Archiv der Kategorie: Allgemeines

Heute vor 125 Jahren : Aspirin wird zum Patent angemeldet

Reine Acetylsalicylsäure wurde erstmals 1897 von Felix Hoffmann und Arthur Eichengrün in den Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. synthetisiert. Der Markenname Aspirin wurde am 6. März 1899 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes aufgenommen. Dieser Name leitet sich vom Echten Mädesüß ab, einem salicylathaltigen Rosengewächs, das auch Spiere genannt wurde (veraltet: Spiraea ulmaria L. heute: Filipendula ulmaria (L.) Maxim.): ‚A‘ (für die Acetylgruppe), ‚spir’ soll auf die Geschichte des Wirkstoffs hinweisen (Anlehnung an die Spirsäure, die mit Salicylsäure chemisch identisch ist) und ‚in’ als gebräuchliches Suffix der chemischen Namensgebung dieser Zeit. Geprägt wurde der Name durch Kurt Witthauer, Oberarzt am Diakonissenkrankenhaus Halle/Saale, der im April 1899 die erste klinische Studie über die Anwendung von Acetylsalicylsäure publizierte. (Wikipedia)

Aspirin ist einer der wenigen Markennamen, der es zum MeSH-Term gebracht hat. Ansonsten wird standardmäßig der Wirkstoffname als MeSH-Term benutzt.

Literatur zum Thema Aspirin findet sich im Bestand der Medizin- und der Zentralbibliothek natürlich in großer Menge, z B. dieses E-Book

Schrör, Karsten :
Acetylsalicylic Acid
De Gruyter
3. Aufl., 2022
ISBN 9783110746419

Written by a leading expert on Aspirin-related research, this is the most comprehensive treaty of the history, pharmacological effects and clinical applications of one of the most successful drugs ever.
The text is written with a wide audience in mind and to be readily understandable for clinicians, pharmacists, biomedical researchers and pharmacologists alike.
This third completely revised edition contains the latest results of clinical and pharmacological research on Acetylsalicylic acid, addressing the multiple pharmacological properties of this famous drug with a balanced view on their translation into clinical practice, including prevention and treatment of cardiovascular diseases, thromboinflammation and colorectal cancer.

Open Access Woche 2023 an der ULB mit Beitrag aus der Neuropathologie

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster beteiligt sich seit 2009 jedes Jahr mit einem Infostand an der International Open Access Week im Foyer der Zentralbibliothek am Krummen Timpen. Dieses Jahr finden zusätzlich fünf Coffee Lecture Vorträge aus verschiedenen Bereichen der Universität statt, die sich intensiv mit dem Thema Open Access befassen.

Unter anderem wird Prof. Dr. Werner Paulus, Direktor des Instituts für Neuropathologie, über Erfolge und Probleme bei der Herausgabe des Open Access Journals Free Neuropathology berichten: In dem Vortrag wird zunächst auf Probleme für Leser:innen, Autor:innen und Herausgeber:innen eingegangen, die sich durch das kommerzielle Publikationswesen vor allem im biomedizinischen Bereich entwickelt haben. Danach wird das Journal Free Neuropathology vorgestellt, dass als Antwort darauf seit 2020 als Diamond Open Access Journal ohne Publisher herausgegeben wird. Neben Erfolgen (technische Umsetzung, Gewinnung exzellenter Autoren, Nachhaltigkeit, unterschiedliche Formen wissenschaftlicher Freiheit, Assoziation mit mehreren internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Aufnahme in PubMed etc) hat die Redaktion mit einer Reihe von Herausforderungen zu tun (geringe Akzeptanz eines Journals ohne Impact Factor, Rekrutierung zuverlässiger Personen für unser Copyediting/Layout Board, Finanzierung von Personal für das Editorial Office, XML-Programmierung).

