Neuberufene im Jahr 2025

Prof. Dr. Daniela Bartels
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Prof. Dr. Daniela Bartels
(Fachbereich Musikhochschule)

Daniela Bartels ist Professorin für Musik und ihre Didaktik am Institut für Musikpädagogik. Ihr Studium der Fächer Musik und Englisch für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen schloss sie 2009 an der Musikhochschule und der Universität Hannover ab. Es folgten vier Jahre schulische Praxis als Referendarin und Musik- und Englischlehrerin an der Clay-Schule in Berlin-Neukölln. Von 2013 bis 2017 war Daniela Bartels wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Musikhochschule in Weimar. In ihrer Promotion bearbeitete sie die Frage, welchen Wert ethische Konzeptionen eines „guten Lebens“ für die Musikpädagogik haben. Zeitgleich gründete und leitete sie den Popchor „zimmmt“ in Berlin, dessen Mitglieder bis heute künstlerische Mitbestimmung und Chorsingen ohne Dirigat praktizieren. Von 2017 bis 2019 lehrte Daniela Bartels als akademische Rätin an der Universität zu Köln und entwickelte dort das Konzept einer demokratischen Chorleitung weiter. Von 2019 bis 2022 hatte sie eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin inne, in der sie möglichen Verbindungen zwischen Ethik und Musikpädagogik nachging und den Podcast „Mehr als Töne – Musikpädagogik und Gesellschaft“ ins Leben rief. Von 2022 bis 2025 war Daniela Bartels als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Musikhochschule Lübeck tätig. Dort lehrte sie Community Music, partizipatives Gruppenmusizieren und gestaltete die Weiterbildung „Musik in der sozialen Arbeit“ mit.

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Prof. Dr. Antonia Eder
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Prof. Dr. Antonia Eder
(Fachbereich Philologie)

Antonia Eder ist seit dem 1. April 2025 Professorin für neuere deutsche Literatur am Germanistischen Institut. Zuvor hatte sie mehrere Vertretungs- und Gastprofessuren inne, unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Bonn sowie an der Freien Universität Berlin, wo sie im Sommersemester 2024 die Professur für neuere deutsche Literatur am Institut für deutsche und niederländische Philologie vertrat. Von April 2023 bis März 2024 nahm sie eine Professurvertretung am Institut für Germanistik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wahr. 2022 war sie Fellow am Erich-Auerbach-Institut für Advanced Studies der Universität zu Köln und 2019 Fellow der Klassik Stiftung in Weimar. Ihre akademische Laufbahn führte sie unter anderem als Oberassistentin an die Universität Genf sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin ans KIT (2014 bis 2023), als Research Fellow ans German Department der University of Chicago und die Universität Konstanz. Ihre Promotion schloss sie an der Universität Tübingen mit der Dissertation „Der Pakt mit dem Mythos. Hugo von Hofmannsthals zerstörendes Zitieren von Nietzsche, Bachofen, Freud“ ab. Mit einer Habilitation zum Thema „Indiz. Entstehung einer Erzählordnung in Recht, Literatur und Semiotik (1740-1820)“ qualifizierte sie sich wissenschaftlich weiter.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der wissenschaftsgeschichtlichen Grundierung und medialen Vermittlung von Erkenntnis, insbesondere im Spannungsfeld von Literatur, Recht, Semiotik, Psychologie und Forensik. Weitere Schwerpunkte liegen auf kulturwissenschaftlichen und literaturgeschichtlichen Fragen, Antikerezeption, literarischer Ästhetik und Ethik sowie auf geschlechter- und gattungstheoretischen Perspektiven, die ebenfalls eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit spielen.

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Prof. Dr. Ulrike Freywald
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Prof. Dr. Ulrike Freywald
(Fachbereich Philologie)

Prof. Dr. Ulrike Freywald lehrt und forscht am Germanistischen Institut. Nach dem Studium der Germanistischen Linguistik, Historischen Linguistik sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Berlin und Wien promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zur Satzverknüpfung. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam und wechselte anschließend an die TU Dortmund auf die Professur für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt Grammatik und Fachdidaktik.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich vor allem mit Grammatik, gesprochener Sprache und Sprachvariation. Hier interessieren sie insbesondere strukturelle Aspekte, wie beispielsweise unterschiedliche Wortreihenfolgen in Sätzen, Wortverdopplungen (etwa „Freundfreund“ oder „jetztjetzt“) sowie systematische Auslassungen von sprachlichen Ausdrücken. Im Mittelpunkt stehen dabei die Alltagssprache sowie kommunikative Praktiken im städtischen Raum, unter anderem im Ruhrgebiet und in Berlin. Dazu gehören Untersuchungsgegenstände wie Aufschriften auf Schildern, Spitznamen für Straßen und Plätze oder Verkaufsgespräche auf einem Wochenmarkt. Mit Partnern in Dortmund, Genua und Shenzhen erforscht sie Facetten der Mehrsprachigkeit in (post-)industriellen Metropolregionen in Europa und China.

