Austausch mit Ministerin Melanie Walter zum Projekt Parkinson Vibrating Socks

Am Freitag, den 27. März 2026, besuchte Melanie Walter, Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, den Campus der Universität Twente, um sich über das Interreg-Projekt „Parkinson Vibrating Socks“ zu informieren.
Sie verantwortet unter anderem die europäische Strukturpolitik und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Niedersachsens und gestaltet damit die Rahmenbedingungen, unter denen Projekte wie dieses entstehen können.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein technologischer Ansatz, der Menschen mit Parkinson im Alltag spürbar unterstützen kann. Viele Betroffene leiden unter dem sogenannten „Freezing of Gait“ – plötzliche Bewegungsblockaden, bei denen die Füße scheinbar am Boden haften bleiben und der nächste Schritt nicht gelingt. Neben der eingeschränkten Mobilität steigt dadurch auch das Risiko für Stürze und Unsicherheiten im täglichen Leben.
Das Projekt setzt genau an diesem Punkt an: Entwickelt wird ein tragbares System in Form einer Socke, das gezielte Vibrationsimpulse auslöst, sobald eine Bewegungsblockade erkannt wird. Diese sensorische Rückmeldung unterstützt das Gehirn dabei, die Bewegung wieder aufzunehmen, medikamentenfrei, diskret und alltagstauglich. Hinter der scheinbar einfachen Idee steckt intensive Forschungsarbeit und eine enge Einbindung der späteren Nutzenden. Derzeit arbeitet das Projektkonsortium an der Optimierung des zweiten Prototyps. Erste Testphasen zeigen eine hohe Akzeptanz bei den Anwenderinnen und Anwendern sowie erste Hinweise darauf, dass die Zahl der Bewegungsblockaden reduziert werden kann. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung ein.
Ministerin Walter zeigte sich beeindruckt vom Innovationspotenzial des Projekts: „Das ist eine richtig tolle Sache, die den Alltag von Menschen spürbar verbessern kann!“
Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen von Interreg Deutschland-Nederland. Seit rund 35 Jahren stärkt das Programm die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden und schafft Raum für Innovationen, die ohne grenzüberschreitende Kooperation kaum realisierbar wären.
Der Besuch verdeutlicht, wie wichtig europäische Zusammenarbeit bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen ist.
Themen wie demografischer Wandel oder neurodegenerative Erkrankungen erfordern gemeinsames Handeln von Forschung, Unternehmen und öffentlichen Förderstrukturen. Projekte wie „Parkinson Vibrating Socks“ zeigen, wie daraus konkrete Lösungen für den Alltag entstehen können.
