© Michael Boonk

Ausschreibung: WWU-Citizen-Science-Wettbewerb

Forschung und Lehre sind für die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) kein Selbstzweck. Sie versteht sich als Motor des gesellschaftlichen Fortschritts. Das beinhaltet, all jene in die Wissenschaft einzubeziehen, für die sie gemacht ist: die Bürgerinnen und Bürger.

Die Universität Münster möchte den Stellenwert des Citizen-Science-Ansatzes innerhalb der Universität stärken, für das Citizen-Science-Potenzial in Forschungsprojekten sensibilisieren und neue Projekte anregen und schreibt deswegen bereits zum zweiten Mal den mit 15.000 Euro geförderten WWU-Citizen-Science-Wettbewerb aus.

Es können sowohl neue als auch bereits bestehende Projekte gefördert werden, bei denen WWU-Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Bürger*innen zu einem konkreten Thema forschen. Gefördert werden zwei Arbeiten mit einer Summe von je 7.500 Euro und einer frei wählbaren Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Das Projekt muss den Citizen-Science-Kriterien der WWU entsprechen.

Bewerbung

Antragsberechtigt sind Kooperationen von WWU-Angehörigen und externen Kooperationspartnern. Angehörige können sowohl Studierende sein, sofern eine wissenschaftliche Betreuung vorliegt, als auch Wissenschaftler*innen. Externe Kooperationspartner*innen können sowohl Institutionen (wie z.B. Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen) als auch Privatpersonen sein.

Der Antrag muss enthalten (max. 5 Seiten):

o Beteiligte im Projektteam,
o wissenschaftliche Fragestellung des Projektes, ihre Umsetzung und Erläuterung der Methoden,
o Ausprägung des Citizen-Science-Ansatzes und Form der Kooperation mit Bürger*innen,
o Erläuterung des Mehrwertes für das Projekt durch den Citizen-Science-Ansatz,
o Kommunikations- und Transferstrategie in die Gesellschaft, inklusive der angestrebten Publikationen und Verwertung der Ergebnisse,
o angestrebte Laufzeit,
o einen Finanzplan, der auch ggf. weitere Förderungen offenlegt.

Mitglieder der Citizen-Science-AG der WWU sind nicht antragsberechtigt.

Auswahlkriterien

o erwarteter wissenschaftlicher Output,
o Mehrwert der Bürgerbeteiligung für das konkrete Projekt,
o Grad der Bürgerbeteiligung,
o Relevanz für die beteiligten Bürger*innen und die Gesellschaft,
o Konzept zur Publikation, Kommunikation und Verwertung der Ergebnisse.

Frist

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 9. Oktober 2020 als PDF-Dokument an citizen.science@wwu.de zu richten.

Abschlussbericht

Nach Projektabschluss wird ein Bericht erwartet (2-3 Seiten).

Kontakt

Bei Fragen steht Monika Koop (monika.koop@uni-muenster.de, T. 0251-83 21444) zur Verfügung.
Sie können Ihren Antrag gern vorab schicken, um eine Rückmeldung dazu zu bekommen. Bitte planen Sie dafür - vor allem gegen Ende der Frist - einige Tage Bearbeitungszeit ein.

Jury

Die Jury setzt sich zusammen aus:

Dr. Thomas Bauer (Pressereferent für Forschung und Lehre sowie Alumniarbeit, UKM)
Dr. Wilhelm Bauhus (Arbeitsstelle Forschungstransfer, WWU Münster),
Dr. Thomas Bartoschek (Institut für Geoinformatik, WWU Münster),
Dr. Ulrike Blanc (Wissenschaftsbüro, Stadt Münster),
Prof. Dr. Tillmann Buttschardt (Institut für Landschaftsökologie, WWU Münster),
Stefanie Dahl (Institut für Sportwissenschaft, WWU Münster),
Prof. Dr. Iris Dzudzek (Institut für Geographie, WWU Münster),
Dr. Philipp Erdmann (Stadtarchiv Münster),
PD Dr. Matthias Freise (Institut für Politikwissenschaft, WWU Münster),
PD Dr. Patricia Göbel (Institut für Geologie und Paläontologie der WWU),
Dr. Martin Jungwirth (Zentrum für Lehrerbildung, WWU Münster),
Dr. Veronika Jüttemann (Kontaktstelle Studium im Alter, WWU Münster),
Thomas Köhler (Villa Ten Hompel, Stadt Münster),
Dr. Kathrin Kottke (Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit),
Victoria Liesche (Exzellenzcluster Mathematik Münster, WWU Münster),
Dr. Jan Ole Kriegs (LWL-Museum für Naturkunde),
Prof. Dr. Helene Richter (Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie, WWU Münster),
Dr. Stefan Sudmann (Stadtarchiv Dülmen),
Dr. Inga Zeisberg (MExLab ExperiMINTe, WWU Münster).