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Prof. Dr. Ora Hazak
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Prof. Dr. Ora Hazak
(Fachbereich Biologie)

Seit Januar 2025 ist Ora Hazak Professorin am Institut für Pflanzenbiologie und Biotechnologie, wo sie im Rahmen der Maria-Sibylla-Merian-Pro­fes­sur eine Arbeitsgruppe zur Kommunikation zwischen Pflanzenzellen leitet. Das Studium der Molekularbiologie der Pflanzen absolvierte sie an der Universität Tel Aviv, wo sie auch den Bachelor- und Doktortitel erwarb. Die anschließende Postdoktorandenausbildung erfolgte an der Universität Lausanne in der Schweiz. Seit 2002 ist Ora Hazak in der Forschung tätig und lehrte seit 2012 an der Universität Tel Aviv sowie später an den Universitäten Lausanne und Freiburg. Von 2019 bis 2024 leitete sie eine Forschungsgruppe am Department für Biologie an der Universität Freiburg. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Signalen in den Wurzeln von Pflanzen. Ora Hazak untersucht die Kommunikation zwischen den Zellen, die in Wurzeln von abgesonderten Peptiden und Rezeptoren gesteuert wird.

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Prof. Dr. Robert Hein
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Prof. Dr. Robert Hein
(Fachbereich Chemie und Pharmazie)

Robert Hein ist seit April 2025 Juniorprofessor für Chemie am Organisch-Chemischen Institut, wo er im Rahmen eines Liebig-Stipendiums und eines NRW-Rückkehrstipendiums eine Nachwuchsgruppe leitet. Sein Studium der Chemie absolvierte er an der Jacobs University Bremen. Im Anschluss wurde er mit einer Arbeit zum Thema „Elektrochemische Detektion von Anionen in Lösung und an Oberflächen“ an der University of Oxford (Großbritannien) promoviert. Nach seiner Promotion war er zunächst von 2020 bis 2022 als Postdoc an der University of Oxford tätig. Von 2022 bis 2024 forschte er als Marie Skłodowska-Curie-Stipendiat an der University of Groningen (Niederlande).

In seiner Forschung beschäftigt sich Robert Hein mit der Synthese und Analyse von neuen Molekülen, die auf elektrische Stimulation reagieren und dabei zum Beispiel reversibel ihre Farbe, Fluoreszenz oder Geometrie ändern. Diese sogenannten Redoxschalter werden in seiner Arbeitsgruppe sowohl für die Grundlagenforschung als auch Konzept-Anwendungen untersucht. Dies umfasst unter anderem Sensorik, molekulare Maschinen, Energiespeicherung und vor allem schaltbare Materialien. Durch die Integration von Redoxschaltern in verschiedene Materialien wie Polymere, Gele, Oberflächen oder Nanopartikel können die molekularen Schalteigenschaften auf die makroskopische Ebene übertragen und damit zum Beispiel elektrochrome Werkstoffe oder adaptive Aktuatoren für soft robotics erzeugt werden.

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Prof. Dr. Sabine Huy
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Prof. Dr. Sabine Huy
(Fachbereich Geschichte/Philosophie)

Sabine Huy ist seit Oktober 2025 Juniorprofessorin für klassische Archäologie mit dem Schwerpunkt für griechische Archäologie. Sie studierte in Kiel, Rom und Berlin und wurde 2015 an der Freien Universität Berlin promoviert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie an den archäologischen Instituten der Universitäten Bochum, Hamburg und Kiel tätig. Forschungsstipendien führten sie an das Einstein Center Chronoi Berlin sowie an das Deutsche Archäologische Institut in Rom. Sie war zudem an Feldforschungen in der Türkei und Russland beteiligt und arbeitet derzeit in Griechenland.

