Master of Science „Sports, Exercise and Human Performance“


Der Studiengang


 

Der Master of Science „Sports, Exercise and Human Performance“ stellt ein spezialisiertes Masterangebot dar, das sich durch seine starke Forschungsausrichtung auszeichnet. Besonderes Merkmal des Masterstudiengangs stellen die ausgeprägte Methodenausrichtung und Orientierung am internationalen Forschungsstand sowie die Vermittlung berufsfeldspezifischer „soft skills“ dar; sportpraktische Anteile finden sich dagegen nicht. Der Studiengang zielt darauf ab, die Studierenden zu befähigen, in forschungsorientierten und forschungsnahen Tätigkeitsbereichen wissenschaftlich fundierte Entscheidungen im Bereich Wissensgenerierung, Diagnostik, Programmplanung und Evaluation selbstständig zu treffen. Durch die Vermittlung berufsfeldspezifischer Führungskompetenzen und kommunikativer Kompetenzen sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, Führungs- oder Schnittstellenfunktionen im Berufsfeld zu besetzen.
Der Masterstudiengang ist als postgraduales Studium mit 120 Leistungspunkten für Studierende vorgesehen, die ein Bachelorstudium absolviert haben, das die natur- und verhaltenswissenschaftlichen sowie medizinischen Aspekten von Sport und menschlicher Bewegung sowie methodische Grundkenntnisse und Fähigkeiten der experimentellen Forschung vermittelt hat.

 

Qualifikationsziele des Studiengangs


  • Kompetenz zur selbständigen Forschung, d.h. zur Konzipierung, Planung und Durchführung sowie Leitung von Forschungsprojekten auf international anschlussfähigem Niveau,
  • Kompetenz zur Implementation von Forschungsergebnissen in Trainings- und Rehabilitationsprogrammen,
  • Kompetenz zur Durchführung von Evaluationsstudien im Bereich „Sports, Exercise and Human Performance“ sowie
  • Kompetenz zur effektiven Aufbereitung und Kommunikation von Forschungs- und Evaluationsergebnissen für Entscheider.

Exzellenten Studierenden wird die Möglichkeit eines „Fast Tracks“, d.h. einer Promotion mit dem Ziel der eigenständigen wissenschaftlichen Tätigkeit und der Verfolgung einer weiteren akademischen Karriere eröffnet werden. 



 

 

 

 

  • Module des Masterstudiengangs

    Eine Modulstruktur ist hier als Abbildung zum download verfügbar Modulstruktur (pdf)

    Die Beschreibung der Module können Sie hier als  PDF in einer Übersicht herunterladen. In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Module noch einmal aufgeführt und beschrieben.

    Modul und Verantwortliche Leistungspunkte
    M1: Exercise and sports psychology (Strauß) 10 CP
    M2: Motor control and learning (Wagner) 10 CP
    M3: Exercise and sports biology (Voelcker-Rehage) 10 CP
    M4: Advanced resarch methods (Wagner) 10 CP
    M5: Skills for scientific labor markets (Meier/Tan) 16 CP
    M6: Current research project (Dreiskämper) 10 CP
    M7: Professional specialization and project design (Dreiskämper) 20 CP
    M8: Master module (Strauß, Eils, Wagner, Meier) 24 CP

     

     

     

  • Struktur des Studiengangs

    Struktur des Studiengangs nach Modulen
    © IfS - Dennis Dreiskämper

    Struktur des Studiengangs

     

     

  • Zugangs- und Zulassungsordnung

    Der Masterstudiengang ist zulassungsbeschränkt auf eine Kohorte von zwanzig Studierenden, die alle ihr Studium im Wintersemester aufnehmen. Die Zulassung zum Masterstudiengang wird durch eine Zulassungsordnung (hier als PDF zum download) geregelt.

