Archiv

© Uni MS - Birgitte Heeke

Sarajevo-Exkursion: Nachbarschaft der Religionen

In Sarajevo stehen Moscheen, Kirchen und Synagogen seit Jahrhunderten Tür an Tür. Eine Gruppe aus Münster, bestehend aus Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der christlichen, islamischen und jüdischen Theologien, reiste in die bosnische Hauptstadt, um vom gelebten Miteinander der Religionen zu lernen. Diese Erfahrungen sollen auch den künftigen „Campus der Theologien und religionsbezogenen Studien” in Münster prägen.

© Uni MS

Ringvorlesung „Diskriminierungsformen an der Universität begegnen“ im Wintersemester 2026/2027

Im Wintersemester 2026/2027

Mittwochs 16:00–18:00 Uhr | Präsenz mit Livestream | S2 (Schlossplatz 2) 

Aktuelle anti-emanzipatorische, anti-diverse und anti-wissenschaftliche Bewegungen gewinnen zunehmend an Sichtbarkeit – auch dort, wo kritisches Denken, Pluralität und Erkenntnisoffenheit zentrale Grundlagen darstellen. Wie manifestieren sich Anti-Feminismus, Wissenschaftsfeindlichkeit oder Angriffe auf Diversität im Hochschulkontext? Welche Dynamiken begünstigen ihre Verbreitung und welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für akademische Kultur, Machtverhältnisse und den gesellschaftlichen Auftrag von Hochschulen?

Programm

© Daniel Klaker

Orientierungswoche im Wintersemester 2026/2027

06.-09. Oktober 2026

Liebe Erstis !

herzlich Willkommen an der Islamisch-Theologischen Fakultät. Unsere Orientierungswoche findet vom 06.–09. Oktober 2026 statt. Ein besonderer Programmpunkt ist die Begrüßungsveranstaltung am 08. Oktober 2026 von 10–11 Uhr im S 8 (Schlossplatz 2, 48149 Münster), in der wir Sie als Fakultät begrüßen möchten.

Bitte melden Sie sich aus organisatorischen Gründen für die Orientierungswoche unter dem folgenden Link an:

https://indico.uni-muenster.de/event/4486/

Erste Konferenz aller wissenschaftlichen Religionspädagogiken

„Konstruktionen religiösen Aufwachsens: Religiöse Bildungsbiografien zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

17.–19. September 2026 | CJD Tagungs- und Gästehaus Bonn 

Wie wachsen Kinder und Jugendliche heute religiös auf – in einer vielfältigen, zunehmend digital geprägten Gesellschaft? Die erste kooperative Konferenz der deutschsprachigen wissenschaftlichen Religionspädagogiken bringt unterschiedliche religiöse und konfessionelle Perspektiven zusammen und fragt, wie religiöse Identitäten entstehen, sich verändern und religionspädagogische Praxis prägen.

© Gerd Altmann/Pixabay

MIRAD – Macht und Marginalisierung

Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter

Projektlaufzeit: 01.10.2026 – 30.09.2029

Wie können Männlichkeitsbilder islamistische Radikalisierung begünstigen – und was wirkt ihnen entgegen? MIRAD verbindet Forschung und Präventionspraxis, um neue, geschlechtergerechte Gegennarrative aus der islamischen Tradition zu entwickeln und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich zu überprüfen.

DE: MIRAD Projektbeschreibung

ENG: Mirad Project Description 

© FB16 Uni MS

Jahrestreffen des Netzwerks für empirisch-analytische Sozialforschung zu Muslim (NAFS)

22.–23. Oktober 2026 | University of Münster

The Annual Meeting of the Network for Empirical-Analytical Research on Muslims (NAFS) showcases current empirical research on the lives of Muslims in plural societies. 

Empirical research on Muslims operates within a complex field shaped by societal ascriptions, institutional frameworks, individual interpretations, and everyday practices. It therefore raises important theoretical and methodological questions concerning categories such as religion, belonging, difference, discrimination, and agency. The conference addresses how Muslims are constructed, addressed, and position themselves across different social contexts; how religious interpretations, practices, and self-understandings can be studied empirically; and how relations of power and inequality, including racism, othering, gender, and social class, shape Muslim lives and opportunities for action. Particular attention is also given to methodological challenges of researching Muslims and to the potential of comparative, intersectional, and practice-theoretical approaches.

Bringing together scholars from a range of disciplines, the conference provides a platform for academic exchange on current developments, emerging challenges, and innovative research perspectives.

Organisation: Canan Balaban, Erkan Binici, Halil Emre Uçar, Fahimah Ulfat, Tuğba Yavuzcan

Gottesbilder von Kindern und Jugendlichen interreligiös

Tagung des interuniversitären interreligiösen Forschungsverbunds Münster–Tübingen

5.–6. November 2026, Universität Münster

Die Erforschung von Gottesbildern von Kindern und Jugendlichen gehört seit über einem Jahrhundert zu den zentralen Themen der empirischen Religionspädagogik. Während sich ein Großteil der bisherigen Studien auf christliche Kontexte konzentriert, rücken erst seit einigen Jahren auch orthodoxe, muslimische und jüdische Perspektiven stärker in den Blick.

Vor dem Hintergrund religiöser Pluralität stellt sich heute mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie Gottesvorstellungen interreligiös vergleichend beschrieben werden können, wie junge Menschen die Gottesbilder anderer wahrnehmen und welche Konsequenzen sich daraus für interreligiöses Lernen, Friedensbildung und wechselseitigen Respekt ergeben. Die Tagung möchte den aktuellen Forschungsstand bündeln, interreligiöse Anschlussmöglichkeiten ausloten und neue Perspektiven für Forschung und religionspädagogische Praxis entwickeln.

