Das „Paper of the Month“ (01/2026) geht an: André Schreiber und Stephan Ludwig aus dem Institut für Virologie

Für den Monat Januar 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Dr. André Schreiber und Prof. Stephan Ludwig aus dem Institut für Virologie: Inhibitors of cellular RSK isoforms exhibit anti-SARS-CoV-2 activity, enhance efficacy of direct-acting antivirals, and suppress emergence of resistance . Jan 2026 | DRUG RESISTANCE UPDATE Epub 85:101357: [Volltext]

Die Kinase RSK wird durch die zelluläre Raf/MEK/ERK Kinase-Kaskade aktiviert, welche eine entscheidende Rolle bei der Internalisierung von SARS-CoV-2-Erregern in Wirtszellen spielt. Die Hemmung der zentralen Kinase MEK1/2 führte zu einer Verringerung der Infektionsrate und zeigte synergistische Effekte in Kombination mit direkt wirkenden antiviralen Medikamenten. Zudem war die Ausprägung von viralen Resistenzen stark verringert.

Die Studie zeigt, dass die RSK Isoformen RSK1 und RSK3 die SARS-CoV-2 Replikation fördern, während Isoform RSK2 antiviral wirkt. RSK-Inhibitoren wie BI-D1870 und BRD 7389 reduzieren die Virusreplikation in Zellen bereits als Monotherapie und entfalten starke Synergien in Kombination mit den direkt wirkenden antiviralen Wirkstoffen Remdesivir (RDV) und Nirmatrelvir (NTV). Langzeitbehandlungen mit RSK-Inhibitoren führten im Gegensatz zu RDV und NTV zu keiner Resistenzselektion. Die Kombination BRD 7389/NTV senkte ebenfalls das Resistenzrisiko. Zudem konnten RDV- oder NTV-resistente Varianten durch synergistische Kombinationen aus RSK-Inhibitoren und DAAs erneut wirksam gehemmt und bestehende Resistenzen überwunden werden.

Die Studie zeigt erstmals, dass synergistische Kombinationen aus virusgerichteten und zellulären Inhibitoren sowohl das Risiko der Resistenzselektion senken als auch die Wirksamkeit antiviraler Therapien gegen resistente Varianten verbessern – ein wichtiger Schritt hin zu neuen Behandlungsansätzen.

Förderung:
Die vorliegende Publikation wurde unter anderem durch das Förderinstrument IMF der Medizinischen Fakultät Münster (Projekte: I-SC122105, I- SC212302, Projektleiter: André Schreiber) finanziell gefördert. Details zu weiteren, externen Förderern sind in der Publikation aufgeführt.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Campuslizenz für Citavi läuft am 31.12.26 aus

Aufgrund deutlich gestiegener Kosten für die Campuslizenz und der angespannten finanziellen Lage der Universität Münster wird die Citavi-Campuslizenz nicht verlängert.
Ab dem 1.1.2027 können Sie das Literaturverwaltungsprogramm Citavi nicht mehr kostenfrei über die Campuslizenz der Universität Münster nutzen. Bitte sichern Sie Ihre Citavi-Projekte rechtzeitig vor dem Jahresende, da diese nach Auslaufen der Lizenz nicht mehr zugänglich sein werden.
Bestehende Citavi-Projekte können in ein anderes Literaturverwaltungsprogramm übertragen werden. Mit Zotero steht Ihnen ein kostenloses OpenSource-Literaturverwaltungsprogramm mit ähnlichem Funktionsumfang zur Verfügung. Wir empfehlen, noch vor Ablauf der Citavi-Lizenz zu prüfen, ob die Daten korrekt übertragen wurden oder Nacharbeiten notwendig sind. Wir beraten Sie gerne beim Umstieg von Citavi auf Zotero.

Citavi
Zotero
Beratung zum Umstieg von Citavi auf Zotero
Literaturverwaltungsprogramme

Abbildung: Lumivero

Wenn das Immunsystem überreagiert: Was bei Allergien im Körper passiert

In der jüngsten Folge von Risiko und Nebenwirkung, dem Podcast der Uniklinik Münster (UKM), dreht sich alles um Risiken, Auslöser, Prävention und moderne Therapien von Allergien. Diese sind mehr als Heuschnupfen im Frühling: Sie können plötzlich auftreten, den Alltag massiv beeinflussen – und in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich werden.

