Workshop "The Political and the Demonic: Imaginations of Subject and Collectivity in Abrahamic Traditions"

The Origen Research Center invites you to the workshop "The Political and the Demonic: Imaginations of Subject and Collectivity in Abrahamic Traditions". The workshop will take place from 09. to 11. February at the University of Münster. For more information see the Flyer.

The Impact of Early Christianity on the Development of Philosophy: The Early Christian Idea of Freedom in its Philosophical Context

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Lecture by Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst on the YouTube channel of the International Association of Patristic Studies / Association Internationale d’Études Patristiques (AIEP)

In his lecture Alfons Fürst reflects on the fundamental question if Christianity did actually have an impact on the development of philosophy in the ancient world. A question which is usually posed the other way around and mainly in two ways: Either we ask about the influence of ancient philosophy on Christianity or we ask about the philosophical aspects of early Christian thought. With a change of perspective from a source critical to a philosophical historical one in the first chapter of the lecture, he instead asks whether we can perceive in the course of the history of philosophy where the Christian thought had a profound influence on it. While such influences are for example widely acknowledged regarding the trinitarian thought and its role in the mediation of unity and multiplicity in Neoplatonism or with respect to Augustine’s contribution to a philosophical concept of time, there is one subject in which this question has not yet been sufficiently pursued. This subject is the development of a new concept of freedom by Christian thinkers between the middle of the 2nd century and the middle of the 3rd century CE.

To approach this topic, Prof. Fürst outlines in the second point of the lecture the debate in ancient philosophy, where the factors that determine human decision and action were broadly discussed, mainly led by the stoics and their concept of ethical responsibility within the framework of a deterministic worldview, but in which the question of whether or not a decision was free had not yet arisen. That changes however in the high Roman Imperial period. In this third part of the lecture it is argued that it were in fact the Christian philosophers who across the board built on these debates and spoke emphatically of freedom when thinking about human decision and action. The early Christians attributed the freedom of decision to every human being as an inherent part of his or her creaturely endowment given by God at the act of creation.

Furthermore, due to the Alexandrian recasting of the concept of freedom – shown in the fourth part of the presentation – it came to a reconceptualization of the relation between nature and freedom, with freedom being the basic principle of anthropology and metaphysics. A static metaphysics of being became a dynamic metaphysics of freedom. Thus the early Christian philosophers had a significant influence on the development of philosophical thought. Without their contribution, the history of philosophy in the Roman Empire cannot be adequately described.

Therefore Prof. Fürst pleads in the last section of the lecture that even if the vast majority of ancient christian texts are not philosophical literature in the strict sense and were not intended to be so by their authors, we should nevertheless take them seriously philosophically. They should be discussed as critically and objectively as it is done with the ancient philosophical texts and be read as a contribution to philosophy.

Origeniana Tertia Decima
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ORIGEN AND PHILOSOPHY
A COMPLEX RELATION

The Origeniana Tertia Decima [en] was hosted by the Origen Research Centre at the University of Münster in Germany.

The conference took place from 15 to 19 August 2022 at WWU Münster, Faculty of Catholic Theology.

Attacke auf Origenes – Methodius, Epiphanius und das Panarion (374/77)

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Am 13. und 14. Mai 2022 fand in Münster die Tagung "Attacke auf Origenes – Methodius, Epiphanius und das Panarion (374/77)" statt. Im Zentrum des Workshops stand das lange Kapitel 64 des Panarion (Allheilmittel) gegen alle Häresien, das Epiphanius in den Jahren 374/77 verfasste. Der Bischof von Salamis setzte sich darin vor allem mit der Anthropologie und der Auferstehungsvorstellung des Origenes auseinander und referierte dazu eine lange Passage aus dem Traktat Über die Auferstehung, den Methodius von Olympus zu Beginn des 4. Jahrhunderts ebenfalls gegen Origenes geschrieben hatte.
Den Auftakt machte Katharina Bracht, Kirchenhistorikerin in Jena, mit ihrem Eröffnungsvortrag über die Anthropologie des Methodius im Kontext des Origenismus. Im Anschluss daran referierte Roberta Franchi (Florenz) über die Rezeption von Origenes' Freiheitsphilosophie in Methodius' Traktat über den freien Willen. Nikolai Kiel (Münster) gab in seinem Vortrag einen Einblick in die Kritik des Methodius an der Protologie des Origenes. Der Samstag begann mit einer Analyse von Vito Limone (Mailand) zu dem Gebrauch von Materie, Form und Eidos in Origenes' und Methodius' Konzeptionen zur leiblichen Auferstehung. Anschließend war Josef Lössl per Videokonferenz aus Cardiff zugeschaltet und gab den Teilnehmern eine Einführung in die Darstellung der Biographie des Origenes durch Epiphanius. Den Schlusspunkt der Tagung bildete der Vortrag von Alfons Fürst (Münster) über die Kritik des Epiphanius an der Trinitätslehre des Origenes.

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Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Forschungsstelle Origenes

Auf unseren Seiten erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Forschungsstelle Origenes. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst entstehen hier eine zweisprachige Edition der Werke des Origenes, eine Reihe zu diversen Themen rundum des Denkens und Wirkens des alexandrinischen Theologen und Philosophen, werden Tagungen zur Wirkungsgeschichte des Origenes organisiert sowie diverse Forschungsprojekte betreut.