Beratende Mitglieder:

Petra Bölling (Stabsstelle Universitätsförderung, WWU Münster),
Prof. Dr. Michael Quante (Prorektor Internationales und Transfer, WWU Münster)
Hans-Bernd Wolberg (Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung WWU Münster).

Der Wettbewerb wird gefördert durch die Stiftung WWU Münster.

Veranstaltung abgesagt!

Hinweis: WWU-Citizen-Science-Abend fällt aus

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bezüglich der Corona-Pandemie muss der für den 1. April 2020 geplante Citizen-Science-Abend leider ausfallen.


WWU-Citizen-Science-Abend

1. April 2020, 17-19 Uhr
Studiobühne der WWU Münster, Domplatz 23
> Auftakt zum Wettbewerb
> Informationen rund um Citizen Science
> Austausch beim anschließenden Stehcafé

Mit Beiträgen von:
Prof. Dr. Dr. Michael Quante (Prorektor Internationales und Transfer, WWU Münster)
Prof. Dr. Pienie Zwitserlood (Kuratoriumsmitglied der Stiftung WWU)
Vanessa van den Bogaert (Plattform „Bürger schaffen Wissen“, Berlin)
Dr. Wilhelm Bauhus (Arbeitsstelle Forschungstransfer, WWU-Citizen-Science-AG)
Silke Voigt-Heucke (Projekt „Forschungsfall Nachtigall“, Berlin)
Leo Klinke (Projekt „Großsteingrab Düwelsteene“, Wettbewerbssieger 2019)
Dr. Niklas Kästner (Projekt „Lateralität, Emotionen & Persönlichkeit beim Hund“, Wettbewerbssieger 2019)

Moderation: Dr. Elisa Franz

Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 24.3. unter http://go.wwu.de/CS

Der Wettbewerb wird gefördert durch die Stiftung WWU.

Citizen Science

Citizen Science umfasst die aktive Beteiligung von Bürger*innen in verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Beteiligung reicht von der Generierung von Fragestellungen, der Entwicklung eines Forschungsprojekts über Datenerhebung und wissenschaftliche Auswertung bis hin zur Kommunikation der Forschungsergebnisse. Dabei kann sich die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und institutionell ungebundenen Personen unterschiedlich gestalten, von eigeninitiierten „freien“ Projekten über eine transdisziplinär organisierte Zusammenarbeit bis hin zur Anleitung durch wissenschaftliche Einrichtungen. Gemeinsames Ziel aller Citizen-Science-Projekte ist das Schaffen neuen Wissens. Hierbei wird an Forschungsfragen gearbeitet, deren Beantwortung einen Erkenntnisgewinn für die Wissenschaft sowie für Gesellschaft und Politik mit sich bringt. Citizen Science ist ein Ansatz, in dem hauptamtliche und ehrenamtliche Expert*innen auf Augenhöhe voneinander und miteinander lernen können.

Dieser Ansatz ist grundsätzlich auf alle in der WWU vertretenen Disziplinen anwendbar und hat eine hohe praktische Relevanz für Forschung, Lehre und Transferaufgaben einer Universität.
Die WWU hat seit mehr als zehn Jahren Erfahrung mit vielfältigen Citizen-Science-Projekten gesammelt. Durch die ko-kreative Herangehensweise erleben und nutzen die WWU-Wissenschaftler*innen das hohe Potenzial bürgerwissenschaftlicher Kompetenz.

Weitere Informationen zu Citizen Science

https://www.uni-muenster.de/AFO/CS
https://www.buergerschaffenwissen.de/sites/default/files/assets/dokumente/gewiss-gruenbuch_citizen_science_strategie.pdf
https://www.buergerschaffenwissen.de/sites/default/files/assets/dokumente/gewiss_citscifueralle_handreichung_web_0.pdf
https://www.buergerschaffenwissen.de/citizen-science
https://osf.io/d2b9w (Qualitätskriterien von Österreich Forscht)
https://ecsa.citizen-science.net/documents > ECSA 10 Principles of Citizen Science