Nach der Gründung der ersten Islamisch-Theologischen Fakultät spricht der Gründungsdekan Professor Mouhanad Khorchide mit quantara.de über die Verantwortung der Theologie, den Rechtsruck in Europa und seinen Anspruch, in die islamische Welt hineinzuwirken.
Nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin wird viel über Radikalisierung gesprochen - müssen auch Moscheen eine größere Rolle in der Prävention übernehmen?
Am 09. September 2026 stellt Mouhanad Khorchide im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen Darmstadt sein Buch „Ohne Judentum kein Islam – die verleugnete Quelle“ vor.
Ist der Islam aus dem Judentum entstanden oder als Gegenstück dazu? Und ist der Islam antisemitisch?
Oder trägt er stattdessen das Potenzial für eine dezidiert pro-jüdische Positionierung in sich?
Im Rahmen eines Vortrags- und Diskussionsabends dekonstruiert Mouhanad Khorchide antisemitische Deutungen des Islams und entwickelt ein Islamverständnis, das jüdisches Leben nicht nur toleriert, sondern bejaht, schützt und aktiv fördert.
Neben dem Vortrag wird Mouhanad Khorchide gemeinsam mit Daniel Neumann sowie Waqar Tariq unterschiedliche jüdische und muslimische Perspektiven diskutieren.
Mi, 9. September, 19:00 Uhr
Jüdische Gemeinde Darmstadt
Wilhelm-Glässing-Straße 26
Eintritt: Frei – Teilnahme nur nach Anmeldung
unter www.jg-darmstadt.de/anmeldung
Am 23. Juli 2026 spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide auf Einladung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München Oberbayern e. V., dem FB Dialog der Religionen im EOM, IDIZEM e. V. und der Domberg-Akademie über sein Buch Ohne Judentum kein Islam – die verleugnete Quelle. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie antijüdische Deutungsmuster innerhalb islamischer Auslegungstraditionen entstanden sind und wie ihnen durch eine theologisch fundierte, projüdische Lesart des Korans begegnet werden kann. Die Veranstaltung findet in der Ehemaligen Karmeliterkirche in München statt.
Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.
Az-Zamaḫšarī (gest. 538/1144) und die Kunst der Koranexegese
Dina El Omari
2026 │ 150 Seiten │ Ergon │ ISBN 978-3-98740-267-8
Az-Zamaḫšarīs al-Kaššāf zählt zu den bedeutendsten Werken der klassischen Koranexegese und prägt die islamische Gelehrtentradition bis heute. Die Monographie führt in Leben und Werk des Gelehrten ein und untersucht die theologischen Grundlagen, sprachlichen Besonderheiten und methodischen Ansätze seines Korankommentars. Dabei zeigt sie auf, wie Az-Zamaḫšarī philologische Präzision mit theologischer Reflexion verbindet und welche Bedeutung seine Exegese für die Entwicklung der Koranauslegung besitzt.
Zwar ist das neue Campus-Gelände noch Baustelle, jetzt trafen sich aber bereits Künstler, Förderer, Vertreter:innen von Universität und BLB NRW sowie Gäste zur Übergabe des Kunstwerks "pars pro toto" von Mischa Kuball. Der Düsseldorfer Konzeptkünstler hatte den Kunstwettbewerb der Universität gewonnen. Damit nimmt der neue Campus der Theologien und der Religionswissenschaft weiter Gestalt an.
Drei flache Kuben sind an einer Art Fahnenmast übereinander angeordnet. Die beiden oberen drehen sich langsam gegeneinander und so sieht man in den Spiegeln, die auf den langen Seiten der Kuben montiert sind, sich immer wieder verändernde Bilder – die Baustelle, die umgebenden Gebäude, den leuchten blauen Himmel, Personen auf dem Campus und manchmal auch sich selbst.