Philosophicum Elementare

Modulbeauftragter:

Prof. Dr. Christian Thein

Studierendenberatung:

Timo Dresenkamp M.A.
PD Dr. Martin Hoffmann

Sprechstundenzeiten insbesondere für die Studienberatung finden Sie hier.

Philosophicum elementare - Wahlpflichtmodul in den Master of Education-Studiengängen der Bildungswissenschaften

Das Modul „Philosophicum elementare“ soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern eine philosophische Grundbildung vermitteln, die jeweils exemplarisch im Rahmen eines frei wählbaren Profils erworben wird. Es stehen insgesamt fünf Profilvarianten zur Auswahl. Die philosophische Grundbildung ist jedoch in allen Varianten auf das Berufsfeld des Lehramts bezogen. Die normative Sonderstellung der Philosophie ermöglicht es dabei, die verschiedenen konzeptionellen Paradigmen der Bildungswissenschaften und der Schulpraxis selbstständig zu reflektieren und professionsbezogen zu beurteilen. Der genuin philosophische Kompetenzerwerb in den Lehrveranstaltungen leistet hierzu einen gewichtigen Beitrag.

Aufbau des Moduls

Das Philosophicum elementare wird im MEd für die Lehramtsstudiengänge Gym/Ges, HRSGe, Grundschule und Berufskolleg angeboten. Je nach Studienordnung besteht das Modul aus einer Vorlesung/einem Grundkurs in Kombination mit einer oder zwei Seminarveranstaltungen. Zur Auswahl stehen fünf Profilvarianten. Nach der Entscheidung für eine Profilvariante sind alle Veranstaltungen in diesem Profil zu absolvieren. Die jeweils zugeordneten Veranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis der WWU unter den Profilüberschriften. Im idealtypischen Studienverlauf wird das Modul für das 4. Fachsemester empfohlen, es kann aber in jedem beliebigen Fachsemester studiert werden. Da die Vorlesungen nicht in jedem Semester angeboten werden, können die Veranstaltungen in einer Profilvariante über mehrere Semester verteilt belegt werden.

Profilvariante 1: Argumentationstheorie

Die philosophische Argumentationstheorie stellt eine wichtige Propädeutik für das Philosophieren dar und dient darüber hinaus der Strukturierung und Klärung von Gedankengängen in der alltäglichen und unterrichtlichen Schulpraxis.

Profilvariante 2: Philosophische Anthropologie

In der philosophischen Anthropologie versuchen sich Menschen reflexiv über das Menschsein zu vergewissern. Die Gedankengänge und Positionen hinsichtlich des Menschseins sind für den Bereich der Bildung besonders relevant: Denn jeder Konzeption von Lernen, Erziehung und Bildung liegen mehr oder weniger durchdachte Annahmen darüber zugrunde, was der Mensch ist und sein soll.

Profilvariante 3: Praktische Philosophie

Das Feld der praktischen Philosophie ist das Handeln der Menschen, das mit Blick auf das Individuum oder die Gemeinschaft anhand theoriegestützter, normativer Kriterien durchdacht und kritisch reflektiert werden soll. Was wir meinen können, wenn wir von „guten“ Handlungen sprechen, oder wie sich eine gerechte Form des Zusammenlebens ermitteln und theoretisch begründen ließe, sind typische Fragen der praktischen Philosophie von pädagogischer und didaktischer Relevanz.

Profilvariante 4: Angewandte (Praktische) Philosophie

Philosophie beschäftigt sich auch direkt mit den normativen Problemstellungen des lebensweltlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens. Hierbei geht es um die begriffliche Analyse von typischen Anwendungsfragen bspw. in politischen und sozialen Zusammenhängen mit ethischer Relevanz. Die Befähigung, auf philosophischem Wege sich zu Urteils- und Entscheidungsfragen in diesen Themenfeldern zu verhalten, ist auch für die pädagogischen Zielsetzungen des Unterrichts in den Schulfächern von Relevanz.

Profilvariante 5: Philosophie des Lehrens und Erziehens

In dieser Profilvariante geht es um eine philosophisch kritische Auseinandersetzung mit den aus den Bildungswissenschaften und schulischen Institutionen bekannten Konzepten und Denkweisen zu Fragen der Bildung, des Erziehens sowie des Lehrens und Lernens. Diese Profilvariante wendet sich vor allem an angehende Lehrkräfte der Fächer Philosophie/Praktische Philosophie (GymGes) und Praktische Philosophie (HRSGes), die bereits in ihrem Fachstudium die in den anderen Varianten vermittelten Kompetenzen erworben haben. Diese Studierenden müssen in aller Regel keine Grundvorlesung mehr belegen. Die erfolgreiche Teilnahme im Bachelorstudium (inklusive Studienleistung) wird vielmehr auf Antrag anerkannt. Die Studierenden belegen daher nur noch ein Seminar (GymGes) bzw. zwei Seminare (HRSGes) zu dieser Profilvariante.