Archiv der Kategorie: Medizin

Amboss: IMPP-Probeexamen

Wichtige Info für alle Examenskandidat:innen April 2021: Vom 15.02. bis 28.02. wird in AMBOSS das zweite vom IMPP angekündigte Probeexamen zur Verfügung stehen (im Lernplan-Bereich)!
Wie gewohnt werden die Fragen von der ärztlichen Redaktion kommentiert und mit der AMBOSS-Bibliothek verknüpft sein. Im Probeexamen tauchen vereinzelt auch Fragen zu COVID-19 auf. Das AMBOSS-COVID-19-Kapitel dient dabei in Abstimmung mit dem IMPP als Vorbereitungsskript: go.amboss.com/skript-covid-19

Zusätzlich Empfehlung: das Kapitel zum Infektionsschutzgesetz in die Vorbereitung einbeziehen: go.amboss.com/IfS-Gesetz. Das Gesetz wurde im Dezember 2020 angepasst und das AMBOSS-Kapitel entsprechend überarbeitet.

Die genannten Inhalte und Fragen können im genannten Zeitraum auch ohne Campuslizenz kostenfrei genutzt werden.

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

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Amboss Podcast: COVID-19-Impfstoffe

Im AMBOSS-Podcast gibt der Pädiater Dr. Martin Terhardt, seit 10 Jahren Mitglied der ständigen Impfkommission (STIKO), Einblicke in die STIKO-Arbeitsgruppe „COVID-19-Impfung“ und erklärt konkret, wie die Wirksamkeit eines Impfstoffs gemessen wird:  „Haben Sie Vertrauen in die Kommissionen und Behörden, die sich um dieses Thema kümmern. Dort sitzen Menschen, die auch skeptisch sind […] und sich dessen bewusst sind, dass es darum geht, Medikamente an Menschen zu verabreichen, die per se gesund sind“

Anders als bei herkömmlichen Lebend- und Totimpfstoffen steht bei der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen v.a. der Ansatz genbasierter Impfstoffe im Fokus. Schon seit vielen Jahren verfolgen Forscher:innen das Konzept, Erbinformationen des Erregers in menschliche Zellen zu injizieren, die daraufhin Virusantigene selbst herstellen und das Immunsystem effektiv stimulieren können. Die beiden Podcast-Episoden beleuchten diese Impfstofftechnologien näher, vergleichen mRNA- und vektorbasierte Verfahren und beleuchten Vor- und Nachteile in deren Anwendung.

Die Antworten auf viele Fragen stehen noch aus. So fehlen bspw. Daten aus noch laufenden Studien der Impfstoffhersteller sowie der ersten geimpften Kohorten. Von diesen erwartet man sich weitere Erkenntnisse zur Langzeiteffektivität der Impfdosen. Fest steht jedoch: Die Wirksamkeit ist nur gewährleistet, so Dr. Terhardt, „wenn wir eine sehr, sehr hohe Impfrate [in der Bevölkerung] erreichen.“ Der Ball liegt also langfristig nicht im Feld der STIKO, sondern bei jedem und jeder Einzelnen – und damit auch bei den Ärzt:innen, von denen ihre Patient:innen eine kompetente Beratung erwarten.

Amboss bietet regelmässig einen Podcast an, der Wissenschaft hörbar machen soll. Alle zwei Wochen am Sonntag wird mit Expertinnen und Experten über relevante Themen aus Forschung, Gesundheitspolitik und dem klinischen Alltag. Das Format wechselt zwischen Kollegengespräch und Nachrichtenstil. Daneben werden aktuelle Studien aus international anerkannten Fachjournalen – wie dem NEJM oder dem JAMA besprochen.

