Forschungsbereiche und Projekte

Module und Bausteine zur informatischen Bildung

In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Erkenntnisse und Erfahrungen zum Informatikunterricht dokumentiert (z. B. in der Zeitschrift LOG IN). Mit dem recht neuen Forschungsansatz des Design-Based Research soll ein Beitrag zur Lösung eines praxisbezogenen didaktischen Problems entwickelt werden und gleichzeitig "hilfreiche" kontextgebundene Theorien für das Lehren und Lernen entstehen. Aufbauend auf Seminar- und Abschlussarbeiten werden Materialien und Handreichungen für Informatiklehrer zusammengestellt und in Projekten hinsichtlich ihrer Eignung für den "harten" Schulalltag erforscht.

Ökologie als Kontext im Informatikunterricht (ÖKI)

Informatiksysteme können einen positiven, aber auch einen negativen Einfluss auf die Ökologie haben. Welchen Beitrag kann der Informatikunterricht für ein ökologisches Denken und Handeln haben? Wie können Kontexte zur Ökologie im Informatikunterricht integriert werden? Mittels Design-Based Research werden konzipierte Unterrichtsentwürfe untersucht und den obigen Fragestellungen forschend nachgegangen.

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Informatik in der Grundschule (IGS)

Das Projekt verfolgt das Ziel, in enger Kooperation mit Grundschullehrkräften praxisnahe und -erprobte fächerintegrierte Unterrichtsbausteine zu entwickeln. Parallel dazu werden Studien zu bestehenden und sich verändernden Vorstellungen der Lehrkräfte zur Informatik durchgeführt.

Kriterien zum Informatikunterricht von Schülerinnen und Schülern (KISS)

Die Statistiken des Landes NRW und mündliche Überlieferungen lassen nur bedingt Erkenntnisse zur Situation des Informatikunterrichts zu. Eigene Erhebungen an den Schulen sollen eine Grundlage zur gezielteren Unterstützung der Schulinformatik (in NRW) bilden, Gründe für die An-/Abwahlverhalten zum Fach Informatik sowie das Bild von Informatik bei Schülerinnen und Schülern empirisch analysieren. Mittlerweile wurden auch Lehrende in diesem Zusammenhang befragt.

Modellieren von Modellen (MoMo)

Modellieren ist einer der Kompetenzbereiche von Informatikunterricht. In diesem Bereich erwerben die Schülerinnen und Schüler Strategien, die das Lösen von Problemen vereinfachen. In mehreren eigenen Arbeiten wurde diese Leitlinie für den Informatikunterricht durch die Möglichkeit einer Enkulturation des allgemeinen Modellierens von Modellen legitimiert.  Ziel des Teilprojekts TiM ist die Überprüfung der  Hypothese, dass die Auseinandersetzung mit informatischen Modellen im Unterricht die SchülerInnen zu einem „nützlichen“ spezifischen/nicht-spezifischen Lerntransfer befähigt.

Fortbildung zum Informatikunterricht durch Telelearning (FIT)

Nur wenige Lehrkräfte, die das Fach Informatik an den Schulen unterrichten, haben eine grundständige Ausbildung absolvieren können. Der Fort- und Weiterbildungsbedarf ist erheblich. In diesem Projekt wird Blended-Learning für Informatik-Lehrerfortbildungen untersucht.

Geschichte als informatisches Thema (GeschaiT)

Die Geschichte der Informatik birgt ein großes didaktisches Potential, um Schülern im Informatikunterricht die Zusammenhänge zwischen Informationstechnik, der Wissenschaft Informatik und den Veränderungen in der Gesellschaft aufzuzeigen. Zwar werden historische Ereignisse in der Unterrichtspraxis desöfteren behandelt, es fehlt jedoch eine fachdidaktische Fundierung. Ähnlich wie für andere Schulfächer lassen sich unterschiedliche didaktisch-methodische Funktionen von Geschichte im Unterricht betrachten.

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Informatik für Frauen (IFF)

Ziel des Projekts ist ein Impuls zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Studiengängen der Informatik (an der WWU) durch regionale Veranstaltungen und Kontaktbörsen der Universität für Schülerinnen an allgemeinbildenden Schulen sowie die Einrichtung von regionalen und universitären Informatikclubs für Mädchen.

Medien und Werkzeuge

Entwicklung und Evaluation Es gibt ein ständig wachsendes Angebot an Hard- und Software-Systemen für den Einsatz im Informatikunterricht, aber auch zunehmend Medien, die nicht an Computersysteme gebunden sind. Um einerseits neue Lernformen für das Hochschulstudium zu prüfen und andererseits derartige Systeme auf ihre Bedeutung für einen Informatikunterricht zu untersuchen, werden aufbauend auf ersten Erfahrungen gezielt Studenten, Lehrer, Schüler und andere am Lehr-Lernprozess beteiligte Personen zur Beurteilung bestimmter Informatiksysteme für den Informatikunterricht eingesetzt. In einem Schullabor des Arbeitsbereichs werden Systeme evaluiert und der unterrichtliche Einsatz geprüft. Die Ergebnisse führen auch zur Entwicklung von Unterrichtsmedien.

Visuelle Programmiersprachen (ViPro)

Der Mensch kann bildliche Informationen und konkrete Objekte i.d.R. effizienter erschließen und verarbeiten als abstrakte Beschreibungen. Es wird untersucht, inwieweit mit visuellen Sprachen zur Programmierung von Systemen diese Fähigkeit genutzt werden kann, um den Anwender zu einer effizienten Problemlösung zu befähigen.

Einsatz mobiler Medien im Informatikunterricht (EMMI, MEB)

Das Projekt beschäftigt sich mit der Nutzbarmachung von mobilen Medien im Schulunterricht. Es werden informatische Themen aufbereitet, Applikationen für den Einsatz im Informatikunterricht entwickelt und Unterrichtseinheiten unter Verwendung von Handheld Computern (PDA) erprobt.

Lernumgebungen für informatisches Modellieren (LIMO)

Ziel des Projekts ist eine Sammlung von interaktiven Exponaten, die nach thematischen Gesichtspunkten auf Räume oder Zonen verteilt sind (eine Art Museum oder Themenpark). Einen Schwerpunkt bilden Exponate, in denen Modellvorstellungen zu informatischen Konzepten aufgegriffen werden.