Im Zentrum ihrer  Forschung steht das Verständnis langfristiger gesellschaftlicher Transformationsprozesse in der Antike. Dabei leiten sie zwei grundlegende Fragen: Wie organisierten Menschen ihr Zusammenleben? Wodurch vollzog sich gesellschaftlicher Wandel? Sabine Huy arbeitet mithilfe von mikroregionalen Fallstudien, insbesondere aus dem Schwarzmeerraum und der südöstlichen Ägäis der Zeit zwischen dem 7. und 1. Jahrhundert v. Chr.. Ihr besonderes Interesse gilt dabei den wechselnden Rollen und Bedeutungen von Objekten. Aktuell forscht Sabine Huy zu Wirtschaftsstrukturen und Austauschnetzwerken in Ionien mit dem Schwerpunkt auf Milet und Samos in klassischer und hellenistischer Zeit. Auf der Grundlage archäologischer Feldforschung sowie der Auswertung unterschiedlicher materieller Datensets untersucht sie Entwicklungen der Besiedlungsdichte, das Zusammenspiel von lokaler Selbstversorgung (Subsistenz) und externen Versorgungssystemen sowie regionale und überregionale Arbeits- und Handelsverflechtungen.

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Prof. Dr. Selina Kathleen Jorch
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Prof. Dr. Selina Kathleen Jorch
(Medizinische Fakultät) 

Selina Jorch ist seit April 2025 Juniorprofessorin für “Pathophysiology and plasticity of inflammation, infection and resolution” an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Sie studierte im Bachelor Biologie an der Universität Gießen und im Master molekulare Biomedizin an der Universität Münster, an der sie 2015 ihre naturwissenschaftliche Promotion in der Immunologie abschloss. Anschließend arbeitete sie für vier Jahre als Postdoktorandin am Snyder Institute an der kanadischen Universität Calgary, bevor sie eine Nachwuchsgruppe im Exzellenzcluster „Immunosensation2“ an der Universität Bonn leitete.

Im Mittelpunkt der Forschung von Selina Jorch stehen Monozyten, Makrophagen und neutrophile Granulozyten in verschiedenen Organen. Ziel ist es, die Dynamik des Immunsystems im Zusammenhang mit klinisch relevanten Erkrankungen besser zu verstehen. Der Fokus liegt dabei auf der direkten Visualisierung des Verhaltens von Immunzellen und deren Funktionen während Entzündungen, Infektionen und deren Auflösung. Dabei kommen insbesondere mikroskopische Technologien wie Laser-Scanning-Konfokal und 2-Photonen zum Einsatz. 

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Prof. Dr. Diana Khoromskaia
(Fachbereich Physik)

Diana Khoromskaia lehrt und forscht seit März 2025 am Institut für Theoretische Physik. Sie erlangte Master-Abschlüsse in Physik an der Universität Heidelberg und in Complexity Science an der britischen University of Warwick. Mit einem Doktorandenstipendium vom Engineering and Physical Sciences Research Council UK promovierte sie in Physik, ebenfalls an der University of Warwick, zur Theorie von aktiven Flüssigkristallen. Darauf folgten zwei Postdoc-Aufenthalte am Francis Crick Institute in London und am University College in London. An der Universität Münster ist ihre neue Nachwuchsforschungsgruppe von dem NRW-Rückkehrprogramm unterstützt und am Centre for Soft Nanoscience angesiedelt.

In ihrer Forschung befasst sie sich mit der theoretischen Physik von lebender Materie – also weiche biologische Materialien. Dabei umfasst ihre Arbeit die Entwicklung von Modellen und Simulationsmethoden, um mechano-chemische Musterbildung, Transportprozesse und dynamische Verformungen beispielsweise im sogenannten Cytoskelett von einzelnen Zellen oder in dünnen Gewebeschichten besser zu verstehen – oft in enger Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Biologie. Ein Fokus liegt darauf, Prinzipien der Selbstorganisation dieser aktiven Systeme aufzudecken, die sich fernab vom thermischen Gleichgewicht befinden. In Zukunft können diese Mechanismen als Ansatz dienen, um komplexe Strukturen auch in Organen aus dem Labor oder in synthetischen aktiven Materialien zu erzeugen und zu steuern.