    Zulassungsvoraussetzungen:
    1. Absolvierung eines fachlich einschlägigen Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern, das mit einem Bachelor of Science (B. Sc.) oder einem vergleichbaren berufsqualifizierenden Abschluss erfolgreich beendet worden ist,
    2. eine Prüfungsleistung in Statistik (darin enthalten advanced statistics) und/oder Experimentalmethodik (insgesamt mind. 10 LP),
    3. eine Prüfungsleistung in Biologie, insbesondere im Sport und/oder Biomechanik und/oder Bewegungswissenschaft (mindestens 5 P),
    4. eine Prüfungsleistung in Psychologie, insbesondere Sportpsychologie und/oder Neurowissenschaften, insbesondere im Sport (mindestens 5 LP)
    Folgende Unterlagen sind einzureichen:
    1. Nachweis der Allgemeinen oder einer einschlägig fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung.
    2. Nachweise über das Vorliegen eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses gemäß § 3 Absatz 1. Liegt zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Abschlusszeugnis gemäß § 3 Absatz 1 vor, so muss ein vorläufiges Zeugnis eingereicht werden, in das mindestens die Noten der ersten fünf Semester (mindestens 150 Leistungspunkten) eingegangen sind. Wird kein vorläufiges Zeugnis von der Hochschule erstellt, genügt vorläufig das Transcript of Records. Sofern im Transcript of Records die vorläufig erzielte Durchschnittsnote nicht ausgewiesen ist, ist ein zusätzlicher Nachweis von der Hochschule über den vorläufig erzielten Notendurchschnitt erforderlich. Das Abschlusszeugnis gemäß § 3 Absatz 1 ist im Falle der Zulassung bei der Einschreibung vorzulegen.
    3. Nachweise über ausreichende Sprachkenntnisse.
    4. Tabellarischer Lebenslauf.
    5. Nachweis über erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen (z.B. Transcript of Records). Sofern die in § 3 Absatz 1, Satz 2 genannten Fächer mit den erzielten Leistungspunkten im Transcript of Records nicht ersichtlich sind, ist ein zusätzlicher Nachweis von der Hochschule erforderlich.
    6. ggf. weitere Unterlagen, in denen die Eignung für das angestrebte Studium dargelegt werden (z.B. Arbeitszeugnisse, Nachweise über Praktika oder andere relevante Zusatzqualifikationen).
    7. Ggf. ein Motivationsschreiben, das das Interesse am Studiengang und Standort Münster darlegt.
    8. Ggf. Unterlagen, die das Vorliegen einer besonderen Härtefallsituation im Sinne des § 7 Absatz 4 belegen (z.B. Behindertenausweis).
    Auswahlverfahren

    Die Auswahl der Bewerberinnen/der Bewerber wird nach folgenden Kriterien getroffen:

    1. Die im Zeugnis ausgewiesene Note
    2. Qualifikationen nach pflichtgemäßem Ermessen der Auswahlkommission
      • forschungsrelevante Praktika außerhalb des Curriculums mit bis zu 5 Punkten,
      • einschlägige Berufserfahrungen mit bis zu 5 Punkten,
      • eine besondere Motivation für das angestrebte Studium mit bis zu 5 Punkten und
      • oder sonstige einschlägige Zusatzqualifikationen mit bis zu 5 Punkten
  • Stundenplan

    Der Aktuelle Stundenplan für Studierende des ersten Semesters kann als .pdf unter folgendem Link heruntergeladen werden:

    1. Semester

  • Prüfungen

    Der Prüfungsplan für das jeweils laufende Semester ist hier als Link hinterlegt.

  • Studienbeginn

    Alle Informationen zu den Bewerbungsfristen können hier eingesehen werden.

