News & Themen

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© AG Rentmeister

Biochemiker nutzen neues Werkzeug, um mRNA mit Licht zu kontrollieren

Forschende um die Biochemikerin Prof. Dr. Andrea Rentmeister haben herausgefunden, dass sie unter Verwendung von sogenannten FlashCaps erfolgreich die Translation von mRNA (Boten-Ribonukleinsäure) mit Licht steuern können. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Nature Chemistry" erschienen.

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© Maximilian Rüttermann / AG Gatsogiannis

7,5 Millionen Euro für Kryo-Elektronenmikroskopie

Ein Schub für die Forschung mit bildgebenden Methoden: Nach einer Bewilligung durch die DFG erhalten Forschende um den Strukturbiologen Prof. Dr. Christos Gatsogiannis eine Geräteausstattung für Hochleistungs-Kryo-Elektronenmikroskopie. Zahlreiche Arbeitsgruppen an der WWU werden dieses Instrumentarium nutzen, um molekulare Prozesse in Zellen sichtbar zu machen und Partikel wie Viren dreidimensional zu untersuchen.

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Neuer Sonderforschungsbereich untersucht die Biologie von Immunzellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den neuen SFB/TRR 332 „Neutrophile Granulozyten: Entwicklung, Verhalten und Funktion“ bewilligt. Der Verbund vereint Forscherinnen und Forscher der drei antragsstellenden Universitäten Münster (Sprecher: Prof. Dr. Oliver Söhnlein), München und Duisburg-Essen sowie Kooperationspartner aus Dresden und Dortmund.

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© WWU/Münster View

„ERC Advanced Grants“ für Lydia Sorokin und Christian Weinheimer

Zwei Mitglieder von „Cells in Motion“ erhalten eine bedeutende Auszeichnung des Europäischen Forschungsrats. CiM-Sprecherin Prof. Dr. Lydia Sorokin wird mit der Millionenförderung Bestandteile der Blut-Hirn-Schranke in 3D-Modellen nachbilden, um Faktoren zu untersuchen, die deren Durchlässigkeit für Immunzellen beeinflussen. Der Teilchenphysiker Prof. Dr. Christian Weinheimer arbeitet an Messungen zu hypothetisch vorhergesagten Teilchen, aus denen Dunkle Materie bestehen könnte. 

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© WWU/Erk Wibberg

Beruf: Ärztin und Wissenschaftlerin

Die Medizinerin Nadine Heiden bildet sich zur Fachärztin weiter und ist gleichzeitig in der Forschung aktiv. „Ich wollte schon immer beides“, sagt sie – und von einer engen Verbindung können Forschung und Krankenversorgung nur profitieren. Doch die doppelte Qualifizierung ist fordernd. Nadine Heiden gibt Einblicke, wie dieser Schritt für sie funktioniert.

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© Studiotouch – stock.adobe.com

Taufliegen passen Aktivität an "weiße Nächte" an

Taufliegen mit einer neuen Variante eines "Uhr-Gens" verbreiten sich in Richtung Norden. Ein Team um die Neurobiologen Prof. Dr. Ralf Stanewsky und Dr. Angélique Lamaze von der WWU hat nun eine Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.

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© WWU/AG Stanewsky

Neue Erkenntnisse zur inneren Uhr bei Taufliegen

Die meisten Lebewesen haben eine innere Uhr, die den Schlaf-wach-Rhythmus steuert. Dieser dauert ungefähr einen Tag („zirkadian“), wird durch verschiedene „Uhr-Gene“ getaktet und mit Faktoren wie Licht und Temperatur abgeglichen. Ein Team um den Neurobiologen Prof. Dr. Ralf Stanewsky hat bei der Taufliege nachgewiesen, dass ein bestimmtes Ionen-Transportprotein ("KCC") bei der Steuerung des zirkadianen Rhythmus durch Licht eine Rolle spielt.

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© MPI

„ERC Consolidator Grant“ für den Biologen Ivan Bedzhov

Der Biologe Dr. Ivan Bedzhov, Forschungsgruppenleiter am münsterschen MPI und Mitglied mehrerer Forschungsverbünde der WWU, erhält eine Förderung des Europäischen Forschungsrates in Höhe von zwei Millionen Euro über fünf Jahre. Mit der Förderung erforscht er, wie Säugetierembryos ihre Lebensfähigkeit und ihr Entwicklungspotenzial über längere Zeiträume in einem Zustand des Scheintodes bewahren.

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© WWU /Laura Grahn

Biochemikerin Andrea Rentmeister erhält „ERC Proof of Concept Grant“

Die Biochemikerin Prof. Dr. Andrea Rentmeister hat einen mit 150.000 Euro dotierten „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats erhalten. Gemeinsam mit dem Wirtschaftschemiker Prof. Dr. Jens Leker lotet sie nun aus, wie es gelingen kann, ein von ihr entwickeltes Verfahren zur Aktivierung von mRNA marktfähig zu machen. Das Verfahren ermöglicht, biochemische Prozesse im Inneren lebender Zellen mithilfe von Licht zu steuern.

