Islam in der Sozialarbeit

Profil des Arbeitsbereiches

Angesichts immenser sozialer Umbrüche in unserer multireligiösen Gesellschaft, Extremismusgefahren und zielgruppenspezifischer Herausforderungen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit nimmt die Professur „Islam in der Sozialarbeit“ die Praxisfelder der Sozialen Arbeit wie die Jugendarbeit, die sozialen Handlungsfelder der religiösen Gemeinden sowie die vielfältige religiöse und soziale Praxis von Muslim*innen in den Blick.

In Forschung und Lehre bringt die Professur dabei den reichhaltigen Schatz theologischer Positionen und religiöser Praxen in den Dialog mit diversen religiösen Lebenswelten in den europäischen Gegenwartsgesellschaften, so dass Prozesse von theologischer Kommunikation gelingen können. Neben normativen Zugängen wird die Professur für die theologische Reflexion von sozialarbeiterischen Praxisfeldern und Konzepten empirische Quellen und Ressourcen, die eine wesentliche theologiegenerative Rolle spielen können, identifizieren, erschließen und analysieren. Die Professur verbindet somit theologisch-anthropologische Fragestellungen mit alltagstheologischen Perspektiven. Damit trägt die Professur zur Professionalisierung von religiösen Akteur*innen wie Imam*innen, Seelsorger*innen und Ehrenamtlichen, insbesondere aber von sozialarbeiterisch tätigen Akteur*innen im Spannungsfeld von sozialen Fragen, religionsgemeinschaftlicher Verantwortung, akademischer Reflexion und sozialer Diversität bei.

Zugleich wirkt die Professur an der weiteren Theoriebildung in der Islamischen Theologie sowie an der Öffnung von weiteren Berufsfeldern für Absolvent*innen der Islamisch-Theologischen Studien mit und übernimmt damit auch eine Brückenfunktion zur Sozialen Arbeit, zur Bildungswissenschaft, zur Diakoniewissenschaft und anderen theologisch-sozialen Wissenschaften, um interdisziplinär, kontextsensibel und traditionsreflektiert die Subdisziplin der Islamischen Praktischen Theologie der Sozialen Arbeit weiterzuentwickeln. 

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