     

    Bewerbungsportal der WWU Münster: 

    https://www.uni-muenster.de/studieninteressierte/bewerbung/master.html

  • Employability

    Berufsorientierung und Employability im Studiengang “ Master of Science Sports – Exercise and Human Performance” 

    (erarbeitet mit Unterstützung des Career Service der WWU Münster, Sommer 2018)

    Ziel des Studiengangs

    Der Master of Science “Sports, Exercise and Human Performance” stellt ein spezialisiertes Studienangebot dar, das sich durch seine starke Forschungsausrichtung auszeichnet. Ziel ist in erster Linie die Befähigung für forschungsorientierte universitäre und außeruniversitäre Tätigkeitsbereiche. Dort sollen die Absolvent*innen wissenschaftlich fundierte Entscheidungen im Bereich Wissensgenerierung, Diagnostik, Programmplanung und Evaluation selbstständig treffen können. Darüber hinaus werden auch Fähigkeiten für forschungsnahe Berufsfelder (im Forschungsmanagement oder in Sportverbänden) vermittelt.

    Durch die Vermittlung der relevanten Kompetenzen sollen die Absolvent*innen primär Fach- oder Schnittstellenfunktionen sowie später auch Führungsfunktionen in forschungsorientierten Tätigkeitsbereichen besetzen können. Der interdisziplinäre Studiengang (Sportbiologie/Trainingswissenschaft, Sportpsychologie, Sportmedizin, Biomechanik) ermöglicht den Studierenden eine individuelle Profilbildung: durch die Spezialisierung in einer der Teildisziplinen sowie durch die Wahl der Vertiefungen in Forschungsprojekten und der Masterarbeit. Gleichzeitig schafft der Masterabschluss hervorragende Voraussetzungen für eine Promotion in der Sportwissenschaft oder verwandten Wissenschaftsdisziplinen, wobei exzellenten Studierenden die Möglichkeit geboten wird, ein Fast-Track-Programm zu absolvieren. Auch sollen forschungsnahe Berufsfelder, vor allem in Schnittstellen zwischen Forschung und Praxis, durch die Absolvent*innen angestrebt werden können.

    Der Masterstudiengang ist ein postgraduales Studium für Studierende, die ein Bachelorstudium absolviert haben, das die natur- und verhaltenswissenschaftlichen sowie medizinischen Aspekten von Sport und menschlicher Bewegung sowie methodische Grundkenntnisse und Fähigkeiten der experimentellen Forschung vermittelt hat.

    Berufsrelevante Kompetenzen

    Der Masterstudiengang ist klar forschungsorientiert ausgerichtet: Neben dem hohen Anteil methodisch ausgerichteter Lehrinhalte können sich die Studierenden selbständig mit dem internationalen Forschungsstand in ihren Interessengebieten auseinandersetzen und eigenständig Forschungsperspektiven entwickeln. Auf sportpraktische Anteile wird verzichtet. Stattdessen werden relevante „soft skills“ für forschungsorientierte Tätigkeitsbereiche vermittelt. 

    Das Institut für Sportwissenschaft setzt Schwerpunkte bei der Vermittlung folgender berufsrelevanter Kenntnisse und Kompetenzen:

    Fachkenntnisse

    In den Modulen M1 bis M3 werden fortgeschrittene fachliche Kenntnisse zu den physiologischen, psychologischen und sozialen Bedingungen, Voraussetzungen und Effekten körperlicher Aktivität und ihrer Veränderung vermittelt. Die Studierenden vertiefen und spezialisieren ihre fachwissenschaftlichen Kenntnisse in den Bereichen Sportpsychologie und Sozialwissenschaften des Sports, Neuro- und Kognitionswissenschaft in den Bewegungswissenschaften sowie der Biomechanik und der Bewegungskontrolle. In diesen Spezialisierungsgebieten werden die Studierenden den „state of the art“ der Forschung kennen, reflektieren und differenziert im Hinblick auf Forschungslücken und -perspektiven bewerten können.

