Trompeten-Becherflechte (Cladonia fimbriata)
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Trompeten-Becherflechten am PharmaCampus

Am PharmaCampus wachsen auf einer noch brachliegenden Fläche des östlichen Innenhofes einige blassgrüne Gebilde, die man leicht für Pilze halten könnte. Tatsächlich hat sich auf diesem nährstoffarmen Untergrund eine recht auffällige Flechte der Gattung Cladonia angesiedelt, vermutlich handelt es sich um die Trompeten-Becherflechte Cladonia fimbriata. Für eine sichere Bestimmung müssten –wie es bei Flechten häufig der Fall ist– noch histochemische Tests durchgeführt werden.

Wie alle Flechten stellt die Trompeten-Becherflechte eine Symbiose aus einem Pilz und einer Alge dar. Sie besteht aus dem blattartigen Thallus (Abb. D) und den auffälligen, trompetenförmigen Podetien (Abb. A–C), an denen bisweilen bräunliche Sporenbehälter (Apothecien) erscheinen, die der geschlechtlichen Vermehrung dienen. Vegetativ verbreiteten sich diese Flechten über winzige Gewebebruchstücke aus Pilzhyphen und Algenzellen (Sorale), welche die Podetien dieser Art wie bemehlt erscheinen lassen (Abb. B). In einem wassergefüllten Becher schwimmt ein Soral (Abb. C, Pfeil).

Dank an Prof. Daniëls für die Identifikation.