Gemeinsam klären wir, was genau im Körper passiert, wenn das Immunsystem überreagiert, ob man auch im Erwachsenenalter noch neue Allergien entwickeln kann und welche Rolle die Vererbung spielt.

Dr. Mathias Sulk, Leiter des Allergiezentrums NordWest am UKM, erklärt uns außerdem, wann man Allergie-Symptome abklären lassen muss, welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es gibt und wie Betroffene ihren Alltag ohne Beschwerden gestalten können.

Wir stellen uns die Frage, warum schon Kinder Allergien entwickeln können und ob man das überhaupt verhindern kann. Ist Stillen immer noch die beste Prävention? Und warum könnte es für unser Immunsystem gesund sein, wenn wir auf dem Bauernhof aufwachsen? Fragen, die wir mit Dr. Mathias Sulk klären.

  • Aktuelle Folge („Wenn das Immunsystem überreagiert: Was bei Allergien im Körper passiert“)
  • Alle Folgen („Risiko und Nebenwirkung“

Weitere Infos:

Text, Grafik © UKM

Springer Medizin Podcast: Die vier Säulen der Migränetherapie

Trotz effektiver Therapieoptionen bei Migräne werden viele Patientinnen und Patienten nicht leitliniengerecht behandelt. In dieser Folge der ZFA TALKS erklärt Migräneforscher Dr. med. Lukas Becker, wie Betroffene bestmöglich beraten und betreut werden können. Die Aufklärung spielt dabei für ihn eine zentrale Rolle und auch eine Erstlinien-Prophylaxe kann bereits in der Hausarztpraxis gestartet werden.

Migräne ist eine der häufigsten Erkrankungen, die den Alltag, die Lebensqualität und auch die Leistungsfähigkeit von Betroffenen extrem einschränken kann. Doch obwohl Migräne so häufig ist, ist noch immer nicht eindeutig klar, wie sie eigentlich entsteht. Es gibt jedoch Erklärungsansätze und auch neuere zielgerichtete Therapien, die die anderen effektiven Behandlungsmöglichkeiten ergänzen.

Wann beispielsweise Triptane eingesetzt werden sollten und welche Kontraindikationen zu beachten sind, erläutert Dr. med. Lukas Becker in dieser Folge. Um den Verdacht einer Migräne zu stellen, reicht eine einfache Frage und zwar nach der Dauer der Kopfschmerzattacke, die dann – um weitere Kriterien ergänzt – relativ einfach zur Diagnose führt.

In der alltäglichen Praxis [ist] es eigentlich so, dass man eher motivieren muss zu einer suffizienten Einnahme, denn Schützen muss vor einem Zuviel. Das ist zumindest meine Erfahrung.“ [Dr. med. Lukas Becker zur Migränetherapie] Dabei stehen neben Wirkstoffen auch nicht medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung, die die Anfallshäufigkeit verringern und die Selbstwirksamkeit der Patientinnen und Patienten steigern können. Der Experte gibt zudem Tipps, wie die Evaluation von Therapien und die pragmatische Einordnung des Risikos von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch gelingt.

Dr. med. Lukas Becker ist Arzt in Weiterbildung und Migräneforscher am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Duisburg-Essen

Text, Grafik © Springer Medizin

„Ding des Monats“: Energiemessgerät

In der „Bibliothek der Dinge“ haben wir neben Dingen, die ganz spezifisch für das Studium der Hebammenwissenschaft, der Human- und Zahnmedizin gedacht sind, auch Dinge, die Ihnen den Alltag erleichtern können.

Darunter fällt zum Beispiel das Energiemessgerät!

Sollten Sie zum Beispiel jetzt am Anfang des Jahres bei der Übermittlung der Zählerstände erschrocken sein, über Ihren hohen Stromverbrauch, kann Ihnen eine Strommessung bei den verschiedenen Geräten in Ihrem Haushalt Auskunft darüber geben, wo sich die „Stromfresser“ verstecken.

Damit man aus den Daten benutzbare Werte auswerten kann, sollte das Messgerät in einer „typischen Verbrauchszeit“ angeschlossen werden.