    Methodische und statistische Forschungskompetenzen

    Die Studierenden können nach Abschluss des Studiums eigene sportwissenschaftliche Untersuchungen und Interventionsprogramme planen und durchführen, Daten erheben und auswerten, Ergebnisse reflektieren und kommunizieren. Konkret sind dies folgende Einzelkompetenzen: 

    • Kompetenz zur selbständigen Forschung, d.h. zur Konzipierung, Planung und Durchführung von Forschungsprojekten auf international anschlussfähigem Niveau,

    • Kompetenz zur Implementation von Forschungsergebnissen in Trainings- und Rehabilitationsprogrammen,   
    • Kompetenz zur Durchführung von Evaluationsstudien im Bereich „Sports, Exercise and Human Performance“ sowie 

    Methodisch ist der Masterstudiengang vorwiegend experimentell ausgerichtet. In Modul M4 werden Methoden der formalen Modellierung, der Befragungsforschung und der Auswertung großer Datenmengen vermittelt. In den Spezialisierungs- und Praktikumsmodulen M6 und M7 können die Studierenden an aktuellen Forschungsprojekten teilnehmen bzw. eigene Projekte entwickeln und durchführen. Das Mastermodul M8 ermöglicht den Studierenden, qualitativ hochwertige Forschungsarbeiten anzufertigen.

    Diese Kompetenzen sind nicht nur für spätere Tätigkeiten im Forschungsbereich notwendig. Sie sind auch sehr wertvoll im Leistungs- und Spitzensport, im Rehabilitationssport und in der Entwicklung von Sportgeräten, Analyseprogrammen, Diagnoseinstrumenten und Heilhilfsmitteln im Kontext von Bewegung.

    Soft Skills für die Forschung

    Für Tätigkeiten im Forschungsbereich wichtige überfachliche Kompetenzen werden im Modul M5 erworben. Dazu gehören grundlegende Kompetenzen in der Ressourcenakquise für Forschungs- und Evaluationsprojekte sowie im Projektmanagement. Arbeitsteilig organisierte Forschungsprojekte erfordern spezifische Führungskompetenzen. Zu erfolgreicher Forschung gehört auch die Fähigkeit zur effektiven Kommunikation von Forschungs- und Evaluationsergebnissen für relevante Adressatengruppen. Daher werden auch grundlegende Kompetenzen in Führung und Wissenschaftskommunikation vermittelt.

    Englisch als Wissenschafts- und Arbeitssprache

    Durch die ständige Anwendung des Englischen sowohl für die Fachlektüre als auch im Unterricht erwerben die Studierenden eine routinierte Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz im Englischen, die ihnen neben dem deutschen auch den englischsprachigen internationalen Arbeitsmarkt öffnet.

    Berufsfelder

    Der Master of Science qualifiziert vorrangig für forschungsorientierte Tätigkeiten der universitären und außeruniversitären Forschung.

    Zwar sollen die Absolvent*innen in die Lage versetzt werden, auch forschungsnahe Positionen an der Schnittstelle von Forschung und Politik/Management, Evaluierungs- und Programmplanungsabteilungen sowie im Forschungsmanagement zu besetzen. Die Erreichbarkeit derartiger Positionen hängt jedoch stark von den Bemühungen der Absolvent*innen zum weiteren Kompetenzerwerb und einer entsprechend passenden individuellen Profilschärfung ab, da der Master of Science auch im Hinblick auf die vermittelten „soft skills“ stark forschungsorientiert ausgerichtet ist.

    Die Studierenden werden im öffentlichen Sektor für wissenschaftliche Tätigkeiten in der Forschung und Forschungsanwendung sowohl im universitären Kontext (z.B. Universitäten, Universitätsverwaltungen, Kliniken) als auch im außeruniversitären Kontext (z. B. Max-Planck- und die Helmholtz-Gesellschaft oder das Forschungszentrum Jülich) qualifiziert. Für diese Tätigkeitsbereiche kann der Studiengang als wichtige Vorbereitung für die weitere wissenschaftliche Karriere betrachtet werden. Grundsätzlich werden im Studiengang alle notwendigen Voraussetzungen für eine anschließende Promotion geschaffen, die für eine Forschungskarriere im öffentlichen Sektor erforderlich ist.

