PD. Dr. Klaus Große Kracht


PD. Dr. Klaus Große Kracht
© Klaus Große Kracht

Lebenslauf
Forschungsschwerpunkte
Publikationen
Lehrveranstaltungen

 

 

 

 

Lebenslauf

04/2014 Auszeichnung mit dem Wuppertaler Lehrlöwen der Bergischen Universität Wuppertal
10/2013 - 03/2014 Vertretung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der WWU
2013 Habilitation im Fach Neuere und Neueste Geschichte, WWU Münster
10/2012 - 03/2013 Vertretung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal
seit 07/2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster / Mentor der integrierten Graduiertenschule
03/2006 - 12/2006 Erziehungszeit
12/2001 - 06/2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
2000 Promotion im Fach Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld sowie an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris (dt.-franz. "co-tutelle")
11/1999 - 11/2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
1997 Diplôme d'Etudes Approfondies an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris) im Fach "Histoire et Civilisations"
1996 Magister Artium im Fach Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld
1990 - 1996 Studium der Fächer Geschichtswissenschaft, Philosophie und Pädagogik an der Universität Bielefeld sowie im Studienjahr 1992/93 an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris)

Forschungsschwerpunkte

  • Europäische Kultur- und Religionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Theorie und Geschichte der Geschichtswissenschaft

Publikationen

Bücher

Bücher (Monographien)
  • Die Stunde der Laien? Katholische Aktion in Deutschland im europäischen Kontext 1920-1960. Paderborn: Schöningh, 2016.
  • Die zankende Zunft. Historische Kontroversen in Deutschland nach 1945. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2005
  • Zwischen Berlin und Paris: Bernhard Groethuysen (1880-1946). Eine intellektuelle Biographie. Tübingen: Max Niemeyer, 2002.
Herausgeberschaften (Sammelbände, Themenhefte)

  • Aufsätze

    Aufsätze (Zeitschriften)
    • Die katholische Welle der 'Stunde Null'. Katholische Aktion, missionarische Bewegung und Pastoralmacht in Deutschland, Italien und Frankreich 1945-1960, in: Archiv für Sozialgeschichte 51 (2011), 163-186.
    • zusammen mit Thomas Großbölting, Religion in der Bundesrepublik Deutschland: Eine Einleitung, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 7 (2010), Heft 3, 334-342.
    • Georges Sorel und der Mythos der Gewalt.“ , in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 5 (2008), Heft 1, 166-171.
    • „Ich selbst bin mit Marx vollkommen fertig“ – oder: warum Foucault Nietzsche liest [gekürzte Fassung], in: Zeiträume. Potsdamer Almanach 2006, erschienen 2007, 38-46.
    • Entre l’Eglise et la politique: Msgr Frings et les ‚comités de catholiques’ en Allemagne après la Seconde Guerre mondiale, in: Les cahiers du Littoral 2 (2007), Heft 5, 283-295.
    • „Gouvernementalität“ – Michel Foucault und die Geschichte des 20. Jahrhunderts, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History  3 (2006), Heft 3, 273-276.
    • Kriegsschuldfrage und zeithistorische Forschung in Deutschland. Historiografische Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, in: Historisches Forum 3 (2004), 61-81.
    • Fritz Fischer und der deutsche Protestantismus, in: Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte/Journal for the History of Modern Theology (ZNThG) 10 (2003), 224-252.
    • „Ein Europa im kleinen“. Die Sommergespräche von Pontigny und die deutsch-französische Intellektuellenverständigung in der Zwischenkriegszeit, in:  Internationales Archiv für Sozialgeschichte der Literatur (IASL) 27 (2002), 144-169.
    • „Bürgerhumanismus“ oder „Staatsräson“. Hans Baron und die republikanische Intelligenz des Quattrocento, in: Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft 29 (2001), 355-370.
    • Briefe aus Deutschland. Bernhard Groethuysens Beiträge zur Nouvelle Revue Française in den frühen zwanziger Jahren, in: Lendemains. Etudes comparées sur la France - Vergleichende Frankreichforschung 26 (2001), Heft 101/102, 119-132.
    • Gedächtnis und Geschichte: Maurice Halbwachs – Pierre Nora, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU) 47 (1996), 21–31.
    • „Das Weiterleben der verletzten Menschheit“. Kultur und Kompensation bei Jacob Burckhardt, in: Storia della Storiografia 30 (1996), 125–133.
    Buchbeiträge (Sammel- Herausgeberbände)
    • ‚Homogenität’ oder ‚Entzweiung’? Ernst-Wolfgang Böckenförde zwischen Carl Schmitt und Joachim Ritter, in: Mark Schweda/Ulrich von Bülow (Hg.), Entzweite Moderne. Zur Aktualität Joachim Ritters und seiner Schüler (= Marbacher Schriften, neue Folge, Bd. 15), Göttingen: Wallstein 2017, S. 114-130.
    • Ratschläge zur De-Akusmatisierung der Stimme nach Ernst Hardt (Kommentar), in: Martina Wagner-Egelhaaf (Hg.), Stimmen aus dem Jenseits / Voices from Beyond. Ein interdisziplinäres Projekt / An Interdisciplinary Project, Würzburg: Ergon 2017, S. 174-77.
    • „Ein sächsischer Schulmeister im Mormonenlande“. Die Stimme und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in einer Bekehrungsgeschichte des 19. Jahrhunderts, in: Martina Wagner-Egelhaaf (Hg.), Stimmen aus dem Jenseits / Voices from Beyond. Ein interdisziplinäres Projekt / An Interdisciplinary Project, Würzburg: Ergon 2017, S. 110-125.
    • Der feigste aller Mörder ist einer, der bereut." Jean-Paul Sartre und die deutsche Zusammenbruchsgesellschaft,  in: Axel Schildt (Hrsg.), Von draußen. Ausländische intellektuelle Einflüsse in der Bundesrepublik bis 1990, Göttingen 2016, 89-104.
    • zusammen mit Vit Kortus, Europäische Religionsgeschichte der Neuzeit, in: Laura Busse, Wilfried Enderle u.a. (Hrsg.), Clio Guide - Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, Berlin 2016, (=Historisches Forum, Bd. 19), http://www.clio-online.de/guides/themen/europaeische-religionsgeschichte-der-neuzeit/2016.
    • Von der 'Pest des Laizismus' zur 'gesunden Laizität des Staates'. Katholische Antworten auf die Trennung von Staat und Kirche im 20. Jahrhundert, in: Winfried Kretschmann, Verena Wodtke-Werner (Hrsg.), Wie viel Religion verträgt der Staat? Aktuelle Herausforderungen und grundsätzliche Überlegungen, Ostfildern 2014, 43-55.
    • Unterwegs zum Staat. Ernst-Wolfgang Böckenförde auf dem Weg durch die intellektuelle Topographie der frühen Bundesrepublik, 1949-1964, in: ders., Hermann-Josef Große Kracht (Hrsg.), Religion - Recht - Republik. Studien zu Ernst-Wolfgang Böckenförde, Paderborn 2014, 11-40.
    • Zwischen Gedächtnis und Geschichte. Erinnerungsorte als "Heterotopien der Zeit", in: Stefan Berger, Joana Seiffert (Hrsg.), Erinnerungsorte: Chancen, Grenzen und Perspektiven eines Erfolgskonzeptes in den Kulturwissenschaften, Essen 2014, 57-72.
    • Vom Tischrücken zur ethischen Religion? Zur Unterscheidung der Geister im Spiritismus des 19. Jahrhunderts, in: Hubert Wolf (Hrsg.), ‚Wahre’ und ‚falsche’ Heiligkeit. Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts, München 2013, 149-166.
    • Erich Klausener (1885-1934). Preußentum und Katholische Aktion zwischen Weimarer Republik und Drittem Reich, in: Richard Faber, Uwe Puschner (Hrsg.), Preußische Katholiken und katholische Preußen im 20. Jahrhundert, Würzburg 2011, 271-296.
    • Presse und Kanzel. Päpstliches Medienverständnis und katholische Publizistik in Deutschland (1920-1970er Jahre), in: Ute Daniel, Axel Schildt (Hrsg.), Massenmedien im Europa des 20. Jahrhunderts, Köln/Weimar/Wien 2010, 331-356.
    • Von der „sozialen Frage“ zur „sozialen Mündigkeit“. Der Volksverein für das katholische Deutschland und seine Verbandszeitschrift um 1900, in: Michel Grunewald, Uwe Puschner (Hrsg.), Krisenwahrnehmung in Deutschland um 1900 – Zeitschriften als Foren der Umbruchszeit im wilhelminischen Reich / Perceptions de la crise en Allemagne au début du XXe siècle. – Les périodiques et la mutation de la société allemande à l’époque wilhelmienne, Bern 2010, 95-114.
    • Das Pneuma der Kritik, oder: Linkskatholizismus als intellektueller Habitus bei Walter Dirks, in: Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.), Intellektuellen-Götter. Das religiöse Laboratorium der klassischen Moderne, München 2009, 143-161.
    • Französische Katholiken vor der politischen Herausforderung: Die Katholische Aktion in Frankreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: Arnd Bauerkämper, Jürgen Nautz (Hrsg.), Zwischen Fürsorge und Seelsorge. Christliche Kirchen in den europäischen Zivilgesellschaften seit dem 18. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2009, 155-174.
    • Von der ‚Rechristianisierung der Gesellschaft’ zur ‚sauberen Bewältigung der Realität’. Wandlungen im Sendungsbewusstsein katholischer Intellektueller in der frühen Bundesrepublik (1945-1960), in: Franz-Werner Kersting, Jürgen Reulecke, Hans-Ulrich Thamer (Hrsg.), Die Zweite Gründung der Bundesrepublik. Generationswechsel und intellektuelle Wortergreifungen 1945-1975, Stuttgart 2009, 133-152.
    • Kontroverse Zeitgeschichte. Historiker im öffentlichen Meinungsstreit, in: Sabine Horn, Michael Sauer (Hrsg.), Geschichte und Öffentlichkeit. Orte – Medien – Institutionen, Göttingen 2009, 15-23.
    • „Schmissiges Christentum“. Die Wochenzeitung Christ und Welt in der Nachkriegszeit (1948-1958), in: Michel Grunewald, Uwe Puschner (Hrsg.), Das evangelische Intellektuellenmilieu in Deutschland, seine Presse und seine Netzwerke (1871-1963) / Le milieu intellectuel protestant en Allemagne, sa presse et ses résaux (1871-1963), Bern/Berlin/Brüssel 2008, 505-531.
    • zusammen mit Friedrich Wilhelm Graf, Einleitung: Religion und Gesellschaft im Europa des 20. Jahrhunderts, in: dies. (Hrsg.), Religion und Gesellschaft. Europa im 20. Jahrhundert, Köln/Weimar/Wien 2007, 1-41.
    • „Ich selbst bin mit Marx vollkommen fertig“ – oder: warum Foucault Nietzsche liest, in: Gangolf Hübinger, Andrzej Przyłębski, Europäische Umwertungen /Europejskie przewartościowania. Nietzsches Wirkung in Deutschland, Polen und Frankreich, Bern 2007, 95-108.
    • „An das gute Gewissen der Deutschen ist eine Mine gelegt“. Fritz Fischer und die Kontinuitäten deutscher Geschichte, in: Jürgen Danyel, Jan-Holger Kirsch, Martin Sabrow (Hrsg.), 50 Klassiker der Zeitgeschichte, Göttingen 2007, 66-70.
    • Kritik, Kontroverse, Debatte. Historiografiegeschichte als Streitgeschichte, in: Jan Eckel, Thomas Etzemüller (Hrsg.), Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2007, 255-283.
    • Von der „geistigen Offensive“ zur neuen Unauffälligkeit. Katholische Intellektuelle in Deutschland und Frankreich (1910-1960), in: ders., Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.),  Religion und Gesellschaft. Europa im 20. Jahrhundert, Köln/Weimar/Wien 2007, 1-41.
    • Neudeutschland und die katholische Publizistik. Konfessionelle Elitenbildung und kommunikative Netzwerke 1945-1955, in: Michel Grunewald, Uwe Puschner (Hrsg.) Das katholische Intellektuellenmilieu, seine Presse und seine Netzwerke (1871-1963)/Le milieu intellectuel catholique en Allemagne, sa presse et ses réseaux, Bern/Berlin/New York 2006, 483-505.
    • „Bürgerhumanismus“ oder „Staatsräson“. Hans Baron und die republikanische Intelligenz des Quattrocento [wiederveröffentlicht], in: Mario Keßler (Hrsg.), Deutsche Historiker im Exil (1933-1945). Ausgewählte Studien, Berlin 2005, 243-263.
    • Zwischen Mystik und Literaturpolitik. Bernhard Groethuysen auf den Spuren Meister Eckharts, in: François Beilecke, Katja Marmetschke (Hrsg.), Der Intellektuelle und der Mandarin (Festschrift für Hans Manfred Bock), Kassel 2005 , 379-401.
    • Les intellectuels allemands à Pontigny - autour de Ernst Robert Curtius, Heinrich Mann et Bernard Groethuysen, in: François Chaubet, Edith Heurgon, Claire Paulhan (Eds.), S.I.E.C.L.E. 100 ans de rencontres intellectuelles de Pontigny à Cerisy, Paris 2005, 107-116.
    • zusammen mit Martin Sabrow und Ralph Jessen Ralph,Einleitung: Zeitgeschichte als Streitgeschichte, in: dies. (Hrsg.), Zeitgeschichte als Streitgeschichte. Große Kontroversen seit 1945, München 2003, 9-18.
    • Das Gedächtnis und die Melancholie. Geschichtsschreibung als Verlustverarbeitung bei Jules Michelet, in: Burkhard Liebsch, Jörn Rüsen (Hrsg.), Trauer und Geschichte, Köln/Weimar 2001, 223-243.
    • „Die Wissenschaft kann nicht einfach warten, bis sie gefragt wird...“ Geschichtswissenschaft im NS-Staat, in: Carsten Könneker, Arnd Florack, Peter Gemeinhardt (Hrsg.), Kultur und Wissenschaft beim Übergang ins „Dritte Reich“, Marburg 2000, 65-81.
    • Kulturtransfer und intellektuelle Milieus. Bernhard Groethuysen auf dem Weg von Berlin nach Paris, in: Marc Schalenberg (Hrsg.), Kulturtransfer im 19. Jahrhundert, Berlin 1998, 141-152.
    • zusammen mit Jörn Rüsen, Bernhard Hanenkamp und Hans-Günter Schmidt, Geschichtsbewußtsein von Schülern und Studenten im internationalen und interkulturellen Vergleich, in: Bodo von Borries, Jörn Rüsen u.a. (Hrsg), Geschichtsbewußtsein im interkulturellen Vergleich. Zwei empirische Pilotstudien, Pfaffenweiler 1994, 79–206.

    Abschlussarbeiten (Dissertation, Habilitation)

    • Die Stunde der Laien? Katholische Aktion in Deutschland im europäischen Kontext 1920-1960,  Habilitation, Universität Münster. [Eingereicht 2013]

Lehrveranstaltungen

Aktuelles Semester

Übung: Antiparlamentarisches Denken in der Weimarer Republik. Der Fall Carl Schmitt

Mi. 10-12 Uhr, Beginn: 19.4.2017

Carl Schmitt (1888-1985) gilt als der umstrittenste deutsche Staatsrechtler und politische Theoretiker des 20. Jahrhunderts. Der von vielen als ‚Kronjurist’ des Dritten Reichs angesehene Jurist steht wie kein zweiter für die Kritik von Liberalismus und Parlamentarismus. Bereits in der Weimarer Republik hat seine Kritik am bestehenden politischen System Deutschlands die Geister geschieden, zugleich aber auch die Verteidiger der modernen Demokratie zu einem vertieften Verständnis von Parlamentarismus und Rechtsstaatlichkeit angeregt. Schmitts Erbe wirkte bis in die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik fort und hat führende Intellektuelle in Westdeutschland während der 1950er und 1960er Jahre geprägt. In der Übung sollen zentrale Schriften Schmitts gelesen und kritisch diskutiert werden, auch im Hinblick auf gegenwärtige populistische Angriffe auf Parlamentarismus und Rechtstaatlichkeit.

Einführende Literatur: Carl Schmitt, Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus (1923), seitdem mehrere Nachdrucke; ders., Positionen und Begriffe im Kampf mit Weimar – Genf – Versailles, 1923-1939 (1940), seitdem mehrere Nachdrucke; Stefan Breuer, Carl Schmitt im Kontext. Intellektuellenpolitik in der Weimarer Republik, Berlin 2012; Reinhard Mehring, Carl Schmitt – Aufstieg und Fall. Eine Biographie, München 2009.