Zum Programm der Open-Access-Woche: https://www.uni-muenster.de/Publizieren/service/veranstaltungen/index.html#oaweek

Anmeldelink zu den Zoom-Vorträgen: https://wwuindico.uni-muenster.de/event/2371/

15.11.: Tag der Forschungsdaten in NRW

Forschungsdatenmanagement ist eine entscheidende Grundlage für moderne Forschung. Viele Forschungsförderer fordern Antragsteller*innen dazu auf, sich bei der Konzeptionierung von Projekten mit dem Management ihrer Daten auseinanderzusetzen. Und das aus gutem Grund: Daten sollen möglichst den FAIR-Prinzipien gehorchen, d. h. sie sollen auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und nachnutzbar (reuseable) sein. Der Einsatz von passenden Skills und Tools hilft dabei.

Unter dem Motto „Leuchtturm FDM: Orientierung im Datenmeer“ veranstaltet die Landesinitiative fdm.nrw am 15.11.2022 den Tag der Forschungsdaten in NRW. Am Vormittag erläutern Forschende, welche Anforderungen hinsichtlich des Forschungsdatenmanagements in verschiedenen Exzellenzclustern bestehen und welche Lösungsansätze hierfür entwickelt werden können. Welche Kompetenzen dafür benötigt werden, stellt das Projekt DataStew vor. Am Nachmittag zeigen wir in verschiedenen Vorträgen, wie Sie Ihr Forschungsdatenmanagement in sicheres Fahrwasser bringen können.

Tagesprogramm 15.11.2022 + Anmeldung

Grafik © fdm.nrw

Umfrage zu Serviceverbesserungen der ZB Med

Bis zum 31. Juli 2022 können Sie an unserer Umfrage zu den Services der ZB Med teilnehmen:
https://zbmed.limesurvey.net/957121

Als Dankeschön für die Teilnahme werden unter allen Teilnehmer*innen drei 50 €-Gutscheine für den App Store & iTunes verlost.

Die Umfrage dauert maximal 10-15 Minuten und hilft sehr, die Services der ZB Med für Sie weiter zu verbessern!
Ihre Antworten werden anonym ausgewertet und allein für die Einschätzung der Service-(Neu-)Ausrichtung der ZB Med verwendet.

Vielen Dank für Ihr Engagement!
Das Team der ZB Med

Foto: Charly at Fotolia

Neuerwerbungsliste Medizin 12.–18.02.2022

Im Zeitraum vom 12.02.2022 bis zum 18.02.2022 wurden 136 Titel neu erworben oder bestellt. In der folgenden Liste können auch Pflichtexemplare enthalten sein, welche die ULB Münster als Landesbibliothek unentgeltlich erhält.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Exemplare frei zugänglich sind, sondern vorher über den Katalog bestellt werden müssen.

Zu den Neuerscheinungen: https://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&fach=med

16.11.: Tag der Forschungsdaten in NRW

Unter dem Motto „Wer Ordnung hält, hat Zeit zum Forschen: Fahrpläne für Forschungsdaten!“ veranstaltet die Landesinitiative fdm.nrw am 16.11.2021 den Tag der Forschungsdaten in NRW. An diesem Tag können sich Wissenschaftler*innen rund um das Thema Forschungdatenmanagement (FDM) informieren und erfahren, wie sie die Erfassung, Ordnung, Speicherung, Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten optimieren können.

Im digitalen Vormittagsprogramm berichten Forschende verschiedener Hochschulen von ihren Strategien für ein gutes FDM. Am Nachmittag werden die einzelnen FDM-Services der WWU und anderer Hochschulstandorte in NRW vorgestellt.

Interessant für Mediziner*innen des UKM werden die Vorträge am Nachmittag sein. Herr Dr. Berkemeier (ULB) stellt das Servicecenter Forschungsdatenmanagement der WWU Münster vor: Bestehend aus WWU IT, Universitätsverwaltung und ULB, steht das Servicecenter FDM als zentraler Ansprechpartner allen Wissenschaftler*innen der Universität für Fragen zum Thema FDM zur Verfügung. Danach gibt Herr Dr. Zobel (Imaging Network des Cells in Motion Interfaculty Centre) Einblicke in das Forschungsdatenmanagement für Mikroskopiedaten an der WWU Münster, welche in der medizinischen und naturwissenschaftlichen Forschung in hohem Maße generiert werden.

