Münster Lecture 2018

Theory and Practice in Feminism* Today?

12. Januar 2018 I 19:00 Uhr I JO1 (Johannisstr. 4)

Der internationale Women's March im Januar und die #MeToo-Debatte zeigen es deutlich: Feminismus hat Hochkonjunktur. Aber wie verhalten sich diese Grassroots-Bewegungen zur akademischen Praxis? Was ist dran an Alice Schwarzers jüngsten Vorwürfen, dass 'Genderwissenschaft' à la Judith Butler zu abstrakt und weltfremd sei? 

Die GSPoL freut sich über gelungene und produktive Münster Lectures 2018, die ganz im Zeichen der Beziehung zwischen feministischer Theorie und Aktivismus standen. Die Kulturwissenschaftlerin Laina Dawes vom Department of Music an der Columbia University (USA) sowie Sonja Eismann, Mitgründerin, Mitherausgeberin und Chefredakteurin des Berliner Missy Magazine: Magazin für Pop, Politik und Feminismus traten im Kontext der Studierendenkonferenz Pop Hero and Action Princess: Negotiating Gender in Popular Culture, die unter anderem von Promovierenden der GS PoL organisiert wurde, mit dem Publikum und den Moderatorinnen Lea Espinoza Garrido und Elisabeth Zimmermann in Dialog.

Sonja Eismanns Arbeit im deutschen popfeministischen Kontext beim Missy Magazine und Laina Dawes‘ Einblicke in die Verzahnung der Diskriminierungsmomente gender und race am Beispiel schwarzer weiblicher* Heavy Metal Fans in den Vereinigten Staaten und Kanada boten spannende Einblicke in heutige feministische Praktiken, die anschließend mit dem Publikum rege diskutiert wurden. Die gut besuchte Veranstaltung lieferte neue Denkanstöße, die auch in den Panels am zweiten Konferenztag wieder aufgegriffen wurden und einen produktiven gemeinsamen Referenzrahmen für die gesamte Konferenz bildeten.


Co-Organisatorinnen aus der GSPoLLea Espinoza Garrido Alina SchumacherElisabeth Zimmermann

Impressionen

Münster Lectures 2018 | Student Conference "Pop Hero and Action Princess? Negotiating Gender in Popular Culture"

Fotos

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Die Münster Lectures basieren anders als die meisten gängigen Poetik-Dozenturen auf einem dialogischen Prinzip: Sie setzen es sich zum Ziel, eine/n bekannte/n Theoretiker/in und eine/n renommierte/n Schriftsteller/in zu einem zentralen Thema der gegenwärtigen Debatten ins Gespräch zu bringen. Gerade die Verbindung von Literatur und Theorie soll neue Perspektiven auf kontroverse Themen der deutschen Öffentlichkeit eröffnen. Die Münster Lectures verstehen sich in diesem Sinne ganz dezidiert als ein Forum der kulturellen Begegnung. Lehrende, Studierende und Bürger/innen aus Münster und der Region haben hier die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dadurch stärken die Münster Lectures nicht nur den inneruniversitären Austausch, sondern schlagen auch eine Brücke zwischen Universität und Stadt.