    Wissenschaftliche Tätigkeiten im privatwirtschaftlichen Sektor finden beispielsweise bei Sportartikelherstellern (z.B. Nike, Adidas) oder Firmen statt, die sich mit der Herstellung von Heilhilfsmitteln im Kontext von Bewegung befassen oder der Entwicklung von Messsystemen zur Erfassung von Bewegung (z.B. Vicon, Kistler; Brain Products, Siemens) oder ergonomische Anwendungen (Schultornister, Möbel) entwickeln. Große Sportartikelhersteller verfügen über internationale Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an verschiedenen Standorten, in denen Teams aus Experten für Biomechanik, Materialtechnologie, Produkt- und Prozesswesen sowie Designer und Produktentwickler kooperieren. Auf Grund ihrer breiten inhaltlichen und methodischen Forschungskompetenzen sind die Absolvent*innen dieses Master of Science in der Lage, in solchen Entwicklungsteams zentrale Erhebungs- und Analysefunktionen zu übernehmen. In diesen Bereichen finden sich sowohl Arbeitsfelder, für die eine weitere Qualifikation in Form einer Promotion erforderlich ist, als auch Möglichkeiten des direkten Berufseinstiegs nach dem Masterabschluss.

    Ein weiteres Berufsfeld liegt in den Bereichen Sportadministration und Forschungsmanagement, in denen auf Basis wissenschaftlicher Befunde und der Auswertung großer Datenmengen Entscheidungen getroffen, kommuniziert und implementiert werden. Dazu zählen bspw. Sport(fach)verbände, Kranken- und Unfallkassen, Sozialträger und Ministerien, die über erhebliche Datenbestände verfügen und zunehmend eine Evidenzorientierung praktizieren. Die Absolvent*innen des Master of Science verfügen über die erforderlichen methodischen Kompetenzen im zunehmend an Bedeutung gewinnenden „big data“-Bereich. Allerdings scheint bislang der Bedarf an Datenspezialist*innen in diesen Berufsfeldern noch nicht vollständig erkannt worden zu sein. Die Absolvent*innen werden sich daher in diesem Berufsfeld vor allem dann etablieren können, wenn sie sich dieses über eine individuelle Profilbildung eröffnen: Diese Profilbildung kann einerseits durch eine individuelle Studiumsgestaltung erfolgen (z.B. im Praktikum, durch inhaltliche und methodische Schwerpunktsetzungen im Studium und bei der Wahl der Abschlussarbeit), muss andererseits darüber hinaus jedoch durch eigenes Engagement unterstützt werden (z. B. weitere Praktika, Nebentätigkeiten, Ehrenamt, Fortbildungen).

    Ergebnisse einer internationalen Stellenanalyse im Juli 2016

    Der Masterstudiengang soll sowohl für den nationalen als auch für einen internationalen Arbeitsmarkt qualifizieren. Um die Anforderungen möglicher Berufsfelder sowie deren Kompetenzen und Qualifikationsziele zu ermitteln, wurde eine internationale Stellenanalyse in der Akkreditierungsphase dieses Studiengangs durchgeführt. Während hervorragende englische Sprachkenntnisse für alle Positionen Voraussetzungen waren, machte die Stellenrecherche deutlich, dass viele Positionen nicht spezifische Studienabschlüsse verlangten, sondern sich an ein heterogenes Bewerberfeld wandten, das über eine breite Palette insbesondere methodischer Kompetenzen verfügen sollte. Zu diesen Kompetenzen zählen:

    • Kompetenzen und Erfahrungen in der Labor- bzw. experimentellen Forschung, wobei in seltenen Fällen spezifische Verfahrenskenntnisse verlangt wurden,
    • Fortgeschrittene statistische Kenntnisse, etwa im Bereich epidemiologischer Modelle oder Mehrebenenanalysen, wobei nur selten auf spezifische Analysesoftware verwiesen wurde,
    • Fortgeschrittene Kompetenzen im Bereich der Programmierung und Modellierung von Prozessen,
    • Die Fähigkeit, in arbeitsteilig operierenden und interdisziplinären Forschergruppen zu kooperieren und ggf. Planungs- und Leitungsaufgaben wahrzunehmen,
    • Professionelle Kommunikationskompetenzen und soft skills.

