Vortragsreihe "Brücken in der Mathematik"

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Fragen und Themen, die für verschiedene mathematische Bereiche richtungsweisend sind und diese verbinden: Das ist der Schwerpunkt der öffentlichen Reihe „Brücken in der Mathematik“. Alle Interessierten sind eingeladen, auf anschauliche Art und Weise spannende Einblicke zu erhalten. Im Anschluss an den Vortrag gibt es bei einem kleinen Empfang Gelegenheit zum Austausch.

Initiiert haben die Reihe Prof. Dr. Matthias Löwe vom Institut für Mathematische Stochastik und Prof. Dr. Martin Hils vom Institut für Mathematische Logik und Grundlagenforschung.

Prof. Dr. Gerhard Huisken
Prof. Dr. Gerhard Huisken
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Nächste Veranstaltung: Geometrie, Analysis und Gravitation

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Huisken am 7. Januar 2020 um 18:30 Uhr

Himmelserscheinungen - seit jeher faszinieren sie die Menschen. Im Laufe von mehr als 2000 Jahren haben Wissenschaftler wie Ptolemäus, Newton und Einstein unterschiedliche Theorien entwickelt, um sie zu beschreiben.

Prof. Dr. Gerhard Huisken, Mathematikprofessor an der Universität Tübingen, erklärt anschaulich und mit vielen Beispielen, wie sich die geometrischen und analytischen Methoden dabei gegenseitig befruchteten und schließlich zu unserem heutigen Verständnis von Schwarzen Löchern und Gravitationswellen führten.

Der Vortrag findet am 7. Januar 2020 um 18:30 Uhr im Hörsaal S8 (Schloss, Schlossplatz 2) in Münster statt.

Fotos

Die Initiatoren der Reihe, Prof. Dr. Matthias Löwe (l.) und Prof. Dr. Martin Hils (r.), begrüßten den Referenten Prof. Dr. Wolfgang Lück von der Universität Bonn.
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  • Mit lebensnahen Beispielen und viel Humor verdeutlichte Prof. Lück dem Publikum die Faszination der Mathematik.
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  • Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer waren zum Auftakt der neuen Reihe ins Schloss gekommen.
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Rückblick: Gelungener Auftakt mit Prof. Dr. Wolfgang Lück

Der erste Referent der neuen Reihe war am 2. Juli 2019 Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Wolfgang Lück von der Universität Bonn. Sein Vortrag trug den Titel „Die Sprache, die Faszination und die Bedeutung der Mathematik“. Der Topologe, ehemaliger Professor der Universität Münster, hatte viele unterhaltsame Beispiele im Gepäck.

Er verdeutlichte dem zahlreich erschienenen Publikum, dass die Mathematik wie eine komplizierte Sprache ist – wenn man diese beherrsche, sei die Schönheit der Mathematik besser zu begreifen. Ihre Bedeutung für den Alltag sei nicht zu unterschätzen: An einem einfachen Beispiel zeigte er, wie der Hamming-Code dazu beiträgt, Fehler bei Datenübertragungen, etwa bei CDs, zu korrigieren. Und auch in sein eigenes Forschungsgebiet gab er einen kleinen Einblick: „Topologen können zwar eigentlich eine Kaffeetasse von einem Donut unterscheiden – aber wollen es nicht“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Unterstützt von vielen Bildern erklärte er, welche Gebilde durch Umformen in andere überführt werden können, also in der Fachsprache „homöomorph“ sind.

Das kam gut an: „Es hat Spaß gemacht, Professor Lück zuzuhören. Er hat die Themen so humorvoll und ausführlich erklärt, dass wir auch ohne Vorkenntnisse gut folgen konnten“, sagte Ute Buer aus Münster-Hiltrup, die den Vortrag gemeinsam mit ihrem Mann besucht hatte. „Schön war auch, dass man seine Begeisterung für Mathematik richtig spüren konnte.“ Im Anschluss gab es Gelegenheit, bei Knabbereien und Getränken ins Gespräch zu kommen.