Brücken in der Mathematik

Öffentliche Vortragsreihe für alle Interessierten

Online-Vortrag "Rund ist besser als eckig: das isoperimetrische Problem"

Livestream am 27. September 2021 mit Prof. Dr. Anna Siffert
© MM/vl

Warum sind Pinguine in der Antarktis größer als ihre Artgenossen auf den Galapagosinseln? Wie muss eine Trommel aussehen, um einen möglichst tiefen Grundton zu erzeugen? Welche Flächenform fördert Artenvielfalt und verhindert, dass sich Krankheitserreger ausbreiten?

Die Antworten auf diese sehr unterschiedlichen Fragen haben alle mit Geometrie zu tun – genauer gesagt mit dem isoperimetrischen Problem, das schon in der Antike als „Problem der Dido“ bekannt war. Dabei geht es darum, welche ebene Figur mit vorgegebenem Umfang die größte Fläche umfasst.

Prof. Dr. Anna Siffert vom Mathematischen Institut zeigt anschaulich und allgemeinverständlich, warum runde Lösungen oft eckigen überlegen sind, und skizziert Beweisstrategien. Sie stellt Anwendungen in der Ökologie sowie Physik vor und erläutert, welche Rolle das Thema in der modernen mathematischen Forschung spielt. Der Exzellenzcluster Mathematik Münster lädt alle Interessierten herzlich zu dem Online-Vortrag ein.

  • Montag, 27. September 2021
  • 19:30 Uhr
  • Link zum Livestream auf YouTube Hinweis: Mit Klick auf den Link gelangen Sie auf den YouTube-Kanal "Mathematics Münster" und damit auf die Website von YouTube. Dabei werden Daten an YouTube übertragen.

Zum dritten Mal findet die Reihe "Brücken in der Mathematik" wegen der Corona-Pandemie nicht im Schloss, sondern per Livestream in den heimischen vier Wänden statt. Auch dieses Mal sind Fragen aus dem Publikum möglich und sehr erwünscht. Sie können per Live-Chat, E-Mail und WhatsApp gestellt werden. Die Kontaktdaten werden während des Vortrags eingeblendet.

Zur Person:
Prof. Dr. Anna Siffert ist Professorin für Theoretische Mathematik an der WWU Münster. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der globalen Differentialgeometrie und deren Wechselwirkungen mit Topologie, Analysis und komplexer Geometrie.

März 2021

Online-Vortrag "Blick in den Körper: Über das Inverse und medizinische Bildgebung"

Livestream mit Prof. Dr. Benedikt Wirth

Rund 160 Interessierte folgten am 24. März 2021 dem Online-Vortrag von Prof. Dr. Benedikt Wirth und der Live-Fragerunde mit den Initiatoren der Reihe, Prof. Dr. Martin Hils und Prof. Dr. Matthias Löwe.

Sie haben den Vortrag verpasst? Oder möchten ihn noch einmal ansehen? Hier finden Sie die Aufzeichnung:

Darum geht es:
Moderne Technik erlaubt den Blick in den Körper, ohne ihn zu öffnen. Es wird sozusagen berechnet, wie der Mensch von innen aussieht. Um Technologien wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Ultraschall zu entwickeln, bedurfte es einiger fundamentaler mathematischer Erkenntnisse - die im Nachhinein gar nicht so kompliziert sind. Im Zentrum steht dabei der Begriff des oder der Inversen, was in etwa "Umkehrung" bedeutet. In seinem Online-Vortrag gibt Prof. Dr. Benedikt Wirth vom Institut für Analysis und Numerik einen Einblick in diese klassischen mathematischen Erkenntnisse.

Zur Person:
Prof. Dr. Benedikt Wirth, 38, ist Professor für Mathematische Optimierung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Mathematiker, der zusätzlich über ein Maschinenbau-Diplom verfügt, ist an vielen Forschungsprojekten beteiligt, in denen Mathematik und Biologie eng zusammenarbeiten.

