Laufende Projekte

  • ZUNAMI (BMBF-Förderlinie: Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen)

    ZUsammenhaltsNArrative MIteinander erarbeiten: Entwicklung forschungsbasierter Strategien der politischen Bildung für eine inklusive Gesellschaft

    Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann durch auf belastbaren Zusammenhaltsnarrativen basierenden Interventionen in der politischen Bildung gefördert werden. Weder sind solche politikbildnerisch anschlussfähigen Narrative für Deutschland bekannt, noch sind Methoden zu deren Generierung vorhanden. In diesem Projekt werden Zusammenhaltsnarrative in einem innovativen deliberativen Prozess forschungsbasiert generiert, überprüft und in Kooperation mit renommierten Projektpartnern (Prof. Dr. T. Zimenkova (Uni Dortmund), Praxispartner AGNRW und Transferpartner DVPB) in einer durch Krisen und Umbrüche geprägten Stadt modellhaft implementiert.

    Gefördert duch Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    Projektvolumen: 500.000 €

    #BUWA 21, Forschendes Lernen zum Thema Wahlkampf, Wählervorbereitung zur Bundestagwahl 2021, April-September 2021

    In diesem Projekt wird die neue Bedeutung von Wahldaten sowie die Problematisierung der Effekte von Umfragen im Mittelpunkt stehen. Für den Methodenteil wird ein neues Tool zur Datenerhebung von Schülerforscher:innen entwickelt sowie die Intervention "Datendetektiv", durch die Lerner:innen handlungsorientiert anhand eines Lerndatensatzes den Zusammenhang von qualitativen und quantitativen Daten neu erfahren und erproben können.

    Gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung

    Projektvolumen: 45.000 €

  • Digitalisierung des Forschenden Lernens und Forschendes Lernen zum Thema Digitalität: Civic Media Literacy im Rahmen von netzbasierter Schülerforschung

    Aktuelle Forschung zur Digitalisierung von politischen Räumen zeigt auf, dass diese interaktiver und partizipativer werden. Der Zugang zu Informationen, aber auch die Verdichtung der Kommunikation und die Niedrigschwelligkeit, mit der ein Zugang zur demokratischen Öffentlichkeit gefunden werden kann, nehmen zu (Kahne et al. 2019). Gleichzeitig werden erhebliche Bedenken laut, dass Haltung, Sprache und Dialogbereitschaft, kurz die demokratische Qualität des öffentlichen Diskurses, in Online-Kommunikation zunehmend erodiert. ForscherInnen argumentieren, dass digitale Medienkompetenzen zu einer unverzicht-baren demokratischen Kernkompetenz sui generis geworden sind (Mihailidis & Thevenin, 2013).
    Die Transformation der demokratischen Öffentlichkeit könnte also die potenziellen demokratischen Vorteile eines verbesserten Zugangs zu Informationen mit der Zeit konterkarieren, wenn dem nicht mit einer Verbesserung der digitalen demokratischen Kompetenz (engl. „civic media literacy“) begegnet wird (Middaugh 2018).

    Während das Projekt "Forschendes Lernen mit GRAFSTAT" seit mehreren Jahrzehnten mit der Datenerhebung und -analyse durch digitale Software gearbeitet hat, haben sich die grundlegenden Kontexte, in denen Menschen in der digitalen Demokratie mit Daten umgehen, nachhaltig verändert. Wie in GRAFSTAT wird online häufig mit digitalen Fragbögen gearbeitet, die denen der GRAFSTAT-Befragungen ähneln. Hier bleibt aber den NutzerInnen und „Befragten“ häufig verborgen, welche Daten von ihnen erhoben worden sind, was mit diesen Daten geschieht, und schließlich, wer mit welchem Verwertungsinteressen, welche Daten nutzt und weiterverarbeitet. Das beantragte Projekt will sich diese Parallelen zunutze machen und sich durch eine neue Auseinandersetzung mit digita-len Befragungen der Frage der Digitalität im Kontext politischer Bildung in drei Dimensionen nähern:
    Zum einen soll die bisherige Plattform der Datenerhebung und -analyse GRAFSTAT durch ein neues Produkt ergänzt werden, das nicht nur eine zeitgemäßere Anmutung, sondern auch eine reduzierte Funktionalität aufweist, die mit den heutigen Nutzungsgewohnheiten im Bereich von Umfragen und Erhebungen besser vereinbar sind.
    Zugleich sollen die Digitalität und die technische Umgebung der Internetinformationserhebung und -verarbeitung selbst zum Thema gemacht werden, wozu das neue Tool erstmals in einem neuen digitalen Forschungsprojekt angewendet werden soll.  Schließlich wird eine Verbindung des digitalen forschenden Lernens mit der Frage der Kommunikation von Forschungsdaten im Internet verbunden, die für die politische Kommunikation im Internet zunehmend relevant wird.

    Projektvolumen: 55.000€

    Kontakt: andrea.szukala@uni-muenster.de

  • Lehr-/Lern und Forschungswerkstatt Aaseewerkstatt (Arbeitstitel)

    Hier entsteht, in Kooperation mit Frau Professorin Weyland (Berufspädagogik), eine sozialwissenschaftliche Lehr-Lern- und Forschungswerkstatt. In der Aaseewerkstatt werden neben den regelmäßigen Seminarveranstaltungen auch Praxiswerkstätten mit Schulklassen, Projekte der Fachunterrichtsforschung und Fortbildungen durchgeführt. Die Medienausstattung und das vorhandene Material erlauben es den Studierenden und KollegInnen, eigenständig oder begleitet an Konzepten und Projekten für den sozialwissenschaftlichen Unterricht - auch in digitalen Lernumgebungen - zu arbeiten. Das forschende Lernen im Feld der Sozialwissenschaften stellt einen Schwerpunkt der Werkstattarbeit in Lehre und Forschung dar.

