© CiM - Peter Grewer

Interviewreihe: Im Labor mit ...

Forscherinnen und Forscher in unserem Wissenschaftsverbund untersuchen, wie sich Zellen in Organismen bewegen und verhalten. Bildgebende Verfahren spielen dabei eine bedeutende Rolle. Doch was genau untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche Techniken begeistern sie? Und was bewegt sie abseits ihres Forschungsthemas? Das erzählen sie in unserer Reihe "Laborbesuche".

CiM
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„Mein Kopf ist mein Labor“

© WWU/T. Hauss

Die Mathematikerin Prof. Angela Stevens sieht Mathematik und Biologie als gleichwertige Partner. Sie trägt mit Mathematik dazu bei, biologische Vorgänge besser zu verstehen – beispielsweise die Rolle von Zellbewegung während der Embryogenese.

CiM/sr
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„Lumineszenz. Ein bezauberndes Phänomen“

© CiM / Foto: E. Wibberg

Pharmazeut und Chemiker Prof. Cristian A. Strassert ist begeistert von der Wechselwirkung zwischen Licht und Materie. Als neuer Professor für Koordinationschemie und Molekulare Bildgebung am Exzellenzcluster „Cells in Motion“ entwickelt er unter anderem Strategien, um Erkrankungen mit Licht zu bekämpfen.

CiM/sr
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„Wissenschaft ist kein Selbstzweck“

© WWU/Peter Grewer

Prof. Stephan Ludwig erforscht, wie Viren in eine Zelle gelangen, sich vermehren und dadurch ganze Organismen krank machen. Sein Wunsch ist es, dass sich aus seinen grundlegenden Ergebnissen eines Tages neue Therapien gegen Viruserkrankungen entwickeln lassen.

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„Mich begeistert das große Rätsel Gehirn“

© WWU/Peter Grewer

Um die Frage zu beantworten, wie das Gehirn als Ganzes funktioniert, reicht ein Leben nicht aus. Deshalb beschäftigt sich Prof. Jürgen Klingauf mit den kleinsten Teilen des Gehirns, den Synapsen von Nervenzellen. Sein Ziel: künstliche Synapsen erzeugen und so Nervenzellen-Netzwerke bilden.

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„Die Neugier treibt mich bis heute an“

© MPI Münster

Blutgefäße sind das große Forschungsinteresse von Prof. Ralf Adams. Er untersucht, wie sie sich bilden, mit Gewebe interagieren und sogar das Knochenwachstum beeinflussen. Sein Wunsch ist es, die Erkenntnisse auf Krankheitsmodelle zu übertragen.

CiM/sr
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„Wissenschaft heißt Rätsel lösen“

© CiM/T. Hauss

Prof. Roland Wedlich-Söldner untersucht die Dynamik und Organisation von Zellen. Mithilfe moderner Lichtmikroskope schaut er ihnen „live“ bei der Arbeit zu. Ihm gefällt die Wissenschaft, weil die spannenden Fragen nie ausgehen.

CiM/sr
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„Es gibt keine gescheiterten Experimente“

© EIMI/M. Kuhlmann

Prof. Friedemann Kiefer erforscht, wie sich Lymphgefäße bilden und erhalten bleiben. Dabei blickt er immer wieder über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets und entwickelt neue Ideen. Sein großes Ziel: Beiträge leisten, die sich als dauerhaft tragend erweisen.

CiM/sr
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„Ich forsche, damit Menschen sehen können“

© Witte / Wattendorf

Prof. Nicole Eter arbeitet als Augenärztin und erforscht parallel, welche Mechanismen hinter Netzhauterkrankungen stecken. Ihr großes Ziel ist es, neue Therapieformen zu entwickeln. Besonders faszinieren sie Prozesse, mit denen man Zellalterung aufhalten kann.

CiM/sr
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„Unsere Forschung soll Patienten nutzen“

© WWU/Peter Leßmann

Prof. Johannes Roth erforscht die Ursachen von Entzündungsreaktionen. Viele Jahre arbeitete der Grundlagenforscher parallel als Kinderarzt. Sein großes Ziel: grundlegende Mechanismen entdecken, die in der Klinik zu diagnostischen oder therapeutischen Verfahren führen.

