Archiv des Autors: Volker Frick

Öffnungszeiten: Weihnachten und Jahreswechsel 2018/19

Bis einschließlich Donnerstag, 20.12.2018 und ab Mittwoch, 2.1.2019 gelten die normalen Öffnungszeiten. Von Freitag, 21.12.2018 bis Dienstag, 1.1.2019 gelten die folgenden eingeschränkten Öffnungszeiten:

21.12.:                  8-19 Uhr

22.-23-12.:          10-19 Uhr

24.-26.12.:          geschlossen

27.-28.12.:          8-19 Uhr

29.12.-1.1.:         geschlossen

Die abweichenden Öffnungszeiten von Zentralbibliothek, Handschriften-Lesesaal, Zeitungs- und Pressearchiv, Zweigbibliothek Sozialwissenschaft, Haus der Niederlande und Erziehungswissenschaften finden Sie hier.

Grafik: ZB Medizin

 

Startschuss für eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur

In einer Pressemitteilung teilt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mit, sich darauf geeinigt zu haben, eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufzubauen und gemeinsam zu fördern. Dieses Programm ist Teil eines für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wichtigen Förderpakets, auf das sich die GWK geeinigt hat. Hierzu gehören außerdem:

  • Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen
  • Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen
  • Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und Nationalem  Hochleistungsrechnen an Hochschulen

Für Aufbau und Förderung der NFDI wollen Bund und Länder bis 2028 jährlich bis zu 90 Mio. Euro im Endausbau bereitstellen, hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, 10 Prozent der Kosten tragen die Länder. Das Programm startet am 1. Januar 2019.

Derzeit oft dezentral, projektförmig und temporär gelagerte Datenbestände von Wissenschaft und Forschung sollen im Rahmen der NFDI für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen. Auf diese Weise wird eine unverzichtbare Voraussetzung dafür geschaffen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und Innovationen in Forschung und Gesellschaft zu ermöglichen.

Die NFDI soll von Nutzern und von Anbietern von Forschungsdaten im Zusammenwirken mit Einrichtungen der wissenschaftlichen Infrastruktur – wie z.B. Fachinformationszentren – ausgestaltet werden. Sie werden zu diesem Zweck in Konsortien zusammenarbeiten, die im Rahmen des Programms eine finanzielle Förderung erhalten können. Der Förderbeginn der Konsortien ist für Sommer 2020 vorgesehen. Das wissenschaftsgeleitete Verfahren zur Begutachtung der Förderanträge von Konsortien führt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) durch; die Entscheidungen über die Förderung trifft die GWK auf der Grundlage der Begutachtungsergebnisse der DFG.

Die GWK-Vorsitzende, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, sagte: „Mit der NFDI etablieren wir ein übergreifendes Forschungsdatenmanagement im deutschen Wissenschaftssystem. Wenn wir von Daten als dem Rohstoff der Zukunft sprechen, dann ist die NFDI quasi eine Raffinerie, in der Daten aufbereitet, für alle zugänglich und damit nutzbar werden. Dabei hat die NFDI einen entscheidenden Vorteil: Die Daten werden nicht verbraucht – sie sind auch weiterhin in ihrem Rohzustand vorhanden, können von anderen Wissenschaftlern nachgenutzt und für eigene, auch völlig andere Forschungsfragen herangezogen werden. Der Datenschatz in der NFDI wird durch seinen Gebrauch nicht verringert, er wächst dadurch vielmehr immer weiter.“

Die stellvertretende GWK-Vorsitzende, die Bremer Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt betonte: „Mit der NFDI werden aus Forschungsdaten breit nutzbare Datenschätze. Hiervon profitieren nicht zuletzt unsere Hochschulen und außerhochschulischen Forschungsorganisationen, die wir einladen, sich an der Ausgestaltung der NFDI aktiv zu beteiligen. Dieser Wissensspeicher schafft zudem für Wissenschaft und Forschung in Deutschland einen Standortvorteil. Er macht es möglich, die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen.“

Grafik © GWK

 

 

„Paper of the Month“ Oktober 2018: Dr. Maja Matis aus dem Institut für Zellbiologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Oktober 2018 wurde Dr. Maja Matis aus dem Institut für Zellbiologie für die Publikation: Polarized Microtubule Dynamics Directs Cell Mechanics and Coordinates Forces during Epithelial Morphogenesis in der Zeitschrift Nature Cell Biology 20(10).2018: 1126-33 [Volltext]  ausgezeichnet.

