
Nachbericht: Christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam
Im Zeitraum vom 20. bis 23. Juli 2026 fand im Schloss Seggau die christlich-jüdisch-muslimische Studienwoche „Religionen und Politik. Eine komplexe Beziehung“ statt. Die Veranstaltung war Teil des seit 2017 etablierten universitären Dialogformats, das den interreligiösen Austausch zwischen Christentum, Judentum und Islam fördert. Organisiert wurde die Studienwoche von der Universität Wien, der Universität Graz, der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum sowie der Universität Münster unter der Mitwirkung von Prof.in Dr.in Dina El Omari.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Studienwoche stand das vielschichtige Verhältnis von Religion und Politik. In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen beleuchteten renommierte Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften aktuelle Fragestellungen zu Demokratie, religiöser Identität, Fundamentalismus, Antisemitismus, Geschlechterdiskursen sowie den politischen Herausforderungen pluraler Gesellschaften. Einen wichtigen Beitrag leistete dabei auch Prof. Dr. iur. Ҫefli Ademi mit seinem Vortrag „Braucht Demokratie Religion? Eine muslimische Perspektive“, in dem er das Verhältnis von Demokratie und Religion aus islamisch-theologischer Sicht reflektierte. Ergänzt wurde das Programm durch eine Exkursion nach Graz mit Besuchen des Islamischen Kulturzentrums Graz und des Graz Museums sowie einer öffentlichen Abendveranstaltung zum Dialog zwischen Israel und Palästina mit Shai Hoffmann und Jouanna Hassoun, die ihre Perspektiven auf Dialog, Erinnerungskultur und Friedensarbeit einbrachten.

Prof.in Dr.in Dina El Omari begleitete gemeinsam mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Bilgehan Asena Ayvaz, Botaina Azouaghe und Alejandra Schrama sowie den studentischen Hilfskräften Dilara Ünlü und Laila Belmaati die Studienwoche. Für die Studierenden bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, interreligiöse Kompetenzen zu vertiefen, wissenschaftliche Perspektiven verschiedener Disziplinen kennenzulernen und sich aktiv in den Austausch mit Teilnehmenden aus Theologie, Religionswissenschaft und Judaistik einzubringen.
Die Studienwoche unterstrich erneut die Bedeutung eines wissenschaftlich fundierten interreligiösen Dialogs für das Verständnis gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen in Europa. Durch den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft, Religionsgemeinschaften und Studierenden leistete die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Förderung gegenseitigen Verständnisses und zur Stärkung interreligiöser Kompetenz.