Organisation: Fahimah Ulfat, Reinhold Boschki, Friedrich Schweitzer

Vernissage der Ausstellung „Gemeinsam – Gesicht zeigen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus!“

Donnerstag, 26. November 2026 | Katholisch-Soziale Akademie Franz Hitze Haus, Münster

Die Vernissage stellt ein Kunstprojekt vor, das sich mit zwei zentralen Diskriminierungsformen der Gegenwart auseinandersetzt und diese in ihrer gesellschaftlichen Relevanz sichtbar macht: Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus. Beide prägen aktuelle gesellschaftliche Debatten, sind jedoch in ihren historischen Entstehungskontexten, Erscheinungsformen und gesellschaftlichen Dynamiken unterschiedlich gelagert. Zugleich stehen sie in Wechselwirkung zueinander und weisen trotz ihrer Unterschiede strukturelle Gemeinsamkeiten in Mechanismen der Ausgrenzung und Diskriminierung auf.

Die Ausstellung zeigt Porträts von Menschen, die von Antisemitismus oder antimuslimischem Rassismus betroffen sind, sowie von Personen, die sich öffentlich gegen diese Formen der Diskriminierung engagieren. Begleitende Texte geben Einblick in persönliche Erfahrungen, Perspektiven und Beweggründe der Porträtierten.

So werden unterschiedliche Formen von Ausgrenzung sichtbar und zugleich Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die Haltung zeigen und sich für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander einsetzen.

Die Vernissage lädt dazu ein, sich aktiv mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus auseinanderzusetzen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzudenken, miteinander ins Gespräch zu kommen und ein gemeinsames Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung zu setzen.

Organisation: Johannes Sabel und Fahimah Ulfat

© Uni Ms

Ein internationales Netzwerk für die Koranforschung:

Islamisch-Theologische Fakultät Münster und UIN Saizu (Indonesien) besiegeln Zusammenarbeit

Münster, 15. September 2026.

Die Islamisch-Theologische Fakultät der Universität Münster und die Staatliche Islamische Universität UIN Saizu Purwokerto (Indonesien) vereinbaren eine langfristige Zusammenarbeit in der internationalen Koranforschung

© eEFB

Interreligiöses Pilgern – Auf der Route des Westfälischen Friedens

Unter dem Motto „Wo Frieden Wege findet“ lädt das interreligiöse Pilgerprojekt Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Hintergründe dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg zu machen. In sechs Tagesetappen führt die Route zwischen September 2026 und Oktober 2027 von Osnabrück nach Münster – entlang der historischen Verbindung zwischen den beiden Städten des Westfälischen Friedens von 1648.

© privat

Nachbericht: Christlich-jüdische Studienwoche im Gespräch mit dem Islam

Religionen und Politik. Eine komplexe Beziehung | 20 – 23. Juli 2026 │ Schloss Seggau bei Leibnitz

Im Zeitraum vom 20. bis 23. Juli 2026 fand im Schloss Seggau die christlich-jüdisch-muslimische Studienwoche „Religionen und Politik. Eine komplexe Beziehung“ statt. Die Veranstaltung war Teil des seit 2017 etablierten universitären Dialogformats, das den interreligiösen Austausch zwischen Christentum, Judentum und Islam fördert. Organisiert wurde die Studienwoche von der Universität Wien, der Universität Graz, der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum sowie der Universität Münster unter der Mitwirkung von Prof.in Dr.in Dina El Omari.

Lesen Sie den Nachbericht hier weiter.

© FB16 Peter Grewer

Impulsvortrag „Ohne Judentum kein Islam“ und Diskussion mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Hanns-Lilje-Forum | 1. September 2026, 18.00 Uhr | Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover

Islamisch motivierter Antisemitismus ist seit dem 7. Oktober 2023 auch in Deutschland deutlich sichtbarer geworden. Doch wo liegen seine Ursachen? Gibt es im gelebten Islam antisemitische Strukturen, und welche Rolle spielen traditionelle theologische Deutungen im Verhältnis zum Judentum?

Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Mouhanad Khorchide in seinem Impuls beim Hanns-Lilje-Forum. Er plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit tradierten theologischen Vorstellungen und für eine innerislamische Erneuerung. Zugleich stellt sich die Frage, welchen Beitrag Christinnen und Christen sowie weitere gesellschaftliche Akteure, insbesondere im Bildungsbereich, zur Überwindung von Antisemitismus leisten können.

Im Anschluss diskutiert Prof. Dr. Mouhanad Khorchide mit Dr. Rebecca Seidler, Geschäftsführerin der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, und Prof. Dr. Gerhard Wegner, christlicher Theologe und Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens. Gemeinsam werden Hintergründe beleuchtet und Perspektiven für einen konstruktiven Umgang mit antisemitischen Traditionen und Strukturen entwickelt.

Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung.

Das Hanns-Lilje-Forum ist eine gemeinsame Veranstaltung der Hanns-Lilje-Stiftung und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Kooperation mit dem Freundeskreis der Hanns-Lilje-Stiftung und der Jüdischen Bibliothek Hannover (Israel Jacobson Gesellschaft e. V.).

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung erforderlich:
info@lilje-stiftung.de

Veranstaltungsort:
Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover
Fuhsestr. 6
30419 Hannover

Datum und Uhrzeit:
Dienstag, 1. September 2026, 18.00 Uhr