Weitere Informationen zum Podcast und relevanten AMBOSS-Inhalten: COVID-19, und https://amboss.podigee.io/archive

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AMBOSS Blog: Postoperatives Vorhofflimmern

In dem jüngsten Beitrag von Philippa von Schönfeld im AMBOSS Blog, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Hintergründe, Details zu neuesten Studien und Insights durch Expert:innengespräche zu referieren, geht es um postoperatives Vorhofflimmern: Alter, Geschlecht, Ruheherzfrequenz:

Bei kardiochirurgischen Eingriffen liegt die Inzidenz postoperativen Vorhofflimmerns bei bis zu 45 Prozent. Perioperative Auslöser können Elektrolytstörungen sowie strukturelle oder elektrische Veränderungen im Vorhof sein. Aber auch bei nicht-kardiologischen Thoraxoperationen kann postoperatives Vorhofflimmern zur folgenschweren Komplikation werden. Es ist in diesem Zusammenhang die am häufigsten auftretende Arrhythmie und mit einer verlängerten Behandlungsdauer sowie erhöhten Mortalität assoziiert. Da die Ätiologie multifaktoriell und bisher nicht gänzlich geklärt ist, kann das Wissen um Risikopatient:innen helfen, die Zeit bis zur Diagnosestellung und Therapie zu verkürzen.

Wer ist also besonders gefährdet? Es gibt verschiedene Ansätze, ein Vorhersagemodell für postoperatives Vorhofflimmern zu schaffen. Im Jahr 2005 wurden von Passman et al. in einer Studie drei simple Prädiktoren benannt: fortgeschrittenes Alter, männliches Geschlecht und eine Ruheherzfrequenz ab 72 Schlägen pro Minute. Eine Wichtung erfolgte mittels Punktevergabe, wobei das Alter als singulär größter Risikofaktor am stärksten gewertet wurde. Weitere Risikofaktoren wie eine Mitralklappenerkrankung oder eine linksatriale Dilatation wurden ausgelassen. Dennoch konnte die Klassifikation eine Vorhersagegenauigkeit von 67 Prozent erzielen. Das Studienkollektiv bestand aus 856 Krebspatient:innen, die zwischen 1991 und 2003 nicht-kardiale thorakale Operationen hatten.

Dieses klinische Vorhersagemodell wurde in einer 2019 publizierten Studie von Smith et al. erneut angewendet und erweitert. Die Studienpopulation schloss 2.036 Patient:innen ein, die aufgrund benigner oder maligner nicht-kardialer Erkrankungen im Bereich des Thorax operiert worden waren. Auch hier bestätigte sich die gute Kalibrierung des Modells. Unter Hinzunahme des Resektionssumfangs als Einflussfaktor wurde ein binäres System von “low risk” versus “high risk” entwickelt. Dabei wurden Pneumonektomie, Ösophagektomie sowie Lobektomie als extensive Eingriffe bezeichnet und entsprechend als “high risk” kategorisiert. Diese Einteilung stimmt mit Studien überein, die chirurgischen Stress als Risikofaktor für postoperatives Vorhofflimmern identifizierten.

Zur Prävention ist bei gefährdeten Patient:innen eine perioperative Prophylaxe denkbar. Die Evidenzlage ist allerdings bisher noch nicht geklärt. Bislang empfiehlt die American Association of Thoracic Surgery die Erwägung einer Medikation mit Amiodaron zur Prophylaxe bei Risikopatient:innen, ohne diese Risikogruppe klar zu definieren.

Das Vorhersagemodell könnte zur individuellen Abwägung einer Prophylaxe unter Einbeziehung der Patient:innen- und OP-abhängigen Risikofaktoren hilfreich sein und einen Anstoß zur weiteren Forschung zum postoperativen Vorhofflimmern geben.

Quelle: External validity of a model to predict postoperative atrial fibrillation after thoracic surgery. Heather Smith et al. European Journal of Cardio-Thoracic Surgery, 57(5).2020, 874–80 [Volltext]

Weitere Inhalte zu Klinik, Differentialdiagnosen und Therapie finden sich im unter Postoperatives Vorhofflimmern im AMBOSS-Kapitel Vorhofflimmern.

