



Anlässlich der Ausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ in Ratingen referierte Johanna Dierschke über die theoretischen und praktischen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Turiner Grabtuch. Unter Bezugnahme soziologischer Überlegungen zur Selbstwirksamkeit von Objekten wurde die Frage diskutiert, was daraus folgt, das Grabtuch als christliches Kulturerbe zu verstehen.
Der Vortrag beleuchtete neben der kulturellen Bedeutung des Grabtuchs auch die Architektur der Grabtuchkapelle in Turin. Im Zentrum stand die Frage, wie theologische Konzepte von Tod und Auferstehung in anthropologische Fragestellungen zu Leid, Endlichkeit und menschlicher Existenz übersetzt werden können.
Anlässlich der Kunstinstallation "The Cast-Whale-Project" erläutert Norbert Köster in einem Vortrag im Xantener Dom, dass Kirchen in der Antike und im Mittelalter weit mehr als reine Gebetsstätten waren. Sie dienten als soziale Zentren, Schutzräume vor Kriegen, Herbergen für Pilger:innen sowie Anlaufstellen für Kranke und Bedürftige. Erst im 19. Jahrhundert wandelten sie sich zu exklusiven Orten für Gottesdienste, da soziale Aufgaben an staatliche Institutionen ausgelagert wurden.




















Die Kirchensteuer gilt als Privileg der Kirchen, das abgeschafft gehört. Natürlich kann man über Sinn und Unsinn der Kirchensteuer streiten. Historisch gesehen war sie aber kein Privileg, sondern eine Maßnahme des Staates, um die Finanzierung der Kirche durch den Staat loszuwerden. Norbert Köster erzählt im TheoPodcast, wie die Kirchenfinanzierung seit dem Mittelalter funktionierte, warum sie im 19. Jh. in die Krise kam und der Staat auf die Idee der Kirchensteuer kam.
Den Podcast finden Sie zum Anhören hier.





