieder geschlossen in der Art eines Schaumagazins an einem Ort präsentiert werden kann. Damit sind die Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Sammlung gegeben. Heute wird die Sammlung gemeinsam vom Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft und Institut für Missionswissenschaft und außereuropäische Theologien verwaltet und betreut.

    Bestände:

    Die Sammlung umfasst circa 200 Gegenstände, vorwiegend zu süd- und ostasiatischen Religionen sowie zu indigenen Traditionen.

    Publikationen:

    • Anton Antweiler: Die Religionsgeschichtliche Sammlung an der Kath. Theol. Fakultät der Universität Münster. In: Jahresschrift der Gesellschaft zur Förderung der Westfälische Wilhelms-Universität Münster 1965, S. 41 - 59.
    • Annette Wilke: Religionswissenschaft in Münster (seit 1998). IN: Martin Rademacher, Judith Stander, Annette Wilke (Hg.): 103 Jahre Religionswissenschaft in Münster. Verortung in Raum und Zeit. Münster 2015. (vgl. insb. S. 66, 119-122, 162)

  • Sammlungen des Instituts für vergleichende Städtegeschichte

    Fachbereich 08 - Geschichte und Philosophie
    Instiut für vergleichende Städtegeschichte

    Sammlungsbeauftragte: Ria Hänisch

    Homepage

    *Dieser Eintrag wird derzeit überarbeitet

    Geschichte:

    Das Institut wurde 1970 von dem im Jahr zuvor gegründeten Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte e. V. als interdisziplinäre Forschungseinrichtung begründet. Der Gründung kam zugute, dass die Bestände der Marburger Forschungsstelle für Städtegeschichte übernommen werden konnten. Die Bibliothek, deren Grundstock verschiedene Sammlungen und Nachlässe stadtgeschichtlicher Literatur waren, ist heute die größte Spezialbibliothek zur vergleichenden Städtegeschichte in Deutschland. Ihre Bestände werden von in- und ausländischen Wissenschaftlern, z.B. Humboldt-Stipendiaten, regelmäßig genutzt.

    Bestände:

    Die Sammlungen enthalten Materialien zu Lehr- und Forschungszwecken der vergleichenden Städtegeschichte:

    • 45.000 Ansichten und Fotografien (davon 5.300 digitalisiert - Stand April 2015),
    • circa 20.000 Karten (Stadtpläne, topographische Karten, thematische Karten, davon 6.200 digitalisiert),
    • 15.000 Dias und 300 Großdias.

    Publikationen:

    • Die Sammlungen sind über das Portal Städtegeschichte.de zugänglich, dessen "Mediensuche" (datenbankenübergreifendes Recherchetool) in Kooperation mit dem Institut für Geoinformatik und der Universitäts- und Landesbibliothek realisiert wurde.

  • Übergabe Sammlung Remy
    Prof. Dr. Thomas Sternberg, Rektorin der WWU Prof. Dr. Ursula Nelles, Walter Remy, Prof. Dr. Holger Strutwolf und Dr. Michael Reitemeyer (v. l.)
    © WWU - Peter Grever

    Sammlung Remy

    Fachbereich 01 - Evangelisch-Theologische Fakultät
    Institut für Neutestamentliche Textforschung

    Sammlungsleiter: Prof. Dr. Holger Strutwolf

    Sammlungsbeauftragte: Dr. Jan Graefe

    Homepage

    Geschichte:

    2010 gelang es der WWU, Deutschlands größte private Sammlung altsprachlicher Bibeln zu erwerben. Zu der 650 Drucke umfassenden "Sammlung Remy“ gehören vor allem griechische und lateinische, aber auch syrische und hebräische Bibeln sowie 16 mehrsprachige Bibeln (Polyglotten) aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

    An dem Ankauf beteiligten sich zu je einem Viertel das Land NRW, die Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung NRW und die Universität. Die Sammlung wird durch das Institut für Neutestamentliche Textforschung/Bibelmuseum betreut und wird voraussichtlich ab 2016 in den Räumen des Instituts für Neutestamentliche Textforschung für die Forschung zugänglich sein.

    mehr lesen

    Bestände:

    Ca. 650 altsprachliche Bibeldrucke aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

  • Sammlungen im Universitätsarchiv Münster

    Universitätsarchiv

    Sammlungsleiterin: Dr. Sabine Happ

    Homepage

    Geschichte:

    Das Universitätsarchiv Münster wurde 1912 – zehn Jahre nach Wiederbegründung der Universität Münster – eingerichtet. Die ersten Universitätsarchivare waren Professoren der Universität und nahmen die Leitung des Archivs ehrenamtlich wahr. 1979 wurde daneben erstmals eine hauptamtliche Archivarin des gehobenen Dienstes als Geschäftsführerin eingestellt. Seit 2005 wird auch die Leitung hauptamtlich wahrgenommen. Das Universitätsarchiv war zunächst im damaligen Hauptgebäude der Universität am Domplatz untergebracht, bevor es im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und anschließend im Staatsarchiv untergebracht war. 1965 wurde die erste Archivsatzung erlassen, ein Jahr später erfolgte der Umzug in eigene Räume in der Steinfurter Straße 107. Als Mitte der 1990er-Jahre der Leonardo-Campus eingerichtet wurde, war das Universitätsarchiv eine der ersten Einrichtungen auf diesem Campus.

    Bestände:

    Das Universitätsarchiv verwahrt als zentrales Archiv von Universität und Universitätsklinikum die bei deren Einrichtungen entstandenen Akten sowie andere archivwürdige Unterlagen und stellt diese für die Benutzung zur Verfügung. Daneben verfügt das Universitätsarchiv über verschiedene Sammlungen und universitäre Erinnerungsstücke. Insgesamt lagern im Universitätsarchiv etwa 5.000 laufende Regalmeter Archivgut.

    Die Sammlungen des Universitätsarchivs bestehen aus etwa 60 Nachlässen und Sammlungen zu einzelnen Personen, ca. 15.000 Fotografien, ca. 36 laufenden Metern Druckschriften, ca. 3.300 Plakaten und ca. 850 Verzeichnungseinheiten Karten und Pläne. Die Zeitungsausschnittssammlung umfasst etwa fünf laufende Regalmeter. Die Druckschriften, Plakate, Karten und Pläne sind weitgehend verzeichnet; ihre Findbücher sind online verfügbar. Von den Nachlässen wurden mehr als die Hälfte verzeichnet. Ein großer Teil der Findbücher liegt ebenfalls online vor. Von den Fotografien wurden ca. 6.700 digitalisiert und in einer Datenbank verzeichnet. Datenbank und Digitalisate sind im Universitätsarchiv einsehbar.

    Neben den genannten Sammlungen verwahrt das Universitätsarchiv universitäre Erinnerungsstücke. Zu ihnen gehören ca. 100 Professorentalare sowie Medaillen und Münzen aus dem 19./20. Jahrhundert, die teilweise aus Nachlässen stammen.

  • Sondersammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek

    Universitäts- und Landesbibliothek

    Direktorin: Dr. Beate Tröger

    Dezernat 3: Historische Bestände: Reinhard Feldmann

    Homepage

    Geschichte:

    Informationen zur Geschichte der Universitäts- und Landesbibliothek finden Sie hier.

    Bestände:

    Die Sondersammlungen umfassen alle Bestände, die nicht in der alltäglichen Bibliotheksnutzung zugänglich sind. Dazu zählen Handschriften, historische Buchbestände und eine Einbandsammlung ebenso, wie Musikalien, Nachlässe, historische und moderne Karten sowie ein umfassendes Zeitungs- und Pressearchiv. Der wachsende Bestand an Digitalisaten bildet inzwischen einen eigenen Sammlungsbestand.

    Publikationen:

    Die Bestände der Sondersammlungen sind in verschiedenen Datenbanken erfasst und online recherchierbar.

Abgegebene, zerstörte und verschollene Sammlungen der WWU, sowie unklare Bestände

  • Bakkelit-Sammlung

    Fachbereich 12 - Chemie und Pharmazie
    Institut für Didaktik der Chemie

    *Dieser Eintrag wird derzeit überarbeitet

    Geschichte:

    Die Herkunft der Sammlung ist bisher nicht eindeutig ermittelbar, die Sammlung wird nicht aktiv betreut.

