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MWS 2022

10. Münsteraner Workshop zur Schulinformatik

Inklusion mit Informatik

 

Tagungsband (auch als E-Book)
Zeit: Donnerstag, 9. Juni 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Universität Münster, Leonardo-Campus Haus 11, Raum: 11.216
Haltestelle: Leonardo-Campus o. Henriette-Son-Straße
Parken: Parkhaus Coesfelder Kreuz

Teilnahmegebühr: 20 EUR
Anmeldung: geöffnet
Deadline für Beitragsvorschläge:  beendet

Der Workshop - Hintergrund und Ablauf

Erstmals wurden 2005 auf einem Münsteraner Workshop Beiträge zu unterschiedlichen Themen aus dem Gebiet der Schulinformatik diskutiert. Ziel aller Veranstaltungen ist insbesondere die Förderung des Austauschs zwischen Schule und Hochschule. Der Workshop richtet sich an Informatiklehrerinnen und -lehrer, an Referendarinnen und Referendare, an Fachdidaktiker(innen) und an alle, die sich zur Informatik in der Schule engagieren.

Der 10te Münsteraner Workshop diskutiert, wie im Informatikunterricht der Einbezug von Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gelingen kann. In der Oberstufe ist der Umgang mit Heterogenität alltäglich, da Informatikunterricht zu unterschiedlichen Zeitpunkten an einer Schule starten kann. Zu weiteren Diversitätsaspekten, die Informatikunterricht beeinflussen können, gehören: Interessen, Gender, Begabung, Kultur und Sprache und soziale Herkunft. Der hohe Stellenwert digitaler Werkzeuge im Informatikunterricht kann Inklusion erschweren, aber auch eine Chance für eine gleichberechtigte Teilnahme darstellen.

Auf der Jubiläumsveranstaltung des MWS 2022 werden Ideen, Erfahrungen und fachdidaktische Konzepte vorgestellt, die inklusives Lernen und Lehren berücksichtigen. Entwicklungen in der Schule werden aufgezeigt und ein fachübergreifendes Zusammenarbeiten diskutiert.

Der Workshop findet am 09. Juni 2022 von 9.30 bis 17.00 Uhr am Institut für Didaktik der Mathematik und der Informatik statt. Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 20 € erhoben, der mit der Anmeldung zu entrichten ist. Darin ist ein Tagungsband mit den Vortragsunterlagen enthalten. Die Teilnehmerzahl der Veranstaltung ist begrenzt! Um eine Anmeldung wird bis zum 25. Mai 2022 gebeten. Sollte es die Corona-Lage erzwingen, findet der Workshop online statt.

Über eine Teilnahme würden wir uns sehr freuen.
Marco Thomas, Michael Weigend

So reichen Sie einen Beitrag ein

Erwünscht sind Vorträge mit innovativen und/oder diskussionsbedürftigen Themen aus der Schulpraxis und Fachdidaktik. Eine kurze Zusammenfassung des Beitrags (mindestens 100 Wörter) senden Sie bitte bis zum 1. Februar 2022 an mws@uni-muenster.de mit dem Betreff Einreichung. Bis 1. März erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Ihr Vorschlag angenommen ist. Den vollständigen Beitrag zum Abdruck im Tagungsband (ca. 5 - 10 Seiten, LNI-Format) benötigen wir bis zum 1. April.

Programm

9.30 - 9:40 Uhr Eröffnung

Begrüßung Prof. Dr. Marco Thomas, Dr. Michael Weigend (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Keynote: Dr. Susanne Dirks (TU Dortmund, Rehabilitationstechnologie)

10.30 Kaffeepause

10:45

Code-Puzzle für inklusiven Informatikunterricht - Kensuke Akao, Johannes Fischer (TU Dortmund))

Obwohl inklusiver Informatikunterricht erfolgreich umgesetzt werden muss, fehlen sowohl in Regelschulen als auch im Bereich der Fachdidaktik an der Hochschule Personen mit sonderpädagogischem Wissen. Deshalb benötigt die aktive Weiterentwicklung zur Inklusion einen alternativen Ansatz, z. B.  eine Weiterentwicklung des Code-Puzzles, für das kein sonderpädagogisches Wissen nötig ist.

11:05

Diversität im Informatikunterricht als Gestaltungsaufgabe der Fachdidaktik - André Hilbig (BU Wuppertal)

Damit alle Schüler∗innen ihren persönlichen Lernweg gehen können, ist es wichtig und notwendig, konsequente Barrierefreiheit sowohl in Beratungssituationen als auch in der Gestaltung von Bildungsprozessen durch bspw. zugehörige Bildungsdokumente zu gewährleisten. Daraus ergibt sich eine Gestaltungsaufgabe für die Didaktik der Informatik.

