Prof. Dr. em. Jean-Luc Nancy

Vor dem Abgrund - heute und morgen

Öffentlicher Vortrag | 13. Januar 2021 | 18 Uhr
Foto von Prof. Nancy
© Dirk Skiba

Der renommierte Philosoph Prof. Dr. em. Jean-Luc Nancy (Université de Strasbourg) ist in diesem Wintersemester Gast an der Graduate School Practices of Literature. Neben einem öffentlichen Vortrag wird Prof. Nancy mit den GSPoL-Promovierenden sowie interessierten Bachelor- und Masterstudierenden in einem zweitägigen Workshop über Literatur und Philosophie als Schwelle, Kontrapunkt und Abgrund diskutieren. Im Vorfeld fand bereits ein propädeutischer Lektürekurs für Studierende statt, der von den GSPoL-Mitgliedern Hector Feliciano und Michael Mason organisiert und geleitet wurde. Wir freuen uns sehr, Prof. Nancy bei uns begrüßen zu dürfen!

Die Veranstaltung wird mit Unterstützung des International Office sowie von Prof. Dr. Cerstin Bauer-Funke aus dem Romanischen Seminar realisiert.

Plakat des Gastvortrags
© GSPoL

Zu Prof. Nancys Zoom-Vortrag am 13.01.2021 ab 18 Uhr (c.t.) sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting können im Koordinationsbüro angefragt werden.

Gegenstand des Vortrags wird die philosophische Annäherung an die Denkfigur des "Abgrundes" sein - denn seit dem "Tod Gottes", seit dem Ende des "Satzes vom Grunde" gibt es keinen metaphysischen Grund mehr. Nach Ansicht Nancys führt das nicht notwendigerweise zum Nihilismus. Denn warum sollte man den "Abgrund" nicht auch nicht-negativ denken können? Im Vortrag soll die Frage nach dem "Autor" (oder dessen Nichtexistenz) als Leitfaden für die Überlegungen dienen. Dass es keinen Autor gibt, wurde auf viele Arten und Weisen dargestellt. Aber die Frage nach dem Etwas, das die Singularität eines Werkes ausmacht, bleibt: Wie kann man also heute davon sprechen?