92. Kunsthistorischer Studierendenkongress in Münster mit dem Kongressthema "Projekt, das"

Antragsteller: Ronja Primke, Inga Regling
Projektbeteiligte: Institut für Kunstgeschichte der Universität Münster
Fachbereich, Studienrichtung: FB 08, Kunstgeschichte
Projekttitel: 92. Kunsthistorischer Studierendenkongress in Münster mit dem Kongressthema "Projekt, das"
Fördersumme: 2.270,00 Euro
Kontakt: Ronja Primke

Projektbeschreibung:

Der 92. Kunsthistorische Studierendenkongress fand vom 15. bis 18. Juni 2017 am Institut für Kunstgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität statt. Das Kongressthema lautete: Projekt, das. Der Kunsthistorische Studierendenkongress (im Folgenden KSK abgekürzt) ist ein von Studierenden für Studierende organisierter Kongress, der sich sowohl als Fachtagung sowie als Vollversammlung aller Studierenden der Kunstgeschichte Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz versteht. Von vornherein impliziert und erwünscht ist dabei der Gedanke der Vernetzung zwischen den Instituten und Studierenden. Der Kongress, der einmal pro Semester an einem anderen kunsthistorischen Institut bzw. universitären Standort stattfindet, bietet den Studierenden ein Forum, sich inhaltlich auszutauschen und wissenschaftlich zu diskutieren. Es werden wissenschaftliche Vorträge und Workshops angeboten sowie grundsätzlich eine Plattform geschaffen, auf der die angehenden WissenschaftlerInnen erste Forschungen und forschungsrelevante Impulse vorstellen können.

Die Ziele des 92. KSK in Münster waren aufgrund des pluralistischen Charakters des Kongresses sehr vielfältig. Im Kern handelte es sich um die folgenden drei Hauptziele: Essentielles Ziel des Kunsthistorischen Studierendenkongress war es, angehenden Nachwuchswissenschaftlern und Kunsthistorikern ein Forum für erste sowie neue Forschungsergebnisse und -impulse zu geben. In Münster sollten explizit neue Forschungsperspektiven auf den Begriff des Projektes innerhalb der Kunst und Kunstgeschichte eröffnet werden. Die studentischen Vorträge und Debatten sollten somit grundsätzliche und mitunter gänzlich neue Beiträge zu diesem Diskurs in der Kunstgeschichtsforschung darlegen.
Der thematische Fokus des Münsteraner Kunsthistorischen Studierendenkongress lag auf dem Projektbegriff im Feld der Kunst und Kunstgeschichte, der sich mit dem Titel Projekt, das manifestierte. Hieran sollte sich ein grundlegender, facettenreicher Forschungsdiskurs anschließen, der von Kunstgeschichtsstudierenden des Münsteraner Instituts sowie externen studentischen Vertretern des Faches geführt wurde und insofern die potenzielle Zukunft der wissenschaftlichen Disziplin vor Augen führte.
Ein Round-Table mit verschiedenen Vertretern der Münsteraner Kulturszene fokussierte am Eröffnungsabend die Bedeutung und Perspektiven des Projektbegriffs in der Ausstellungspraxis in Gegenwart und Zukunft. An den folgenden Kongresstagen zeigten zwölft studentische Vorträge anhand von Fallstudien Facetten und Potential des Projektbegriffs auf. Das inhaltliche Repertoire reichte dabei von Planungen zum Bau von Neu St. Peter in Rom, druckkgraphischen Studien des niederländischen Kunstlers Antonin van Dycks hin zu Max Bills "Denkmal des Unbekannten Politischen Gefangenen" und aktuellen Perspektiven auf das subversive künstlerische Potential von Drag in der Gegenwartskunst.

Öffentliche Sichtbarkeit war ein weiteres zentrales Ziel des Kunsthistorischen Studierendenkongress in Münster. Nicht nur die Kunstgeschichte als akademische Disziplin sollte mit dem Kongress in der (Fach-)Öffentlichkeit wahrgenommen werden, sondern auch das Institut für Kunstgeschichte der Westfälischen Wilhelms-
Universität und damit einhergehend grundsätzlich die Studienmöglichkeiten in Münster. Den Antragstellerinnen war es ein wichtiges Anliegen, das Kunstgeschichtsstudium an der WWU in seiner ganze Breite und Vielfalt zu präsentieren. Öffentlich sichtbar wurde der Kongress darüber hinaus nicht nur durch die sozialen Medien, um damit auch eine internationale Reichweite zu erreichen, sondern auch durch die Berichterstattung im UniKunstKultur-Magazin der WWU sowie der "wissen.leben".

Die überregionale und internationale Vernetzung sowie der wissenschaftliche Austausch zwischen den Instituten und Studierenden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz war ein weiteres, zentrales Anliegen des Kunsthistorischen Studierendenkongress in Münster, welches mit Blick auf die Liste der beteiligten Institute als erfolgreich betrachtet werden kann.
Köln, Berlin, Hamburg, Dresden, Bern, Wien - aus allen Ecken Deutschlands, Österrreichs und der Schweiz kamen die ReferenInnen und BesucherInnen nach Münster.

Insgesamt war das Projekt "92. Kunsthistorischer Studierendenkongress in Münster 2017" für alle Beteiligten - Antragstellerinnen sowie ReferentInnen und BesucherInnen - ein voller Erfolg: Ein Kongress mit vielfältigen studentischen Beiträgen und Diskussionen zum Projektbegriff in der Kunstgeschichte, ein geselliges Vernetzungstreffen mit Studierenden der Kunstgeschichte aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie ein Planungs- und Organisationsprozess, der die Antragstellerinnen um wertvolle Praxiserfahrungen reicher machte.