Münster | 19.–20. November 2026 | Alexander von Humboldt-Haus | Hüfferstraße 61, 48159 Münster
Künstliche Intelligenz verändert Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur in einer Geschwindigkeit, die kaum ein Fach allein überblicken kann. Die Universität steht deshalb vor der Aufgabe, unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.
Mit diesem Ziel lädt die Forschungsstelle für Theologie der Künstlichen Intelligenz (FSTKI) der Islamischen Theologischen Fakultät der Universität Münster am 19. und 20. November 2026 zu einem neuen Gesprächsformat ein. Im Mittelpunkt stehen keine Einzelvorträge, sondern moderierte Dialoge zwischen Wissenschaftler:innen verschiedener Fakultäten. Unterschiedliche Perspektiven treten unmittelbar miteinander in Austausch, suchen gemeinsame Fragestellungen und machen zugleich die Eigenlogik ihrer Disziplinen sichtbar.
Das Gesprächsformat versteht sich als Impuls für eine dauerhafte interdisziplinäre Zusammenarbeit im Themenfeld Künstliche Intelligenz und möchten neue Forschungskooperationen innerhalb der Universität Münster anstoßen.
Für die Teilnahme an der Tagung bitten wir bis zum 12. November um Anmeldung unter folgendem Link: Anmeldelink
Haben Sie Interesse an einem Studium bei uns? Nutzen Sie die Gelegenheit uns besuchen Sie uns im Rahmen des Hochschultages am 12.11.2026 in Münster. Unser Angebot gibt Studieninteressierten die Möglichkeit, sich über das Studium bei uns zu informieren, die Universität und unsere Stadt kennenzulernen.
Mittwochs 16:00–18:00 Uhr | Präsenz mit Livestream über ZOOM | S2 (Schlossplatz 2)
Aktuelle anti-emanzipatorische, anti-diverse und anti-wissenschaftliche Bewegungen gewinnen zunehmend an Sichtbarkeit – auch dort, wo kritisches Denken, Pluralität und Erkenntnisoffenheit zentrale Grundlagen darstellen. Wie manifestieren sich Anti-Feminismus, Wissenschaftsfeindlichkeit oder Angriffe auf Diversität im Hochschulkontext? Welche Dynamiken begünstigen ihre Verbreitung und welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für akademische Kultur, Machtverhältnisse und den gesellschaftlichen Auftrag von Hochschulen?
Einladung der Professur Islam in der Sozialarbeit zum Gastvortrag von Prof. Dr. Ignatius Swart
Welche Rolle spielt Religion in der internationalen Entwicklungsforschung und -praxis? Religion and Development (RaD) hat sich zu einem international etablierten Forschungsfeld entwickelt, das wesentlich von der „Turn to Religion“-These getragen wird, die ein deutlich gestiegenes Interesse an Religion in Entwicklungsforschung, -politik und -praxis beschreibt. Prof. Swart unterzieht diese These zunächst einer kritischen Betrachtung. Im Anschluss verortet er RaD als transdisziplinäres Feld, erörtert, was Transdisziplinarität als Forschungsansatz kennzeichnet, und skizziert die fortlaufende Weiterentwicklung des Feldes. Vor diesem Hintergrund stellt er das von ihm mitgeleitete Buchprojekt The Elgar Companion to Religion and International Development vor. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Forschungsstand zu aktualisieren und neue thematische, epistemologische und methodologische Perspektiven zu erschließen. Der Vortrag möchte das Bewusstsein für RaD als dynamisches Forschungsfeld schärfen. Dabei werden unterschiedliche religiöse Perspektiven sowie Stimmen aus dem Globalen Süden und dem Globalen Norden einbezogen, um diese miteinander in einen Dialog zu bringen.
Referent: Prof. Dr. Ignatius Swart (University of the Western Cape, Südafrika / Wittenberg Center for Advanced Studies) Termin: 12. November 2026, 18 Uhr s.t. bis 19:30 Uhr Ort: Fürstenberghaus, Raum F 104 Vortragssprache: Englisch
Online-Teilnahme: Die Veranstaltung wird über Zoom übertragen (Meeting-ID: 697 0372 9942). Kontakt: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an melek.goeksu@uni-muenster.de.
