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© Lechtenberg/WWU

Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie (IPBP)

Das Bild zeigt einen Teil des PharmaCampus

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© IPBP/Lechtenberg

Symposium zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Andreas Hensel

Anlässlich seines 60. Geburtstags lud Prof. Dr. Andreas Hensel zu einem wissenschaftlichen Symposium mit dem Thema "Wandel der Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten" in den großen Hörsaal des PharmaCampus der Universität Münster ein. In drei Impulsvorträgen wurden die Zeitläufte im Bereich Academia, Beruf und Forschung auf höchst interessante Weise beleuchtet.
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© IPBP/L.Szabó

Promotion am IPBP mit Auszeichnung

Nach erfolgter Disputation am 25.03.2022 fand am 29.04.22 die feierliche Promotion von Frau Apothekerin Lara U. Szabó am IPBP (AK Prof. Schmidt) statt. Das Forschungsprojekt über antiprotozoale Aminosteroide aus Buchsbaum (Buxus sempervirens L.) wurde von der Apothekerstiftung Westfalen Lippe mit einem Promotionsstipendium gefördert. Sowohl die Doktorarbeit als auch die Disputation wurden mit der Note „summa cum laude“ bewertet.

Wir gratulieren ganz herzlich, Frau Dr. Szabó!

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© Krüger privat

Mönchspfeffer - Arzneipflanze des Jahres

Vitex agnus-castus L. ist die Arzneipflanze des Jahres 2022.

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© WWU - Hauke Engler

Kooperationsabkommen mit der Vietnam National University of Agriculture unterzeichnet

Im Rahmen einer digitalen Feierstunde wurden am zwei Kooperationsabkommen zwischen dem Fachbereich Chemie und Pharmazie der WWU, dem IPBP und der Vietnam National University of Agriculture (VNUA) unterzeichnet.

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Trompetenbecherfechte Ausschnitt
© WWU/Sendker

Trompeten-Becherflechten am PharmaCampus

Am PharmaCampus wachsen auf einer noch brachliegenden Fläche des östlichen Innenhofes einige blassgrüne Gebilde, die man leicht für Pilze halten könnte. Tatsächlich hat sich auf diesem nährstoffarmen Untergrund eine recht auffällige Flechte der Gattung Cladonia angesiedelt, vermutlich handelt es sich um die Trompeten-Becherflechte Cladonia fimbriata.

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African-German Research Network

African-German Research Network Infectiology
© IPBP

The Institute of Pharmaceutical Biology and Phytochemistry at University of Münster hostet from 02. to 09. September 2021 the annual meeting of an African-German Research Network Infectiology.

This network, consisting of scientists from University of Ngaoundere (Cameroon), University of Ghana and University of Science and Technology (both Ghana), University of Veterinary Medicine Hannover (Germany ) and WWU Münster (Faculty of Biology and also Faculty of Chemistry and Pharmacy) is part of a research program on investigation of molecular mechanisms of anthelmintic proanthocyanidins and ellagitannins from plants and is supported by the German Research Council (Deutsche Forschungsgemeinschaft – DFG).

 

Innovationspreis der Gesellschaft für Phytotherapie
© WWU/Dziemba

Innovationspreis der Gesellschaft für Phytotherapie an das WWU-Münster Consortium for Natural Product Discovery

Die Deutsche Gesellschaft für Phytotherapie vergibt im zweijährigen Turnus den mit 10.000 € dotierten Innovationspreis für herausragende Arbeiten und zukunftsweisende Konzepte im Bereich der wissenschaftlichen Erforschung pflanzlicher Naturstoffe, sowie der präklinischen und klinischen Prüfung von Arzneimitteln pflanzlicher Herkunft (Phytotherapeutika).
Der Innovationspreis 2021 wurde Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der WWU Münster zugesprochen, die sich im Münster Consortium for Natural Product Discovery zusammengeschlossen haben. Dieses interdisziplinäre Forschungsnetzwerk unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Hensel (Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie) und Professorin Dr. Martina Düfer (Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie / Abteilung Pharmakologie) hat es sich zur Aufgabe gemacht, traditionell verwendete Arzneipflanzen und die aus solchen Pflanzen isolierbaren Inhaltsstoffe hinsichtlich innovativer Anwendungsmöglichkeiten zu untersuchen, aber auch zu einer wissenschaftlichen Rationalisierung althergebrachter Heilpflanzen beizutragen.
Das wissenschaftliche Evaluationskomitee der Gesellschaft für Phytotherapie bewertete insbesondere die bahnbrechenden Untersuchungen des Netzwerkes zu „Neuartigen Piperidin- und Dihydropyrrol-Alkaloiden aus Lindenblüten“ sowie „Phosphodiesterase-Hemmung von Extrakten und Galloyl-Hyperosid aus Drosera rotundifolia zur Rationalisierung des Einsatzes bei Reizhusten“, aber auch die gezielte Integration der interdisziplinären Forschung in studentische Projekte innerhalb des Lehrkonzepts PharMSchool der pharmazeutischen Ausbildung als innovativ, zukunftsträchtig und förderwürdig. Der Innovationspreis 2021 wird anlässlich der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für Phytotherapie am 26. Juni 2021 in Bonn im Wissenschaftszentrum durch die Präsidentin der Gesellschaft an das Konsortium überreicht.