Weitere Informationen, u.a. zum allgemeinen Teil am Vormittag finden Sie hier. Die Anmeldung für den WWU-spezifischen Teil am Nachmittag ist hier möglich.

Grafik: Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw

Jüdische Studierende der Medizin in Münster im Nationalsozialismus

„Es ist mit einem Schlag alles so restlos vernichtet“. Jüdische Studierende der Medizin in Münster im Nationalsozialismus. So der Titel einer Vorlesung im Rahmen des Projektes „flurgespräche“ anhand der Lebensläufe dreier Medizinstudierende im Jahre 1933 in Münster, auf die wir hinweisen möchten:

  • 7. Oktober 2021 | 18:00 Uhr | F1 (Fürstenberghaus, Domplatz 20–22, 48143 Münster)

„Henriette Son, Rolf Bischofswerder und Erich Kahn starteten hoffnungsvoll in das Jahr 1933. Sie genossen ihr Studentenleben und vertrauten in ihre Zukunft als Arzt bzw. Zahnärztin.
Angelika Pries, Bernd Hammerschmidt und Otto Gertzen, drei Teilnehmer*innen des Studiums im Alter an der WWU haben im Rahmen des Projekts „flurgespräche“ erforscht, wie sich diese Hoffnungen der drei jüdischen Studierenden nach und nach zerschlugen. In ihrem Vortrag werden sie vom Mobbing innerhalb der Medizinischen Fakultät der WWU berichten, von Schwierigkeiten und Unmöglichkeiten, das Studium abzuschließen, und – im Fall Rolf Bischofswerders – von seiner Ermordung durch die Nazis. Aber auch von Emigration und geglückten Neuanfängen im Ausland.
Sie widmen sich damit dem dunkelsten Kapitel der 1700jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland, an dem auch die WWU mitgeschrieben hat.“

Anmeldung bitte per E-Mail unter 2021jimsl@uni-muenster.de

Mehr Informationen zu Henriette Son, Rolf Bischofswerder, Erich Kahn und weiteren Studierenden des Fachs Medizin auf den Seiten des Projekts flurgespräche.

Grafik © WWU

Amboss Podcast: Klimawandel und Gesundheit (2) – Hitze

Wie gefährlich hohe Temperaturen sein können, zeigen 20.000 Hitzetote im Sommer 2018 hierzulande – damit liegt Deutschland weltweit auf Platz 3. Während Überflutungen, Stürme und Brände eindrückliche Bilder erzeugen, ist Hitze als Naturkatastrophe weniger greifbar. In der zweiten Folge unserer Reihe “Klimawandel und Gesundheit” sprechen wir mit Prof. Dr. med. Dipl. geol. Hanns-Christian Gunga über die Physiologie der Thermoregulation und globale wie individuelle Folgen von Hitze. Der Leiter des Instituts für Weltraummedizin und extreme Umwelten der Charité Berlin erklärt uns, wie Hyperthermie auf unseren Körper wirkt, was wir präventiv tun können und wo unsere Grenzen liegen – Themen, die mit häufiger werdenden Hitzewellen eine zentrale Rolle im ärztlichen Alltag spielen.

Direktlink auf die Episode

Mehr zum AMBOSS-Podcast: https://go.amboss.com/podcast
Mehr zum AMBOSS-Blog: https://blog.amboss.com/de
Mehr zum Thema Schmerztherapie im AMBOSS Kapitel: https://go.amboss.com/kcb

Amboss bietet regelmässig diesen Podcast an, der Wissenschaft hörbar machen soll. Alle zwei Wochen am Sonntag wird mit Expertinnen und Experten über relevante Themen aus Forschung, Gesundheitspolitik und dem klinischen Alltag. Das Format wechselt zwischen Kollegengespräch und Nachrichtenstil. Daneben werden aktuelle Studien aus international anerkannten Fachjournalen – wie dem NEJM oder dem JAMA besprochen.

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Weitere Infos zu Amboss hier.