CiM/SiS
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„Sigma-Rezeptoren sind ungewöhnlich!“

© Dziemba

Prof. Bernhard Wünsch ist leidenschaftlicher Medizinischer Chemiker und untersucht Rezeptor-Liganden. Seine zweite Leidenschaft gilt der Ausbildung von Nachwuchsforschern. Sein größter Glücksmoment als Wissenschaftler war der Ruf eines seiner Habilitanden.

CiM/SiS
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„Werden wir irgendwann Herzinfarkte vorhersehen können?“

Prof. Michael Schäfers ist fasziniert von den Möglichkeiten der Positronen-Emissions-Tomographie, mit der sich molekulare Vorgänge im Körperinneren sichtbar machen lassen. Mithilfe dieser Technik möchte er Entzündungsherde darstellen und so beispielsweise besser verstehen, wann es zu Herzinfarkten kommt.

CiM/SiS
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„Wir forschen, um Krebs bei Kindern und Jugendlichen zu heilen“

Kinderärztin Prof. Claudia Rössig ist überzeugt von den Chancen der Immuntherapie krebskranker Kinder. Ihre Forschungsgruppe will T-Zellen von Patienten so verändern, dass sie Krebszellen solider Tumoren gezielt und konsequent erkennen, zerstören oder in Schach halten.

CiM/SiS
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„Zusammen können wir das große Ganze verstehen“

© WWU/Jean-Marie Tronquet

Dr. Britta Trappmann entwickelt synthetische Systeme für die Erforschung des Blutgefäßwachstums. Andere Wissenschaftler interessieren sich bereits für ihr Gewebemodell. Denn mit ihm können sie 3D-Versuche in kontrollierten Umgebungen machen.

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„Die Heilung des Knochens ist faszinierend“

© CiM - Sylwia Marschalkowski

Unfallchirurg Prof. Richard Stange untersucht, wie Knochen heilen. Als Professor für Translationale Regenerative Medizin verbindet er die Grundlagenwissenschaft mit der klinischen Arbeit. Sein Ziel: Die Forschungsergebnisse sollen möglichst Patienten zugutekommen.

CiM/sr
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„Wissenschaft ist wie Puzzle spielen“

© CiM - Heiner Witte

Dr. Sebastian Rumpf mag es, als Wissenschaftler immer noch einmal genauer nachzufragen. Er untersucht, wie sich neuronale Fortsätze zurückbilden. Eines seiner großen Ziele ist es, Anderen die Freude an der Forschungsarbeit zu vermitteln.

CiM/sr
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„Ich mag es, neue Blickwinkel zu finden“

© CiM - Michael Kuhlmann

Was bringt eine Zelle dazu, von A nach B zu wandern? Das möchte Prof. Erez Raz herausfinden. Dabei geht er gerne neue Wege und lässt sich immer wieder überraschen. Und er ist sich sicher: Es ist die Kombination von verschiedenen Feldern, die gute Wissenschaft ausmacht.

CiM/sr
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„Ich ,arbeite‘ nicht – ich lebe meinen Beruf“

© WWU - Peter Grewer

Prof. Christian Klämbt ist Wissenschaftler mit Leib und Seele. Er untersucht Gliazellen, einen der Hauptbestandteile des Gehirns. Sein ganz großes Ziel: verstehen, wie das Gehirn und all seine Wunder funktionieren. Doch er weiß: Das ist ein Ziel, welches nicht so einfach erreicht werden kann.

CiM/sis/dn
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„Wir füllen biomedizinische Bilder mit Sinn“

© CiM - André Stephan

Prof. Xiaoyi Jiang entwickelt Verfahren für die Erstellung und Analyse biomedizinischer Bilder. Damit lässt sich die Bewegung einzelner Zellen oder auch ganzer Organismen „tracken“. Besonders wichtig ist es ihm, elegante Verfahren zu entwickeln, die für eine ganze Reihe von Anwendungen funktionieren.

