Forschungs-Centren

Am Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Aus dem Forschungsverbund sind in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer Institutionen und Drittmittelverbünde hervorgegangen, die das Profil in der interdisziplinären Religionsforschung stärken und sie nachhaltig an der WWU verankern. Ein organisatorisches Rückgrat der interdisziplinären Zusammenarbeit stellen die drei epochenbezogenen Forschungs-Centren dar, die der Einwerbung neuer Forschungsverbünde und als Forum für öffentliche Veranstaltungen, Publikationsreihen und Zeitschriftenredaktionen dienen.

Von der Beteiligung an den Centren profitieren besonders die Kleinen Fächer der WWU, die nicht über die erforderlichen Ressourcen zur Vorbereitung von Forschungsanträgen verfügen. Die Universität beheimatet diverse solcher Kleinen Fächer – von der Archäologie und Ägyptologie bis zur Westfälischen Landesgeschichte –, die in großer Zahl auch am Exzellenzcluster beteiligt sind. Dessen interdisziplinärer Fokus hat dazu beigetragen, dass sie sich über Fachbereichsgrenzen hinweg institutionell stärker vernetzen konnten. Die WWU wird die offene Centren-Kultur auch in Zukunft fortsetzen und die Zusammenschlüsse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Kleinen Fächer weiter fördern.

Centrum für Religion und Moderne (CRM): Das Centrum für Religion und Moderne (CRM) ist im Rahmen des Exzellenzclusters entstanden, um dem neuen Schwerpunkt der Religionsforschung in den Rechts- und Sozialwissenschaften der WWU Rechnung zu tragen. Es bündelt und organisiert die rechts- und sozialwissenschaftlichen Forschungen über Religionen in der Moderne. Seit 2015 gibt das Centrum im Campus Verlag die Schriftenreihe „Religion und Moderne“ heraus, die in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits zu einem begehrten Publikationsort auch für externe Forscherinnen und Forscher geworden ist.

Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF): Das Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF) ist aus der jahrzehntelangen epochenübergreifenden Verbundforschung an der WWU Münster hervorgegangen. Es bietet ein Forum, um die erfolgreiche Kooperation zwischen Mittelalter- und Frühneuzeitspezialisten fortzusetzen und die Epochen vom frühen Mittelalter bis zur Sattelzeit um 1800 auch weiterhin in ihren strukturellen Kontinuitäten zu thematisieren. Zugleich erweitert das CMF die Perspektive in transkultureller Hinsicht und nimmt auch die christlich-islamischen Kontaktzonen sowie den Beitrag unterschiedlicher jüdischer Gemeinschaften zur europäischen und mediterranen Geschichte in den Blick. Das CMF besteht aus zwei Abteilungen, dem Institut für Frühmittelalterforschung und der Abteilung für Frühneuzeitforschung. Am CMF sind die wissenschaftlichen Redaktionen zweier renommierter Fachzeitschriften angesiedelt, die gemeinsam das ganze chronologische Spektrum vom Frühmittelalter bis zur Sattelzeit abdecken: die Frühmittelalterlichen Studien und die Zeitschrift für Historische Forschung.

Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM): Im Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) sind sämtliche Altertumswissenschaften der Universität Münster vernetzt. Das Centrum dient der Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Entwicklung neuer Forschungsprojekte und als Forum für öffentliche Veranstaltungen. Im interdisziplinären Masterstudiengang „Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums“ (AKOEM) wird das breite Angebot auch für die Lehre genutzt.