    Quelle: Zentrale Kustodie

  • Ethnologische Lehrsammlung Kröger

    Fachbereich 08 - Geschichte und Philosophie
    Institut für Ethnologie

    Geschichte:

    Auf seinen Forschungsreisen hat Dr. Franz Kröger, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts für Ethnologie, eine nahezu vollständige Sammlung beweglicher materieller Kultur der Bulsa, einer Ethnie im Norden Ghanas, zusammen getragen. Diese circa 500 Objekte umfassende Privatsammlung stellte er seit 1975 dem Institut für Ethnologie als Lehrsammlung zur Verfügung. Aus der Sammlung sind mehrere studentische Projekte hervor gegangen, unter anderem eine Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde, Münster.

    Im August 2015 wurde die Sammlung an das Forum der Völker, Werl, abgegeben.

    Literatur:

    • 15 Frauen und 8 Ahnen. Leben und Glauben der Bulsa in Nordghana. Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung im Westfälischen Museum für Naturkunde Münster, vom 30. Juni bis 31. Dezember 2005 Münster (Westfälisches Museum für Naturkunde Münster) 2005.
    • Kröger, Franz: Materielle Kultur und traditionelles Handwerk bei den Bulsa (Nordghana) Forschungen zu Sprachen und Kulturen Afrikas, Band 10, Münster (LIT) 2001.
  • Gerätesammlung zur experimentellen Gestaltpsychologie

    Fachbereich 07 - Psychologie und Sportwissenschaften
    Institut für Psychologie

    Geschichte:

    Der Psychologe Prof. Dr. Wolfgang Metzger hat in den 1950er Jahren eine Sammlung von Geräten zur experimentellen Gestaltwahrnehmung / Wahrnehmungspsychologie aufgebaut. Ein Großteil dieser Sammlung wurde an das Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie der Universität Würzburg abgegeben.

    Quelle: mündliche Auskunft von Prof. Dr. Günther Kebeck, Institut für Psychologie, im Sommer 2015

  • Herbarium der Westfälischen Wilhelms-Universität (MSUN)

    Fachbereich 13 - Biologie
    Institut für Botanik (heute: Arbeitsgruppe Evolution und Biodiversität der Pflanzen)

    DIESER EINTRAG IST NICHT KORREKT UND WIRD ÜBERARBEITET!

    Geschichte:

    Das Herbarium wurde 1994 gegründet. Es enthielt vorwiegend Belege aus den Forschungsschwerpunkten Apocynaceae-Unterfamilien Peripocloideae, Secamonoideae, Asclepiadoideae sowie Geraniaceae und Belegexemplare der karyologischen Untersuchungen für die Pflanzen Deutschlands. Dieser Teil des Herbariums wurde nach Hannover abgegeben

    Im Jahr 2009 wurde die komplette Moos- und Flechtensammlung der Universität Münster (MSUN) in das Herbarium (MSTR) des LWL-Museum für Naturkunde überführt. Hierbei handelte es sich neben westfälischen Proben vor allem auch um die umfangreiche arktische Sammlung (Grönland u.a.) von Prof. Dr. Fred Daniels.

    Quelle: http://www.universitaetssammlungen.de/sammlung/368

  • Kunstkabinett

    Fachbereich 08 - Geschichte und Philosophie
    Institut für Kunstgeschichte

    Geschichte

    Bei seiner Gründung im Jahr 1875 trug das Kunsthistorische Institut der Universität den Titel "Kabinett für mittelalterliche und neue Kunst." Als Anschauungsmaterial konnten zu dieser Zeit jedoch nur die an Buchkunst reichen Bestände der Universitätsbibliothek dienen. Bildbände waren rar und kostbar und so lag es nahe, wie an anderen Standorten auch, eine Kunstsammlung aufzubauen. Aus der Zeit Joseph Bernhard Nordhoffs, dem Gründer des Instituts, sind noch keine Erwerbungen nachweisbar, es sollen jedoch bescheidene Bestände vorhanden gewesen sein. Die eigentliche Aufbauleistung lag bei Hermann Ehrenberg, der 1902 Nordhoffs Nachfolge antrat. In wenigen Jahren gelang es ihm, zahlreiche Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk sowie Grafiken und Medaillen zu erwerben oder als Leihgaben zu gewinnen. Mit dem Tod Ehrenbergs 1920 endet auch diese Aufbauphase, aus seinem Nachlass wurde wenige Jahre später noch ein Konvolut von 2000 graphischen Blättern erworben. Sein Nachfolger, Martin Wackerngel, stellte die Sammlungstätigkeit ganz ein. Der gesamte Kunstbesitz fiel den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer! Lediglich die Leihgaben wurden rechtzeitig ausgelagert und daher gerettet. Da auch alle Akten des kunsthistorischen Instituts im Krieg verloren gingen, geriet das Kunstkabinett nach und nach in Vergessenheit. Die Rekonstruktion dieses Kunstkabinetts ist eines der Forschungsprojekte der Zentralen Kustodie.

