Tagungen & Workshops
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Sechste Summer School Museologie: Materialitäten kuratieren

Eine Woche forschen und vermitteln, lernen und leben (mitten) im Museum: Vom 27. Juli bis 1. August 2026 veranstalten die Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ und das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Münster gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold – Westfälisches Landesmuseum für Alltagskultur – einen einwöchigen Praxiskurs zu aktuellen Themen und Aufgaben von Museen. Unter dem Titel „Materialitäten kuratieren“ erhalten die Teilnehmer:innen vertiefende Einblicke in das Museum als Praxisfeld, als Forschungsort, als Sammlungs- und Vermittlungsinstitution und vieles mehr. Die Leitung haben Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher (Münster), Professorin für Europäische Ethnologie und In-House Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe sowie die Internationale Gastkuratorin Hon.Prof. Dr. Birgit Johler (Graz/Wien), Kuratorin im Volkskundemuseum Graz – Universalmuseum Joanneum – und Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe. Teilnehmen können Masterstudierende der Kulturanthropologie, der Geschichts­­wissenschaft, der Kunstgeschichte und anderer Studiengänge des Fachbereichs 8 (Geschichte/Philosophie) der Universität Münster. Das Angebot richtet sich zusätzlich an Masterstudierende museumsaffiner Fächer und ggf. interessierte Promovierende anderer Universitäten. Anmeldeschluss ist der 1. April 2026. 

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Tagung: „Kulturelle Teilhabe im digitalen Wandel – Ethik, Ästhetik und Praxis des Zugangs zu kulturellen Gütern von Menschen mit Behinderungen“

Wie verändert die Digitalisierung die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen? Eröffnet sie neue Zugänge, Ausdrucksformen und Räume der Selbstbestimmung – oder entstehen neue Barrieren, Normierungen und Ausschlüsse? Die Tagung „Kulturelle Teilhabe im digitalen Wandel – Ethik, Ästhetik und Praxis des Zugangs zu kulturellen Gütern von Menschen mit Behinderungen“ widmete sich vom 18. bis 20. März 2026 diesen Fragen aus ethischer, ästhetischer, und praktischer Perspektive. Sie brachte wissenschaftliche, künstlerische und aktivistische Wissensformen miteinander ins Gespräch und schuf Raum für Dialog, Reflexion und gemeinsame Praxis. Das Programm umfasste Vorträge, künstlerische Beiträge und partizipative Formate zu Themen wie Universellem Design, inklusiver Gestaltung, ethischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie medien- und technologiebezogenen Perspektiven. Die Veranstaltung richtete sich an Forschende, Studierende, Kulturschaffende, Menschen mit Behinderungen, Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.
 

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Tagung: „Digital Curating: Ethics of Access and Sustainability“

Die internationale Tagung „Digital Curating: Ethics of Access and Sustainability“ (Digitales Kuratieren: Ethik des Zugangs und Fragen der Nachhaltigkeit) widmete sich vom 4. bis 6. März 2026 den Veränderungen kuratorischer Praktiken im Zuge der digitalen Transformation und den daraus entstehenden ethischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Expertinnen und Experten aus Museen, Universitäten und kulturellen Institutionen diskutierten, wie digitale Technologien den Zugang zu kulturellem Erbe erweitern, bestehende Hierarchien hinterfragen und neue Formen partizipativer Wissensproduktion ermöglichen. Im Mittelpunkt standen Fragen nach Authentizität, Repräsentation und Verantwortung im Umgang mit digitalen Artefakten, Reproduktionen und virtuellen Räumen. Ebenso wurden die Möglichkeiten und Risiken von Künstlicher Intelligenz für kuratorische Prozesse sowie die ökologischen Auswirkungen digitaler Infrastrukturen thematisiert. Ziel der Tagung war es, Perspektiven auf eine nachhaltige und gerechte Gestaltung kulturellen Zugangs im digitalen Zeitalter zu eröffnen sowie die ästhetischen, ethischen und ökologischen Dimensionen einer global vernetzten Kulturpraxis zusammenzuführen.

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Abbildung KI-generiert
Abbildung KI-generiert

Wikipedia Edit-a-thon – Workshop in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe

Vom 27. Februar bis 1. März 2026 fand der Workshop „Wikipedia Edit-a-thon – Medienkunst sichtbar machen“ am ZKM Karlsruhe statt. Die Veranstaltung war eine Kooperation der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im Digitalen Wandel“, des Zentrums für Kunst und Medien | ZKM Karlsruhe und Wikimedia Deutschland. Wer entscheidet darüber, welche Künstler:innen gesehen werden – und welche kaum Beachtung finden? Soziale Medien spielen dabei eine Rolle, doch die wichtigste und verlässlichste Informationsquelle im Internet ist weiterhin Wikipedia. Hier entsteht Wissen, das weltweit gelesen und genutzt wird. Beim zweiten Edit-a-thon am ZKM Karlsruhe konnten Studierende selbst mitgestalten und dabei helfen, Medienkünstler:innen online mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.