Die genaue Ausformung eines Gewebes erfordert die Anwendung von mechanischen Kräften. Diese Kräfte werden innerhalb von Zellen durch das Zytoskelett erzeugt, und durch Adhäsionsmoleküle zwischen benachbarten Zellen übertragen. Obwohl bereits viele daran beteiligte Proteine und chemische Signalstoffe identifiziert worden sind, ist über die Rolle von Mikrotubuli während der Gewebeentwicklung bisher nur wenig bekannt.

Diese Studie beschreibt ein neues Prinzip zur Kopplung von Einzelzell- und Gewebemechanik. Gezeigt wurde, dass einzelne Zellen im Gewebe während der Entwicklung mechanisch autonom agieren. Hierfür richtet jede Zelle das nicht-zentrosomale Mikrotubuli-Zytoskelett entlang einer Achse aus. Diese Struktur ist dann in der Lage Druckkräfte entlang der Polarisationsachse aufzunehmen, wobei ein Verlust dieser Stützfunktion zur Zellverkürzung führt. Um diese auf Mikrotubuli basierenden Kräfte zellübergreifend zu koppeln, verwendet das Gewebe den Ft-PCP Signalweg. Gemeinsam decken diese Ergebnisse auf, wie globale Ft-PCP Signale via Mikrotubuli die Zell- und Gewebemechanik steuern.

Da der Ft-PCP-Signalweg bei vielen Entwicklungsprozessen eine zentrale Rolle spielt, liefern diese Ergebnisse neue Ansätze um solche Erkrankungen in Zukunft besser zu verstehen – zum Beispiel Defekte im Neuralrohrverschluss, sowie gewisse Nierenerkrankungen, und Formen der Taubheit oder Skelettanomalien.

Ausführlich wird diese Studie auf der Webseite desExzellenzclusters „Cells in Motion“ vorgestellt.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

25 Jahre: Die ZB Med hat groß gefeiert

Nach zahlreichen spannenden Ballwechseln des mit 16 Mannschaften besetzten Tischtennisturniers stand das Sieger-Team fest und wurde mit einem hochwertigen Buchpreis belohnt. Des Weiteren gab es Grußworte aus ULB und Fachbereich, Sekt, leckere Häppchen und zahlreiche hochinteressante Coffee Lectures für die Gäste und Nutzer der ZB Med. Zum bunten Treiben gehörten auch einige Gewinnspiele mit tollen Preisen, die von den Verlagen Elsevier, Thieme und Wolters Kluwer gespendet waren waren. So konnten die Besucher u.a. schätzen, wie viele Bände in der Lehrbuchsammlung der Bibliothek stehen. Lösung: 31 409. Das komplette Programm ist hier zu finden.

Im Eingangsbereich der ZB Med konnte die neue Gestaltung des Aufzugschachtes bewundert werden. In zehn Sprachen steht dort nun groß das Wort „Bibliothek“ weithin sichtbar und ist eine neue „Landmarke des Wissens“ auf dem Albert-Schweitzer-Campus:

Eröffnung Tag der offenen Tür anläßlich des 25-jähriges Jubiläums der ZB Medizin (Dr. Obst)

Dr. Obst und Klaus Berding, UpToDate Inc. nach seinem Vortrag UpToDate: Antworten auf klinische Fragen – aufbereitet, evidenzbasiert und jederzeit verfügbar

[sic!] Jülich 2018: „Was tun, wenn der DEAL mit Elsevier scheitert?“

In dem am 9. Oktober stattgefundenen Workshop der Reihe „[sic!] Jülich“ der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich ging es um die Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang (s. hier).