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Prof. Dr. Florian Kurpicz
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Prof. Dr. Florian Kurpicz
(Fachbereich Mathematik und Informatik)

Florian Kurpicz leitet seit Oktober 2025 die Arbeitsgruppe Algorithmen und Datenstrukturen am Institut für Informatik. Er hat an der Technischen Universität Dortmund Informatik studiert und dort im selben Fach über Index-Datenstrukturen für die effiziente Mustersuche in Texten promoviert. Nach seiner Promotion wechselte er ans Institut für Theoretische Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wo er die Teilgruppe Datenstrukturen leitete.

Florian Kurpicz setzt seine Forschung an skalierbaren Datenstrukturen für die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen fort. Ziel ist es, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen: Die Arbeitsgruppe entwickelt Algorithmen und Datenstrukturen, die sich in realen Anwendungen bewähren und zugleich theoretische Worst-Case-Garantien bieten. Im Fokus stehen grundlegende Probleme wie Sortieren, verlustfreie Kompression und der effiziente Zugriff auf (komprimierte) Daten. Anwendungen findet seine Forschung beispielsweise in der Mustersuche der Datenanalyse sowie in der Visualisierung von Segmentierungsvolumina.

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Prof. Dr. Julia Kurth
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Prof. Dr. Julia Kurth
(Fachbereich Biologie)

Julia Kurth arbeitet seit März 2025 am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie. Nach ihrem Studium der Biologie und Mikrobiologie an der Universität Bonn promovierte Julia Kurth 2017 in Bonn über Enzyme des bakteriellen Schwefelstoffwechsels. Anschließend arbeitete sie als Postdoc in den Niederlanden, an den Universitäten in Nijmegen und Wageningen. Während ihrer Postdoc-Zeit etablierte sie ihre Forschung zu neuen Stoffwechselwegen in Archaeen, Mikroorganismen, der dritten Domäne des Lebens, die bereits seit Milliarden von Jahren eine wichtige Rolle in verschiedenen Stoffkreisläufen der Erde spielen. Bevor sie den Ruf nach Münster annahm, leitete sie ab 2022 die Gruppe „Mikrobielle Physiologie“ am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde der Universität Marburg.

Im Fokus ihrer Forschung stehen anaerobe Bakterien und Archaeen, also Mikroorganismen, die ohne Sauerstoff leben. Die Kombination von Stoffwechselphysiologie, Proteinbiochemie, Molekularbiologie und Umweltmikrobiologie soll ein besseres Verständnis bestimmter mikrobieller Stoffwechselwege, der beteiligten Proteine und der Umweltrelevanz der entsprechenden Mikroorganismen fördern. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung von Stoffwechselwegen von Archaeen, die an der Produktion der Treibhausgase Methan und Kohlenstoffdioxid beteiligt sind. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel ist es von großer Bedeutung, die an der Produktion von Treibhausgasen beteiligten Prozesse und Mikroorganismen zu identifizieren und zu verstehen. Ein Hauptziel von Julia Kurth ist die Entdeckung bisher verborgener Substrate, die von anaeroben Archaeen und Bakterien genutzt werden und eine bislang übersehene Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf und bei der Treibhausgasproduktion spielen.

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Prof. Dr. Nicolas Legewie
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Prof. Dr. Nicolas Legewie
(Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften)

Nicolas Legewie studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er auch an der Berlin Graduate School of Social Sciences promovierte. Postdoc-Stellen, Forschungsaufenthalte und Lehrtätigkeiten führten ihn an das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die University of Pennsylvania, die City University of New York, die Stony Brook University, die Columbia University und die Universität Erfurt. Von Oktober 2023 bis September 2024 vertrat er die Professor für Forschungsmethoden am Institut für Soziologie der Universität Münster. Im Juni 2025 hat er hier die ständige Professor angetreten.

Seine Forschung konzentriert sich auf die Weiterentwicklung und Nutzung empirischer Forschungsmethoden, insbesondere auf Videodatenanalyse und computergestützte Bildverarbeitung in den Sozialwissenschaften. Inhaltlich untersucht er das Zusammenspiel von sozialer Ungleichheit und künstlicher Intelligenz, vor allem in den Bereichen Migration, Integration und Bildung. Ein aktuelles Projekt befasst sich mit den Einstellungen der Bevölkerung zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Ein weiteres nutzt Audit-Studien, um politische Tendenzen großer Sprachmodelle (LLMs) zu analysieren und so zum Verständnis von KI-Systemen beizutragen, die Informationssuche, Kommunikation und Inhaltsproduktion weltweit prägen. Ein drittes Projekt setzt Videoaufnahmen und Computer Vision ein, um Vermeidungsverhalten im öffentlichen Raum zu erforschen und neue Einblicke in alltägliche Interaktionen und soziale Grenzen zu gewinnen.