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Abbildung KI-generiert

Tagung: „Strukturwandel des Publikums? Konsequenzen des digitalen Wandels für den Zugang zum Theater“

Im Zentrum der Tagung „Strukturwandel des Publikums? Konsequenzen des digitalen Wandels für den Zugang zum Theater“ vom 5. bis 7. Februar 2026 stand die Auseinandersetzung mit dem Wandel des Theaters in der Gegenwart. Zuschauer:innen und Akteur:innen teilen nicht mehr in allen Fällen denselben physischen Raum; die unmittelbare Ko-Präsenz wird durch digitale Formate verändert. Theater-Streamings, hybride Aufführungen, immersive Räume oder interaktive Vorstellungen modifizieren das Verhältnis von Bühne und Publikum und werfen auch die Frage auf, wer Theater macht – und für wen. Wie verändert der digitale Wandel die Zugangsbedingungen zum Theater, sowohl hinsichtlich neuer Möglichkeiten der Teilhabe als auch hinsichtlich potenzieller Herausforderungen? Wie verändern sich Ästhetik und soziale Funktionen des Theaters und welche Konsequenzen hat das für das Verhältnis zwischen Bühne und Publikum? Stellt das Theater noch eine eigenständige Kunstform neben Film und Gaming dar?

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© DNB - Cornelia Ranft

Tagung „Schwarzer Markt für rote Bücher“

Vom 27. bis 28. November 2025 fand die Tagung „Schwarzer Markt für rote Bücher. Zur Raubdruckbewegung der 1960er bis 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland“ in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig statt. Die Tagung wurde organisiert von Prof. Dr. Annette Gilbert von der FAU Erlangen-Nürnberg, derzeit Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe, in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig. Die Veranstaltung wurde gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung. Die Tagung widmete sich einer „alternativen“ Form der Literatur- und Buchproduktion: dem Raubdruck, der ohne Wissen oder Erlaubnis der Autor:innen bzw. Verlage erfolgt und Ende der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre mit der studentischen und linken Bewegung in der Bundesrepublik einen Höhepunkt erlebte. Sie ist von erheblicher Bedeutung für die bundesrepublikanische Zeit-, Politik- und Geistesgeschichte: Für den Siegeszug der Kritischen Theorie, aber auch für die Wiedergeburt der Soziologie und die Emanzipation der Politikwissenschaft in Deutschland war sie unentbehrlich.

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© H. Wiedemann, S. Rittmeier, S. Hopkins

Workshop: „Digital Restitution: Bridging Access, Conservation, and Ethical Challenges“

Vom 3. bis 5. September 2025 fand der Workshop „Digital Restitution: Bridging Access, Conservation, and Ethical Challenges“ der Kolleg-Forschungsgruppe statt.Der Workshop befasste sich mit der Neugestaltung der Restitution im digitalen Zeitalter, in dem Kulturerbe, Ethik, Technik und Nachhaltigkeit zusammenwirken und die Zukunft der Kulturgütererhaltung maßgeblich prägen. Er brachte Wissenschaftler:innen, Museumsfachleute, Kulturerbe-Expert:innen und Digitaltechnolog:innen zusammen, um am interdisziplinären Diskurs über die digitale Erhaltung des Kulturerbes und die ethischen Dimensionen der kulturellen Digitalisierung im Bereich der Restitutionspolitik teilzunehmen.

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© Natascha Unkart

Fünfte Summer School Museologie

Eine Woche forschen und vermitteln, lernen und leben (mitten) im Museum: Vom 21. bis 26. Juli 2025 veranstaltete das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold (Westfälisches Landesmuseum für Alltagskultur) und der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ einen einwöchigen Praxiskurs zu aktuellen Themen und Aufgaben von Museen. Die Teilnehmer:innen erhielten vertiefende Einblicke in das Museum als Praxisfeld, als Forschungsort, als Sammlungs- und Vermittlungsinstitution und vieles mehr. Die Leitung haten Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher, In-House Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe. Gastkuratorin war Hon.-Prof. Dr. Birgit Johler, Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe.

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© Andreas Lechtape

Workshop: „Droste Digital – Ein neuer Zugang zu Literatur?“

Am 2. Juli 2025 fand der interne Workshop „Droste Digital“ – Ein neuer Zugang zu Literatur?“ der Kolleg-Forschungsgruppe auf Burg Vischering statt – eine Kooperation mit Burg Hülshoff – Center for Literature. Die Ausstellung „Droste Digital. Handschriften – Räume – Installationen“ macht erstmals die digitalisierten Handschriften der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zugänglich. Der Workshop widmete sich am Beispiel von „Droste Digital“ der Spezifik und den Folgen eines digitalen Zugangs zu Literatur im Kontext von Ausstellungen.

