Wer schon einmal eine Brille getragen oder durch eine geschaut hat, weiß: Damit kann plötzlich alles viel schärfer aussehen – oder aber genau das Gegenteil. Das liegt daran, dass Brillen das Licht ein bisschen „verbiegen“, damit unsere Augen besser sehen können. Der Physiker Dr. Karol Kovařík lädt am 29. Mai (Freitag) in der Kinder-Uni dazu ein, sich damit genauer zu befassen. Unter dem Titel „Tragen Schwarze Löcher Brillen? Was Linsen und Gravitation verbindet“ findet die Veranstaltung von 16.15 bis 17.15 Uhr an der Universität Münster im Hörsaal H3 statt (Schlossplatz 46). Der Eintritt ist frei. Für alle Kinder, die nicht vor Ort teilnehmen können oder wollen, wird die Vorlesung zusätzlich per Video übertragen. Eine Anmeldung über die Website https://www.uni-muenster.de/kinderuni/ ist bis zum 28. Mai (Donnerstag) um 10 Uhr erforderlich.
Die Anwendung akustischer Oberflächenwellen ist weit verbreitet. Das Spektrum reicht von modernen Kommunikationstechnologien, beispielsweise der drahtlosen Datenübertragung mit Smartphones, bis hin zu den Lebenswissenschaften, in denen kleinste Materiemengen untersucht werden. Die Bedeutung akustischer Oberflächenwellen-Technologien wird weiter zunehmen, so die Prognose von mehr als fünfzig führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, die an der aktuellen Veröffentlichung „2026 Guided Acoustic Wave Roadmap“ mitgewirkt haben. Die Publikation gibt einen Überblick über die Fortschritte und Entwicklungen auf dem dynamisch wachsenden Forschungsfeld der akustischen Wellen in Festkörpern.
Wir gratulieren Prof. Christian Weinheimer zur Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er wird damit zum 25. aktiven Mitglied von der Universität Münster.
Christian Weinheimer untersucht die Eigenschaften der extrem leichten Neutrinos, der mit Abstand leichtesten und häufigsten elementaren Materieteilchen im Universum und sucht nach der rätselhaften Dunklen Materie. Beiden Themen kommen Schlüsselrollen zu sowohl bei grundlegenden offenen Fragen der Teilchenphysik als auch beim Verständnis der Evolution des Universums vom dem Urknall bis zu seiner heutigen Struktur. Die von ihm entwickelten Methoden und Technologien für immer empfindlichere Experimente finden auch auf anderen Gebieten Anwendung.
Außerdem gratulieren wird Prof. Harald Fuchs zur Aufnahme als auswärtiges Mitglied in die chinesische Akademie der Wissenschaften und als „Elected Distinguished Fellow“ in das International Engineering and Technology Institute.
Zu Ehren von Prof. Fuchs veranstaltet der Fachbereich Physik am 29. April das “Symposium on Frontiers in Nano-Science - From Quantum Science to Nanophotonics, Precision Chemistry and Biomolecular Architecture”.
Weiter Infos für Interessierte und Anmeldung unter: https://www.uni-muenster.de/Physik.PI/Fuchs/Symposium.html
Es war ein Freitagnachmittag und Harald Fuchs freute sich aufs Wochenende, als er einen Anruf aus der Schweiz erhielt. Am Apparat war Gerd Binnig vom IBM-Forschungslabor in Rüschlikon bei Zürich. Am Montag, so erfuhr der damals frisch promovierte Physiker Harald Fuchs, solle er sich bei IBM einfinden und einen Vortrag über seine Doktorarbeit halten.
Wir begrüßen Prof. Dr. Matthias Kleinmann als neuen Professor am Department für Quantentechnologie. Er leitet die Arbeitsgruppe Grundlagen der Quantentheorie und widmet sich der Untersuchung der theoretischen Basis der Quantenphysik sowie deren Struktur als operationelle physikalische Theorie. Das Ziel seiner Arbeit ist es, die Prinzipien der Quantenmechanik präzise zu formulieren und besser zu verstehen, um sowohl neue experimentelle Tests als auch künftige quantentechnologische Anwendungen zu ermöglichen.
Prof. Dr. Tobias Heindel vom Department für Quantentechnologie am Fachbereich Physik hat mit Forschungsteams von der Technischen Universität Berlin und der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking einen kryptographischen Baustein realisiert, der die Funktionalität des künftigen Quanteninternets erweitert. Im Interview mit Christina Hoppenbrock gibt er Einblicke in die aktuelle Studie.
„International Masterclass“ an der Universität Münster ermöglicht Jugendlichen am 6. März Einblicke in die Forschung am CERN
Was geschah kurz nach dem Urknall? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt gehen dieser Frage nach, zum Beispiel am Kernforschungszentrum CERN in Genf. Auch Physikerinnen und Physiker der Universität Münster beteiligen sich an dieser Forschung: Sie haben das Experiment „ALICE“ am Large Hadron Collider (LHC) mit aufgebaut und werten die Messdaten aus. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren haben am 6. März (Freitag) die Gelegenheit, in die Welt der kleinsten Teilchen einzutauchen.
Der Physiker Dr. Thomas Seidel erhält für seine an der Universität Münster mit „summa cum laude“ bewertete Dissertation den mit 3.000 Euro dotierten Infineon-Promotionspreis 2026. Diese Auszeichnung für herausragende Promotionsleistungen wird jährlich vom Fachbereich Physik gemeinsam mit der Infineon AG vergeben. Die Dissertation von Thomas Seidel ist relevant für die moderne Photonik.
Doktorandin Berit Schlüter gibt einen Einblick in ihren Alltag und die Installation des „IceCube“-Upgrades zur Neutrinoforschung.
Seit Anfang Dezember 2025 lebe und arbeite ich am Südpol, dem kältesten Ort der Welt. Das ist mit besonderen Herausforderungen verbunden, es ist aber auch eine einmalige Erfahrung. Sonnenschein, blauer Himmel, kein Tag-Nacht-Rhythmus und stetige Temperaturen um minus 30 Grad Celsius, Eis und Schnee: Das ist die Antarktis im Sommer, während in Europa Winter herrscht.
Ein Team um Prof. Dr. Martin Salinga vom Institut für Materialphysik hat die Energielandschaft von Germaniumtellurid vermessen und dadurch tiefe Einblicke in das Verhalten des Materials bekommen. Die Erkenntnisse könnten beispielsweise interessant sein, um sehr dichte Netzwerke aus Speicherzellen zu realisieren.