    Da mögliche Stellen im verhaltens- bzw. sozialwissenschaftlichen Bereich noch nicht berücksichtigt wurden, ist insgesamt festzuhalten, dass für das angestrebte Berufsfeld forschungsorientierter Tätigkeiten ein internationaler Arbeitsmarkt existiert, auf dem sich eine jährliche Kohorte von zwanzig Absolvent*innen erfolgreich bewerben kann. Gleichwohl handelt es sich bei vielen der ausgeschriebenen Stellen um sogenannte Qualifikationsstellen: also Stellen, auf denen man sich der Erstellung einer Doktorarbeit widmet. Das unterstreicht, dass für Forschungstätigkeiten im öffentlichen Sektor eine Promotion der notwendige nächste Schritt ist. Die Promotion stellt den Einstieg in die wissenschaftliche Karriere dar, die von hohem Wettbewerb um wenige (unbefristete) Stellen und der Notwendigkeit einer hohen Motivation zur individuellen Profilierung geprägt ist. Für Berufsfelder in forschungsnahen Tätigkeiten ist festzuhalten, dass dieser Bereich im stetigen Umbruch ist und geforderte Einstiegsqualifikationen (z.B. ob über den Masterabschluss hinaus eine Promotion benötigt wird), von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren.

    Berufsorientierung: Wie geht das?

    Der Studiengang „Sports Exercise and Human Performance“ bildet mit den erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten eine sehr gute Grundlage für den Einstieg in unterschiedliche Berufs- und Tätigkeitsfelder. Die individuelle Berufsorientierung liegt allerdings im Verantwortungsbereich der Studierenden: 

    • die Einschätzung der eigenen Stärken und Neigungen
    • das Zusammenführen der Studienqualifikation mit weiteren individuellen Kompetenzen und Merkmalen
    • die Entwicklung eines eigenen (Forschungs-)Profils
    • der Abgleich des eigenen Profils mit den Möglichkeiten in der Berufswelt.

    Um sich ihre beruflichen Optionen zu erschließen, sollten Sie über ihr individuelles berufliches Profil reflektieren. So sollten Sie ihre Stärken und Schwächen, aber auch ihre Neigungen und Interessen einschätzen, ihre im Studium erworbenen Kompetenzen mit weiteren individuellen Kompetenzen und Merkmalen zusammenführen und diese mit den Möglichkeiten in der Berufswelt abgleichen. Für einen gelungenen Übergang vom Studium in die Berufswelt bedarf es also auch der individuellen Profilierung und Berufsorientierung.

    Berufsorientierung gehört somit zum Studium genauso dazu wie beispielsweise die Auswahl eines Themas für die Abschlussarbeit. Wer sich früh mit der eigenen Berufsorientierung beschäftigt, kann viele Weichen auf dem Weg in die Berufswelt selbstbestimmt stellen. Das Institut für Sportwissenschaft und der Career Service unterstützen Sie bei der Berufsorientierung durch zwei Seminare in Modul M5 sowie die E-Learning-Einheit „Das Praktikum in zehn Schritten“ in Modul M7. Der Career Service bietet neben einem großen Seminarangebot und vielen Informationen auch berufsbiographische Einzelberatung an. Informationen mit Videos zur beruflichen Orientierung finden Sie bei der Care hier: http://www.uni-muenster.de/CareerService/infos/berufsorientierung/index.html.