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„Paper of the Month“ Dezember 2020 geht an Sargon Thebing, Lukasz Truszkowski und Prof. Erez Raz (Institut für Zellbiologie)

Für den Monat Dezember 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an Sargon Thebing, Lukasz Truszkowski und Prof. Erez Raz aus dem Institut für Zellbiologie sowie an Dr. Daniel Tenbrinck (ehedem: Angewandte Mathematik, FB10 Mathematik und Informatik) für die Publikation: Using migrating cells as probes to illuminate features in live embryonic tissues in der Zeitschrift Science Advances. 6(49) 2020, eabc5546 [Volltext]

Die Eigenschaften von Geweben sind wichtig für die Entwicklung und Funktion von Organen. Gleichzeitig stehen sie in engem Zusammenhang die Zellwanderung durch den Körper zu beeinflussen, z.B. bei der Immunantwort infolge einer Entzündung oder bei der Bildung von Tumor-Metastasen. Gegenwärtige Methoden zur Charakterisierung von Gewebeeigenschaften erfordern die Nutzung von invasiven Werkzeugen, die das Gewebe beschädigen könnten.

Es wurde eine neue Methode entwickelt, um den Einfluss von Geweben auf die Zellbewegung zu erforschen. Hierzu wurde sich das Verhalten von Urkeimzellen zu Nutze gemacht, die sich unabhängig von richtungsweisenden Botenstoffen in Zebrafischembryonen fortbewegen. Durch Zusammenführen von 3D-Mikroskopiebildern mehrerer Organismen konnten Muster in der Zellverteilung erkannt und darüber Gewebestrukturen identifiziert werden, die die Zellbewegung beeinflussen. So konnte eine Gewebebarriere identifiziert und das abprallende Zellverhalten genauer studiert werden. Es konnte gezeigt werden, dass eine extrazelluläre Matrix die Barriere umhüllt, die das Protein Laminin enthält. Dieses Material wurde von den Keimzellen nicht durchdrungen. Stattdessen kehrten die Zellen ihre Polarität um und wanderten weg.

Die Untersuchung und Aufschlüsselung der Mechanismen, wie normale Zellen auf Gewebebarrieren reagieren, wird das Verständnis für das abnorme Verhalten metastasierender Zellen verbessern. Dieses Wissen wird helfen, das Fortschreiten der Krankheit zu verfolgen und neue Ansätze für entsprechende Therapien zu entwickeln.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

 

Amboss Podcast: Der medizinische Jahresrückblick

In der jüngsten Podcast-Folge im Jahr 2021 geben Ärztinnen ihren persönlichen Studienrückblick 2020: go.amboss.com/podcast
So besprechen sie unter anderem, welche Persönlichkeitsmerkmale die Tendenz begünstigen, Klopapier zu horten und wieso der COVID-19-Lockdown zu leeren Klopapierregalen geführt hat. Außerdem erzählen sie, wie selbst 2020 noch eine bisher unbekannte Struktur in der Medizin entdeckt werden konnte. Um welche es sich handelt, ist natürlich auch im AMBOSS-Kapitel nachzulesen: go.amboss.com/kapitel-struktur

Amboss bietet regelmässig einen Podcast an, der Wissenschaft hörbar machen soll. Alle zwei Wochen am Sonntag wird mit Expertinnen und Experten über relevante Themen aus Forschung, Gesundheitspolitik und dem klinischen Alltag. Das Format wechselt zwischen Kollegengespräch und Nachrichtenstil. Daneben werden aktuelle Studien aus international anerkannten Fachjournalen – wie dem NEJM oder dem JAMA besprochen.

