

Über uns
Die Arbeitsgruppe Fernerkundung und räumliche Modellierung gehört zum Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster. In Forschung und Lehre befassen wir uns mit der Erfassung und Analyse raum-zeitlicher Umweltdynamiken in einem breiten Spektrum landschaftsökologischer Themenfelder. Wir kombinieren verschiedenskalige Fernerkundungsdaten mit räumlichen Modellierungsmethoden, um aus limitierten landschaftsökologischen Felddaten raum-zeitlich kontinuierliche Informationen zu gewinnen. Die Komplexität von Umweltsystemen erfordert dabei die Verwendung von Modellierungsstrategien, die es erlauben, komplexe Zusammenhänge zu berücksichtigen. Aus diesem Grund liegt unser Schwerpunkt auf dem Einsatz von maschinellen Lernverfahren. Neben der Anwendung für landschaftsökologische Fragestellungen arbeiten wir auch an methodischen Weiterentwicklung für räumliche Daten. Damit befindet sich die Arbeitsgruppe an der Schnittstelle zwischen der Geoinformatik [en] und der Landschaftsökologie [de] und hat insgesamt das Ziel über Drohnendatenerfassungen, Satellitendatenverarbeitung, Modellierung und Simulationen zu einem Erkenntnisgewinn in der Ökosystemforschung beizutragen.












Das PRISM-Projekt (Preservation and RecognItion of Spatial patterns using Machine learning) entwickelt neue Ansätze, um räumliche Muster in maschinellen Lernverfahren besser abzubilden. Unter der Leitung von Dr. Jakub Nowosad an der Universität Münster beschäftigt sich das Projekt mit einem zentralen Problem aktueller Methoden: Techniken wie Random Forests sind zwar weit verbreitet, erfassen aber häufig nicht die komplexen räumlichen Strukturen, die ökologischen Prozessen zugrunde liegen. PRISM erforscht daher neue Wege, räumliche Informationen in maschinelle Lern-Workflows zu integrieren und deren Ergebnisse zu validieren. Durch die Kombination von Geographie, Ökologie, Statistik und Informatik sollen präzisere räumliche Vorhersagen für Variablen wie Biodiversität oder Klima möglich werden. Dies trägt zu einem besseren Verständnis von Ökosystemen bei und unterstützt zuverlässigere Umweltanalysen. Das Projekt folgt zudem einem Open-Science-Ansatz: Methoden, Daten und Software werden offen geteilt, um Transparenz und Reproduzierbarkeit zu gewährleisten und die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Institutionen zu fördern. PRISM startete im August 2024 und wird im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Actions-Programms (Fördernummer 101147446) gefördert.
Weitere Nachrichten
Ältere Meldungen finden Sie im Archiv [de] der AG Fernerkundung und Räumliche Modellierung.