An der Universität Münster baut Nicolas Legewie das Visual Analytics Research Lab (VARL) auf, das computergestützte Verfahren zur Analyse sozialer Interaktionen einsetzt und darauf abzielt interdisziplinäre Forschungsprojekte innerhalb und außerhalb der Universität zu entwickeln.

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Prof. Dr. Aliyah El Mansy
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Prof. Dr. Aliyah El Mansy
(Evangelisch-Theologische Fakultät)

Aliyah El Mansy ist seit Oktober 2025 Professorin für Bibelwissenschaften und ihre Didaktik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Wuppertal, Leipzig, Jerusalem und Marburg promovierte und habilitierte sie im Fach Neues Testament an der Philipps-Universität Marburg. Dort arbeitete sie von 2009 bis 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin, inklusive eines Forschungsaufenthalts an der kanadischen University of Toronto. Danach arbeitete sie als Vikarin und Pfarrerin in der Nähe von Gießen bis 2025.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen diversitätsbewusste Exegese und antike Wirtschafts- und Sozialgeschichte. In ihrer Promotion beschäftigte sie sich mit Identitäts- und Abgrenzungsprozessen durch verschiedene Heiratsstrategien in der Bibel und der antiken Umwelt. In ihrer Habilitationsschrift geht es um die theologische und sozialgeschichtliche Kontextualisierung literarischer Stereotypen von Abgaben- und Zollpersonal in den Evangelien. Mit ihrem Fokus auf Fragestellungen zu Gender, Ökonomie, Intersektionalität und Identität will sie einen Beitrag zu einer historisch fundierten Exegese mit Gegenwartsbezug leisten. Zudem will sie die Studierenden dazu befähigen, biblische Texte kritisch und verantwortungsvoll auszulegen und deren aktuelle Relevanz zur Geltung zu bringen.

Zur Evangelisch-Theologischen Fakultät

Prof. Dr. Muriel Moser-Gerber
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Prof. Dr. Muriel Moser-Gerber
(Fachbereich Geschichte/Philosophie)

Muriel Moser-Gerber ist seit Oktober 2025 Professorin für römische Geschichte am Seminar für Alte Geschichte. Sie studierte im Bachelor und Master Classics an der University of Cambridge und schloss ihre Promotion 2013 dort mit Auszeichnung ab. Anschließend war sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, ab 2013 als akademische Rätin auf Zeit am Historischen Seminar (Abteilung für Alte Geschichte) der Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig, wo sie zwischen 2015 bis 2018 auch Projektleiterin des Teilprojekts „Vergangenheit als politische Ressource: Erinnern als Strategie in Griechenland unter römischer Herrschaft“ im Sonderforschungsbereich „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ war. In Frankfurt fertigte sie auch ihre Habilitation „Athens and its Roman Benefactors. From Atticus to Nero (86 BC to AD 68)” an. Forschungsaufenthalte führten sie nach Paris, Köln, Cambridge und Yale, zudem war sie von 2019 bis 2022 Fellow der Johanna Quandt Young Academy. Derzeit ist sie im Vorstand der Mommsen-Gesellschaft.

Muriel Moser-Gerber forscht zu verschiedenen Aspekten der römischen Herrschaft und imperialen Machtausübung in der römischen Antike. Dafür nimmt sie unter anderem Griechenland in römischer Zeit in den Blick, etwa anhand von Erinnerungsstrategien und den Positionierungen der dortigen Städte. Auch beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von Kaiser und Senat und den Städten Rom und Konstantinopel in der Spätantike. Darüber hinaus liegen ihre Schwerpunkte in der römischen Epigraphik und in der Frauengeschichte: Aktuell widmet sie sich öffentlichen Sprechakten und damit verbundenen Dynamiken der Macht sowie Frauen als Akteurinnen in der antiken Wirtschaft.

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Prof. Dr. Jens Paschmann
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Prof. Dr. Jens Paschmann
(Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Jens Paschmann lehrt und forscht seit Oktober 2025 als Juniorprofessor für Marketing Analytics am Marketing Center Münster (MCM). Nach seinem Bachelor- und Masterstudium der Psychologie promovierte er im Fach Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Universität zu Köln. Während seiner Promotionszeit absolvierte er zudem einen Forschungsaufenthalt an der University of New South Wales in Sydney.

