

Der Access Hub bietet eine Übersicht über einschlägige Workshops und Konferenzen, Ausschreibungen sowie Ressourcen zum Thema „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir freuen uns über Ergänzungsvorschläge (E-Mail: nora.kluck@uni-muenster.de).
Bitte wenden Sie sich bei Fragen und Bewerbungen direkt an die jeweils ausschreibende Stelle.
Workshops & Tagungen
Call for Papers & Teilnahme
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Belvedere Summer School 2026: Das Belvedere Research Center in Wien veranstaltet zum vierten Mal eine Summer School zum Thema „Sammlungsinstitutionen in einer digitalen Welt: Strategien – Methoden – Tools“. Das sechstägige Trainingsprogramm widmet sich Themen rundum Digitalisierung, digitales Sammlungsmanagement und Online-Präsenz von digitalisierten Sammlungen, um deren Potenziale und Problemstellungen aufzuzeigen. Im Fokus stehen Strategien zur Digitalisierung von kulturhistorisch relevanten Beständen, die Entwicklung userzentrierter Online-Formate und digitales Storytelling, etwaige Einschränkungen durch (bild-)rechtliche und finanzielle Aspekte sowie Linked Open Data (LOD) und der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Museumsbereich. Veranstaltungszeitraum: 7. bis 12. September 2026. Anmeldung bis zum 21. Juni 2026
- Tagung „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe 2026“: 16. Ausgabe der Konferenzreihe, 2026 in der Staatsbibliothek zu Berlin, Schwerpunktthema: „Geschichtspolitik und Erinnerung“. Veranstaltungszeitraum: 30. September bis 2. Oktober 2026
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6th International Workshop on Semantic Web and Ontology Design for Cultural Heritage: Der SWODCH 2026 in Bari, Italien, hat zum Ziel, originäre Forschung zu grundlegenden Fragen zusammenzutragen, die sich aus dem Entwurf von Konzeptmodellen, Ontologien und Semantic-Web-Technologien (SW) für das kulturelle Erbe und die Digital Humanities ergeben, und diejenigen zusammenzubringen, die an der Entwicklung und Umsetzung konkreter SW-Lösungen für das Kulturerbe beteiligt sind. Paper können bis zum 26. Juni 2026 eingereicht werden. Veranstaltungszeitraum: 25./26. Oktober 2026
- Veranstaltungen der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“
Aufzeichnungen
- Digital Turn. Sammlungen – Provenienzen – Märkte (Materialien zur Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin, November 2025)
- „Das Kunstmuseum im digitalen Zeitalter“ – internationale Online-Konferenzreihe des Wiener Belvedere
- COMMUNIA Salon
- Europeana-Konferenz 2025 (YouTube)
- Konferenzreihe „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“
- Online Symposium zur Feier des 20-jährigen Bestehens des „One Million Book Project“ der Carnegie Mellon University (Internet Archive, August 2021)
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Stellen, Stipendien & Preise
- Vesuvius Challenge: Bei diesem Wettbewerb geht es um digitale, computergestützte Erschließungstechniken zur Entzifferung der verkohlten Papyri aus der Bibliothek von Herculaneum. In dem interdisziplinären Projekt arbeiten Papyrologen mit Informatikern, Spezialisten für Computer Vision, Bildgebung, 3D-Animation und KI zusammen, um hochauflösende Rohdaten über feinste Strukturen in den verbackenen Papyri aus dem Europäischen Synchroton in Grenoble zu analysieren, Schichten zu unterscheiden, Reste von verkohlter Tinte von Resten von verkohltem Papyrus zu unterscheiden, Schrift zu detektieren, und schließlich ein virtuelles Modell der ausgerollten antiken Textzeugen zu erstellen, unter denen zahlreiche noch unbekannte Texte vermutet werden. Die Rohdaten der Scans stehen frei zugänglich online. Für bestimmte Beiträge zur diesem Projekt wurden Preisgelder ausgelobt.
Ressourcen
- DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“ (aktuelle Fassung aus 2022) formulieren Standards für DFG-geförderte Digitalisierungsprojekte. Sie informieren zu organisatorischen, methodischen und technischen Fragen im Kontext der Digitalisierung und Erschließung forschungsrelevanter Objekte.
- Europeana – Europas digitales Kulturerbe entdecken bietet allen, die sich privat oder aus beruflichen Gründen für das kulturelle Erbe interessieren, sowie Lehrkräften und Forschenden einen digitalen Zugang zum Kulturerbe Europas. Die von Europäischen Union finanzierte Initiative ermöglicht Zugang zu Millionen von Elementen des kulturellen Erbes, die in Museen und Institutionen in ganz Europa verteilt sind, z. B. Kunstwerke, Bücher, Musik und Videos.
- Die Deutsche Digitale Bibliothek – Kultur und Wissen online ist eine Datenbank für Kulturobjekte, in der Bücher oder Volltexte vollständig gelesen oder heruntergeladen werden können, sofern sie nicht mehr urheberrechtlichen Einschränkungen unterliegen. Neben Büchern und Texten finden sich auch Archivalien, Bilder und Fotografien, Skulpturen, Musikstücke und andere Tondokumente, Filme und Noten, Gemälde, Handschriften und vieles mehr.
