Archiv des Autors: Volker Frick

„Paper of the Month“ März 2019 geht an Prof. Dr. Frank Rosenbauer aus dem Institut für Molekulare Tumorbiologie

Für den Monat März 2019 wurde Prof. Dr. Frank Rosenbauer aus dem Institut für Molekulare Tumorbiologie für die Publikation: Safeguard function of PU.1 shapes the inflammatory epigenome of neutrophils in der Zeitschrift Nature Immunology. Epub ahead of print;  published online 25 März 2019 [Volltext] ausgezeichnet.

Neutrophile sind Killerzellen, die eindringende Pathogene rasch eliminieren. Allerdings sind sie von Natur aus unselektiv und können das körpereigene Gewebe nachhaltig schädigen. Um dem vorzubeugen ist es wichtig, dass eine exorbitante Entzündungsreaktion der Neutrophile vermieden wird. Interessanterweise war bis vor kurzem jedoch nicht bekannt, ob Neutrophile einen intrinsischen Rückkopplungsmechanismus besitzen, um ihre Aktivität abzuschwächen.

In der Studie wurde ein solcher Mechanismus identifiziert. Es wurden Mäuse erzeugt, denen der Transkriptionsfaktor PU.1 spezifisch in Neutrophilen fehlt und diese mit der Hefe Candia albicans infiziert. Die Experimente haben gezeigt, dass PU.1 eine doppelte Funktion in der Entzündungsreaktion von Neutrophilen ausübt: Während PU.1 die Neutrophilen zur Zerstörung von Krankheitserreger befähigt, indem es die Expression von Enzymen stimuliert, die für die Herstellung reaktiver Sauerstoffspezies benötigt werden, hemmt PU.1 die Expression etlicher Immungene, die an Aktivierung, Migration und Sekretion antimikrobieller Peptide und Zytokine beteiligt sind. Wir haben gezeigt, dass PU.1 diese Gene kontrolliert, indem es die Chromatinstruktur an cis-Enhancern beeinflusst.

Durch diesen epigenetischen Mechanismus stellt PU.1 sicher, dass die Entzündungsreaktion von Neutrophilen angemessen verläuft. Somit hilft PU.1, Schäden an körpereigenem Gewebe zu minimieren. Diese Ergebnisse könnten wichtig sein, um gegen Neutrophile gerichtete Therapien in die Behandlung bestimmter immunologischer Erkrankungen einzubeziehen.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

19.–22.4.: Von Karfreitag bis Ostermontag bleibt die ZB Medizin geschlossen

Von Karfreitag bis Ostermontag, 19. April – 22. April, bleibt die Zweigbibliothek Medizin geschlossen.

Ebenso bleiben die Universitäts- und Landesbibliothek, als auch die Zweigbibliothek Sozialwissenschaften und die Bibliothek im Haus der Niederlande geschlossen.

Wir wünschen Ihnen schöne Osterfeiertage.

Bild: Thomas Omerzu, Lizenz Freie Kunst

Externe Repetitorien im Medizinstudium sind die Ausnahme

Eine Umfrage des Deutschen Ärzteblattes zum Thema externe Repetitorien im Medizinstudium hat als Ergebnis gezeitigt, dass lediglich an 4 von allen 37 staatlichen deutschen Universitäten, an denen ein Medizinstudium möglich ist, auf die Hilfe externer Anbieter zur Prüfungsvorbereitung zurückgreifen.

Neben Gießen setzen Duisburg-Essen, Mainz und Tübingen, Gießen auch auf externe Anbieter als zusätzliches Angebot für Medizinstudierende.

Insgesamt 29 Hochschulen vertrauen auf die eigene Ausbildung zur Prüfungsvorbereitung, damit die Studierenden die Examina bestehen. Einige der Unis gaben an, dass sie es als ureigene Aufgabe der medizinischen Fakultäten ansehen, die Studierenden so auf die Examina vorzubereiten, dass diese die Examina auch bestehen.

Einige Hochschulen setzen auf zusätzliche Hilfsmittel wie Lernsoftware. Mehr als die Hälfte der befragten Hochschulen halten interne Lernangebote für Studierende bereit, um diese unter anderem in speziellen Fachgebieten zusätzlich zu schulen – oder auch auf die Examina vorzubereiten.

