Access Points #9
© Josina Dehn, Detailansicht 3D-Modell der Nofretete
  • Abstract (English)

    Nora Al-Badri’s artistic practice combines an activist approach to digital appropriation with institutional critique. She examines how museums handle cultural artifacts from colonial contexts and the data derived from their digitization and criticizes institutional control over this data as a continuation of colonial power structures in the digital realm. Based on an analysis of her works, this study examines what impetus this critique can provide for decolonial museum practice. It addresses digital access to collections, collaboration with source communities, the status of digital objects, restitution, and the use of artificial intelligence. What possibilities do digital strategies open up for changing existing claims to ownership and interpretation—and where do they perpetuate them?

  • Abstract (German)

    Nora Al-Badris künstlerische Praxis verbindet einen aktivistischen Ansatz der digitalen Aneignung mit institutioneller Kritik. Sie hinterfragt den Umgang der Museen mit kulturellen Gütern aus kolonialen Kontexten und den aus ihrer Digitalisierung gewonnenen Daten und kritisiert die institutionelle Kontrolle über diese Daten als Fortsetzung kolonialer Machtverhältnisse im digitalen Raum. Ausgehend von der Analyse ihrer Werke untersucht die Arbeit, welche Impulse diese Kritik für eine dekoloniale Museumspraxis geben kann. Dabei werden der digitale Zugang zu Sammlungen, die Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften, der Status digitaler Objekte, Restitution und der Einsatz künstlicher Intelligenz thematisiert. Welche Möglichkeiten eröffnen digitale Strategien, bestehende Besitz- und Deutungsansprüche zu verändern – und wo schreiben sie diese fort?