Az-Zamaḫšarī (gest. 538/1144) und die Kunst der Koranexegese
Dina El Omari
2026 │ 150 Seiten │ Ergon │ ISBN 978-3-98740-267-8
Az-Zamaḫšarīs al-Kaššāf zählt zu den bedeutendsten Werken der klassischen Koranexegese und prägt die islamische Gelehrtentradition bis heute. Die Monographie führt in Leben und Werk des Gelehrten ein und untersucht die theologischen Grundlagen, sprachlichen Besonderheiten und methodischen Ansätze seines Korankommentars. Dabei zeigt sie auf, wie Az-Zamaḫšarī philologische Präzision mit theologischer Reflexion verbindet und welche Bedeutung seine Exegese für die Entwicklung der Koranauslegung besitzt.
Was macht einen Mann aus? Warum üben autoritäre Männlichkeitsbilder auf manche junge Männer eine so große Anziehungskraft aus? Und welche Antworten kann eine zeitgemäße islamische Theologie auf Fragen von Männlichkeit, Gewalt, Identität und Zugehörigkeit geben?
In Jenseits der Härte entwickelt Mouhanad Khorchide eine Alternative zu traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit. Ausgehend vom Koran und dem Vorbild des Propheten Muhammad entwirft er das Bild einer Männlichkeit, die nicht auf Dominanz und Härte, sondern auf Verantwortung, Empathie, Fürsorge und innerer Stärke gründet. Dabei verbindet das Buch wissenschaftliche Forschung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und eröffnet neue Perspektiven für Theologie, Pädagogik und Präventionsarbeit.
Professor Dr. Ahmad Milad Karimi legt mit „Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens“ einen poetischen Essay vor, der grundlegende Fragen des Menschseins in einer zugleich zugänglichen und geistig dichten Sprache entfaltet. Das im Kösel-Verlag erscheinende Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach Orientierung, Sinn und einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Leben suchen.
2026 | Vier Türme | 144 Seiten | ISBN 978-3-7365-0721-0
Mit „Wenn dein Leben eine Frage wäre, wie würde sie lauten?“ ist ein neues Buch von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi erschienen. Der Band, veröffentlicht im Vier-Türme-Verlag, widmet sich grundlegenden Fragen nach Sinn, geistlicher Orientierung und einer Sprache der Spiritualität, die über enge konfessionelle Grenzen hinaus verständlich bleibt. Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach einer existenziellen Vertiefung ihrer Lebensfragen suchen, und zeigt erneut, wie gegenwartsnah und anschlussfähig theologische Reflexion sein kann.
Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie
Ahmad Milad Karimi
2026 | Karl-Alber-Verlag | ca. 250 Seiten | 3. Auflage | ISBN 978-3-495-99822-9
Mit „Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie“ liegt ein zentrales Werk von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi nun in dritter, aktualisierter und erweiterter Auflage vor. Das Buch ist im Karl-Alber-Verlag erschienen und entfaltet grundlegende Fragen des Kalām im Horizont gegenwärtiger theologischer Reflexion. Dass dieses Werk in neuer Auflage vorliegt, unterstreicht die anhaltende Relevanz systematisch-islamischer Theologie und zeigt zugleich, dass die in Münster geleistete theologische Arbeit weit über den unmittelbaren universitären Kontext hinaus wahrgenommen wird.
Mit „Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung“ legt Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi eine persönliche und zugleich theologisch reflektierte Annäherung an das Judentum vor. Ausgehend von den spirituellen Überlieferungen beider Religionen erinnert er an die Nähe von Judentum und Islam, die sich auf Abraham, Sara und Hagar sowie auf gemeinsame Propheten und Erzählungen beziehen. Das Buch versteht diese Verbindung als Brücke, die – recht verstanden – in den Konflikten unserer Zeit Teil der Lösung sein kann. Im Blick auf jüdische Spiritualität entfaltet Karimi die Perspektive, dass Friede möglich bleibt: „dass das, was uns verbindet, größer ist als das, was uns trennt“.