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© WWU/AG Kümmel

Erste 3D-Struktur von Regulator-Protein aufgedeckt

Forschende um den Biochemiker Prof. Dr. Daniel Kümmel von der WWU Münster haben in Kooperation mit Kollegen vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund die Struktur des Proteinkomplexes „Mon1/Ccz1“ aufgeklärt, der ein wichtiger Regulator bei zellulären Abbauprozessen ist. Der Komplex gehört zu einer Familie von Regulatoren, die in vielfältige zelluläre Vorgänge eingebunden sind und für die bisher noch keine strukturellen Informationen vorlagen.

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© WWU/Erk Wibberg

TV-Beitrag: Bakterien im Körper sichtbar machen

In der Sendung „Planet Wissen“ der Fernsehsender WDR, SWR und ARD-alpha haben die Chemiedoktorandin Felicitas Landau und der Nuklearmediziner Prof. Dr. Michael Schäfers Einblicke in ihre Forschung gegeben. Als Teil eines interdisziplinären Teams arbeiten sie daran, Bakterien bildgebend darzustellen. Der Beitrag (ab Minute 7:46) ist Teil einer Reportage über die Stadt und die Uni Münster und bis Anfang 2027 in der Mediathek zu finden.

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© WWU/Thomas Hauss

„Ich wusste schon als Kind, dass ich Wissenschaftlerin werden möchte“

Die Biochemikerin Prof. Dr. Lydia Sorokin erforscht, wie Proteinstrukturen, die Zellen in Geweben umgeben, deren Funktion beeinflussen. Im Interview erzählt sie über ihre Arbeit als Wissenschaftlerin, die Liebe zur Natur und digitale Formate für den Austausch mit internationalen Kolleginnen und Kollegen.

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© WWU/CiM - S. Kudruk, S. Pottanam Chali, B.J. Ravoo, V. Gerke/Adv Sci 2021

Wissenschaft am Weihnachtsbaum

Erkennen Sie wieder, was in diesem Jahr auf unserer Weihnachtskugel leuchtet? Alle Jahre wieder gibt sie mit einem Bild aus der Forschung Einblicke in das Innere von Zellen und Organismen. Mit bildgebenden Verfahren machen Wissenschaftler Strukturen und Vorgänge sichtbar, die dem Auge normalerweise verborgen bleiben, und untersuchen, wie sich Zellen in Organismen verhalten. Wir wünschen viel Freude mit den Infos zum Bild und unseren Vorlagen zum Baumschmuck-Basteln. Fröhliche Weihnachten und ein gutes Jahr 2022!

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© WWU/Doris Niederhoff

„Du musst selbst davon überzeugt sein, dass du gleichwertig bist“

Dr. Noelia Alonso Gonzalez ist seit Kurzem Professorin für Makrophagenbiologie an der WWU. Ihr Karrieresprungbrett war ein Programm des Forschungsnetzwerks „Cells in Motion“, das darauf zielte, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Im Video spricht die Forscherin und Mutter über ihren Karriereweg, internationale Mobilität und Gleichberechtigung.

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© privat / WWU/Jean-Marie Tronquet

Millionenförderung für Sonderforschungsbereich zu dynamischen zellulären Grenzflächen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den seit 2018 laufenden SFB 1348 „Dynamische zelluläre Grenzflächen: Bildung und Funktion“ der WWU für weitere vier Jahre mit rund 10 Millionen Euro. Der Verbund erforscht molekulare Mechanismen an Kontaktstellen zwischen Zellen, die die Zelldifferenzierung sowie die Entwicklung und Funktion von Geweben regulieren.

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© WWU/AG Sebastian Rumpf

Ausreichende Energieversorgung für die Nervenentwicklung entscheidend

Ein interdisziplinäres Forschungsteam um den Biologen Dr. Sebastian Rumpf von der WWU Münster untersuchte am Beispiel der Taufliege, ob für den Abbau von Nervenverbindungen, der bei den Fliegen während der Metamorphose stattfindet, Energie benötigt wird.

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© WWU/Sophie Pieper

„Wir brauchen eine Entmystifizierung des KI-Begriffs“

Der Informatiker Prof. Dr. Benjamin Risse spricht im WWU-Podcast über künstliche Intelligenz. Großes Potenzial sieht er bei Anwendungen in der medizinischen Diagnostik: „Hier werden wir sicher in den kommenden Jahren noch einige Überraschungen erleben.“ Den Begriff Künstliche Intelligenz hält er für problematisch. „Besser wäre es, von ‚Mustererkennung‘ zu sprechen. Die Erwartungshaltung ist in diesem Fall eine völlig andere“, sagt er.

