Forschungstransfer

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© Zentrum für Wissenschaftskommunikation, Presseamt Münster, LWL/Stephan Kube

Der Exzellenzcluster untersucht zahlreiche historische und aktuelle Phänomene im Spannungsfeld von Religion und Politik und legt großen Wert auf den Transfer seiner Forschungsergebnisse in die Gesellschaft. Die Thematik „Religion und Politik“ ist von hoher Aktualität und stößt auf lebhaftes Interesse. Daher suchen die rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neben der Grundlagenforschung das Gespräch mit der Öffentlichkeit über drängende Zukunftsfragen und bringen ihre Expertise ein – seien es soziologische Erkenntnisse zur Migration in Europa, philosophische Überlegungen zur Biopolitik, juristische Analysen zum Religionsverfassungsrecht oder historische Untersuchungen des Verhältnisses von Religion, Gewalt und Geschlecht.

Zentrum für Wissenschaftskommunikation

Das Zentrum für Wissenschaftskommunikation ist erste Anlaufstelle für alle am Exzellenzcluster Interessierten und fördert den Dialog der Geistes- und Sozialwissenschaften mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medien, Politik, Bildungseinrichtungen, Kultur, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie mit Bürgerinnen und Bürgern. Es vermittelt die Expertise der Forscherinnen und Forscher zu aktuellen Fragen an die Öffentlichkeit jenseits der Universitäten und stellt vielfältigen Zielgruppen ein Reflexions- und Orientierungswissen zur Verfügung, das helfen kann, aktuelle Debatten in einen größeren sozialen, rechtlichen, politischen, ethischen oder historischen Kontext einzuordnen.

Das neue Konzept des Zentrums für Wissenschaftskommunikation für die Geistes- und Sozialwissenschaften wurde schnell deutschlandweit modellbildend. Inzwischen verbreitet es die eigenen Erfahrungen mit den Erfordernissen und Wirkungsweisen der Vermittlung geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung in öffentlichen Formaten.

Medienarbeit und Social Media

Herzstück des Forschungstransfers des Exzellenzclusters der Vermittlungsarbeit ist die nationale und internationale Medienarbeit, mit der für die das Zentrum für Wissenschaftskommunikation die gesellschaftliche Relevanz von Forschungsergebnissen herausarbeitet, in multimedialen Formaten verbreitet und so eine große Reichweite erlangt. Die Expertise der Forscherinnen und Forscher aus mehr als 20 Fächern fließt so in aktuelle Debatten ein. Die Öffentlichkeit wird regelmäßig in Print- und Online-Medien sowie Radio und Fernsehen über die Forschungsergebnisse des Exzellenzclusters informiert. Die Medienarbeit, die durch Social Media-Angebote ergänzt wird und in Abstimmung mit der gesamtuniversitären Kommunikation der zentralen Pressestelle der WWU entsteht, stößt seit Jahren auf eine sehr große öffentliche Resonanz. Oft ließen sich Themenschwerpunkte setzen, die zuvor in der Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit fanden.

Im Schneeballeffekt folgen Einladungen zu Vorträgen und Podien in Stiftungen, politischen Gremien, Schulen, Museen, Bildungshäusern, Religionsverbänden und Journalistenschulen. Die Wissenschaftskommunikation stößt so weitere Transferformen wie die Politikberatung und Anwendung von Forschungsergebnissen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen an. Hinzu kommen die tagesaktuelle Website www.religion-und-politik.de mit multimedialen Angeboten und ein Newsletter, den gut 2.200 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Akademien, Stiftungen, Museen, Journalistenschulen, politischen und religiösen Einrichtungen abonniert haben.

Schulungen in fachspezifischer Wissenschaftskommunikation

Das Zentrum für Wissenschaftskommunikation veranstaltet Schulungen in fachspezifischer Wissenschaftskommunikation Medienschulungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die auch Studierenden des künftigen Master-Studiengangs „Religion und Politik“ offen stehen sollen, und sowie Interviewtrainings für Forscherinnen und Forscher. Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften bietet es mehrwöchige Hospitanzen und Informationen in Seminaren zur Berufsfindung an.

Kultur- und Dialogformate

Im Forschungstransfer gestaltet das Zentrum für Wissenschaftskommunikation viele weitere Vermittlungsformate: Das Spektrum reicht von Beratungen für Politikerinnen und Politiker sowie Stakeholder über digitale Angebote und Materialien für die Bildungsarbeit bis zu Vortragsreihen, Dialog- und Kulturveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger verschiedener Altersgruppen, Daneben organisiert und begleitet das Zentrum Dialog- und Kulturveranstaltungen zur Forschungsvermittlung wie Ausstellungen, Filmreihen, Konzerte, Vorträge, Buchvorstellungen und Podiumsdiskussionen. Diese entstehen in Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen wie Museen, Verlagen, Stiftungen, Bildungshäusern, Journalistenschulen, Kinos, Chören und Schulen. Das Zentrum berät die Mitglieder des Exzellenzclusters bei der Konzeption solcher Angebote und begleitet die Aktivitäten mit systematischer Medienarbeit. Hinzu kommen die tagesaktuelle Website www.religion-und-politik.de mit multimedialen Angeboten und ein Newsletter. Unter den Abonnentinnen und Abonnenten sind gut 2.200 Multiplikatoren aus Akademien, Stiftungen, Museen, Journalistenschulen, politischen und religiösen Einrichtungen, die regelmäßig um Beiträge von Forscherinnen und Forschern des Exzellenzclusters bitten.

Campus der Religionen

Die Transfer-Aktivitäten werden künftig auf einem bundesweit einzigartigen „Campus der Religionen“ fortgesetzt, der ab 2022 die evangelische, katholische, orthodoxe und islamische Theologie und bekenntnisungebundene Religionsforschung der WWU zusammenführt und den interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch fördert. Als Standort und als öffentliches Label bietet sich der Campus in der Stadt des Westfälischen Friedens auch als neutrale Plattform zur Verständigung im konfliktträchtigen Feld „Religion und Politik“ an. Er soll Schauplatz des Austauschs führender Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen, aus Medien, Kultur und Künsten werden.

Politikberatung

Ein Schwerpunkt der Transfer-Aktivitäten des Exzellenzclusters gilt der Beratung von Politikerinnen und Politikern und weiteren Stakeholdern, etwa aus Religionen, Weltanschauungsgemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen, die ein hohes professionelles Interesse an Forschungsergebnissen des Clusters haben: an Themen wie Integration und Migration, Religionsfreiheit und Religionspolitik, religiös motivierter Gewalt oder Wertevermittlung. Mit den Forschungs- und Transfer-Schwerpunkten „Religionspolitik“ und „Umgang mit religiöser Vielfalt“ rief der Exzellenzcluster ein Politikfeld ins Bewusstsein, das in der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik zuvor kaum beachtet wurde.

Transfer an der WWU

Das Rektorat der WWU misst dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft eine hohe Bedeutung bei und will ihn ausbauen und verstetigen. Der Exzellenzcluster wird seine Erfahrungen und Kenntnisse in die Fortentwicklung der Transferstrategie einbringen und zur Vernetzung und Beratung von anderen Fachbereichen und Forschungsverbünden an der WWU beitragen. Auf diese Weise soll eine gesamtuniversitäre Transfer-Struktur entstehen, die der Tatsache Rechnung trägt, dass sich derzeit an den deutschen Universitäten ein spezialisierter Forschungstransfer entwickelt.