Originalartikel des Deutschen Ärzteblattes

 

Grafik © Deutsches Ärzteblatt

Forschungsergebnisse reproduzieren: DFG-Förderung für Wissenschaftler der Universität Münster

Um Forschungsergebnisse reproduzierbar zu machen fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ab April dieses Jahres ein gemeinsames Projekt des Instituts für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB):

„Die Ziele des Projekts „Opening Reproducible Research“ (o2r) sind es, Forschungsergebnisse besser reproduzierbar und die wissenschaftliche Arbeit transparenter zu machen. Hierzu entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Plattform, die alle notwendigen Elemente einer wissenschaftlichen Studie, also den Text, die Daten und die Analysen, miteinander verbindet. Das ermöglicht eine interaktive Darstellung der Studie. Die DFG fördert das Projekt mit rund 500.000 Euro für zweieinhalb Jahre. (…) Die o2r-Plattform, an deren Entwicklung er und seine Kollegen arbeiten, soll allen Interessierten die Möglichkeit geben, den Artikel nicht nur zu lesen, sondern auch direkt selbst mit den Forschungsdaten und der zugrunde liegenden Software zu arbeiten.

Darüber hinaus binden die WWU-Geoinformatiker mit ihren Kollegen aus der Universitäts- und Landesbibliothek den o2r-Ansatz für reproduzierbare Artikel an die Open-Source-Software „Open Journal Systems“ an. Die Software bietet ein Redaktions- und Publikationssystem für Open-Access-Zeitschriften, die dem wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren unterliegen. Alle veröffentlichten Inhalte sind kostenlos und frei im Internet zugänglich, was zu einer größeren Verfügbarkeit und Transparenz von Forschungsergebnissen beiträgt. Die Verknüpfung mit „Open Journal Systems“ wird wie jede Software, die im Rahmen von o2r entwickelt wird, auch als Open-Source-Software veröffentlicht.“

Grafik © Daniel Nüst, basierend auf F. Dottori et al./Nat. Hazards Earth Syst. Sc

Großer Andrang beim Ersti-Café

Am vergangenen Freitag, den 29.03., besuchten annähernd 150 Studierende des Fleming- und Posselt-Semesters der Einladung der Zweigbibliothek Medizin zu Kaffee / Tee / Wasser und Quiche / Kuchen / Obst.

Nun schon bereits zum dreizehnten Mal nutzte die Bibliothek die Gelegenheit, sich den Studierenden des ersten Semesters der Human- und der Zahnmedizin vorzustellen.

Bei den anschließenden Bibliotheksrundgängen konnten die Räumlichkeiten und Angebote der ZB Medizin kennengelernt und unter anderem Fragen zu Recherchen, Lehrbuch– und iPad-Ausleihen gestellt und beantwortet werden.

 

Fotos © ZB Medizin

Herzlich willkommen, liebes Fleming- und Posselt-Semester!

Die Zweigbibliothek Medizin der Medizinischen Fakultät begrüßt Sie herzlich in Münster! In unserem Informations-Flyer (als PDF zum Ausdrucken) finden Sie alles, was Sie für den Start ins Studentenleben brauchen – jedenfalls bibliotheksseitig. Wir tun alles, um Ihnen bei den ersten Schritten behilflich zu sein.

Die meisten Fragen lassen sich per Email (info.zbmed@uni-muenster.de), Telefon (0251-83/58560) oder an der Leihstelle und der Information (Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A11) sicher leicht klären.

Mittels “Aktivierung” wird aus Ihrer neuen Studierendenkarte ein Benutzungsausweis der Zweigbibliothek und der Unibibliothek. Sie können die Aktivierung online vornehmen. Sie erhalten eine Nachricht an Ihre uni-muenster E-Mail-Adresse, wenn die Aktivierung erfolgt ist. Wenn Sie Ihre Studierendenkarte nicht online aktivieren möchten, sondern in der Bibliothek, dann ist das auch problemlos möglich. Bringen Sie bitte dazu einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass) mit und kommen Sie Mo-Fr zwischen 8:00 und 16:30 Uhr. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

Spezielle Angebote der Bibliothek für Studierende finden Sie ebenfalls online.

Wir wünschen Ihnen einen guten Studienbeginn!

Ihr Bibliotheksteam

Sir Alexander Fleming (1881-1955) war ein schottischer Mediziner und Bakteriologe. Er erhielt 1945 als einer der Entdecker des Antibiotikums Penicillin den Nobelpreis. Außerdem entdeckte er das Lysozym, ein Enzym, das starke antibakterielle Eigenschaften aufweist und in verschiedenen Körpersekreten wie Tränen und Speichel vorkommt.

