Berufungstraining

Web-Seminar

Zielgruppe: PostDocs und Wissenschaftlerinnen in DFG Projekten

Berufungsverfahren in der Wissenschaft gleichen oft einer Blackbox. Viele unterschiedliche Akteur*innen und Interessen machen das Spiel oft undurchsichtig für die Bewerber*innen. Die Konkurrenz ist groß und Gerüchte und Projektionen tragen zusätzlich zur Verunsicherung bei. Klar ist, dass es nicht nur um Leistung geht, sondern auch um die zwischenmenschlichen Komponenten und die verschiedenen Hoffnungen, Befürchtungen und Interessen der Menschen in der Berufungskommission. Eine der Kernfragen auf der Seite der Universität ist immer: „Passt diese Person zu uns?“ Die Menschen in der Berufungskommission entwickeln Fantasien darüber, wie es wohl wäre mit Ihnen als Bewerberin zu arbeiten. Ihre Chance besteht darin, diesen Fantasien Nahrung für eine positive Richtung zu geben. Es gilt, sich professorabel und berufbar darzustellen.

Ein großer Teil der Arbeit findet vor der eigentlichen Bewerbung statt. Es geht darum, Publikationen anzufertigen, Drittmittel einzuwerben, das eigene Netzwerk auszubauen und zu erhalten. Dieses Engagement ist darauf ausgerichtet, die eigene Sichtbarkeit im Fachgebiet zu erhöhen, um damit der Berufungskommission Argumente zur Entscheidung für Listenplatz 1 zu an die Hand zu geben! Sobald die Ausschreibung da ist, geht es darum diese Argumente präzise, eindeutig und zur Ausschreibung passend darzustellen. Werden Sie eingeladen, gilt es, sich in Fachvortrag und Kommissionsgespräch als Persönlichkeit darzustellen, welche mit einem eigenen Profil und Zukunftsideen den unterschiedlichen Erwartungen der Menschen auf Hochschulseite – auch auf menschlicher Ebene – gerecht werden kann. Zwar liegen viele Schritte des Prozesses nicht in der eigenen Hand, trotzdem sind Sie als Bewerberin dem Verfahren nicht völlig ausgeliefert. Es bieten sich Handlungsfelder, die Spielraum für Gestaltung lassen. Diese Handlungsfelder gilt es optimal zu nutzen.

Wir werden nach der Beschreibung der einzelnen Stationen im Berufungsprozess auf die Handlungsfelder Vernetzung, strategische Karriereplanung, schriftliche Bewerbung, wissenschaftlicher Fachvortrag, Profilpräsentation und Kommissionsgespräch näher eingehen.

Inhalte im Überblick:

  • Stufen des Berufungsverfahrens (Vorfeld der Bewerbung, Bewerbung, Berufungskommission, Auswahlkriterien, institutionelle Interessen, Vortrag, Entscheidung)
  • Vernetzung
  • Strategische Karriereplanung
  • Schriftliche Bewerbung
  • Vortrag (Vorbereitung, Aufbau)
  • Persönliche Wirkung

Methoden: Input, Diskussion, Austausch, Übungen

Referentin: Prof'in Dr. Claudia Schmeink, Diplom Psychologin, Personal- und Organisationsentwicklung

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