© Sileshie Semahagne Kumlachew

The Greening of Religion

Prof. Akca präsentiert ihre aktuelle Forschung zu Leadership Modellen  im Kontext der Nachhaltigkeitsforschung in Luzern

Vom 15. bis 17. Juni 2026 fand an der Universität Luzern die internationale Fachkonferenz „The Greening of Religion and Spirituality: Exploring Beliefs, Practices and Organisations in Times of Environmental Change“ statt. Die Konferenz brachte vielfältige Perspektiven aus der Religionswissenschaft, der christlichen und islamischen Theologien sowie aus der Anthropologie zusammen.

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Prof. Dr. Ayşe Almıla Akca brachte in ihrem praktisch-theologischen Beitrag die spezifischen Dynamiken und Herausforderungen innerhalb muslimischer Kontexte in Deutschland in die Diskussion ein und nahm die Rolle religiöser Führungskräfte in sozial-ökologischen Transformationsprozessen in den Blick.

Unter dem Titel „Practicing the Social-Ecological Agenda: Religious Leadership in Muslim Contexts in Germany“ präsentierte Akca Ergebnisse ihrer aktuellen Studie, die auf semi-strukturierten Interviews mit Akteur:innen aus muslimischen Gemeinschaften basiert. Im Zentrum ihrer Analyse stand die Entwicklung eines innovativen heuristischen Konzepts der „sozial-ökologischen religiösen Führung“. Dieses Konzept erweitert klassische Vorstellungen von ritueller Begleitung, religiöser Unterweisung und spiritueller Erbauung, indem es religiöse Führung in breitere Prozesse der sozial-ökologischen Transformation einbettet. Akca stellte Feldforschungsdaten zu verschiedenen Elementen der religiösen Führung vor: partizipative Gemeinschaftsbildung, das Prinzip des Zuhörens und „Community Healing“. Sie argumentierte, dass im Angesicht sozial-ökologischer Herausforderungen die induktiv entwickelten Führungsstile wie dienende Führung oder ermöglichende Führung eine besondere Relevanz für zukünftige Leadership-Modelle erhalten.

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Die Forschung von Akca illustriert, wie sozial-ökologische Anliegen bestehende Modelle religiöser Autorität transformieren und wie muslimische Akteur:innen sinnstiftende Antworten auf die Klimakrise entwickeln. Die Forschung zeigt insbesondere auch die Bedeutung von empirischer Theologie für die Zukunft der Theologie.

Die Tagung wurde in Kooperation zwischen der Universität Luzern und der Universität Oslo durchgeführt. Neben dem Beitrag aus unserer Fakultät wurden vielfältige globale Dynamiken diskutiert, darunter die Rolle von Umweltschutzpolitiken in Ägypten zwischen muslimischen Greening und Greenwashing, die Rolle indigener Spiritualität in Peru und Botswana sowie die identitäre Stellung von anti-ökologischen Narrativen in der US-amerikanischen konservativen Bewegung.

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