In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Schnittstelle von Marketing Analytics, künstlicher Intelligenz und dem Verhalten von Konsumenten. Im Zentrum stehen datengetriebene Analysen, mit denen er das Zusammenspiel zwischen Technologie und Kunden untersucht.

Er erforscht unter anderem, wie KI-Systeme Entscheidungen beeinflussen, welche Auswirkungen algorithmische Prozesse auf Vertrauen und Kontrolle im Konsum haben und wie datenbasierte Erkenntnisse für das Marketing genutzt werden können. Methodisch bedient er sich dabei moderner Verfahren der Kausalanalyse, bayesianischer Statistik und des maschinellen Lernens. Für seine Forschung wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem HORIZONT-Dissertationspreis (2023), dem Add-on-Fellowship der Joachim-Herz-Stiftung für interdisziplinäre, praxisrelevante Forschung (2023) sowie einer Ehrung seiner Dissertation durch das Psychology of Technology Institute. An der Universität Münster baut er die Juniorprofessur für Marketing Analytics auf, die datenbasierte quantitative Analysen mit psychologischer Konsumentenforschung verbindet.

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Prof. Dr. Julian Roelle
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Prof. Dr. Julian Roelle
(Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft)

Julian Roelle leitet die Arbeitseinheit „Lernpsychologische Voraussetzungen für Erziehung und Unterricht“ am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Nach seinem Psychologie-Studium an der Universität Freiburg promovierte und habilitierte er an der Universität Bielefeld. Bevor er den Ruf an die Universität Münster annahm, forschte und lehrte er an der Ruhr-Universität Bochum, wo er ab Oktober 2017 zunächst eine Professur für Pädagogische Intervention, Evaluation und Implementation und seit Juli 2020 eine Professur für Bildungspsychologie innehatte.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen metakognitive Selbsturteile von Schülern und Ansätze zur Förderung der Urteilsgenauigkeit. Darüber hinaus widmet er sich den Wirkmechanismen und Effekten von Übungskonzepten zum Erhalt von Verständnis und von Faktenwissen. Zudem beschäftigt sich Julian Roelle mit der Wirksamkeit von Lernaktivitäten, die Schüler als anstrengend wahrnehmen und ihren Lernfortschritt subjektiv behindern, aber de facto lernförderlich sind und Erfolge bringen. Julian Roelle erforscht schließlich die Wirksamkeit der Kombination von Lernaufgaben, die entweder eher auf Wissenskonstruktion durch generatives Lernen oder auf Wissenskonsolidierung durch Abrufübungen abzielen. In allen Forschungsbereichen nimmt er den gesamten schulischen und universitären Werdegang in den Blick.

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Prof. Dr. Jana-Elisa Rüth
© Uni MS - Fabian Winter

Prof. Dr. Jana-Elisa Rüth
(Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft)

Jana-Elisa Rüth ist seit März 2025 Professorin am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Dort leitet sie die Arbeitseinheit Emotionale und soziale Entwicklung in der inklusiven Schule. Sie hat an der Universität Bielefeld studiert und mit Auszeichnung im Fach Psychologie promoviert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Entwicklung und Sozialisation von emotionaler Bewusstheit und Emotionsregulation im Jugendalter. Bevor sie den Ruf an die Universität Münster annahm, forschte und lehrte sie als Postdoc an der Universität Bielefeld in der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie.

Jana-Elisa Rüth interessiert sich für die Entwicklung von emotionalen und sozialen Kompetenzen im Kindes- und Jugendalter sowie für Zusammenhänge mit mentaler Gesundheit, Wohlbefinden und schulischen Leistungen. In diesem Kontext untersucht sie die Rolle von personalen Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeitserleben, Perspektivenübernahmefähigkeit) und umgebungsbezogenen Ressourcen (z.B. elterliche Unterstützung, Integration in die Peer-Gruppe). Bei der Betrachtung der verschiedenen Risiko- und Schutzfaktoren fokussiert sie auch die individuellen Förderbedarfe sowie das schulische Lernsetting (z.B. Schule des gemeinsamen Lernens, Förderschule). Zudem interessiert sich Jana-Elisa Rüth für die Förderung emotionaler Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen sowie der Emotionssozialisation von Bezugspersonen (z.B. von Lehrkräften und Eltern). Die Herausforderungen und Chancen von Förderung im schulischen Kontext und die Bedeutung für erfolgreiches Lernen und ein gelingendes soziales Miteinander empirisch zu erforschen, ist Jana-Elisa Rüth ein großes Anliegen.