Hinter den Kulissen des Livestreams.
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Übrigens: Den aufgezeichneten Livestream inklusive Livechat finden Sie auf unserem YouTube-Kanal: aufgezeichneter Livestream auf YouTube

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Mehr zum Thema:

Interview mit Prof. Dr. Benedikt Wirth zu aktuellen Forschungsprojekten im Bereich der medizinischen Bildgebung

Video mit Doktorand Marco Mauritz, der im Bereich der medizinischen Bildgebung promoviert

September 2020

Online-Vortrag "Paradoxe Phänomene in der Mathematik"

Erste virtuelle Ausgabe der Reihe "Brücken in der Mathematik"

Im September fand der "Brücken-Vortrag" wegen der Corona-Pandemie erstmals nicht wie in den vergangenen Semestern im Schloss, sondern per Livestream in den heimischen vier Wänden statt. Rund 200 Teilnehmende folgten dem Livestream.

Sie haben den Vortrag verpasst? Oder möchten ihn noch einmal ansehen? Hier finden Sie die Aufzeichnung:

Darum geht es:
Die Welt – insbesondere die der Mathematik – ist voller Rätsel. Besonders interessant und spannend sind solche, die der Erwartung zuwiderlaufen und die Intuition versagen lassen. Um Gedankenexperimente dieser Art geht es im Online-Vortrag „Paradoxe Phänomene in der Mathematik“.

Prof. Dr. Matthias Löwe vom Institut für Mathematische Stochastik und Prof. Dr. Martin Hils vom Institut für Mathematische Logik und Grundlagenforschung, die beiden Initiatoren der "Brücken"-Reihe, machen das Publikum zunächst mit klassischen Paradoxien vertraut: Etwa mit Epimenides, dem Kreter, der sagt: „Alle Kreter lügen.“ Als Beispiel für fehlgeleitete Intuition wird das Paradoxon der drei Gefangenen genauer beleuchtet – inklusive einer Rechnung mit erstaunlichem Ergebnis. Dann geht es hinein in die Welt der unendlichen Mengen, die zu vielen paradoxen Phänomenen in der Mathematik führen. Anschauliche Beispiele wie „Hilberts Hotel“ sorgen dabei sicherlich für manchen Aha-Effekt bei den Zuschauerinnen und Zuschauern.


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Übrigens: Die Aufzeichnung des Original-Livestreams ist auf dem  YouTube-Kanal "Mathematics Münster" verfügbar.

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Januar 2020

Ein mathematischer Blick ins Universium mit Prof. Dr. Gerhard Huisken

Photos

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Um "Geometrie, Analysis und Gravitation" ging es in der zweiten Veranstaltung der Reihe "Brücken in der Mathematik" am 7. Januar 2020. Prof. Dr. Gerhard Huisken von der Universität Tübingen nahm die mehr als 200 Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch 2000 Jahre Wissenschaftsgeschichte.

Lesen Sie hier den Nachbericht zur Veranstaltung "Geometrie, Analysis und Gravitation".

Juli 2019

Gelungener Auftakt mit Prof. Dr. Wolfgang Lück

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Die Initiatoren der Reihe, Prof. Dr. Matthias Löwe (l.) und Prof. Dr. Martin Hils (r.), begrüßten den Referenten Prof. Dr. Wolfgang Lück von der Universität Bonn.
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  • Mit lebensnahen Beispielen und viel Humor verdeutlichte Prof. Lück dem Publikum die Faszination der Mathematik.
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  • Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer waren zum Auftakt der neuen Reihe ins Schloss gekommen.
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Der erste Referent der neuen Reihe "Brücken in der Mathematik" war am 2. Juli 2019 Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Wolfgang Lück von der Universität Bonn. Sein Vortrag trug den Titel "Die Sprache, die Faszination und die Bedeutung der Mathematik". Der Topologe, ehemaliger Professor der Universität Münster, hatte viele unterhaltsame Beispiele im Gepäck.

Lesen Sie hier den Nachbericht zur Veranstaltung "Die Sprache, die Faszination und die Bedeutung der Mathematik".

Über die Vortragsreihe "Brücken in der Mathematik"

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Fragen und Themen, die für verschiedene mathematische Bereiche richtungsweisend sind und diese verbinden: Das ist der Schwerpunkt der öffentlichen Reihe „Brücken in der Mathematik“. Alle Interessierten sind eingeladen, auf anschauliche Art und Weise spannende Einblicke zu erhalten.

Initiiert haben die Reihe Prof. Dr. Matthias Löwe vom Institut für Mathematische Stochastik und Prof. Dr. Martin Hils vom Institut für Mathematische Logik und Grundlagenforschung.