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© ResNet NPNP

The 10th anniversary of ResNet NPND

The 10th anniversary of ResNet NPND was celebrated in a global online conference via Zoom on May 07, 2021. Almost exactly ten years after the founding conference at WWU Münster, numerous members of the network and their affiliates came together in a truly global reunion and shared almost seven hours of science! ResNet NPND Members from all over the world, i.e. from Africa (Kenya, Nigeria, Sudan, Tunisia), the Americas (Argentina, Brazil, Colombia, Uruguay, USA), Europe (Germany, France, Switzerland, UK) and Asia (South Korea) attended the meeting. Representatives of the various research groups reported in 20 excellent lectures on their latest findings in the fight against Neglected Tropical Diseases with Natural Products. Most of these exciting presentations were held by young scientists who currently work as doctoral students or post doc scientists in the various groups represented at the meeting and it was thus a big pleasure to see that the network may look forward into a bright future.

v.l.n.r.: Prof. M. Düfer, M. Haake, B. Straatmann, N. Symma, Prof. A. Hensel
© PharmaCampus/WWU

Am 16. April 2021 erfolgte im Arzneipflanzengarten des Institutes für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie die Überreichung der Dissertationspreise der Verspohl-Stiftung. Dissertationspreise der Stiftung werden aufgrund hervorragender wissenschaftlicher Leistungen an Dissertant*innen vergeben. Auf Vorschlag des wissenschaftlichen Kuratoriums an die Stifter, wurden aus den eingegangenen Bewerbungen zwei Dissertanten ausgewählt, deren Projekte (auch auf Grund der guten Finanzlage der Verspohl-Stiftung) mit jeweils 3.500 € prämiert werden konnten.

Herr Apotheker Nico Symma* und Herr Apotheker Alexander Maximilian Haake** konnten die Preise für ihre wegweisenden und innovativen Untersuchungen zur erstmaligen Identifizierung von Dehydropyrrol- und Piperidin-Alkaloiden in Lindenblüten (Tiliae flos – Tilia cordata und T. platyphyllos) in Empfang nehmen. In einer funktionalen Charakterisierung erwiesen sich die Alkaloide außerdem als potente Inhibitoren der Acetylcholinesterase.

Die wissenschaftlichen Arbeiten der beiden Preisträger sind Teil einer Europäischen Patentanmeldung (EP 20193376.9) sowie zweier hochkarätiger Publikationen in dem Journal Planta Medica.

 

Zusätzlich beteiligt sich die Verspohl-Stiftung an der Finanzierung eines ProTalent-Stipendiums (Deutschland-Stipendium, 1800 €), das die Studierende Frau Bente C. Straatmann erhielt.

* Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie, Betreuer Prof. Dr. Andreas Hensel
** Institut für Pharmazeutische und medizinische Chemie, Abteilung Pharmakologie, Betreuerin Frau Prof. Dr. Martina Düfer
Please click to enlarge the graphical abstract.
© WWU/IPBP

Novel alkaloids from Tilia platyphyllos and Tilia cordata flowers

Our research group has recently discovered six previously undescribed alkaloids in Tilia cordata and Tilia platyphyllos flowers and leaves. Two dihydro-2H-pyrrol alkaloids (tiliine A and B), two piperidin alkaloids (tiliamine A and B) and two acetylated piperidin alkaloids (tilacetine A and B) have been found, which exhibit interesting structural features. These compounds can also be found in herbal teas and increase our knowledge about Lime flower (Tiliae flos), a popular herbal medicine for the relief of symptoms of common cold and mild symptoms of mental stress.

