Postcovid
© D.Kutz

Veränderung der cerebralen Blutflussregulation bei Post-Covid Betroffenen

Die Studie von Kutz et al. (2026) untersucht die zerebrale Durchblutungsregulation bei Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom (PCS) während kognitiver Belastung. Mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) wurde die Gehirndurchblutung bei PCS-Patient*innen im Vergleich zu Patient*innen mit koronarer Herzkrankheit und gesunden Kontrollpersonen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass PCS-Patient*innnen eine verminderte zeitliche, aber erhöhte räumliche Variabilität des Blutflusses aufweisen, was auf eine starrere Regulation hindeutet. Diese veränderte Hämodynamik korreliert mit schlechteren Leistungen in kognitiven Tests (längere Reaktionszeiten, geringere Genauigkeit) sowie einer ausgeprägten Zunahme von Schläfrigkeit und Fatigue. Die Autoren schlussfolgern, dass gestörte mikrovaskuläre Anpassungen eine wesentliche Ursache für kognitive Defizite bei PCS sind und fNIRS ein wertvolles diagnostisches Instrument zur Dokumentation dieser Veränderungen darstellt.