    Möglichkeiten der individuellen Profilbildung

    Während des Studiums haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihr individuelles Berufsprofil zu bilden und so auf spätere Tätigkeiten auszurichten: im Studium selbst, aber auch daneben und danach.

    Im Studium

    Studienschwerpunkte

    Mit den Wahlmöglichkeiten in den Modulen M6 bis M8 können Sie sich in einer der Teildisziplinen  Trainingswissenschaft/Sportbiologie, Sportpsychologie oder Biomechanik / Bewegungswissenschaft spezialisieren. In den Modulen M5 und M7 reflektieren Sie über Ihr eigenes Profil und können sich beruflich orientieren.

    Praktika

    Die Praxisphase in Modul 7 ermöglicht Ihnen das Kennenlernen möglicher Berufsfelder, Tätigkeitsbereiche und Arbeitgeber. Ihre im Studium erworbenen exemplarisch-theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten transferieren Sie auf aktuelle Fragestellungen. Dabei sammeln Sie auch wertvolle neue Erfahrungen und stärken Ihre Kompetenzen, die Ihnen Ihre berufliche Orientierung und damit den Berufseinstieg erleichtern.

    Abschlussarbeit

    Die Wahl des Themas der Masterarbeit verschafft Ihnen vertiefte Expertise in einem Wissensgebiet. Die Wahl der Methodik, wie Sie den Forschungsgegenstand bearbeiten, schärft Ihre Methodenkompetenz in einem Bereich.

    Freiwillige Teilnahme an weiteren Angeboten der WWU

    Je nach Verfügbarkeit können Sie in anderen Fächern der WWU freiwillig Zusatzkompetenzen erwerben. Das können bspw. Fachkompetenzen in einem anderen Studiengang sein, moderne Fremdsprachen im Sprachenzentrum, aber auch EDV-, Methoden- und Sozialkompetenzen z.B. im Zentrum für Informationsverarbeitung, im Centrum für Rhetorik oder im Zentrum für Wissenschaftstheorie. Im Career Service können Sie weitere Seminare besuchen, die Ihnen beim Erwerb weiterer Soft Skills, der eigenen Berufsorientierung und der Bildung eines individuellen Profils helfen. Das aktuelle Semesterprogramm des Career Service finden Sie hier: http://www.uni-muenster.de/CareerService/programm/index.html 

    Neben dem Studium

    Nebentätigkeit

    Ob als studentische Hilfskraft, als Trainer*in oder als Ehrenamtlicher im Sportverein, in Nebenjobs im öffentlichen (z.B. Offener Ganztag in Schulen oder Hochschulsport) oder privaten Sektor (z.B. in Fitnessstudios oder bei Krankenkassen) – durch Nebentätigkeiten erwerben Sie nicht nur Nebeneinkünfte, sondern auch wertvolle Kompetenzen, die zu Ihrem individuellen Profil beitragen.

    Außeruniversitäres Engagement

    Als Trainer*in der Handballjugend im Heimatort, als Kassenwart*in des Sportvereins oder als Presseverantwortliche_r eines studentischen Vereins: Durch außeruniversitäres Engagement können Sie nicht nur methodische und soziale Kompetenzen ausbauen, sondern übernehmen bereits viel Verantwortung und zeigen Eigeninitiative – das sind hochgeschätzte Eigenschaften zukünftiger Arbeitnehmer!

    Nach dem Studium 

    Volontariat

    Ein- bis zweijährige vergütete Volontariate sind heutzutage in manchen Branchen Voraussetzung für den beruflichen Einstieg, bspw. in Medienunternehmen und im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

    Fortbildungen

    Z.B. im Bereich des Projekt- und Informationsmanagements, der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, der Gruppenleitung und -moderation werden von privaten und öffentlichen Trägern Fortbildungen (auch studien- und berufsbegleitend) angeboten. So können Sie Ihr individuelles Profil auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld hin schärfen.