  • Dissertationen

    Katarina Marej promoviert zum Thema "Zusammenhaltpolitische Bildung". Die Dissertation entsteht im Kontext des BMBF-Projektes ZUNAMI.

Abgeschlossene Projekte

  • Sprachsensibles Unterrichten fördern - Sprachliche Bildung systemisch im Vorbereitungsdienst implementieren (Stiftung Mercator/LAKI/MSB)
    Das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt strebt eine systemisch angelegte Untersuchung zur Implementierung von Sprachbildung im Vorbereitungsdienst an. Dabei werden bisher gewonnene Erkenntnisse mit dem Ziel vertieft, die Zentren für schulpraktische LehrerInnenausbilung (ZfsL) in NRW dabei zu begleiten, die praktische Ausbildung von Lehrkräften im Sinne sprachlicher Bildung fachgerecht anzuleiten.

    Projektvolumen: 350.000€

    Projekthomepage: http://sprachsensibles-unterrichten.de/

    Europawahl 2019: Wahlvorbereitung digital und multilingual (Bundeszentrale für Politische Bildung)

    In einem neuen Projekt wird die Wahlvorbereitung mit forschend-lernender Didaktik für eine europäisch vernetze Wahlvorbereitung entwickelt. Hierbei werden verschiedene Sprachversionen implementiert, sodass eine europäische forschend-lernende Wahlvorbereitung oder der Einsatz im bilingualen Politikunterricht ins Auge gefasst werden kann.

    Projektvolumen: 29.000€

    Projekthomepage: https://www.bpb.de/lernen/grafstat/280183/europawahl-2019-mehrsprachig

    Kontakt: andrea.szukala@uni-muenster.de

  • "Demokratie für mich" (Zweite Phase der wissenschaftlichen Begleitung, Landeszentrale für Politische Bildung, NRW)

    Die Professur begleitet die zweite Phase des Projektes, das innovative Konzepte der Demokratiebildung junger Neueingewanderter in Internationalen Klassen nordrhein-westfälischer Berufskollegs pilotiert.

    Projektvolumen: 90.000€

    Kontakt: andrea.szukala@uni-muenster.de

  • "Bundestagswahl" (2017, Bundeszentrale für Politische Bildung)

    Forschendes Lernen ist in der sozialwissenschaftlichen Bildung ein wichtiges Tool zur Förderung politischer Kompetenzen. Mit der Fragebogen-Software Grafstat können Schülerinnen und Schüler kinderleicht selbst zu SozialforscherInnen werden. Die Didaktik der Sozialwissenschaften Münster erarbeitet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung Bildungsmaterialien zum Forschenden Lernen im Unterricht. Im neuen Projekt bereiten sich SchülerInnen forschend-lernend auf die Bundestagswahl 2017 vor. 

    Projekthomepage: http://www.bpb.de/lernen/grafstat/

  • Wissenschaftliche Begleitung "Demokratie für mich" (Phase 1/ 2017, Landeszentrale für Politische Bildung, NRW)

    Das Projekt „Demokratie für mich. Grundrechte in Deutschland“ hat das Ziel, erfahrungsbasierte und spracherwerbsorientierte Demokratiebildung mit Schüler*innen in den Internationalen Förderklassen nordrhein-westfälischer Berufskollegs zu implementieren.

    Im Auftrag des Projektträgers Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen begleitet ein sechsköpfiges Forschungsteam der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Pilotierungsphase von „Demokratie für mich“.

    Das spezifische Erkenntnisinteresse der wissenschaftlichen Begleitung besteht darin zu evaluieren, inwiefern sowohl das eingesetzte Material als auch die didaktische Umsetzung eine gelingende kognitiv aktivierende / verständnisintensive Demokratiebildung der Schüler*innen begünstigen.

    Methodisch werden zu diesem Zweck Schüler*innendaten ausgewertet sowie Datenerhebungen durch leitfadengestützte Interviews, teilnehmende Beobachtungen und Gruppenwerkstätten vorgenommen. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch die in der Pilotphase beteiligten engagierten Lehrpersonen und Begleiter*innen an den Pilotschulen in Duisburg-Marxloh, Krefeld, Köln und Stollberg tatkräftig unterstützt.

    Ansprechparter: Daniel Brockmann

  • "Sozialisation und Krisenerfahrung" (2015-2016, Bundeszentrale für Politische Bildung)

    Forschendes Lernen ist in der sozialwissenschaftlichen Bildung ein wichtiges Tool zur Förderung politischer Kompetenzen. Mit der Fragebogen-Software Grafstat können Schülerinnen und Schüler kinderleicht selbst zu SozialforscherInnen werden. Die Didaktik der Sozialwissenschaften Münster erarbeitet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung Bildungsmaterialien zum Forschenden Lernen im Unterricht. Das Projekt "Wie bin ich geworden, wie ich bin? - Seinen Weg finden nach Flucht, Vertreibung und Krisen" thematisiert forschungsbasiert die Bewältigungswege von politischen Brüchen in der eigenen Biographie. 

    Projekthomepage: http://www.bpb.de/lernen/grafstat/