Mehrere Impulsvorträge zur Situation von DEAL, der Situation einer zentralen Fachbibliothek, die zugleich SUBITO-Lieferbibliothek ist, zur aktiven Fernleihe einer außeruniversitären Forschungseinrichtung mit Elsevier-Zugang sowie zur passiven Fernleihe einer Universitätsbibliothek ohne Elsevier-Zugang, bildeten den Einstieg in den moderierten Fachaustausch.

Die einzelnen Vorträge im Folgenden:

  • Jochen Johannsen, Direktor der UB Siegen: Dokumentlieferung an der Uni Siegen [pdf]
  • Ursula Zängl, Gabriele Wollnik-Korn, ZB Medizin Köln: ZB MED-Informationszentrum Lebenswissenschaften – Literaturversorgung aus Sicht einer subito-Bibliothek [pdf]
  • Bernhard Mittermaier, Forschungszentrum Jülich: Das Projekt DEAL: Bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage [pdf]
  • Marina Kleikamp, Zentralbibliothek Jülich: Aktive Fernleihe – Zentralbibliothek Jülich [pdf]
  • Thomas Arndt, Zentralbibliothek Jülich: Workshopbericht [pdf]

Der Workshopbericht von Thomas Arndt fasst nicht nur die Impulsvorträge zusammen, sondern schildert den Umgang der Wissenschaft und Bibliotheken mit dem Wegfall von lizenzierten Artikeln und Zeitschriften. Überraschenderweise stellt Dr. Ursula Zängl fest: „Seit dem Wegfall des Elsevier-Zugangs im Juli sind bei der ZB MED weder Zunahmen von Fernleihen noch von Subito-Bestellungen zu verzeichnen.“ Für Dr. Jochen Johannsen besteht für den Fall, dass DEAL nicht erfolgreich ist, „keine Notwendigkeit einen eigenen Vertrag mit Elsevier abzuschließen.“

Vor dem Hintergrund des DEAL-Projektes wurden die Selbstorganisation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch die möglichen Bezugswege von Artikeln thematisiert. Dr. Bernhard Mittermaier entwirft anhand der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich mehrere Szenarien „Was tun, wenn der DEAL mit Elsevier scheitert?“ [pdf].

Als Ergebnis wird skizziert:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops [sic!] Jülich 2018: Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang unterstützen das Projekt DEAL. Sie stimmen mit seinen Argumenten und Zielen überein. Der Abschluss von DEAL-Verträgen bleibt nach wie vor die erste Priorität. Sollte mit einem der Verlage kein Vertrag abgeschlossen werden, wurden zwei alternative Modelle der Literaturversorgung diskutiert. Im „Modell Siegen“ wird die Literaturversorgung ausschließlich per Dokumentlieferung sichergestellt. Im „Modell Jülich“ wird die Dokumentlieferung um die Subskription der Zeitschriften mit dem besten Kosten/Download-Verhältnis ergänzt. Von keinem Teilnehmenden wurde die Fortsetzung der bisherigen Subskriptionsverträge als Alternative erachtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen sich jedoch eine Empfehlung der DEAL-Projektgruppe, falls keine Verträge mit den Verlagen abgeschlossen werden können.

Logo © Forschungszentrum Jülich

Serviceunterbrechnung 12.11.: Online-Fernleihe

Die Universität- und Landesbibliothek Münster meldet:

Aufgrund von Wartungsarbeiten am hbz-Verbundsystem (Hochschulbibliothekszentrum NRW) steht am Montag, den 12.11.2018, 17–18 Uhr die gesamte Online-Fernleihe nicht zur Verfügung.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Haupteingang wegen Anstrich geschlossen

Seit Anfang dieser Woche war der Haupteingang der Zweigbibliothek Medizin geschlossen. Hintergrund: der Neuanstrich des Treppenhauses bzw. des Aufzugschachtes. Während dieser Baumaßnahme nutzen Sie bitte – wie ausgeschildert – den seitlichen Eingang in die Bibliothek.

Wir bitten um Verständnis.

WWU tritt ORCID DE Konsortium bei

Die ULB meldet: Die WWU Münster ist jetzt offizielles Mitglied des ORCID DE Konsortiums und unterstützt mit diesem Schritt die Nutzung von ORCID iDs durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WWU.

ORCID [en] (Open Researcher and Contributor ID) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die weltweit eindeutige IDs zur Identifizierung von Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Werke vergibt. ORCID ist das international meistgenutzte Autoren-Identifikationssystem mit aktuell (Stand: Oktober 2018) mehr als 5,4 Millionen Nutzern, weshalb auch bereits viele Verlage und Forschungsförderer ORCID iDs zur eindeutigen Identifikation von wissenschaftlichen Autoren verwenden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert seit 2016 im Rahmen des Projektes „ORCID DE – Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland“ die Verbreitung der ORCID iD in Deutschland. Das Projekt will u.a. die Einführung von ORCID an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen organisatorisch, technisch und rechtlich unterstützen.

Jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler kann sich bei ORCID registrieren und so eine persönliche ORCID iD erhalten. Da diese weltweit einmalig ist, lassen sich mit ihrer Hilfe wissenschaftliche Arbeiten eindeutig einem Autor zuweisen. Zudem können zu einer ORCID iD neben Publikationen auch weitere Daten hinterlegt werden, wie z.B. Institutszugehörigkeiten, Forschungsprojekte, oder verschiedene Namensvarianten. Dies trägt nicht zuletzt auch dazu bei, Transparenz und Sichtbarkeit von Wissenschaft zu fördern. Darüber hinaus ist die ORCID iD dauerhaft und kann bei einem Wechsel zu einer anderen Institution weiterverwendet werden. Dementsprechend empfehlen auch viele Verlage und Forschungsförderer beim Einreichen von Publikationen oder Anträgen die Angabe einer ORCID iD, um so z.B. auf einfache Weise alle Publikationen eines Autors zu identifizieren oder die korrekte Berechnung bibliometrischer Indikatoren (z.B. des h-Indexes) sicherzustellen.

Datenschutz und Selbstbestimmung sind dabei ein wesentlicher Grundsatz von ORCID. Jeder Nutzer hat stets die volle Kontrolle über seine Daten bzw. die öffentliche Sichtbarkeit der jeweiligen Einträge. Diese Einschätzung wurde kürzlich u.a. durch ein Gutachten im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft bestätigt.

Bei Fragen oder Anregungen im Zusammenhang mit ORCID stehen Ihnen die Universitäts- und Landesbibliothek sowie das Dezernat 6.4 der WWU gerne zur Verfügung.

Grafik © orcid.org

„Big Data“ in der Medizinischen Forschung

Das Deutsche Ärzteblatt meldete, dass das Karlsruher Institut für Technologie, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Universität Heidelberg wollen mit der neugegründeten Helmholtz Information & Data Science School for Health (HIDSS4Health) ärztliche Nachwuchswissenschaftler in einem Promotionsprogramm im Umgang mit großen Datenmengen ausbilden.

Die Verfügbarmachung und Auswertung riesiger medizinischer Datenmengen für die medizinische Forschung steht im Mittelpunkt der Ausbildung, um aus den Erkenntnissen Ansätze für neue Methoden der Diagnose und Therapie zu entwickeln. Ein Beispiel für künftige Anwendungen sind maschinelle Lernverfahren und andere datengetriebene Methoden für die Interpretation von Bildern aus der Computer­tomografie oder Kernspintomografie.

In der HIDSS4Health sollen Stellen für 35 bis 40 Promovierende entstehen, die gruppenübergreifend an drei Standorten in Heidelberg und Karlsruhe arbeiten. Über drei Millionen Euro investiert das KIT in das HIDSS4Health. DKFZ und Universität Heidelberg investieren zusammen noch einmal in etwa dieselbe Summe, knapp sechs Millionen Euro kommen von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungs­zentren.

Grafik © Helmholtz

 

 

„Paper of the Month“ September 2018: Prof. Rainer Dziewas aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat September 2018 wurde Prof. Rainer Dziewas aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie für die Publikation: Pharyngeal electrical stimulation for early decannulation in tracheotomised patients with neurogenic dysphagia after stroke (PHAST-TRAC): a prospective, single-blinded, randomised trial in der Zeitschrift Lancet Neurology 17(10).2018: 849-59 [PubMed] ausgezeichnet.

1-2% aller Schlaganfallpatienten und 25% aller auf ICUs behandelten Schlaganfallpatienten werden im Behandlungsverlauf tracheotomiert. Zur Zeit gibt es kaum Behandlungsoptionen, um diese Patienten von der Trachealkanüle zu entwöhnen. Die Pharyngeale Elektrische Stimulation (PES) regt die Reorganisation des Schlucknetzwerkes an, aktiviert kortikobulbäre Bahnen und führt zu einer verstärkten Ausschüttung spezifischer Neurotransmitter.

In der multizentrischen, randomisierten Studie an tracheotomierten Schlaganfallpatienten mit persistenter schwerer Dysphagie (PHAST-TRAC) konnten 17 (49%) von 35 Patienten der PES-Gruppe gegenüber 3 (9%) von 34 Patienten der Scheinbehandlungsgruppe nach der Intervention (10 Minuten PES an drei aufeinanderfolgenden Tagen) dekanüliert werden (OR 7,00 [95% CI 2,41–19,88]; p=0·0008). Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass ein Ansprechen auf die PES mit einer kürzeren Latenz zum Therapiebeginn und einer kürzeren Beatmungsepisode assoziiert war. Darüber hinaus war der Krankenhausaufenthalt der Patienten, die auf die PES-Behandlung ansprachen, durchschnittlich 22 Tage kürzer als bei Patienten, die kein Therapieansprechen zeigten. Es traten keine schwerwiegenden PES-assoziierten Nebenwirkungen auf.

Im Kollektiv der schwerbetroffenen, tracheotomierten Schlaganfallpatienten unterstützt die PES die Rehabilitation der Dysphagie und ermöglicht so eine raschere Entwöhnung von der Trachealkanüle. Die in PHAST-TRAC gefundene Effektstärke dieser Therapie lässt erwarten, dass die PES auch außerhalb von Studien im klinischen Alltag Anwendung findet.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Neu: Rosetta Stone – Interaktives Sprachlernprogramm

Für das Sprachlernprogramm Rosetta Stone hat die WWU eine Lizenz (bis Oktober 2019 ) erworben. Da Rosetta Stone eine web-basierte Technologie ist, können Sie zu jeder Zeit und überall lernen, am Computer oder mit der App per Tablet bzw. Smartphone.

Folgende Sprachen stehen in den Stufen 1–3 (Anfänger bis A2) zur Verfügung:
Arabisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Irisch, Japanisch, Koreanisch, Latein, Niederländisch, Persisch (Farsi), Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tagalog, Türkisch, Vietnamesisch.

Folgende Sprachen stehen in den Stufen 1–5 (Anfänger bis B1) zur Verfügung:
Chinesisch (Mandarin), Englisch (Amerikanisch), Englisch (Britisch), Deutsch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch (Spanien) und Spanisch (Lateinamerika).

Daneben gibt es weitergehende (bis C1) Business-Sprachkurse für Chinesisch, Deutsch, Englisch (Amerikanisch), Englisch (Britisch), Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch (Spanien) und Spanisch (Lateinamerika).

Sie registrieren sich einmalig mit Ihrer Uni-eMail-Adresse registrieren und richten ein Konto ein.
Weitere Infos zu Anmeldung / Nutzung erhalten Sie im Datenbankinfosystem DBIS:
Rosetta Stone Sprachenportal.

Rückmeldungen zu diesem Produkt nimmt die ULB gerne entgegen unter testangebote.ulb@uni-muenster.de.

Zur ULB-Meldung.

Grafik © 1999-2018 Rosetta Stone GmbH