11:25

Informatische Grundkompetenzen als Voraussetzung digitaler Inklusion  - Konrad Dornebusch, David Baberowski, Nadine Berger (TU Dresden)

In diesem Beitrag werden die Herausforderungen der Digitalisierung und Inklusion in der aktuellen Bildungsdebatte thematisiert. Hier wird ein Versuch unternommen sich aus der informatikdidaktischen Perspektive dem Thema Inklusion zu nähern. Als eine Verbindungsmöglichkeit wird der Aspekt der digitalen Inklusion aufgegriffen und erläutert. Dabei wird der Einfluss und die Wichtigkeit der Informatik, in diesem Fall der grundlegenden informatischen Kompetenzen für Lehrkräfte aller Fächer, für diese Annäherung verdeutlicht.

Kaffeepause

12:00

Digital Literacy in Curriculum - the Dutch Case in the Netherlands - Nataša Grgurina (University of Groningen)

In the Netherlands,the K-12 curricula do not include any elements of informatics or digital literacy, except for an elective course
Informatics in the higher grades of secondary education,  This situation is about to change since all of the K-12 curricula are being updated and digital literacy (including elements of informatics) will get a prominent place. This workshop describes that curriculum renewal process.

12:20

Heterogenität und Inklusion in der fachbezogenen Lehramtsausbildung - Matthias Ehlenz, Birte Heinemann, Ulrik Schroeder (RWTH Aachen)

Ein fachbezogenen Zugang zu Inklusion und Heterogenität im Kontext der Lehramtsausbildung in Informatik und Elektrotechnik. Es führt die Studierenden an das Thema heran und lässt sie verschiedene Aspekte intensiv und praxisorientiert erkunden und aufarbeiten. Im Fokus hierbei steht der Abbau von Berührungsängsten und die Steigerung der Identifikation und Selbstwirksamkeitserwartung. Das Konzept wird in inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Ausgestaltung vorgestellt und die Ergebnisse der bisherigen Durchgänge vorgestellt und mit der Theorie des Trilemmas der Inklusion in Bezug gesetzt.

12.40 Mittagspause

13:40

Beispiele zur Binnendifferenzierung in heterogenen Lerngruppen durch Variation der Aufgabenstellung - Kerstin Strecker (U Göttingen)

In diesem Beitrag beschreiben wir anhand von Aufgabenbeispielen aus dem Informatikunterricht exemplarisch, wie Aspekte der Binnendifferenzierung umgesetzt werden können. Dabei konzentrieren wir uns darauf, Aufgabenstellungen und Variationen der Aufgabenstellungen aufzuzeigen, die versuchen, unterschiedliche Dimensionen der Heterogenität von Lerngruppen zu berücksichtigen, aber immer ein gemeinsames inhaltliches Lernziel fokussieren.

14:00

Leichte Aufgaben in Programmierkursen - Michael Weigend (Holzkamp Gesamtschule Witten)
Ein inklusiver Programmierkurs benötigt zu jedem Thema ein ausreichendes Reservoir an leichten Aufgaben. Dieser Beitrag diskutiert zunächst Merkmale leichter Programmieraufgaben, präsentiert dann die Ergebnisse einer Befragung in einem universitären Programmierkurs zu leichten Aufgaben und widmet sich dann der praktischen Frage, wie man leichte Programmieraufgaben konstruiert.

Kaffeepause

14:35

Selbstdifferenzierende Aufgaben im Informatikunterricht - Zu Umsetzungsoptionen und Potenzial in der frühen Programmierung - Gia Minh Vo, Marco Kindervater, Meeri-Liisa Beste (U Hildesheim)

Wir stellen in diesem Beitrag selbstdifferenzierende Aufgaben im Informatikunterricht vor und erläutern und diskutieren das Potenzial dieser anhand einer eigens konstruierten selbstdifferenzierenden Aufgabe auf der Grundlage von Scratch in der frühen Programmierung.

14:55

Virtuell-enaktives Erkunden von Verfahren des Maschinellen Lernens - Kerstin Strecker (U Göttingen)

In diesem Beitrag wird eine methodische Zugangsweise zum Erkunden von Verfahren des Maschinellen Lernens und der Analyse einer konkreten Implementierung beschrieben. Es wird an drei Beispielen skizziert, wie Verfahren des Maschinellen Lernens didaktisiert und in Scratch implementiert werden können, um Schüler:innen zu ermöglichen, sie wie eine interaktive Simulation nutzen und Konzept des Verfahrens und konkrete Umsetzung erkunden zu können.

15:15

Wie kann Sprachbildung im Informatikunterricht gelingen? - Fatma Batur, Torsten Brinda, Tobias Schroedler, Jan Strobl (U Duisburg-Essen)

Für den Informatikunterricht gibt es kaum entwickelte und erprobte Konzepte und Unterrichtsreihen, die unter besonderer Berücksichtigung der Sprachbildung gestaltet sind. In diesem Beitrag wird der Forschungsbedarf für die Sprachbildung im Informatikunterricht aufgezeigt, erste Ansätze zur Analyse sprachlicher Besonderheiten im Fach vorgestellt und mögliche Anwendungen im Informatikunterricht diskutiert.

ca. 15:40 Fazit und Ausblick