Die Werte Ihres Kühlschranks werden sich unterscheiden: je nachdem, ob Sie den ganzen Tag in der Bibliothek lernen oder zu Hause und sich regelmäßig mit Getränken und Snacks aus dem Kühlschrank versorgen.

Hier geht es zur Ausleihe: das Energiemessgerät ist Teil unserer Bibliothek der Dinge und wird mit einer Leihfrist von 14 Tagen (max. bis 12 Wochen Verlängerung möglich, solange es nicht vorgemerkt ist) entliehen.
Für die Ausleihe können Sie sich Montag – Freitag zwischen 8:00 Uhr – 16:00 Uhr direkt an der Leihstelle im Foyer der Medizin-Bibliothek melden.

 

Weitere Tipps zum Einsatz von Energiemessgeräten gibt es hier 

Eine Anleitung zu unserem Gerät gibt es beim Hersteller als pdf-Datei

Das „Paper of the Month“ (12/2025) geht an: Philipp Backhaus, Michael Schäfers und Konstantin Seifert aus der Nuklearmedizin und der Urologie

Für den Monat Dezember 2025 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Prof. Philipp Backhaus und Prof. Michael Schäfers aus der Klinik für Nuklearmedizin sowie Dr. Konstantin Seifert aus der Klinik für Urologie und Kinderurologie: Translational and First-in-Human Positron Emission Tomography Targeting Prostatic Acid Phosphatase in Prostate Cancer Using the Ligand [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA. DEC 2025 | EUROPEAN UROLOGY (2025): [Volltext]

Gegen PSMA gerichtete PET-Tracer und Therapien haben die Versorgung bei Prostatakrebs revolutioniert. Die Wirksamkeit wird jedoch durch eine heterogene PSMA-Expression (ca. 10 Prozent der Metastasen sind PSMA-negativ) und eine hohe Anreicherung in gesundem Gewebe wie Speicheldrüsen und Nieren eingeschränkt. Die Prostata-spezifische saure Phosphatase (ACP3) wurde bisher noch nicht als Zielstruktur für die PET-Bildgebung evaluiert.

Diese weltweit erste Anwendung am Menschen untersucht [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA als neuartigen PET-Tracer zur Darstellung von ACP3. Im direkten Vergleich zum etablierten Tracer [18F]PSMA-1007 zeigte der Tracer in vielen Fällen eine überlegene Darstellung der Erkrankungsausbreitung und führte in einer relevanten Anzahl von Patienten zu einer Änderung des klinischen Managements. [68Ga]Ga-OncoACP3-DOTA zeigt eine intensive Tumoraufnahme bei gleichzeitig geringerer Hintergrundanreicherung insbesondere in Nieren und Speicheldrüsen, welche für klinisch wichtige Nebenwirkungen der PSMA-gerichteten Radioligandentherapie verantwortlich sind. Dies bildet eine vielversprechende Grundlage für gegen ACP3-gerichete wirksame und toxizitätsarme Radioligandentherapien mit Alpha- oder Beta-Emittern.

Die Studie etabliert ACP3 als hochspezifische neue Zielstruktur für PET-Diagnostik und Radioligandentherapie bei Prostatakrebs. Die hohe und zuverlässige Tumoranreicherung bei gleichzeitig geringer Anreicherung in kritischen Organen spricht für das Potential von OncoACP3, eine echte, relevante Alternative zur PSMA-Theranostik werden zu können.

Förderung:
Die vorliegende Publikation wurde unter anderem von der Medizinischen Fakultät Münster durch verschiedene Förderinstrumente finanziell gefördert. Hierzu gehören das IMF (Projekt: BA122316, Projektleiter: P. Backhaus und K. E. Seifert), das CareerS Programm (D. Ventura), sowie das Medizinerkolleg MedK (F. Gierse). Details zu weiteren externen Förderern sind in der Publikation aufgeführt.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Hörtipp: AMBOSS-Podcast über Suchtprobleme bei ärztlichem Personal

Bei den Studierenden ist der Kaffee-, Mate- und Energy-Konsum, besonders in der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung, offensichtlich. Doch welche Suchtgefahren lauern im zukünftigen beruflichen Alltag mit einem potentiell leichten Zugang zu härteren Aufputsch- oder Betäubungmitteln? Welche Wege gibt es aus einem missbräuchlichem Konsum heraus?