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„Paper of the Month“ November 2020 geht an zwei Studien zur Kardiologie und zur Inflammation

Für den Monat November 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an zwei Publikationen:

Dr. Jeanette Köppe, Dr. Eva Freisinger und Prof. Gerhard-Paul Diller aus dem Institut für Biometrie und Klinische Forschung und den Kliniken für Kardiologie I und III in der Kategorie „Klinische Forschung“ für die Publikation Current use and safety of novel oral anticoagulants in adults with congenital heart disease: results of a nationwide analysis including more than 44 000 patients in der Zeitschrift European Heart Journal. 41(43).2020: 4168–4177 [Volltext]

Patienten mit angeborenem Herzfehler erreichen dank moderner Therapien mittlerweile häufig das Erwachsenenalter (EMAH). Damit treten zunehmend Indikationen für eine orale Antikoagulation ein (z.B. Vorhofflimmern, Thrombose, Lungenembolie). Der Stellenwert der neuen Antikoagulanzien (sog. NOAKs) bei diesem besonderen Patientenkollektiv ist im Vergleich zur Antikoagulation mit Vitamin K Antagonisten (VKAs) bisher nicht untersucht.

Unter Nutzung bundesweiter Krankenkassendaten konnte bei EMAH Patienten ein stetiger Zuwachs der Verschreibung von NOAKs bis hin zu einem Anteil von 45% in 2018 beobachtet werden. EMAH Patienten unter Medikation mit NOAKs hatten höhere thromboembolische Ereignisraten (3.8% vs. 2.8%), ebenso erhöhte MACE (7.8% vs. 6.0%), Blutungen (11.7% vs. 9.0%) und Gesamtsterblichkeit (4.0% vs. 2.8%; all p < 0.05) nach 1 Jahr im Vergleich zu VKAs. Nach umfangreicher Adjustierung waren NOAKs weiterhin mit erhöhtem Risiko für schwerwiegende kardiale Ereignisse (MACE; HR 1.22) und Sterblichkeit (HR 1.43; both p < 0.001), aber auch Blutungen (HR 1.16; p = 0.007) im Langzeitverlauf assoziiert.

Trotz unzureichender Evidenz in EMAH Patienten ersetzen NOAKs zunehmend die Standardtherapie mit VKAs und machen mittlerweile fast die Hälfte der eingesetzten Antikoagulanzien aus. NOAKs sind dieser bundesweiten Studie zu Folge mit erhöhtem Risiko schwerwiegender kardialer Ereignisse und erhöhter Langzeitsterblichkeit behaftet. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit prospektiver Studien, bevor abschließende Empfehlungen für den Einsatz von NOAKs bei EMAH Patienten ausgesprochen werden können.

sowie

Dr. Andreas Margraf, Dr. Giulia Germena und Prof. Alexander Zarbock aus der Klinik für Anästhesiologie, operative lntensivmedizin und Schmerztherapie in der Kategorie „Experimentelle Forschung“ für die Publikation The integrin linked kinase is required für chemokine-triggered high affinity conformation of neutrophil β2-integrin LFA1 in der Zeitschrift Blood. 136(19): 2200–2205 [Volltext].

Leukozyten und insbesondere neutrophile Granulozyten sind essentiell für eine adäquate Immunabwehr. Eine unkontrollierte Rekrutierung und Aktivierung dieser Zellen kann jedoch in schweren Organschäden resultieren, wie es z.B. in Sepsispatienten beobachtbar ist. Die Rekrutierung dieser inflammatorischen Zellen basiert u.a. auf Integrinen, speziellen Signalrezeptoren. Ein Integrin, welches maßgeblich zur Neutrophilenadhäsion beiträgt ist LFA-1.

In der aktuellen Arbeit konnte erstmalig ein wichtiger Signalmechanismus in der Aktivierung des Integrins LFA-1 in neutrophilen Granulozyten aufgezeigt werden. Mittels verschiedener Techniken (u.a. Proteomics, Phospho-Assays und in-vivo Bildgebung) wurde beobachtet, dass die Integrin-Linked-Kinase (ILK) die Rekrutierung und Aktivierung von PKC reguliert. PKC wiederum phosphoryliert Kindlin-3, ein für die Aktivierung von Integrinen unabdingbares Protein, und reguliert hierdurch dessen Rekrutierung. Interessanterweise beeinflusst der ILK-Signalweg spezifisch LFA-1, ohne auf die Funktion des Integrins Mac1 einzuwirken. Die Abwesenheit von ILK führt nicht nur zur verminderten Adhäsion neutrophiler Granulozyten, sondern reduziert hierdurch ebenfalls die experimentelle Schädigung der Niere.