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© „Whose Expression? Die Künstler der Brücke im kolonialen Kontext“, Brücke-Museum, 2021. Foto: Roman März

Masterclass „Zugang zu sensiblen Sammlungen – Digital und analog“

Vom 2. bis 4. April 2025 fand die Masterclass „Zugang zu sensiblen Sammlungen – Digital und analog“ der Kolleg-Forschungsgruppe Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel statt. Eingeladen waren Master- und Promotionsstudierende, Postdocs und wissenschaftliche Volontär:innen an einem Museum oder einer Kunstinstitution, die sich mit Sammlungen mit kolonialem Hintergrund oder Kunstwerken und Artefakten mit sensiblen Inhalten auseinandersetzen. Die Masterclass bot ihnen Gelegenheit, gemeinsam mit Kolleg:innen aus Museen und Kunstinstitutionen in einem interdisziplinären Umfeld zu erörtern, welche neuen Perspektiven oder Herausforderungen sich durch digitale Zugänge zu sensiblen Sammlungsbeständen ergeben.

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© Lioba Keller-Drescher

Tagung „Zugänge zum Textilen“

Vom 11. bis 12. November 2024 fand die Tagung „Zugänge zum Textilen. Wissenschaftliche, kuratorische und digitale Perspektiven. Tagung der Kommission für Materielle Kultur und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaften e. V. (DGEKW)“ im Erbdrostenhof in Münster statt. Sie befasste sich unter anderem mit den Fragen, wie ein Zugang zu Textilsammlungen wieder oder neu gefunden werden kann, welche Rolle die Digitalisierung bei der wissenschaftlichen und kuratorischen Neubeachtung spielt und wie sich durch Digitalität der Zugang zum Textilen verändert. Organisiert wurde die Tagung durch Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher (Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Inhouse-Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“) und Dr. Kirsten Bernhardt (LWL-Museumsamt für Westfalen, Münster).

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© Natascha Unkart

Vierte Summer School Museologie

Eine Woche forschen und vermitteln, lernen und leben (mitten) im Museum: Vom 22. bis 27. Juli 2024 veranstaltete das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold (Westfälisches Landesmuseum für Alltagskultur) einen einwöchigen Praxiskurs zu aktuellen Themen und Aufgaben von Museen. Die Teilnehmer:innen erhielten vertiefende Einblicke in das Museum als Praxisfeld, als Forschungsort, als Sammlungs- und Vermittlungsinstitution und vieles mehr. Die Leitung hatte Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher, Inhouse-Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe. Gastkuratorin war Dr. Birgit Johler, Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe.

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Workshop „Protecting and accessing cultural goods in wartime“

Vom 4. bis 6. April 2024 war die Kolleg-Forschungsgruppe Gastgeberin des Workshops “Protecting and accessing cultural goods in wartime  – Case Studies and Lessons from Armenia and Ukraine”. Krieg bedroht nicht nur das Leben und die körperliche Unversehrtheit von Menschen, auch Kulturgüter sind im Krieg von Beschädigung und Totalverlust bedroht. Sie im Kriegsfall zu schützen, ist eine wichtige Aufgabe für jedes Gemeinwesen. Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen und Arten der Bewahrung von Kulturgütern oder deren Bauplänen und Entwürfen, die den Menschen in Kriegszeiten und erst recht danach den Zugang zu ihnen ermöglichen. Anhand von Beispielen und Erfahrungen aus Armenien und der Ukraine wurden im Workshop praktische Fragen und ethische Aspekte des Schutzes von Kulturgütern in Kriegszeiten diskutiert.

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© Foto: Hansgeorg Schöner | Video: Stefan Klatt

Video des Vortrags „Zugang und Kontrollverlust – Die neuen Abhängigkeiten im Zeitalter von KI“

Mit der Digitalisierung geht für die etablierten Kulturerbe-Einrichtungen der Verlust von Kontrolle und Deutungshoheit einher, gleichzeitig bieten sich aber auch neue Möglichkeiten der Partizipation. Wie lässt sich diese Chance nutzen und gleichwohl der Verbreitung von „wirkungsmächtigen Lügen“ entgegentreten? Der Vortrag „Zugang und Kontrollverlust – Die neuen Abhängigkeiten im Zeitalter von KI“ des Kulturwissenschaftlers Dr. Michael Seemann im Rahmen der Tagung „Zugang gestalten!“ ist hier als Video verfügbar.

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© Hansgeorg Schöner

Tagung „Zugang gestalten!“

Vom 4. bis 6. Oktober 2023 war die Kolleg-Forschungsgruppe Gastgeberin der Tagung „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“. Die 13. Ausgabe der Konferenzreihe widmete sich dem Thema „Hindernisse überwinden“: Was steht der Digitalisierung des kulturellen Erbes, was steht der Zugänglichkeit im Weg? Über 50 Referentinnen und Referenten brachten ihre Expertise in Vorträgen und Arbeitsgruppen ein. Leiter der Konferenzreihe ist Prof. Dr. Paul Klimpel, der derzeit Fellow an der Kolleg-Forschungsgruppe ist.