In der aktuellen Folge des AMBOSS-Podcasts gibt Dr. Mathias Luderer, Einblicke in das Thema sowie zu seiner Arbeit als Drogen- und Suchtbeauftragter der Landesärztekammer Hessen.

Zum Podcast: https://amboss.podigee.io/178-drogenkonsum

Das „Paper of the Month“ 11/2025 geht an Nicole C. Riedel und Kornelius Kerl von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Für den Monat November 2025 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Nicole C. Riedel und Kornelius Kerl von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und Onkologie: In vivo intratumoral heterogeneity in a dish: scalable forebrain organoid models of embryonal brain tumors for high-throughput personalized drug discovery. Cancer Communications. 2025 Nov 2: [Volltext]

Hirntumoren sind die zweithäufigste bösartige Erkrankung im Kindesalter, wobei embryonale Hirntumoren wie atypische teratoide und rhabdoide Tumoren (ATRT) und embryonale Tumoren mit mehrschichtigen Rosetten (ETMR) eine besonders schlechte Prognose haben. Obwohl fortschrittliche 3D-In-vitro-Modelle wie Organoide die Krebsforschung und Arzneimittelentwicklung revolutioniert haben, fehlten bislang vergleichbare Modelle für pädiatrische Hirntumoren.

Das Autorenteam entwickelte ein neuartiges automatisiertes hybrides Tumor-Gehirn-Organoidmodell für embryonale Hirntumoren wie ATRT und ETMR. Durch liquid-handling assistierte Co-Aggregation humaner iPS-Zellen und Tumorzellen entstanden innerhalb von vier Wochen homogene Tumor-Gehirn-Organoide. Das Modell bildete die intratumorale Heterogenität von Primärtumoren auf transkriptomischer und histologischer Ebene besser ab als reine Tumorsphären. Die Kombination aus neuronaler Mikroumgebung und Tumorzellen ermöglichte ein zelltypspezifisches Wirkstoffscreening und die Identifikation hochwirksamer, nicht neurotoxischer Substanzen. Für ETMR erwiesen sich Anthrazykline als neue, effektive und bislang nicht eingesetzte Wirkstoffklasse.

In dieser Arbeit etablierten wir erste Tumor-Gehirn-Organoide für kindliche Hirntumoren. Sie bilden die intratumorale Heterogenität ab und ermöglichen zelltypenspezifische Wirkstoffscreening, wodurch neue Perspektiven für Präzisionsmedizin und patientenspezifische Therapien mit potenziell geringeren neurokognitiven Nebenwirkungen entstehen.

Förderung:
Die Publikation wurde unter anderem durch das Förderinstrument Medizinerkolleg (MedK) der Medizinischen Fakultät Münster (Stipendiatinnen: Nicole C. Riedel und Paula Aust) finanziell gefördert. Details zu weiteren externen Förderern sind in der Publikation aufgeführt.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Foto: MFM/Christian Albiker

Servicefreie Bibliothek am Dienstag, 16.12.25

Am Dienstag, 16.12.2025, wird die Medizin-Bibliothek ganztags nur durch den Wachdienst betreut.

  • Ausleihen, die Abholung bestellter Medien und iPad‑Rückgaben sind nicht möglich.
  • Es werden keine Ausweise ausgestellt.
  • Fachauskünfte können nicht erteilt werden.
  • Die Bibliothek ist telefonisch nicht erreichbar.
  • Der Buchverkauf entfällt.

Buchrückgabe: Bücher können zurückgegeben werden. Die Rückgaben werden erst am darauffolgendem Mittwoch bearbeitet. Alternativ können Bücher auch in der ULB Zentralbibliothek und den anderen Ausleihbibliotheken abgegeben werden.

„Ding des Monats“: Praxis stärken – Geburtssimulator zum Ausleihen

Erleben Sie praxisnahes Simulationstraining mit dem Geburtssimulator – ideal, um gemeinsam klinische Fertigkeiten sicher zu vertiefen. Studierende der Hebammenwissenschaft können das medizinische Übungsgerät für Vaginalgeburtentraining, das Management postpartaler Komplikationen und Neugeborenen-Reanimation ausleihen. Der Simulator eignet sich besonders gut für kleinere Gruppen ab 2 Personen.