Grafik © Amboss GmbH

Erstsemesterbegrüßung per Zoom für Jung- und Weski-Semester

Am Mittwoch, 14.04.2021, fand die Begrüßung der neuen Erstsemester durch die Leitung der Zweigbibliothek Medizin, Herrn Dr. Obst, statt. Corona-konform wurden die Services zur Ausleihe und Bestellung von Büchern, der Buchung von Lern-Arbeitsplätzen sowie den Angeboten rund um easystudium und die Tablet-Ausleihe per Zoom vorgestellt. Mehr als 150 Erstsemester nahmen das Angebot der Zweigbibliothek wahr und schalteten sich dazu.

Wissenschaftsrat wertschätzt Münsters Zahnmedizin

Mehrfach betont der Bericht, dass die Zahnmedizin mit 4 Professoren ca. 25% aller Studierenden der Medizinischen Fakultät ausbildet [1; S. 9, 94], und dass Münster als grösster zahnmedizinischer Standort in NRW “ … überdies mit Blick auf die zahnmedizinische Lehre als sehr gut und deutschlandweit beispielhaft gelten kann.” [2; S. 74].

Aufgrund des frühzeitigen Einsatzes der Studierenden in der eigenständigen Patientenversorgung steht in Münster die Kompetenzorientierung im Mittelpunkt [1; S. 63].

Optimierungsbedarf ergibt sich aus der Anforderung, “dass die auch unabhängig von der neuen Approbationsordnung dringend nötige Verbesserung der Betreuungsrelation in der Lehre nicht zu Lasten der Forschung geht.” [2; S. 105].

Bei einer aktuellen Betreuungsrelation von 10,6 Zahnmedizinstudierenden pro Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler [2; S. 135] kommen durch die Umsetzung der novellierten zahnärztlichen Approbationsordnung weitere Herausforderungen auf die Zahnmedizin zu. 

  1. Wissenschaftsrat. Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 2019. Accessed 30 Oct 2019.
  2. Wissenschaftsrat. Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Nordrhein-Westfalen 2019.  Accessed 30 Oct 2019.

Forschungsdatenrepositorien

publisso
Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) / das Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften hat Forschungsdatenrepositorien aus den Lebenswissenschaften zusammgengestellt, und zwar hier.

In diesen Forschungsdatenrepositorien können Sie – unter Beachtung der fachspezifischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Betreiber – lebenswissenschaftliche Forschungsdaten publizieren. Um eine Auswahl für Sie geeigneter Repositorien zu treffen, ist es möglich, diese nach vorgegebenen Kriterien zu filtern.

 
Logo: © ZB MED

DIMDI nimmt zum 31.12.2016 Literaturdatenbanken aus dem Angebot

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Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gibt Klassifikationen zur Kodierung von Diagnosen und Operationen heraus, betreibt Informationssysteme für Arzneimittel, Medizinprodukte und Versorgungsdaten sowie zur Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren (Health Technology Assessment, HTA). In ergänzenden Datenbanken kann nach Fachartikeln und Fakten aus der Medizin recherchiert werden.

Nun teilt DIMDI mit: „Ab 2017 wird das DIMDI sein Datenbankangebot auf medizinische Fakten konzentrieren und nimmt Literaturdatenbanken aus dem Programm.“ Und weiter: „Zum Jahresende 2016 nimmt das Institut daher mit Ausnahme von DAHTA (Deutsche Agentur für Health Technology Assessment), GMS (German Medical Science) und GMS Meetings alle Literaturdatenbanken aus seinem Angebot. Die elektronische Literaturversorgung ist für die Medizin damit ab 2017 bei der ZB MED konzentriert.“
Die ZB MED wiederum prüft, welche der entfallenden Datenbanken sie in LIVIVO übernehmen kann.

Folgende Datenbanken entfallen ab 2017:

    – BIOSIS Previews
    – Cochrane-Datenbanken (CCTR, CDSR, CDAR, INAHTA, NHSEED)
    – CAB Abstracts
    – Global Health
    – EMBASE/EMBASE Alert
    – Ethmed
    – ISTPB + ISTP/ISSHP
    – MEDLINE
    – PsycInfo
    – Psyndex
    – SciSearch

DIMDI-Meldung: Datenbankangebot ab 2017: Fakten statt Literatur [01.02.2016]
DIMDI: Datenbanken A-Z

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