    Quelle: Zentrale Kustodie

  • Lehrsammlung Pflanzenmodelle

    Fachbereich 13 - Biologie
    Botanisches Institut

    Geschichte:

    Die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Lehrsammlung wurde wahrscheinlich nach dem Jahr 2000 an das LWL-Museum für Naturkunde abgegeben. Dort werden einige dieser Pflanzenmodelle in der Dauerausstellung gezeigt.

    Quelle: R. Wiermann: Chronik des Instituts für Botanik zu Münster. Unveröffentliches Manuskript 2009

  • Lehrsammlung Tierpräparate

    Fachbereich 13 - Biologie
    Institut für Allgemeine Zoologie

    Geschichte:

    Über das Schicksal der Tierpräparate-Sammlung des Fachbereichs Biologie (ehemals Dachgeschoss Badestrasse 9) liegen derzeit keine Informationen vor.

  • Lehrtafelsammlung des ehem. Instituts für Allgemeine Zoologie und Genetik

    Fachbereich 13 - Biologie
    Institut für Allgemeine Zoologie

    Geschichte:

    Die Koordinierungsstelle Universitätssammlungen verzeichnet eine Sammlung historischer Wandtafeln, von denen Dr. Hermann  vom Institut für Zoologie der Universität Erlangen berichtet habe. Diese Wandtafeln sollen nach Entwürfen des Instituts von eigens angestellten Künstlern angefertigt worden sein. Bisher konnten diese Tafeln nicht nachgewiesen werden.

    Quelle: http://www.universitaetssammlungen.de/sammlung/711

  • Lepramuseum der Gesellschaft für Leprakunde e.V.

    nicht in Trägerschaft der Universität

    Geschichte:

    Da die personellen Verbindungen zwischen der Gesellschaft für Lepraheilkunde e.V. und der Universität Münster in den 1990er Jahren sehr eng war, wurde in der 1993 publizierten Broschüre "Museen der Universität Münster" auch das Lepramuseum aufgeführt. Das Museum befindet sich jedoch nicht in der Trägerschaft der Universität.

    Homepage des Lepramuseums Münster-Kinderhaus

  • Western-Sammlung

    Fachbereich 09 - Philologie
    Englisches Seminar

    Geschichte:

    Während seiner Tätigkeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität baute Dr. Peter Bischoff als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Englischen Seminars eine umfangreiche Forschungssammlung zur Literaturgattung "Amerikanischer Western" auf. Neben der Spezialbibliothek dokumentiert die Sammlung die Umsetzung des Westerns in allen medialen Gattungen vom Hollywood-Filmen bis zu Originalkostümen. Um im Ruhestand weiterhin direkten Zugriff auf die Sammlung zu haben, hat Dr. Bischoff die Sammlung derzeit in privaten Räumen untergebracht.

    Homepage des Westernforschungszentrums Münster e.V.

  • Zahnmedizinische Sammlung

    Fachbereich 05 - Medizin / Universitätsklinikum - Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
    Kriegsverlust

    Geschichte:

    In seiner Beschreibung des 1907 eingerichteten zahnärztlichen Instituts nennt Kurt Gerritz mehrere Schränke, in denen Anschauungsmodelle sowie entwicklungsgeschichtliche und syphilitische Präparate für die medizinischen Lehre aufgestellt waren. An anderer Stelle listet er für das Jahr 1909 als Lehrmaterial im Institut "23 Karten und Wandtafeln [...], weiterhin eine Sammlung von 13 anatomischen Präparaten, 20 entwicklungsgeschichtlichen und 14 siphylitischen Präparaten und eine Sammlung von extrahierten Zähnen" auf. Ob die Sammlung in den Folgejahren erweitert wurde, ist nicht bekannt. Es kann davon ausgangen werden, dass die Sammlung bei der Zerstörung des Institutsgebäudes 1943/44 vernichtet wurde.

    Publikationen:

    • Kurt Gerritz: Max Apffelstädt(1863-1950) und die Gründung der Zahnklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität. Münster 1970, S. 55 u. 79.