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© WWU/Nicole Pogodalla, Christian Klämbt

Forscher weisen Barriere im Inneren des Fliegengehirns nach

Ein Forscherteam um den Biologen Prof. Dr. Christian Klämbt von der WWU Münster hat nachgewiesen, dass es neben der bereits bekannten Blut-Hirn-Schranke eine zweite Barriere im Gehirn von Taufliegen gibt, die ebenfalls die räumliche Trennung von funktionellen Reaktionsräumen gewährleistet. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.

WiS
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© WiS

“I feel that being a scientist is the best profession ever”

Nachwuchswissenschaftlerinnen des Cells in Motion Interfaculty Centers sprachen mit Prof. Sara Wickström – die gerade als Direktorin ans Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster berufen wurde – über ihren Karriereweg, Herausforderungen an Wissenschaftlerinnen und Voraussetzungen für eine erfolgreich geführte Forschungsgruppe. Das Interview ist auf Englisch erschienen.

pug/Göttingen
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© Sebastian Hurst

Mit optischer Pinzette den Lebenszyklus der Zelle erfühlen

Forschende der Unis Göttingen und Münster um den Biophysiker Prof. Dr. Timo Betz haben mit Hilfe einer optischen Pinzette die mechanischen Eigenschaften von Zellen während der Zellteilung untersucht. Sie fanden heraus, dass die Zellen in ihrem Inneren weicher und flüssiger werden, und die Aktivität innerhalb der Zelle abnimmt, während die Hülle steifer und runder wird. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Physics“ erschienen.

CiM
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Zellmarkierungsmethode aus der Mikroskopie für die PET-Bildgebung umgesetzt

Wissenschaftler um die Biochemikerin Prof. Dr. Andrea Rentmeister und den Nuklearmediziner Prof. Dr. Michael Schäfers haben erstmals mit der sogenannten SNAP-tag-Technologie Zellen radioaktiv und im lebenden Organismus markiert. Die Methode eröffnet die Perspektive, Zellen mit unterschiedlichen Bildgebungsverfahren und in verschiedenen zeitlichen Stadien zu untersuchen. Die Studie ist in „Chemical Communications“ erschienen.

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© Schafflick D, Wolbert J, Heming M et al./Nat Neurosci 2021

B-Zellen des Immunsystems in der Hirnhaut entdeckt

Wissenschaftler um den Neurologen Dr. Gerd Meyer zu Hörste haben untersucht, welche weißen Blutkörperchen das Gewebe bevölkern, das das Gehirn umgibt. Sie entdeckten, dass sich B-Zellen und ihre Vorläufer in der äußeren Hirnhaut ansiedeln und entwickeln. Die Zellen könnten dort spezielle Funktionen des Immunsystems erfüllen und eine Rolle bei entzündlichen Hirnerkrankungen spielen. Die Studie ist in „Nature Neuroscience“ erschienen.

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© WWU/Sophie Pieper

Förderung für Medical Scientists Kolleg an der WWU

Die Universität Münster erhält ein "Medical Scientists Kolleg" auf dem Gebiet "Dynamik von Entzündungsreaktionen". Das Kolleg unterstützt promovierte Wissenschaftler und stärkt die Zusammenarbeit zwischen naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung und der Anwendung bei Patienten. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Forschungsprogramm vier Jahre lang mit einer Million Euro.

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© Kudruk & Pottanam Chali et al./Adv Sci 2021 (modified colours)

Eine neue Art bioinspirierter Wirkstofftransporter

Ein Team um den Chemiker Prof. Dr. Bart Jan Ravoo und den Biochemiker Prof. Dr. Volker Gerke hat Nanocontainer aus Zucker- und Eiweißkomponenten entwickelt. Diese nutzen natürliche Prozesse, um Substanzen in Zellen zu bringen, für die die Zellmembran normalerweise undurchlässig ist – beispielsweise markierte Substanzen zur Untersuchung von Zellfunktionen oder Medikamente. Die Studie ist in „Advanced Science“ erschienen.

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© Liu et al./Nat Comm 2021

Erstes künstliches Gewebemodell, in dem Blutgefäße wachsen

Forscher um die Biomedizin-Ingenieurin Dr. Britta Trappmann haben ein Zellkultursystem entwickelt, in dem sich erstmals in einem Gerüst aus künstlichen Materialien ein funktionsfähiges Blutgefäßsystem bildet. Das Team untersucht, welche Materialeigenschaften die Gefäßbildung fördern – ein Schritt auf dem Weg zur Zukunftsvision implantierbarer künstlicher Gewebe. Die Studie ist in „Nature Communications“ erschienen.