Das Rektorat der WWU zeichnete Dr. Annika Bach (2. Reihe, 2.v.l.) und 13 weitere Nachwuchswissenschaftler für ihre Doktorarbeiten aus.
© WWU/Peter Leßmann

WWU-Dissertationspreis für Dr. Annika Bach

Mathematikerin erhält Auszeichnung für ihre Arbeit im Bereich der Variationsrechnung

In einer Feierstunde im Schloss hat das WWU-Rektorat vergangene Woche die besten Doktorinnen und Doktoren des Jahres 2019 ausgezeichnet. Die Mathematikerin Dr. Annika Bach erhielt nicht nur das Prädikat "summa-cum-laude", sondern auch einen mit 3.500 Euro dotierten Dissertationspreis.

Im Rahmen der Variationsrechnung befasst sich diese Arbeit (Betreuung: Prof. Dr. Caterina Zeppieri) mit der Approximation von freien Unstetigkeitsfunktionalen. Dies sind Funktionale, die aus einem Volumenterm und einem Oberflächenterm bestehen, und deren Minimierung in der Bildverarbeitung oder bei der Modellierung von Brüchen in elastischen Materialien relevant ist. Die Approximationen, die in dieser Arbeit betrachtet werden, basieren auf sogenannten Phasenfeldmodellen, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Diskretisierung dieser Modelle liegt, die insbesondere für die Implementierung mittels Computer geeignet ist.

Durch die Diskretisierung treten unterschiedliche Parameter auf, deren Zusammenspiel das Approximationsverhalten der resultierenden diskreten Funktionale beeinflusst. Mit Methoden der Gamma-Konvergenz charakterisiert die Arbeit dieses Verhalten quantitativ. Tatsächlich kann gezeigt werden, dass die Form des Oberflächenterms im approximierten Funktional wesentlich vom Zusammenspiel der Parameter abhängt und insbesondere die Orientierung der Oberfläche eine Rolle spielen kann.

Inzwischen ist Annika Bach von Münster nach Süddeutschland gezogen: Sie forscht jetzt als Postdoc an der Technischen Universität München im Projekt „Curvature Effects in Molecular and Spin Systems“ des SFB Transregio „Discretization in Geometry and Dynamics“.

Weitere Informationen zur Preisverleihung: Pressemitteilung der WWU