Geburtssimulator "MamaNatalie" Ding des Monats

Der Geburtssimulator vom Typ „MamaNatalie von Laerdal Medical“ enthält u. a.:

  • eine Art „Uterus‑Tasche“ inkl. Wassertank und diversen Gurten,
  • eine Neugeborenen‑Puppe mit Gummibälgen für Spontanatmung, tastbarem Nabelpuls und auskultierbaren Herzgeräuschen,
  • Plazenta mit Nabelschnur,
  • Übungsutensilien wie das Pinard‑Fetalstethoskop und ein Übungs‑Stethoskop,
  • u. v. m. in einem praktischen Transport‑Rucksack.

 

Ausleihe auf Anfrage: Bitte schreiben Sie eine E-Mail an info.medibib@uni-muenster.de. Voraussetzung:

  • Weisen Sie z. B. über Ihre Studienverlaufsbescheinigung nach, dass Sie mind. im 2. Semester „Hebammenwissenschaft“ eingeschrieben sind.
  • Bestätigen Sie, dass Sie in den Skills Trainings des Studiengangs „Hebammenwissenschaft“ eine fachliche Einweisung zu einem Geburtssimulator erhalten haben.

Die Ausleihe des Simulators ist für zwei Wochen möglich, kann jedoch meist noch verlängert werden. Bitte beachten Sie, dass für die Ausleihe ein zusätzlicher Leihvertrag erforderlich ist, da es sich um ein hochpreisiges Übungsgerät handelt. Der Transport des Simulators ist unkompliziert, da alles in einem Rucksack verpackt ist.

 

Trainieren Sie realitätsnah und selbstbewusst – für sichere Geburten und kompetente Versorgung von Mutter und Kind.

Auflistung der einzelnen Gegenstände des Geburtssimulators

 

Besuchen Sie für weitere Eindrücke die Produktwebseite des Herstellers.

Weitere „Dinge“ aus der Bibliothek der Dinge finden Sie hier.

Das „Paper of the Month“ 10/2025 geht an Alexander Potthoff und Jens Soltwisch aus dem Institut für Hygiene

Für den Monat Oktober 2025 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Dr. Alexander Potthoff und PD Dr. Jens Soltwisch aus dem Institut für Hygiene: Spatial biology using single-cell mass spectrometry imaging and integrated microscopy. Nature Communications 16(1).2025: 9129 [Volltext]

Spatial Biology untersucht Zellen in ihrem natürlichen Gewebeumfeld. Massenspektrometrie Imaging (MSI) liefert dabei ortsaufgelöste molekulare Informationen, etwa zu Lipiden oder Metaboliten. Eine direkte Kombination dieser Daten mit Fluoreszenzmikroskopie auf demselben Gewebeschnitt war bislang jedoch nicht etabliert, insbesondere nicht mit einer lateralen Auflösung, die Einzelzellanalyse erlaubt.

In dieser Arbeit wurde eine weiterentwickelte t-MALDI-2 Ionenquelle vorgestellt, die hochauflösende MSI und in-source-Mikroskopie unmittelbar miteinander verknüpft. Durch diese Technik können molekulare Profile einzelner Zellen präzise mit morphologischen und proteinbasierten Informationen desselben Schnitts korreliert werden.

Die Machbarkeit wurde anhand zweier biologischer Modelle demonstriert: Bei Makrophagen konnten lipidspezifische Veränderungen während der Phagozytose bis auf subzellulärer Ebene nachvollzogen werden. In Tumorgewebe ließ sich die molekulare Heterogenität infiltrierender Immunzellen charakterisieren und funktionelle Subtypen von Neutrophilen identifizieren. Damit zeigt die Studie das Potenzial der Methode für multimodale Einzelzellanalysen in komplexen Proben.

Die Technik verbindet massenspektrometrische und mikroskopische Bildgebung zu einer analytischen Plattform. Sie erweitert das methodische Spektrum der Spatial Biology um eine Ebene, die molekulare und morphologische Informationen von Zellen direkt zusammenführt. Dies schafft neue Möglichkeiten, zelluläre Mechanismen ortsaufgelöst zu untersuchen.

Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.

Diese Publikation wird in einem der nächsten Brownbag-Lunches der Medizinischen Fakultät vorgestellt.

Foto: MFM/Christian Albiker