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Prof. Dr. Matthias Schiedel
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Prof. Dr. Matthias Schiedel
(Fachbereich Chemie und Pharmazie)

Matthias Schiedel arbeitet am Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie. Nach seinem Pharmaziestudium und einem Diplom in pharmazeutischer Chemie an der Universität Freiburg wurde er am selben Standort im Jahr 2016 mit Auszeichnung promoviert. Nach seinem zweijährigen Postdoktorat an der britischen University of Oxford kehrte er 2019 als Liebig-Nachwuchsgruppenleiter an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zurück. Im Frühjahr 2023 folgte er dem Ruf auf die Professur für Medizinische und Pharmazeutische Chemie der TU Braunschweig.

Die Forschung von Matthias Schiedel ist an der Schnittstelle im Grenzbereich zwischen medizinischer Chemie, chemischer Biologie und organischer Chemie angesiedelt. Einerseits möchte er grundlegende Beiträge zum Verständnis zellulärer Prozesse durch die Modulation biologischer Systeme mit synthetischen Molekülen (chemical probes) leisten. Andererseits will er Wirkstoffe entwickeln, die neue Behandlungsmöglichkeiten für entzündliche Erkrankungen und Infektionserkrankungen eröffnen. Ein zentraler Aspekt seiner derzeitigen Forschung ist die Entwicklung chemischer Werkzeuge für G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die rund ein Drittel der Zielproteine aller zugelassenen Arzneistoffe ausmachen. Hierbei spielen die erst kürzlich identifizierten sogenannten allosterischen Bindungsstellen eine zentrale Rolle, da sie neue Ansatzpunkte zur Modulation dieser therapeutisch relevanten Proteinklasse eröffnen.

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Prof. Dr. Carl De Strycker
© Uni MS - Fabian Winter

Prof. Dr. Carl De Strycker
(Fachbereich Philologie)

Seit Oktober 2025 ist Carl De Strycker Professor für niederländische Literatur am Institut für Niederländische Philologie. Nach seinem Niederländisch- und Deutsch-Studium an der Universität Antwerpen absolvierte er eine Lehrerausbildung und studierte zusätzlich ein Jahr Philosophie. 2011 wurde er an der Universität Gent mit einer Studie zum Einfluss Paul Celans auf die niederländische Literatur promoviert. 2013 erwarb er ein Zertifikat im Bereich Kulturmanagement an der Antwerp Management School. Von 2012 bis 2023 war er Direktor des „Poëziecentrum” in Gent, einer Forschungs- und Dokumentationsstelle für Poesie in den Niederlanden, und Hauptherausgeber der Zeitschrift „Poëziekrant”. Von 2023 bis 2025 arbeitete er als Koordinator der „BNTL” (Bibliografie van de Nederlandse Taal- en Letterkunde) und als Redakteur der Literaturseiten „De Standaard der Letteren” der flämischen Zeitung „De Standaard”. Er lehrte an verschiedenen Universitäten wie beispielsweise Wien, Gent, und der Freien Universität Brüssel.

Sein Forschungsinteresse gilt vor allem der modernen und zeitgenössischen niederländischen Literatur. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Beziehungen zwischen der niederländischen und der deutschenLiteratur – sowie den Beziehungen zwischen Literatur und Musik, Film und bildenden Künsten. Weitere Schwerpunkte sind die Umschlaggestaltung von Lyrikbänden und die Übersetzung von Poesie.

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Prof. Dr. Lilian Sophie Szych
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Prof. Dr. Lilian Sophie Szych
(Fachbereich Chemie und Pharmazie)

Lilian Sophie Szych lehrt und forscht am Institut für Anorganische und Analytische Chemie. Nach ihrem Chemie-Studium an der Universität Rostock promovierte sie dort 2022 mit einem Promotionsstipendium. Es folgten eine Tätigkeit an der Technischen Universität Braunschweig und ein Forschungsaufenthalt an der University of Oxford auf Basis eines Leopoldina-Postdoc-Stipendiums. Im Anschluss daran wechselte sie an die Freie Universität Berlin, wo sie zunächst als Postdoc arbeitete und später eine eigene Nachwuchsgruppe leitete.