Die Arbeit unterstreicht die grundlegende Bedeutung der ILK-vermittelten Kindlin-3 Rekrutierung in der Aktivierung des Integrins LFA-1 in neutrophilen Granulozyten, welches die Adhäsion der Zellen reguliert. Hierdurch bieten sich mögliche Angriffspunkte für künftige translationale Ansätze in der Inflammationsforschung und Behandlung von Patienten.

 

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Zugang zu via medici verlängert

Der von 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2020 angebotene Zugang zu https://viamedici.thieme.de wurde nun um 12 Monate bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Entschuldigen Sie bitte die späte Mitteilung, die QVM-Kommission des Fachbereichs hatte erst in der zweiten Dezemberwoche ihre Zustimmung erteilt, das Dekanat erst diese Woche.

Dieses Portal enthält

  • Interaktive Lernmodule aus Vorklinik und Klinik, die sich nicht nur nach Fächern oder Organsystemen anzeigen lassen, sondern auch sortiert nach Curriculum.
  • Mehr als 30.000 IMPP-Fragen zum Kreuzen (examen online).
  • Über 100 digitale Thieme Lehrbücher inkl. PROMETHEUS LernAtlas der Anatomie (eRef).
  • 3D Ansicht, um komplexe anatomische Strukturen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und damit umfassend zu verstehen.
  • Bilder, Animationen und Videos an der richtigen Stelle.
  • Individuelle Lerntiefe: Kurztext, Langtext oder nur IMPP-Fakten.
  • Fallbeispiele, interaktive Kurse und viele weitere tolle Features.

Die Registrierung erfolgt über folgenden Link: https://viamedici.thieme.de/registrierung.

Wer bereits einen Account für examen online oder die eRef besitzt, kann diesen auch für via medici nutzen. Um alle Angebote freizuschalten, muss man sich im Hochschulnetz befinden und den Heimzugang aktivieren. Danach funktioniert via medici auch von zu Hause aus.

Foto: Screenshot viamedici.thieme.de

Obacht: Lizenz für RefWorks läuft Ende des Jahres aus !

Bereits zu Beginn diesen Jahres wiesen wir auf das Auslaufen der Lizenz für das Literaturverwaltungsprogramm RefWorks zum Ende des Jahres 2020 hin.

Bitte übertragen Sie daher alle Daten, die Sie behalten möchten, rechtzeitig in ein anderes Literaturverwaltungsprogramm.

Details und Hinweise zum Umstieg auf ein anderes Literaturverwaltungsprogramm (z.B. Citavi) finden Sie in der Meldung zur RefWorks-Kündigung, oder im entsprechenden Wiki-Eintrag der ZB Medizin zu Refworks, hier.

Haben Sie Fragen? Benötigen Sie Unterstützung beim Umstieg von RefWorks zu einem anderen Programm? Dann helfen wir Ihnen via E-Mail (info.ulb@uni-muenster.de) oder in unserer Sprechstunde: www.ulb.uni-muenster.de/literaturverwaltung 

Die ULB empfiehlt Citavi für Windows-Nutzer (hier soll bald eine Web-Version kommen). Mac-Nutzer werden auf Zotero und Mendeley verwiesen.

Foto: Logo © ProQuest LLC

Amboss: IMPP-Probeexamen und Vorbereitungsskript

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Im Rahmen der am 1. April in Kraft getretenen Verordnung zur abweichenden Approbationsordnung erstellt das IMPP zur Vorbereitung auf das April-Examen 2021 zwei Probeexamina à 80 Fragen, welche auch in AMBOSS bereitgestellt werden.