Der Band eröffnet die Reihe mit einer interdisziplinären Studie zu den Verflechtungen zwischen Koran, jüdischen Haftara-Texten und dem christlichen Nizänum. Im Zentrum steht unter anderem die Auslegung des berühmten Lichtverses (Sure 24:35), der als bewusster Beitrag zu spätantiken Debatten um Gottes Licht, Einheit und Offenbarung gelesen wird.
Die Autor:innen zeigen, wie der Koran in einem lebendigen interreligiösen Diskursraum der Spätantike stand – verwoben mit jüdischen, christlichen und frühmuslimischen Traditionen. Besonders hervorgehoben wird die Auseinandersetzung mit der christlichen Logos-Theologie sowie die Rolle des Nizänischen Glaubensbekenntnisses als zentralem Bezugspunkt.
Mit der Veröffentlichung des Bandes beginnt in Münster eine neue Phase des traditionsreichen Akademienprojekts:
Der Corpus Coranicum Commentary wird hier theologisch erweitert und zu einem Forum dialogischer, historisch informierter Koranauslegung ausgebaut. „Nizänum und Islam“ setzt dafür einen programmatischen Akzent – als Beitrag zu einer Koranforschung, die die religiöse Landschaft der Spätantike als verflochtene Gelehrtenwelt begreift.
„Der Logos und das koranische Schöpfungswort. Joh 1, 1-18 im Dialog mit dem Koran“
Dina El Omari
In: FORUM – Islamisch-Theologische Studien, 4(2), 130–149.
Der Beitrag untersucht den Johannes-Prolog (Joh 1, 1-18) und vergleicht ihn mit koranischen Vorstellungen von Wort und Schöpfung. Im Mittelpunkt stehen dabei vier Themen: wie das Verhältnis zwischen Logos und Gott beschrieben wird, welche Bedeutung der Täufer als Zeuge hat, wie der Logos der Welt wirkt und was es theologisch bedeutet, dass er in Jesus Christus Fleisch annimmt.
Es wird deutlich gemacht, wo sich gemeinsame theologische Anknüpfungspunkte für den interreligiösen Dialog ergeben und zeigt zugleich, an welchen Stellen die Konzepte beider Traditionen klare Grenzen setzten.
In: Islamismus als gesellschaftliche Herausforderung. Ursachen, Wirkungen, Handlungsoptionen. Verfasst von: Evelyn Bokler, Sarah Demmrich, Özkan Ezli, Mouhanad Khorchide, Olaf Müller, Detlef Pollack, Levent Tezcan Hrsg. von Shaimaa Abdellah, Thomas Volk u. a.
Der Beitrag ist Teil des interdisziplinären Sammelbandes „Islamismus als gesellschaftliche Herausforderung“, der aktuelle Forschungsergebnisse zu Ursachen, Dynamiken und Handlungsoptionen im Umgang mit Islamismus zusammenführt. Die Autor*innen beteiligen sich darin mit einer gemeinsamen Analyse aus theologischer, sozialwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Perspektive.
What Role Can the Feminist and Gender-Equitable Interpretation of Texts Play in Comparative Theology? Dina El Omari
Dina El Omari
In: Defining Islamic Comparative Theology, hrsg. von Idris Nassery und Zishan Ghaffar
2026 │ Kapitel 16 │ S. 255-276 │ ISBN: 978-3-11-143539-8
Der Beitrag untersucht das Potenzial einer feministischen und geschlechtergerechten Koranexegese für die komparative Theologie. Am Beispiel der koranischen Schöpfungserzählung von Adam und Eva wird gezeigt, wie der Vergleich mit biblischen und spätantiken Texttraditionen neue Perspektiven auf Geschlechterrollen und die Auslegung heiliger Schriften eröffnet. Dabei wird deutlich, dass eine komparative Perspektive zu einem vertieften Verständnis des Korans beitragen und zugleich neue Impulse für den interreligiösen theologischen Dialog liefern kann.