Worum geht's?
Mit ProKIS möchten wir Lehrkräfte und Multiplikator:innen durch ein Fortbildungsprogramm unterstützen, Prozesse KI-bezogenen Wandels in der Schule partizipativ zu gestalten.
Im Projektverbund SchuDiDe (Schulentwicklung: Digital–Demokratisch) werden innovative Wege und methodische Ansätze identifiziert, die die Bedingungen und Potentiale einer durch Digitalität geprägten Schule nutzen, um ihrer Funktion als gesellschaftliche demokratiefördernde Institution besser erfüllen zu können. Dafür werden spezifische Konzepte digital-demokratischer Schulentwicklung erprobt und für einen breiten Einsatz in der regulären schulischen Praxis aufbereitet.
Das Projekt ProKIS (Prozesse KI-basierten Wandels in der Schule partizipativ gestalten) adressiert im Rahmen von Fortbildungsangeboten die Frage, wie Schulen und ihre Akteur:innen den durch künstliche Intelligenz (KI) ausgelösten Transformationsprozess nicht nur technisch bewältigen, sondern aktiv und demokratisch gestalten können. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklungen im Bereich text- und bildgenerierender KI-Anwendungen und ihrer wachsenden Verfügbarkeit in der schulischen und gesellschaftlichen Praxis sind Lehrkräfte zunehmend gefordert, diese Technologien pädagogisch reflektiert, ethisch verantwortungsvoll und im Sinne demokratischer Schulentwicklung einzusetzen. ProKIS greift diese Herausforderung auf und verbindet die Themenfelder KI, Demokratiebildung und Schulentwicklung zu einem interdisziplinären Professionalisierungsangebot für Lehrkräfte und schulische Multiplikator:innen.
Die gesellschaftliche Relevanz des Themas ergibt sich aus mehreren Ebenen: Zum einen verändern KI-Technologien auch in Bildungskontexten Kommunikations- und Entscheidungsprozesse, Arbeitsformen und Wissensverständnisse grundlegend. Zum anderen sind sie ein Katalysator für Fragen nach Teilhabe, Verantwortung und Gerechtigkeit, die den Kern demokratischer Bildung betreffen. Schulen stehen somit vor der Aufgabe, einerseits Lernende auf ein Leben und Arbeiten in einer durch KI geprägten Welt vorzubereiten und andererseits ihre eigenen Strukturen und Prozesse im Sinne einer partizipativen und reflektierten digitalen Transformation weiterzuentwickeln. ProKIS versteht sich als Beitrag zu dieser doppelten Aufgabe: Lehrkräfte sollen befähigt werden, Prozesse KI-bezogenen Wandels in Schule und Unterricht partizipativ, verantwortungsbewusst und demokratisch zu gestalten.
Die in ProKIS entwickelten Fortbildungsangebote richten sich an Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an weitere schulische Akteur:innen, die in Schulentwicklungsprozesse eingebunden sind. Sie ist fachübergreifend angelegt und modular strukturiert, sodass unterschiedliche Zielgruppen – von einzelnen Fachlehrkräften bis hin zu schulischen Steuergruppen oder Schulleitungen – nach ihrem jeweiligen Bedarf passende Module auswählen können. Die vier Module bauen thematisch aufeinander auf, sind jedoch unabhängig voneinander belegbar. Sie behandeln die Themen (1) Einführung in KI, (2) KI und Demokratiebildung im Unterricht, (3) KI und Demokratiebildung in der Schulentwicklung sowie (4) Entwicklung eigener KI-bezogener Demokratiebildungsprojekte.
Ziel des Fortbildungskonzepts ist es, Lehrkräfte sowohl mit den Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten von KI-Technologien im Bildungsbereich vertraut zu machen als auch ihre Fähigkeit zu stärken, diese Technologien im Kontext Demokratiebildung kritisch zu reflektieren und konstruktiv einzusetzen. Die Teilnehmenden entwickeln in den Modulen Kompetenzen, um Chancen und Risiken KI-bezogener Innovationen zu erkennen, didaktisch fundierte, für Demokratiebildung relevante Einsatzszenarien zu gestalten und diese in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einzubetten. Gleichzeitig fördert die Fortbildung das Bewusstsein für Partizipation, Aushandlungsprozesse und gemeinsame Verantwortungsübernahme bei der digitalen Transformation schulischer Strukturen.
Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich an Prof. Dr. Katrin Hahn-Laudenberg oder an Dr. Marcus Kindlinger und Christine Achenbach-Carret.