Das erste Probeexamen wird auf Wunsch des IMPP vom 23.11.-6.12. in AMBOSS zur Verfügung stehen (im Lernplan-Bereich). Wie gewohnt werden die Fragen von der ärztlichen Redaktion kommentiert und mit der AMBOSS-Bibliothek verknüpft sein. Im Probeexamen werden vereinzelt auch Fragen zum COVID-19 auftauchen. Als Vorbereitungsskript wird das AMBOSS-COVID-19-Kapitel eingesetzt.

Das zweite Probeexamen wird voraussichtlich ab dem 15. Februar für zwei Wochen aufrufbar sein – hierüber informieren wir nochmal.

Viele Fragen und Antworten zum Probeexamen sind hier zusammengestellt.

 

Grafik: © Amboss GmbH

AMBOSS Auditor-Reihe: Antibiotika

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Auf die neue Auditor-Reihe rund um Antibiotika (s. hier) verweist Rosa Bartel ausführlich im AmbossBlog:

„Die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen (ABR) ist eine der größten Herausforderungen für die globale Gesundheit. Die Effekte von zunehmenden Antibiotikaresistenzen betreffen arme und reiche Länder, junge und alte Menschen und machen grundsätzlich behandelbare Erkrankungen erneut zu tödlichen Gefahren. Mikrobiologen und Infektiologen warnen daher seit Jahren vor dem Einbruch der sog. postantibiotischen Ära.

Zwar ist die Entwicklung von ABR grundsätzlich ein natürlicher Prozess, durch Fehler in der Durchführung und Steuerung von Antibiotikatherapien können Ärzt*innen jedoch zur Verbreitung von Resistenzen beitragen. Die Gefahr, mit einer unsachgemäßen Antibiotikatherapie zu einer weiteren Verbreitung und Entstehung von Resistenzen beizutragen, ist also Teil des klinischen Alltags. Ob ambulant oder in der Klinik, die Entscheidung für eine indizierte adäquate antibiotische Therapie steht oft der Gefahr einer Übertherapie gegenüber.

Krankenhäuser und Pflegeheime sind häufig Orte, an denen ABR entstehen. Darum schadet es nicht, sich als behandelnde Person immer wieder die Grundlagen der Antibiotikatherapie vor Augen zu führen. Eine spannende Initiative ist bspw. das Antibiotika-Resistenz-Surveillance-Projekt (ARS) des Robert Koch-Instituts. Dieses erhebt deutschlandweit Daten und erschafft damit eine Basis zur Erstellung von Therapieempfehlungen und Hygienerichtlinien u.a. zur Bekämpfung nosokomialer Infektionen. Ziel ist, ein flächendeckendes Überwachungssystem aufzubauen, um repräsentative und aktuelle Daten zu Resistenzlage und Antibiotikaverbrauch bereitzustellen. Damit allein ist es jedoch nicht getan.

Ein grundlegendes Verständnis der indikationsgerechten Therapie bakterieller Infektionen sowie der resistenzfördernden Fallstricke einer antibiotischen Therapie sind daher essentiell. In manchen Fällen bedeutet dies, behandelte Patient*innen über die Notwendigkeit einer ausreichend langen Therapiedauer aufzuklären. In anderen Fällen kann es aber auch gerade erforderlich sein, eine begonnene antibiotische Therapie frühzeitig zu beenden, wenn sie nicht mehr indiziert ist. Nicht zuletzt gilt es, bereits durch eigene Internet-Recherchen vorinformierte Patient*innen über ein sinnvolles therapeutisches Vorgehen aufzuklären, um die Compliance zu sichern. Dies kann nur auf der Grundlage eines soliden Wissensschatzes sowie bestehender Leitlinien und Therapieempfehlungen erfolgen. Neben solchen eher alltäglichen Situationen in der Praxis lohnt es auch, für den Extremfall Sepsis sowie für Spezialfälle wie die antibiotische Therapie bei Kindern und Schwangeren vorbereitet zu sein.

