Stichwort: Exzellenzinitiative

Die Exzellenzinitiative ist ein Förderprogramm des Bundes und der Länder, das den Wissenschaftsstandort Deutschland und die Spitzenforschung stärken soll. Ziel sind Leuchttürme in der Universitätslandschaft, die die internationale Konkurrenzfähigkeit der Hochschulen steigern. Für die Durchführung sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat verantwortlich. Die erste Förderphase dauert von 2006 bis 2012. Anschließend wird die Initiative um weitere fünf Jahre fortgesetzt und von den ursprünglichen 1,9 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro aufgestockt.

Die Förderung verteilt sich auf drei Felder: Graduiertenschulen für DoktorandInnen, Exzellenzcluster für einzelne Forschungsgebiete und Zukunftskonzepte für bereits erfolgreiche Hochschule als Eliteuniversitäten. Die Graduiertenschulen wollen NachwuchswissenschaftlerInnen herausragende Bedingungen zur Promotion bieten; dazu sind feste Studienprogramme und die Unterstützung von Experten vorgesehen. In Exzellenzclustern schließen sich ausgewiesene WissenschaftlerInnen zusammen, oftmals verschiedener Disziplinen, um gemeinsam zu einem für die Gesellschaft oder die Wirtschaft relevanten Thema auf höchstem Niveau zu forschen. Die Zukunftskonzepte der Exzellenzinitiative widmen sich der Ausrichtung ganzer Universitäten und setzen Schwerpunkte auf die besten Abteilungen der Standorte.

Die federführenden Gremien der DFG und des Wissenschaftsrates nahmen ihre Arbeit im September 2005 auf. In einem zweistufigen Verfahren wählten sie mit Hilfe einer international besetzten Gutachtergruppe 19 Graduiertenschulen, 18 Exzellenzcluster und drei Zukunftskonzepte zur Förderung durch die Exzellenzinitiative aus; eingegangen waren insgesamt 319 Anträge. Die zweite Runde entschieden zusätzlich 21 Graduiertenschulen, 20 Exzellenzcluster und sechs Zukunftskonzepte für sich, so dass zurzeit 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und 9 Zukunftskonzepte von den Geldern des Bundes und der Länder profitieren. An der Ausschreibung für den Zeitraum 2012 bis 2017 können sowohl die schon erfolgreichen Einrichtungen als auch neue Kandidaten teilnehmen.



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