Unter dem Titel „Zwischen Hörsaal und Herkunft – Migration, Religion und Hochschule im Angesicht aktueller Debatten“ lädt der Ausschuss für Bildungs-, Gesellschafts- und Kirchenpolitik (BGK) des Bundesverbandes Katholische Kirche an Hochschulen in Kooperation mit der KSHG Münster zu einer Veranstaltung ein, die unterschiedliche Perspektiven auf Migration, Religion und gesellschaftliches Zusammenleben im universitären Kontext zusammenbringt.
Univ.-Prof. Dr. Mouhanad Khorchide eröffnet die Veranstaltung um 14:00 Uhr mit einem Impulsvortrag zum Thema „Woraus besteht ein ‚Wir‘ an der Universität?“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zugehörigkeit, Vielfalt und gesellschaftliches Miteinander an Hochschulen gestaltet werden können.
Im Anschluss bieten Gesprächsrunden Raum für den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven. Um 15:30 Uhr nimmt Prof. Khorchide zudem an der abschließenden Podiumsdiskussion teil, in der die Ergebnisse der Gesprächsrunden aufgegriffen und vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und migrationspolitischer Debatten vertieft werden.
Die Veranstaltung möchte einen offenen Dialog ermöglichen und insbesondere auch den Erfahrungen und Stimmen von Menschen mit Migrationsgeschichte Raum geben.
Im Rahmen der öffentlichen Online-Ringvorlesung „Der Westen. Eine interdisziplinäre Standortbestimmung“ der Kontaktstelle Studium im Alter an der Universität Münster hält Prof. Dr. Mouhanad Khorchide am 9. November 2026 einen Vortrag zum Thema „Gibt es einen westlichen Islam?“.
Was bedeutet es, von einem „westlichen Islam“ zu sprechen? In welchem Verhältnis stehen islamische Glaubensvorstellungen zu westlichen Gesellschaften und ihren Werten? Der Vortrag greift die Frage nach der Verortung des Islams im Westen auf und lädt dazu ein, über religiöse Identität, gesellschaftliche Zugehörigkeit und das Verhältnis von Islam und westlicher Moderne nachzudenken.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide über Menschenwürde, Freiheit und Geschlechtergerechtigkeit im Islam
Der Islam wird in öffentlichen Debatten häufig mit patriarchalen Strukturen und starren Geschlechterrollen verbunden. Doch welches Menschenbild vermittelt der Koran, und was sagt die islamische Tradition über das Verhältnis von Frauen und Männern?
In seinem Buch „Jenseits der Härte – Warum der Koran keine Machos kennt“ eröffnet der islamische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide einen neuen Blick auf die islamischen Quellen. Er zeigt, dass die Botschaft des Korans auf Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und gegenseitiger Anerkennung gründet. Im Mittelpunkt steht ein Menschenbild, das die Würde und Freiheit jedes Menschen betont und zugleich die Verantwortung für andere ernst nimmt.
Khorchide lädt dazu ein, vertraute Vorstellungen über den Islam zu hinterfragen und religiöse Deutungen von Geschlechterrollen neu zu betrachten. Welche Bedeutung haben Freiheit, Verantwortung und Gleichberechtigung im islamischen Denken? Und wie können Religionen zu einem respektvollen Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft beitragen?
Die Lesung eröffnet neue Perspektiven auf den Islam und lädt zum Nachdenken und Austausch über Menschenwürde, Geschlechtergerechtigkeit und ein gelingendes Miteinander ein.
Vortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide am 16. November 2026 in Dülmen
Was bedeutet es, Gott nicht nur als denjenigen zu verstehen, an den der Mensch glaubt, sondern auch als denjenigen, der an den Menschen glaubt? Dieser Gedanke eröffnet neue Perspektiven auf das Menschenbild des Islam und sein humanistisches Potenzial.
In seinem Vortrag lädt Prof. Dr. Mouhanad Khorchide dazu ein, den Islam aus einer Perspektive zu betrachten, die Würde, Freiheit und Verantwortung des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dabei geht es um die Frage, welche Impulse Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und gegenseitige Anerkennung für ein friedliches Zusammenleben geben können.
Gerade angesichts gesellschaftlicher Spannungen und religiöser Abgrenzungen eröffnet der Vortrag neue Perspektiven auf den interreligiösen Dialog. Er lädt dazu ein, das verbindende Potenzial des Islam zu entdecken und gemeinsam über die Grundlagen einer offenen und solidarischen Gesellschaft nachzudenken.
Termin: Montag, 16. November 2026, 19:30 Uhr
Ort: Pfarrheim Heilig Kreuz
An der Kreuzkirche 10
48249 Dülmen