Link "Planta Medica (thieme-connect)"; Link "electronic reprint"

© WWU - SP

Thema Arzneipflanzen

Prof. A. Hensel erklärt im WWU-Podcast, wie effektiv Stoffe aus der Natur sind, wo sie sich einsetzen lassen und welche Rolle sie möglicherweise in Zukunft bei der Behandlung von Coronaviren spielen könnten.

Micro X-ray fluorescence spectroscopy image of three Alyssum murale leaves. Co in blue, Ni in yellow, and Mn in red.
© Recycling 2020, 5, 26

Alyssum murale Waldst. & Kit. – das Mauer-Steinkraut

Das Mauer-Steinkraut aus der Familie der Brassicaceae ist eine 25 - 70 cm hohe Pflanze. Die Laubblätter sind oberseits graugrün, unterseits weiß oder grau, 10 – 30 mm lang. Die Blütenstände weisen 2 bis 3 mm lange bleichgelbe, an der Spitze abgerundete Blütenkronblätter auf, die meist von April bis Mai ausgebildet werden. Der Blütenstand ist reichverzweigt und doldig-rispig. Im Rahmen der Fruchtung entstehen flache, kreisrunde Schötchen. Die Schötchen sind 3 – 5 mm lang, sternhaarig, mit einer Samenanlage pro Fach.

Steinkraut ist ursprünglich in Südosteuropa und in Südwestasien, auf der Balkanhalbinsel, nördlich bis Kroatien und Rumänien, in der Ukraine, im Südwesten Russlands, im Kaukasus, in Anatolien und östlich bis in den Iran beheimatet. Die Pflanze wurde nach Mitteleuropa eingeschleppt und wächst hier zumeist unbeständig. Alyssum murale wächst auf Schutthalden und Unkrautfluren, aber auch an Straßenrändern und gelegentlich sogar im Weideland. Sie hat auch als Zierpflanze ihren Weg in die Gärten gefunden und wächst bei uns als sog. „Adventpflanze“ verwildert, z.B. auf Felsen und in Mauerspalten. Im Gartenhandel wird sie oftmals unter dem Namen Alyssum argenteum angeboten. Bei Alyssum argenteum handelt es sich allerdings um eine andere Art, die sich, z.B. im Bereich der Blütenkronblätter, morphologisch von Alyssum murale unterscheidet.

Die Art ist ein Hyperakkumulator für bestimmte Schwermetalle. Insbesondere ist seit längerem bekannt, dass die Pflanze gut mit Nickel-haltigen Böden und Gesteinen zurechtkommt und häufig auf serpentinhaltiger Erde zu finden ist, also in Bereichen, in denen sich Magnesium-Eisen-Nickel-Silikate befinden. Mauer-Steinkraut ist in der Lage größere Mengen an Nickel aufzunehmen und zu speichern. Dabei wird das Metall in Zellvakuolen der Epidermis und den Basen der Pflanzenhaare (Trichome) angereichert.

Alyssum murale vermag Nickel auch aus anderen Böden als Serpentinböden selektiv aufzunehmen und anzureichern. Die Art wächst in Böden, die einen Nickelgehalt von 30 – 40 Millimol / kg aufweisen ohne erkennbare Schädigungen und überlebt noch in Böden mit einem Nickelgehalt bis 80 mmol/ kg, wenn auch mit mit deutlich herabgesetzter Vitalität – zu erkennen an chlorotischen und verzwergten Blättern und sehr geringem Zuwachs. Aus diesem Grund erscheint die Pflanze zur Bodensanierung interessant.

Link zum Interdisziplinären Forschungsprojekt an der Universität Münster

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org
  • Bildatlas der Farn– und Blütenpflanzen Deutschlands, H. Haeupler, Th. Muer, Hrsg. Bundesamt für Naturschutz, Verlag Eugen Ulmer
  • Flora von Deutschland und angrenzender Länder, Schmeil, Fitschen, Verlag Quelle und Meyer

 

Afrika-deutschland 2019
© IPBP/WWU

DFG fördert Afrika-Deutschland Netzwerkprojekt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert für drei Jahre ein Deutsch-afrikanisches Kooperationsprojekt im Bereich Infektiologie: „New insights into molecular mechanisms of anthelmintic proanthocyanidins“. Es sollen molekulare und zelluläre Angriffspunkte anthelmintisch wirkender Proanthocyanidine untersucht werden.
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