- museum-digital ist eine gemeinsame Initiative von Museen und Museumsverbänden. Sie hilft Museen, ihre Sammlungen online zu präsentieren. Alle veröffentlichten Objekte können gemeinsam auf museum-digital:global durchsucht werden.
- BnF Gallica ist die digitale Bibliothek der Bibliothèque nationale de France und ihrer Partner. Sie bietet kostenlosen und öffentlichen Zugang zu mehreren Millionen digitalisierten Dokumenten aus allen Epochen und Medien.
- Art UK bietet kostenlosen digitalen Zugang zu den öffentlichen Kunstsammlungen Großbritanniens. Es vereint über 700.000 Kunstwerke aus 3.500 Institutionen – Museen, Bibliotheken, Rathäusern, Krankenhäusern – sowie öffentliche Kunstwerke im Stadtraum wie Skulpturen und Wandmalereien.
- Wikimedia Commons ist eine Sammlung von mehr als 130 Millionen frei nutzbaren Mediendateien, zu der jeder beitragen kann.
- Internet Archive ist eine gemeinnützige Sammlung von Millionen kostenloser Texte, Filme, Software, Musik, Websites und mehr.
- Internationale Dokumente über den Schutz von Kulturgütern, zusammengestellt von Prof. Dr. Ruben Apressyan, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“.
- Digital History of Virtual Museums: Digitalgeschichte virtueller Museen, ein 2019 von Nadezha Povroznik initiiertes Projekt, inzwischen an der Technischen Universität Darmstadt.
- „Koloniale Kontexte in Bibliotheken. Ein Leitfaden“ erörtert rechtliche Rahmenbedingungen sowie ethische und institutionelle Fragestellungen, die u.a. bei der Online-Bereitstellung von Zugängen zu Digitalisaten von Sammlungsbeständen aus kolonialen Kontexten zu beachten sind. Neben grundlegenden Einordnungen werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Bibliotheksarbeit zu Themen wie Provenienzforschung, Erwerbung, Bestandspräsentation sowie digitaler Bereitstellung und Metadaten gegeben.
- Guidelines on museum accessibility in China (Leitlinien der Zugänglichkeit von Museen in China), veröffentlicht 2025 vom UNESCO-Büros in Peking in Zusammenarbeit mit dem Global Disability Fund und der Chinese Museums Association.
- Center for Digital Humanities der Universität Münster: Das Center for Digital Humanities (CDH) übernimmt als Interessenverbund von digital Forschenden verschiedener Fachbereiche die wissenschaftliche Ausgestaltung des Themenfelds Digital Humanities am Standort Münster.
- Forschungsprojekt „Die Probleme des Zugangs zum kulturellen Erbe im digitalen Zeitalter“ an der Palacký-Universität Olomouc (Tschechien) (Principal Investigator: doc. Mgr. Pavel Zahrádka, PhD, Senior-Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“)
- Cuneiform Digital Library Initiative (CDLI): Die Cuneiform Digital Library Initiative (CDLI) ist das Ergebnis der Bemühungen einer internationalen Gruppe von Assyriologen, Museumskuratoren und Wissenschaftshistorikern, Form und Inhalt von Keilschriftinschriften aus der Frühzeit der Schrift, etwa 3350 v. Chr., online zugänglich zu machen. Damit eröffnet die CDLI neue Wege zur reichen historischen Tradition des alten Nahen Ostens. In enger Zusammenarbeit mit Forschern, Museen und einer engagierten Öffentlichkeit zielt das Projekt darauf ab, die außergewöhnlichen Inhalte dieser frühesten Zeugnisse unseres gemeinsamen Weltkulturerbes zugänglich zu machen.
- Virtuelle Ausstellung: „Meissener Porzellan im virtuellen Fokus“: Das berühmte Meissener Porzellan, vor allem des 18. Jhs., wird in dieser Ausstellung digital erfahrbar. Die 3D-Modelle ermöglichen eine Betrachtung der Objekte aus nächster Nähe, das Entdecken von Details des Dekors, Spuren von Gebrauch oder Restaurierung. Die Ausstellung entstand im Rahmen eines universitären Seminars an der Technischen Universität Dresden unter der Leitung von PD Dr. Angela Dreßen, Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“, und wurde in Zusammenarbeit mit dem Meissen Porzellan-Museum realisiert.
- National Theatre at Home ermöglicht das kostenlose Streamen von Theaterstücken des Royal National Theatre in London.
- Digitaltheater des Staatstheaters Augsburg: Das Digitaltheater erforscht das Spielen auf digitalen Bühnen mit 360° Video in Virtual Reality, mit hybriden Produktionen, die den physischen Bühnenraum mit dem virtuellen verbinden, mit Streamingangeboten, die Partizipation zulassen und mit Begegnungsformaten, die auch online funktionieren.
- „How can Equitable Access to Heritage help solve Global Challenges?“: Aufzeichnung des UNESCO-Forums in Paris vom 29. April 2026.
- Kunstgeschichte im digitalen Zeitalter: Lehre – Forschung – Dissemination ist eine Festschrift aus Anlass des 60. Geburtstags von Maria Effinger mit Beiträgen von Prof. Dr. Ursula Frohne, Ko-Sprecherin der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ sowie den Senior-Fellows der KFG Prof. Dr. Henry Keazor und Prof. Dr. Hubertus Kohle.