Mit der neuen AMBOSS Auditor-Reihe gibt es nun einen strukturierten Zugang zu den Themen rund um die Antibiotikatherapie geschaffen. Von den Grundlagen über die Therapie nosokomialer Infektionen, bis hin zu einem klinisch-praktischen Blick auf die verschiedenen Organsysteme haben wir alles kompakt zusammengefasst. Denn das Bewusstsein der behandelnden Ärzt*innen für die globale Problematik sowie dezidiertes Wissen und Handeln sind jeden Tag vonnöten. Die Zukunft der Behandlung von bakteriellen Infektionen liegt nämlich maßgeblich in den Händen der Ärzt*innen von heute. Hier kann mit vertretbarem Aufwand täglich zu einer positiven Entwicklung beigetragen werden.

Natürlich darf auch nicht verschwiegen werden, dass zur Abwendung einer postantibiotischen Ära auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben bestehen. Bspw. muss der Umgang mit Antibiotika in der Massentierhaltung überdacht werden, der nachweislich die Entwicklung von ABR fördert.“

Original-Artikel im AmbossBlog

Weitere Infos zu Amboss hier.

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Zugang in die Bibliothek und zu den Arbeitsplätzen ab 16.11.2020

Neben der Ausleihe von Büchern auf Bestellung (Bestellformular) und Rückgabe können auch wieder Bücher aus der Lehrbuchsammlung selber geholt werden, und zwar zu den folgenden Zeiten:

Mo-Fr:    8:30-21:30
Sa+So: 10:00-14:30

Für die Buchung von Arbeitsplätzen nutzen Sie bitte folgende Adresse: https://sso.uni-muenster.de/ULB/sso/platzreservierung.php

Obacht: Ab Montag dem 16.11.2020 erfolgt der Zugang in die Bibliothek, also auch zu den reservierten Arbeitsplätzen, über den Haupteingang der Zweigbibliothek Medizin !


 

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass Sie während des gesamten Aufenthalts in der Zweigbibliothek Medizin, also auch an den vorab reservierten  Lern- und Arbeitsplätzen, eine Alltagsmaske tragen.

 

Grafik © ZB Medizin

„Paper of the Month“ Oktober 2020 geht an Dr. Rovas, cand. med. Osiaevi und Prof. Kümpers aus der Medizinischen Klinik D

Für den Monat Oktober 2020 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der WWU Münster an Dr. Rovas, cand. med. Osiaevi und Prof. Kümpers aus der Medizinischen Klinik D für die Publikation: Microvascular dysfunction in COVID-19: the MYSTIC study in der Zeitschrift Angiogenesis. 2020 Oct 14, 1-13 [Volltext]

Präklinische Studien und Autopsie-Befunde haben die Hypothese genährt, dass eine Dysregulation des vaskulären Endothels eine zentrale Rolle in der Pathogenese des akuten Atemnotsyndroms (ARDS) und des Multiorganversagens bei COVID-19 spielen könnte.

Mit Hilfe eines umfassenden Analyseansatzes, der eine neuartige funktionelle Bildgebung und Biomarker-Analysen umfasste, wurden bei Patienten mit COVID-19 schwerwiegende Veränderungen der Mikrozirkulation und der endothelialen Glykokalyx (einer protektiven Schutzschicht auf dem vaskulären Endothel) gefunden. Mehrere dieser Marker standen in engem Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung und sagten die Entwicklung des ARDS voraus. Bemerkenswert ist, dass die Dicke der sublingualen Glykokalyx und zirkulierende Endothelmarker, nicht aber die ursprünglich vorgeschlagen (Entzündungs-)Marker wie Ferritin, CRP, IL-6 oder hs-Troponin, die 60-Tage-Sterblichkeit im Krankenhaus vorhersagten.

Die Daten liefern eindeutig weitere Belege für die Rolle der systemischen mikrovaskulären Dysfunktion und der Glykokalxschädigung bei COVID-19. Zukünftige therapeutische Ansätze sollten daher die Bedeutung der systemischen Gefäßbeteiligung bei COVID-19 berücksichtigen.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker