Archiv 2026

© Uni MS - Birgitte Heeke

Sarajevo-Exkursion: Nachbarschaft der Religionen

In Sarajevo stehen Moscheen, Kirchen und Synagogen seit Jahrhunderten Tür an Tür. Eine Gruppe aus Münster, bestehend aus Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der christlichen, islamischen und jüdischen Theologien, reiste in die bosnische Hauptstadt, um vom gelebten Miteinander der Religionen zu lernen. Diese Erfahrungen sollen auch den künftigen „Campus der Theologien und religionsbezogenen Studien” in Münster prägen.

© Uni MS

Ringvorlesung „Diskriminierungsformen an der Universität begegnen“ im Wintersemester 2026/2027

Im Wintersemester 2026/2027

Mittwochs 16:00–18:00 Uhr | Präsenz mit Livestream | S2 (Schlossplatz 2) 

Aktuelle anti-emanzipatorische, anti-diverse und anti-wissenschaftliche Bewegungen gewinnen zunehmend an Sichtbarkeit – auch dort, wo kritisches Denken, Pluralität und Erkenntnisoffenheit zentrale Grundlagen darstellen. Wie manifestieren sich Anti-Feminismus, Wissenschaftsfeindlichkeit oder Angriffe auf Diversität im Hochschulkontext? Welche Dynamiken begünstigen ihre Verbreitung und welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für akademische Kultur, Machtverhältnisse und den gesellschaftlichen Auftrag von Hochschulen?

Programm

© Daniel Klaker

Orientierungswoche im Wintersemester 2026/2027

06.-09. Oktober 2026

Liebe Erstis !

herzlich Willkommen an der Islamisch-Theologischen Fakultät. Unsere Orientierungswoche findet vom 06.–09. Oktober 2026 statt. Ein besonderer Programmpunkt ist die Begrüßungsveranstaltung am 08. Oktober 2026 von 10–11 Uhr im S 8 (Schlossplatz 2, 48149 Münster), in der wir Sie als Fakultät begrüßen möchten.

Bitte melden Sie sich aus organisatorischen Gründen für die Orientierungswoche unter dem folgenden Link an:

https://indico.uni-muenster.de/event/4486/

Erste Konferenz aller wissenschaftlichen Religionspädagogiken

„Konstruktionen religiösen Aufwachsens: Religiöse Bildungsbiografien zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

17.–19. September 2026 | CJD Tagungs- und Gästehaus Bonn 

Wie wachsen Kinder und Jugendliche heute religiös auf – in einer vielfältigen, zunehmend digital geprägten Gesellschaft? Die erste kooperative Konferenz der deutschsprachigen wissenschaftlichen Religionspädagogiken bringt unterschiedliche religiöse und konfessionelle Perspektiven zusammen und fragt, wie religiöse Identitäten entstehen, sich verändern und religionspädagogische Praxis prägen.

© Gerd Altmann/Pixabay

MIRAD – Macht und Marginalisierung

Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter

Projektlaufzeit: 01.10.2026 – 30.09.2029

Wie können Männlichkeitsbilder islamistische Radikalisierung begünstigen – und was wirkt ihnen entgegen? MIRAD verbindet Forschung und Präventionspraxis, um neue, geschlechtergerechte Gegennarrative aus der islamischen Tradition zu entwickeln und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich zu überprüfen.

DE: MIRAD Projektbeschreibung

ENG: Mirad Project Description 

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Jahrestreffen des Netzwerks für empirisch-analytische Sozialforschung zu Muslim (NAFS)

22.–23. Oktober 2026 | University of Münster

The Annual Meeting of the Network for Empirical-Analytical Research on Muslims (NAFS) showcases current empirical research on the lives of Muslims in plural societies. 

Empirical research on Muslims operates within a complex field shaped by societal ascriptions, institutional frameworks, individual interpretations, and everyday practices. It therefore raises important theoretical and methodological questions concerning categories such as religion, belonging, difference, discrimination, and agency. The conference addresses how Muslims are constructed, addressed, and position themselves across different social contexts; how religious interpretations, practices, and self-understandings can be studied empirically; and how relations of power and inequality, including racism, othering, gender, and social class, shape Muslim lives and opportunities for action. Particular attention is also given to methodological challenges of researching Muslims and to the potential of comparative, intersectional, and practice-theoretical approaches.

Bringing together scholars from a range of disciplines, the conference provides a platform for academic exchange on current developments, emerging challenges, and innovative research perspectives.

Organisation: Canan Balaban, Erkan Binici, Halil Emre Uçar, Fahimah Ulfat, Tuğba Yavuzcan

Gottesbilder von Kindern und Jugendlichen interreligiös

Tagung des interuniversitären interreligiösen Forschungsverbunds Münster–Tübingen

5.–6. November 2026, Universität Münster

Die Erforschung von Gottesbildern von Kindern und Jugendlichen gehört seit über einem Jahrhundert zu den zentralen Themen der empirischen Religionspädagogik. Während sich ein Großteil der bisherigen Studien auf christliche Kontexte konzentriert, rücken erst seit einigen Jahren auch orthodoxe, muslimische und jüdische Perspektiven stärker in den Blick.

Vor dem Hintergrund religiöser Pluralität stellt sich heute mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie Gottesvorstellungen interreligiös vergleichend beschrieben werden können, wie junge Menschen die Gottesbilder anderer wahrnehmen und welche Konsequenzen sich daraus für interreligiöses Lernen, Friedensbildung und wechselseitigen Respekt ergeben. Die Tagung möchte den aktuellen Forschungsstand bündeln, interreligiöse Anschlussmöglichkeiten ausloten und neue Perspektiven für Forschung und religionspädagogische Praxis entwickeln.

Organisation: Fahimah Ulfat, Reinhold Boschki, Friedrich Schweitzer

Vernissage der Ausstellung „Gemeinsam – Gesicht zeigen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus!“

Donnerstag, 26. November 2026 | Katholisch-Soziale Akademie Franz Hitze Haus, Münster

Die Vernissage stellt ein Kunstprojekt vor, das sich mit zwei zentralen Diskriminierungsformen der Gegenwart auseinandersetzt und diese in ihrer gesellschaftlichen Relevanz sichtbar macht: Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus. Beide prägen aktuelle gesellschaftliche Debatten, sind jedoch in ihren historischen Entstehungskontexten, Erscheinungsformen und gesellschaftlichen Dynamiken unterschiedlich gelagert. Zugleich stehen sie in Wechselwirkung zueinander und weisen trotz ihrer Unterschiede strukturelle Gemeinsamkeiten in Mechanismen der Ausgrenzung und Diskriminierung auf.

Die Ausstellung zeigt Porträts von Menschen, die von Antisemitismus oder antimuslimischem Rassismus betroffen sind, sowie von Personen, die sich öffentlich gegen diese Formen der Diskriminierung engagieren. Begleitende Texte geben Einblick in persönliche Erfahrungen, Perspektiven und Beweggründe der Porträtierten.

So werden unterschiedliche Formen von Ausgrenzung sichtbar und zugleich Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die Haltung zeigen und sich für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander einsetzen.

Die Vernissage lädt dazu ein, sich aktiv mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzudenken, miteinander ins Gespräch zu kommen und ein gemeinsames Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung zu setzen.

Organisation: Johannes Sabel und Fahimah Ulfat

© Uni Ms

Ein internationales Netzwerk für die Koranforschung:

Islamisch-Theologische Fakultät Münster und UIN Saizu (Indonesien) besiegeln Zusammenarbeit

Münster, 15. September 2026.

Die Islamisch-Theologische Fakultät der Universität Münster und die Staatliche Islamische Universität UIN Saizu Purwokerto (Indonesien) vereinbaren eine langfristige Zusammenarbeit in der internationalen Koranforschung

© eEFB

Interreligiöses Pilgern – Auf der Route des Westfälischen Friedens

Unter dem Motto „Wo Frieden Wege findet“ lädt das interreligiöse Pilgerprojekt Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Hintergründe dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg zu machen. In sechs Tagesetappen führt die Route zwischen September 2026 und Oktober 2027 von Osnabrück nach Münster – entlang der historischen Verbindung zwischen den beiden Städten des Westfälischen Friedens von 1648.

© privat

Nachbericht: Christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam

Religionen und Politik. Eine komplexe Beziehung | 20 – 23. Juli 2026 │ Schloss Seggau bei Leibnitz

Im Zeitraum vom 20. bis 23. Juli 2026 fand im Schloss Seggau die christlich-jüdisch-muslimische Studienwoche „Religionen und Politik. Eine komplexe Beziehung“ statt. Die Veranstaltung war Teil des seit 2017 etablierten universitären Dialogformats, das den interreligiösen Austausch zwischen Christentum, Judentum und Islam fördert. Organisiert wurde die Studienwoche von der Universität Wien, der Universität Graz, der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum sowie der Universität Münster unter der Mitwirkung von Prof.in Dr.in Dina El Omari.

Lesen Sie den Nachbericht hier weiter.

© FB16 Peter Grewer

Impulsvortrag „Ohne Judentum kein Islam“ und Diskussion mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Hanns-Lilje-Forum | 1. September 2026, 18.00 Uhr | Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover

Islamisch motivierter Antisemitismus ist seit dem 7. Oktober 2023 auch in Deutschland deutlich sichtbarer geworden. Doch wo liegen seine Ursachen? Gibt es im gelebten Islam antisemitische Strukturen, und welche Rolle spielen traditionelle theologische Deutungen im Verhältnis zum Judentum?

Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Mouhanad Khorchide in seinem Impuls beim Hanns-Lilje-Forum. Er plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit tradierten theologischen Vorstellungen und für eine innerislamische Erneuerung. Zugleich stellt sich die Frage, welchen Beitrag Christinnen und Christen sowie weitere gesellschaftliche Akteure, insbesondere im Bildungsbereich, zur Überwindung von Antisemitismus leisten können.

Im Anschluss diskutiert Prof. Dr. Mouhanad Khorchide mit Dr. Rebecca Seidler, Geschäftsführerin der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, und Prof. Dr. Gerhard Wegner, christlicher Theologe und Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens. Gemeinsam werden Hintergründe beleuchtet und Perspektiven für einen konstruktiven Umgang mit antisemitischen Traditionen und Strukturen entwickelt.

Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung.

Das Hanns-Lilje-Forum ist eine gemeinsame Veranstaltung der Hanns-Lilje-Stiftung und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Kooperation mit dem Freundeskreis der Hanns-Lilje-Stiftung und der Jüdischen Bibliothek Hannover (Israel Jacobson Gesellschaft e. V.).

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung erforderlich:
info@lilje-stiftung.de

Veranstaltungsort:
Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover
Fuhsestr. 6
30419 Hannover

Datum und Uhrzeit:
Dienstag, 1. September 2026, 18.00 Uhr

© Picture Alliance / epd-bild | D. Heese

„Die Theologie öffnet sich und geht in die Gesellschaft hinein“

Nach der Gründung der ersten Islamisch-Theologischen Fakultät  spricht der Gründungsdekan Professor  Mouhanad Khorchide mit quantara.de über die Verantwortung der Theologie, den Rechtsruck in Europa und seinen Anspruch, in die islamische Welt hineinzuwirken.

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Zwischen Wort und Sinn

Az-Zamaḫšarī (gest. 538/1144) und die Kunst der Koranexegese

Dina El Omari

2026 │ 150 Seiten │ Ergon │ ISBN 978-3-98740-267-8

Az-Zamaḫšarīs al-Kaššāf zählt zu den bedeutendsten Werken der klassischen Koranexegese und prägt die islamische Gelehrtentradition bis heute. Die Monographie führt in Leben und Werk des Gelehrten ein und untersucht die theologischen Grundlagen, sprachlichen Besonderheiten und methodischen Ansätze seines Korankommentars. Dabei zeigt sie auf, wie Az-Zamaḫšarī philologische Präzision mit theologischer Reflexion verbindet und welche Bedeutung seine Exegese für die Entwicklung der Koranauslegung besitzt.

© FB16 Uni MS

Jenseits der Härte.

Warum der Koran keine Machos kennt

Mouhanad Khorchide

2026 | Herder| 208 Seiten | ISBN: 978-3-451-03755-9

Was macht einen Mann aus? Warum üben autoritäre Männlichkeitsbilder auf manche junge Männer eine so große Anziehungskraft aus? Und welche Antworten kann eine zeitgemäße islamische Theologie auf Fragen von Männlichkeit, Gewalt, Identität und Zugehörigkeit geben?

In Jenseits der Härte entwickelt Mouhanad Khorchide eine Alternative zu traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit. Ausgehend vom Koran und dem Vorbild des Propheten Muhammad entwirft er das Bild einer Männlichkeit, die nicht auf Dominanz und Härte, sondern auf Verantwortung, Empathie, Fürsorge und innerer Stärke gründet. Dabei verbindet das Buch wissenschaftliche Forschung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und eröffnet neue Perspektiven für Theologie, Pädagogik und Präventionsarbeit.

© KTF | Dagmar Thiel

Kuball-Kunstwerk schmückt Campus

Zwar ist das neue Campus-Gelände noch Baustelle, jetzt trafen sich aber bereits Künstler, Förderer, Vertreter:innen von Universität und BLB NRW sowie Gäste zur Übergabe des Kunstwerks "pars pro toto" von Mischa Kuball. Der Düsseldorfer Konzeptkünstler hatte den Kunstwettbewerb der Universität gewonnen. Damit nimmt der neue Campus der Theologien und der Religionswissenschaft weiter Gestalt an.

Drei flache Kuben sind an einer Art Fahnenmast übereinander angeordnet. Die beiden oberen drehen sich langsam gegeneinander und so sieht man in den Spiegeln, die auf den langen Seiten der Kuben montiert sind, sich immer wieder verändernde Bilder – die Baustelle, die umgebenden Gebäude, den leuchten blauen Himmel, Personen auf dem Campus und manchmal auch sich selbst.

© Stadt Münster

NRW-Tag Münster

Vom 28. bis 30. August 2026 findet der NRW-Tag in Münster statt. Unter dem Motto „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet.“ lädt das Landesfest zu Kultur, Wissenschaft und Austausch in der Innenstadt ein. Auch die Universität Münster ist mit verschiedenen Programmpunkten vertreten. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Forschungen, Studienangebote und Einrichtungen, die ab 2027 im neuen Campus der Theologien und religionsbezogenen Studien zusammengeführt werden. An mehreren dieser Programmpunkte ist auch Prof. Khorchide beteiligt. Dabei geht es um Fragen zu Religion, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenleben.

© KTF | DT

Freude über Gründung der Islamisch-Theologischen Fakultät

Zum 1. Juli 2026 ist an der Universität Münster die erste deutsche Islamisch-Theologische Fakultät gegründet worden. Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert herzlich und blickt mit Freude und Zuversicht auf die Zusammenarbeit. Die Gründung ist für die theologische und religionsbezogene Forschung und Lehre in Deutschland und Europa bedeutend und wichtig.

© FB16 Uni MS

Koranische Geschlechterrollen in Schöpfung und Eschatologie

Versuch einer historisch-literaturwissenschaftlichen Korankommentierung

Dina El Omari

2021 | geb. | 640 Seiten | ISBN: 978-3-451-03376-6

Dina El Omari entwickelt aus feministischer Perspektive ein ganzheitliches hermeneutisches Konzept für eine historisch-literaturwissenschaftliche Lesart des Korans und wendet diese auf die Themenbereiche Schöpfung und Eschatologie im Koran an. Der thematische Fokus der Arbeit liegt auf dem Menschenpaar, denn sein Verhältnis im Koran gibt Auskunft über das koranische Geschlechterrollenverständnis, welches durchaus als ambivalent bezeichnet werden kann.

© Bistum Münster

Christen und Muslime in Syrien — Spannungen und Chancen in Zeiten des Umbruchs

Erzbischof Jacques Mourad (Homs) und Prof. Dr. Milad Karimi (Münster)

23.07.2026 | 18:30 Uhr | Akademie Franz Hitze Haus, Münster

Der (Bürger-)Krieg in Syrien (2011-2024) war geprägt sowohl von einer komplexen militärischen Lage und der Intervention ausländischer Mächte als auch von zahlreichen Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung. Bis zum Ausbruch des Krieges waren die christlichen Kirchen traditionsreich und lebendig. Nicht zuletzt gerieten sie durch islamistische Extremisten und Dschihadisten, insbesondere durch den Islamischen Staat und Al-Quaida, unter Druck. Kirchengebäude und Klöster wurden zerstört; zahlreiche
Christ:innen wurden Opfer von Gewalt und Vertreibung, viele sahen sich gezwungen, das Land zu verlassen.

Fußballturnier PreußenstadionFußballturnier Preußenstadion
Abbildung KI-generiert
Abbildung KI-generiert

TeamSpirit 2026

Sportlich. Demokratisch. Interreligiös.

Was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen, Weltanschauungen, Fakultäten und Lebensgeschichten nicht übereinander sprechen, sondern miteinander Fußball spielen?

TeamSpirit möchte genau dafür Raum schaffen: für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Das Fußballturnier bringt Menschen aus der Universität Münster zusammen und lädt dazu ein, neue Kontakte zu knüpfen, Vorurteile abzubauen und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.

Wann und wo?

10. Juli 2026
Ab 9:00 bis ca. 15:00 Uhr
Preußenstadion Münster

Mehr Informationen finden Sie hier.

Theaterstück: "Die Unsichtbaren" von Professor KarimiTheaterstück: "Die Unsichtbaren" von Professor Karimi
© Alissa Besevic

Theateraufführungen: "Die Unsichtbaren"

Studierende der Islamischen Theologie setzen sich in der neuen Produktion unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi mit Fragen von Identität, Körper, Macht und Selbstbehauptung auseinander.

„Die Unsichtbaren“ ist ein Theaterabend über Unsichtbarkeit und Würde, über das Überleben in fremden Blicken und über den Moment, in dem Frauen sagen: „Wir sind da!“

- Text/Regie/Dramaturgie: Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi

Anmeldelinks für die jeweiligen Termine (4./5. Juli 2026)

(Die Sitzplätze sind begrenzt. Anmeldung möglich bis zum 30. Juni 2026.)

© Sileshie Semahagne Kumlachew

The Greening of Religion:

Prof. Akca präsentiert ihre aktuelle Forschung zu Leadership Modellen im Kontext der Nachhaltigkeitsforschung in Luzern

Vom 15. bis 17. Juni 2026 fand an der Universität Luzern die internationale Fachkonferenz „The Greening of Religion and Spirituality: Exploring Beliefs, Practices and Organisations in Times of Environmental Change“ statt. Die Konferenz brachte vielfältige Perspektiven aus der Religionswissenschaft, der christlichen und islamischen Theologien sowie aus der Anthropologie zusammen.

© Stéphane Voell

Vortrag: „Friedensethik in islamisch-philosophischer Perspektive“ in Marburg

Vortrag | 27. April 2026 | Historischen Rathaussaal Marburg

Am 27. April 2026 hielt Jun.-Prof.in Dr. Asmaa El Maaroufi im Historischen Rathaussaal Marburg einen Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“ des Zentrums für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg. Unter dem Titel „Frieden als ethische Praxis: Islamisch-philosophische Perspektiven“ entwickelte sie eine islamisch-philosophische Perspektive auf Frieden als ethische Praxis, die sowohl klassische theologische Konzepte als auch gegenwärtige muslimische Diskurse einbezieht.

© ZIT

Nachbericht: Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma: Tagung diskutierte Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik

Am 8. und 9. Mai 2026 fand an der Universität Münster die Tagung „Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma: Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und öffentlicher Erwartung“ statt. Veranstaltet wurde sie von der Forschungsstelle „Islam und Politik“ am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“. 

© ZIT, Muslim Aktiv

Neuer Podcast „Muslim Minds. Glaube im Gespräch“ gestartet

Im Rahmen des Projekts „Muslim aktiv und weltoffen“ an der Universität Münster ist mit „Muslim Minds. Glaube im Gespräch“ ein neuer Podcast gestartet, der sich muslimischen Gedanken- und Glaubenswelten widmet. Das Format verbindet persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Perspektiven und eröffnet einen Raum für Reflexion, Dialog und den Austausch über Fragen des Glaubens und des muslimischen Lebens in Deutschland. 

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-WestfalenDer Podcast ist auf allen gängigen Plattformen aufrufbar: https://pod.link/1895287842?view=apps&sort=popularity

© FB16 Uni MS

Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens

Ahmad Milad Karimi

2026 | Kösel | 96 Seiten | ISBN 978-3-466-37361-1 

Professor Dr. Ahmad Milad Karimi legt mit „Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens“ einen poetischen Essay vor, der grundlegende Fragen des Menschseins in einer zugleich zugänglichen und geistig dichten Sprache entfaltet. Das im Kösel-Verlag erscheinende Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach Orientierung, Sinn und einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Leben suchen.

© FB16 Uni MS

Wenn dein Leben eine Frage wäre, wie würde sie lauten?

Ahmad Milad Karimi

2026 | Vier Türme | 144 Seiten | ISBN 978-3-7365-0721-0

Mit „Wenn dein Leben eine Frage wäre, wie würde sie lauten?“ ist ein neues Buch von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi erschienen. Der Band, veröffentlicht im Vier-Türme-Verlag, widmet sich grundlegenden Fragen nach Sinn, geistlicher Orientierung und einer Sprache der Spiritualität, die über enge konfessionelle Grenzen hinaus verständlich bleibt. Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach einer existenziellen Vertiefung ihrer Lebensfragen suchen, und zeigt erneut, wie gegenwartsnah und anschlussfähig theologische Reflexion sein kann.

Professor Wessels und Professor Khorchide
© Uni MS - Linus Peikenkamp

Uni Münster gründet erste deutsche „Islamisch-Theologische Fakultät“

Als erste deutsche Hochschule wird die Universität Münster zum 1. Juli eine „Islamisch-Theologische Fakultät“ gründen. „Die Gründung ist ein Meilenstein für die islamische Theologie, auf den wir stolz sind“, betont der Rektor der Universität Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels. „Gleichzeitig ist es ein gesellschaftspolitisches Zeichen für mehr Toleranz, das weit über Münster hinaus beachtet werden wird.“

© FB16 Uni MS

Hingabe

Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie

Ahmad Milad Karimi

2026 | Karl-Alber-Verlag | ca. 250 Seiten | 3. Auflage | ISBN 978-3-495-99822-9

Mit „Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie“ liegt ein zentrales Werk von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi nun in dritter, aktualisierter und erweiterter Auflage vor. Das Buch ist im Karl-Alber-Verlag erschienen und entfaltet grundlegende Fragen des Kalām im Horizont gegenwärtiger theologischer Reflexion. Dass dieses Werk in neuer Auflage vorliegt, unterstreicht die anhaltende Relevanz systematisch-islamischer Theologie und zeigt zugleich, dass die in Münster geleistete theologische Arbeit weit über den unmittelbaren universitären Kontext hinaus wahrgenommen wird. 
 

© FB16 Uni MS

Die Schönheit des Judentums

Eine muslimische Liebeserklärung

Ahmad Milad Karimi

2026 | geb. | Patmos | 80 Seiten | ISBN 978-3-8436-1639-3

Mit „Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung“ legt Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi eine persönliche und zugleich theologisch reflektierte Annäherung an das Judentum vor. Ausgehend von den spirituellen Überlieferungen beider Religionen erinnert er an die Nähe von Judentum und Islam, die sich auf Abraham, Sara und Hagar sowie auf gemeinsame Propheten und Erzählungen beziehen. Das Buch versteht diese Verbindung als Brücke, die – recht verstanden – in den Konflikten unserer Zeit Teil der Lösung sein kann. Im Blick auf jüdische Spiritualität entfaltet Karimi die Perspektive, dass Friede möglich bleibt: „dass das, was uns verbindet, größer ist als das, was uns trennt“.

Nizänum und Islam

Debatten des Nizänums in koranischen Suren

Angelika Neuwirth, Mouhanad Khorchide und Dirk Hartwig

2025 | geb. | Herder | 192 Seiten | ISBN 978-3-451-03736-8 

Der Band eröffnet die Reihe mit einer interdisziplinären Studie zu den Verflechtungen zwischen Koran, jüdischen Haftara-Texten und dem christlichen Nizänum. Im Zentrum steht unter anderem die Auslegung des berühmten Lichtverses (Sure 24:35), der als bewusster Beitrag zu spätantiken Debatten um Gottes Licht, Einheit und Offenbarung gelesen wird.
Die Autor:innen zeigen, wie der Koran in einem lebendigen interreligiösen Diskursraum der Spätantike stand – verwoben mit jüdischen, christlichen und frühmuslimischen Traditionen. Besonders hervorgehoben wird die Auseinandersetzung mit der christlichen Logos-Theologie sowie die Rolle des Nizänischen Glaubensbekenntnisses als zentralem Bezugspunkt.
Mit der Veröffentlichung des Bandes beginnt in Münster eine neue Phase des traditionsreichen Akademienprojekts:
Der Corpus Coranicum Commentary wird hier theologisch erweitert und zu einem Forum dialogischer, historisch informierter Koranauslegung ausgebaut. „Nizänum und Islam“ setzt dafür einen programmatischen Akzent – als Beitrag zu einer Koranforschung, die die religiöse Landschaft der Spätantike als verflochtene Gelehrtenwelt begreift.

© ZIT | Peter Leßmann

Neuerscheinung

„Der Logos und das koranische Schöpfungswort. Joh 1, 1-18 im Dialog mit dem Koran“

Dina El Omari

In: FORUM – Islamisch-Theologische Studien, 4(2), 130–149.

Der Beitrag untersucht den Johannes-Prolog (Joh 1, 1-18) und vergleicht ihn mit koranischen Vorstellungen von Wort und Schöpfung. Im Mittelpunkt stehen dabei vier Themen: wie das Verhältnis zwischen Logos und Gott beschrieben wird, welche Bedeutung der Täufer als Zeuge hat, wie der Logos der Welt wirkt und was es theologisch bedeutet, dass er in Jesus Christus Fleisch annimmt. 
Es wird deutlich gemacht, wo sich gemeinsame theologische Anknüpfungspunkte für den interreligiösen Dialog ergeben und zeigt zugleich, an welchen Stellen die Konzepte beider Traditionen klare Grenzen setzten. 

© Gerd Altmann/Pixabay

Kränkungserfahrungen, Ressentiment und Radikalisierung in der muslimischen Bevölkerung

In: Islamismus als gesellschaftliche Herausforderung. Ursachen, Wirkungen, Handlungsoptionen. Verfasst von: Evelyn Bokler, Sarah Demmrich, Özkan Ezli, Mouhanad Khorchide, Olaf Müller, Detlef Pollack, Levent Tezcan Hrsg. von Shaimaa Abdellah, Thomas Volk u. a.

Springer VS, Wiesbaden 2025 | ISBN: 978-3-658-45955-5

Der Beitrag ist Teil des interdisziplinären Sammelbandes „Islamismus als gesellschaftliche Herausforderung“, der aktuelle Forschungsergebnisse zu Ursachen, Dynamiken und Handlungsoptionen im Umgang mit Islamismus zusammenführt. Die Autor*innen beteiligen sich darin mit einer gemeinsamen Analyse aus theologischer, sozialwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

© FB16 Uni MS

Islamic Comparative Theology and Gender

What Role Can the Feminist and Gender-Equitable Interpretation of Texts Play in Comparative Theology? Dina El Omari

Dina El Omari
In: Defining Islamic Comparative Theology, hrsg. von Idris Nassery und Zishan Ghaffar

2026 │ Kapitel 16 │ S. 255-276 │ ISBN: 978-3-11-143539-8 

Der Beitrag untersucht das Potenzial einer feministischen und geschlechtergerechten Koranexegese für die komparative Theologie. Am Beispiel der koranischen Schöpfungserzählung von Adam und Eva wird gezeigt, wie der Vergleich mit biblischen und spätantiken Texttraditionen neue Perspektiven auf Geschlechterrollen und die Auslegung heiliger Schriften eröffnet. Dabei wird deutlich, dass eine komparative Perspektive zu einem vertieften Verständnis des Korans beitragen und zugleich neue Impulse für den interreligiösen theologischen Dialog liefern kann.