Ulf Posselt (1914–1966) war ein schwedischer Zahnarzt, nach dem das Posselt-Diagramm benannt ist. Dieses zeigt die Grenzbewegungen des Inzisalpunktes des Unterkiefers in der Sagittalebene. Die Bewegungsmöglichkeiten des Unterkiefers können nur innerhalb bestimmter räumlicher Grenzen ablaufen, die von der Anatomie der Kiefergelenke, der Morphologie der Zahnreihen, den viskoelastischen Eigenschaften der Muskeln, der Gelenkbänder und der Haut bestimmt werden.

 

Foto: © ULB und Kurhan, Fotolia

Vertragsverlängerung zwischen Norwegen und Elsevier gescheitert

Die Kommission „Direktoratet for IKT“, von der norwegischen Regierung beauftragt, hat vor einer Woche die Gespräche mit Elsevier für gescheitert erklärt. Es gäbe bei Elsevier keinerlei Ansätze zur Modifikation des Publikationsmodells hin zu präferierten „Open Access“ und „Open Publishing“.

Gewünscht war von der norwegischen Kommission die Änderung von der Bezahlung, um einen Artikel lesen zu können hin zu einem Publikationsmodell, welches die Bezahlung vorsah, um einen Artikel zu veröffentlichen. Dieses Open Publishing sollte bis 2024 sicherstellen, dass norwegische Forschungsleistungen bis 2024 grundsätzlich im Sinne von „Open Access“ von jedem ohne Zugangsschranken gelesen werden kann.

Pressemitteilung: Norwegian research institutions have decided not to renew their agreement with Elsevier

Nach Schweden folgt nun Norwegen in der Ablehnung einer Verlängerung des Vertrages mit Elsevier.

In Deutschland verhandelt das Projekt Deal u.a. mit Elsevier.  Mitte Januar erreichte Deal einen Vertragsabschluss für ein bundesweites Publish&Read-Modell mit dem Verlag Wiley.

Originalmeldung von Olver Weiner auf medinfo

Logo © Projekt DEAL c/o Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

RKU Heidelberg trifft WWU Münster: Digitale Lehre

Digitale Lehre wird mittlerweile in vielen Studiengängen eingesetzt – unterschiedlich oft und meist als Ergänzung zur Präsenzlehre. Am kommenden Mittwoch, 06.03.2019, treffen sich Vertreter der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema „Herausforderung Digitale Lehre“.

Teilnehmer:

Veranstaltungsort:

09.00 Begrüssung
09.15 Übersicht / Status quo der Digitalen Lehre in Heidelberg
09.30 Bedarfsaufstellung / Ideensammlung mit Ansätzen zur Digitalisierung
09.45 Echt-Zeit Umfragen / Quiz um die Interaktion während Vorlesungen und Seminaren; Fallbeispiel
10.00 Easy-Studium
10.15 iPad-Projekt KFO
10.30 iPad-Projekt KFO – Hands on

Neue Mitarbeiter in der Zweigbibliothek Medizin

Seit Jahresbeginn gibt es in der Zweigbibliothek Medizin drei neue Gesichter.

Frau Silke Stegemann arbeitet überwiegend in der Bibliothek des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, nun aber auch in Teilzeit an der Leihstelle der Zweigbibliothek Medizin, wo Sie darüber hinaus in der Buchtechnik tätig ist.

Herr Andree Rietbrock hat in der Hochschulschriftenstelle der ULB  gearbeitet, und arbeitet nun hälftig in der Zweigbibliothek Sozialwissenschaften und in der Zweigbibliothek Medizin, wo er Dienst an der Information tut und die medizinischen Institutsbibliotheken betreut.

Frau Anne Potschinski ist kein neues Gesicht in der Bibliothek. Nach Elternzeit arbeitet sie nun auf einer ½ Stelle, wo sie ihre Kompetenz an der Information einbringt, die Abonnements der E-Journals der ZB Medizin pflegt und das Projekt easystudium betreut.


(v.l.n.r.)Silke Stegemann, Andree Rietbrock, Anne Potschinski

Rosenmontag, 4. März, bleibt die Zweigbibliothek Medizin geschlossen

Die Zweigbibliothek Medizin sowie die Zweigbibliotheken Sozialwissenschaften und Chemie, das Zeitungs- und Pressearchiv, die Bibliothek im Haus der Niederlande als auch die Universitäts- und Landesbibliothek bleiben am Rosenmontag, dem 4. März 2019, geschlossen.