In ihrer Forschung untersucht sie Struktur-Reaktivitätsbeziehungen in metallorganischen Verbindungen, insbesondere solchen auf Basis der Elemente Phosphor und Schwefel. Dabei stehen die gezielte Synthese und Charakterisierung neuer, hochreaktiver Spezies im Mittelpunkt, ebenso wie computergestützte Analysen, katalytische Anwendungen und fotochemische Aktivierungen, um reaktive Moleküle unter milden Bedingungen nutzbar zu machen. Sie will vor allem grundlegende Reaktionsmechanismen besser verstehen, um daraus neue, effizientere chemische Prozesse abzuleiten. Langfristig sollen diese Erkenntnisse dazu beitragen, innovative Materialien zu entwickeln oder ressourcenschonendere Herstellungsverfahren zu ermöglichen.

Zum Fachbereich Chemie und Pharmazie

Prof. Dr. Peter 't Hart
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Prof. Dr. Peter 't Hart
(Fachbereich Chemie und Pharmazie)

Peter ‘t Hart ist seit April 2025 Professor am Institut für Biochemie. Nach dem Bachelorstudium der Chemie an der Rotterdam University of Applied Sciences in den Niederlanden absolvierte er ein Masterstudium in Pharmazie an der Universität Utrecht. Anschließend promovierte er dort im Fach chemische Biologie. In seiner Dissertation befasste sich Peter ‘t Hart mit chemisch-biologischen Ansätzen zur Entdeckung und Charakterisierung antimikrobieller Peptide. Nach seiner Promotion war er als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund tätig. Dort übernahm er später auch die Leitung einer Arbeitsgruppe im Chemical Genomics Centre.

Peter ‘t Hart untersucht, wie Ribonukleinsäure-bindende (RNA) Proteine mit ihren Ziel-RNAs interagieren und welche Rolle diese Wechselwirkungen insbesondere bei Krebs spielen. Die körpereigene RNA steht dabei im Zentrum seiner Arbeit, da sie kontinuierlich mit zahlreichen Proteinen interagiert, die unter anderem Produktion, Funktion und Abbau regulieren. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Generierung potenzieller Wirkstoffe, die diese RNA-bindenden Proteine beeinflussen können. Diese Methode erlaubt eine erhebliche Reduzierung von Zeit- und Arbeitsaufwand im Vergleich zu traditionellen Ansätzen.

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Prof. Dr. Fahimah Ulfat
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Prof. Dr. Fahimah Ulfat
(Islamisch-Theologische Fakultät)

Fahimah Ulfat arbeitete seit April 2025 als Professorin für islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster (seit der Fachbereichsgründung am 1. Juli 2026 aufgegangen in die Islamisch-Theologische Fakultät). Sie studierte Lehramt an der Universität Duisburg-Essen, absolvierte ein weiterführendes Studium der islamischen Religionspädagogik an der Universität Osnabrück und wurde 2016 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promoviert. Von 2017 bis 2020 war sie Juniorprofessorin für Islamische Religionspädagogik an der Universität Tübingen. Im Anschluss wurde sie auf eine ordentliche Professur berufen und lehrte und forschte dort bis März 2025.

Fahimah Ulfats Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der empirischen Religionspädagogik. Sie untersucht Denk- und Glaubenskonzepte muslimischer Kinder und Jugendlicher sowie die professionellen Kompetenzen von Lehrkräften des islamischen Religionsunterrichts. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung empirischer Forschung mit theologischen und didaktischen Fragestellungen. Gemeinsam mit Rabbiner Dr. Asher Mattern gründete sie die jüdisch Islamische Forschungsstelle, die historische Interdependenzen sowie aktuelle Herausforderungen jüdisch-muslimischer Beziehungen beleuchtet. Darüber hinaus ist sie an einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit der LMU München, der FAU Erlangen-Nürnberg und der Hochschule Heilbronn beteiligt, in dem eine virtuelle Lernumgebung entwickelt wird. Ziel ist es, durch den Einsatz immersiver Technologien neue Wege des Lehrens und Lernens zu ermöglichen. Auch das interreligiöse Lernen gehört zu ihren zentralen Interessensbereichen. In diesem Zusammenhang arbeitet sie in der Forschung und Lehre eng mit Kolleg:innen der evangelischen und katholischen Religionspädagogik zusammen.

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