CiM/sis
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„Jeder einzelne Versuch muss vernünftig sein“

© UKM-Fotozentrale

Prof. Stefan Schlatt gehört zu den wenigen Reproduktionsforschern in Deutschland. Er erforscht die männlichen Fortpflanzungsfunktionen – und dass aus lediglich zwei Zellen ein ganzer Mensch entsteht, begeistert ihn immer wieder.

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„Ich will herausbekommen, wie Spermien die Eizelle finden“

© UKM-Fotozentrale

Prof. Timo Strünker hat sich nach einigen Jahren in der Pharmaindustrie für die Wissenschaft entschieden. Nun erforscht er die Navigationsfähigkeit von Spermien und weiß, dass wir Menschen mit Seeigeln viel gemeinsam haben.

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„Qualität ist die oberste Priorität“

© WWU - Laura Grahn

Prof. Andrea Rentmeister markiert Biomoleküle, insbesondere RNA. Die dafür notwendigen chemischen Reaktionen müssen hochselektiv und besonders schonend sein, denn sie werden an lebenden Zellen durchgeführt. Besonders wichtig ist ihr, immer akkurat zu arbeiten. So lässt sich nämlich auch herausfinden, woran es liegt, wenn einmal etwas nicht klappt.

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„Meine Zeit würde ich am liebsten am Mikroskop verbringen“

© CiM - Jean-Marie Tronquet

Prof. Stefan Luschnig ist ein enthusiastischer Forscher. Sein großes Ziel: Die primären Prozesse der Organentwicklung verstehen und erklären können, wie Zellverbindungen entstehen. Dabei arbeitet der Biologe mit vielen anderen Forschern zusammen, denn er weiß: In einem Leben kann man nicht alles selbst machen.

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„Wissenschaftler haben die Pflicht, Humboldts zentrale Idee hochzuhalten“

© privat

Prof. Ryan Gilmour behält gern das große Ganze im Blick. Daher begeistert ihn auch Humboldts zentrale Idee einer allumfassenden Weltanschauung. Seine „molekularen Designs“ gehören für ihn selbstverständlich dazu. Das sind Biomoleküle, die alle Aspekte des Zellverhaltens steuern.

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„Ich bin durch Zufall zur Wissenschaft gekommen“

Bei Prof. Klaus Schäfers dreht sich alles um das Thema Bewegungskorrektur. Er und sein Team wollen klinische Bilder noch genauer machen. An Verbesserungsideen für die High-Tech-Geräte mangelt es nicht.

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„Wissenschaft ist nur gut, wenn sie auch kreativ ist.“

Prof. Volker Gerke interessiert sich für die Organisation zellulärer Membranen. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht er, wie Membrandynamik den intrazellulären Transport und die Wanderung von Zellen im Verlauf von Entzündungsreaktionen beeinflusst.

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„Ich will Licht so nutzen, dass ganz neue Geräte entstehen“

Prof. Cornelia Denz modelliert Licht und nutzt es etwa, um Zellen im lebenden Organismus oder das Zellinnenleben zu vermessen. Sie kann Licht für viele Fragestellungen in Zellen, aber auch in der Nanotechnologie maßschneidern, und würde am liebsten noch viele weitere Anwendungen mit Licht entwickeln.

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„Ich könnte stundenlang Blutgefäße anschauen“

Prof. Stefan Schulte-Merker ist fasziniert von der Entwicklung von Organen in Zebrafischen. In den wenigen Millimeter großen, durchsichtigen Embryonen beobachtet er, wie sich Knochen, Blut- und Lymphgefäße entwickeln. In der Entwicklung der Ogane sind sich Fische und Menschen gar nicht mal so unähnlich.

CiM/sis
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„Sport für Endothelzellen“

Prof. Hans-Joachim Schnittler fragt sich: Sind trainierte Endothelzellen die resistenteren Zellen? Dieser Frage geht er mit einem internationalen Forschungsteam nach – und mithilfe seines eigens entwickelten Flow-Systems.