Aktuelle Tagungen der Forschungsstelle und weitere Veranstaltungen zu Origenes finden Sie hier, die Neuerscheinungen der Forschungsstelle sind hier einzusehen.

 

 

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Buchpräsentation und Feier

Am 17. Dezember 2020 feierte die Forschungsstelle Origenes zusammen mit internationalen Gästen per Videokonferenz die Publikation des 25. Bandes [de] in den beiden Buchreihen Adamantiana und Origenes Werke Deutsch.
Nach Willkommensgrüßen und einer kurzen Einführung vom Leiter der Forschungsstelle, Alfons Fürst, berichteten Albrecht Döhnert (de Gruyter) und Bernward Kröger (Aschendorff) als Vertreter der Verlage von ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer von Markus Schmitz (Büro für typographische Dienstleistungen) einen spannenden Einblick in die Arbeit eines Setzers bei der Edierung von griechischen und lateinischen Texten.
Die Feier fuhr fort mit vier Interviews von internationalen Origenes-Experten. Christoph Markschies (Berlin), Peter Martens (St. Louis), Holger Strutwolf (Münster) und Anders-Christian Jacobsen (Aarhus) beantworteten hier Fragen zum Werk und Wirken von Origenes von Alexandria. Im Vordergrund standen dabei die Editions- und Übersetzungsarbeit an der Reihe Origenes Werke Deutsch sowie die ideengeschichtliche Auseinandersetzung mit Origenes auf Konferenzen und Workshops, deren Ergebnisse in der Reihe Adamantiana publiziert werden.

Die Forschungsstelle Origenes bedankt sich bei allen, die zu diesem Meilenstein beigetragen haben, und freut sich auf viele neue Projekte in der Zukunft!

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Abschluss des EU-Projekts "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization"

Mit einer von 30.10. bis 03.11.2019 im ungarischen Pécs stattgefundenen Abschlusskonferenz ging das dreijährige EU-Projekt "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization" zu Ende. Das Projekt hat sich besonders dem Wirken des christlichen Philosophen Origenes gewidmet und internationalen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit geboten, eine Promotion in diesem thematischen Bereich abzuschließen. In Münster waren neben Prof. Dr. Dr. Fürst als Mitleiter und -organisator die vier Promovend*innen Kristian Bunkenborg, Karen Felter, Joshua Roe und Elisa Zocchi an dem Projekt beteiligt.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zu der Abschlusskonferenz, hier ihr Programm.

Ein Engel, ein Dämon und Origenes – Alfons Fürst liefert Gastbeitrag zum theologischen Hintergrund der Serie „Good Omens“

Am 28.06.2019 berichtete der Deutschlandfunk von der neuen BBC-Produktion „Good Omens“ und stellte dabei einen Zusammenhang zur christlichen Philosophie des Origenes her. Im Zentrum der Serie stehen Engel Erziraphael und Dämon Crowley, die zwar untereinander verfeindet sind, aber ein ungleiches Bündnis gegen das apokalyptische Ende der Welt bilden. Dass der Engel so gegen den Willen Gottes agiert, ruft zwei Glaubensparadigmen auf den Plan, die sich um Prädestination und Willensfreiheit drehen. Alfons Fürst, Leiter der Forschungsstelle Origenes, greift in einem Gastbeitrag diese Paradigmen auf und entfaltet die Freiheitsmetaphysik des Origenes. Der Gastbeitrag ist zu hören und zu lesen unter folgendem Link:

Tim Baumann (Deutschlandfunk), Alfons Fürst - Serie "Good Omens" (28.06.2019)

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Origenes im spätantiken Oberägypten: Schenutes Traktat gegen die Origenisten

Am 10. und 11. Mai 2019 fand in Münster die Tagung "Origenes im spätantiken Oberägypten: Schenutes Traktat gegen die Origenisten" statt, in deren Zentrum der auch unter dem Titel "Ich wundere mich" überlieferte, häreseologische Traktat Schenutes, des Vorstehers des Weißen Klosters in Oberägypten im 5. Jahrhundert, stand. Ihren Auftakt machte Stephen Emmel, Koptologe an der Universität Münster, indem er einleitend im Rahmen eines Abendvortrags einen differenzierten Blick auf die Überlieferungsgeschichte des Traktats warf. Der anschließende Workshop war geprägt von anregenden Vorträgen zu verschiedenen Aspekten des Trakats: Als erster referierte Alberto Camplani (Rom) zu der Rolle der Osterfestbriefe des Theophilus für Schenutes anti-origenistische Haltung, darauf führte Franz Xaver Risch (Berlin) in den origeneischen Hintergrund des überlieferten Anfangs des Schenute-Traktats, der sich anhand von Scholien des Origenes erschließen ließe, ein, schließlich legte Jacqueline Wormstädt (Berlin) Schenutes Widerlegung der Leugnung der leiblichen Auferstehung dar und verortete sie in den Ersten Origenistischen Streit. Den Schlusspunkt der Tagung bildete der Vortrag Hugo Lundhaugs (Oslo) zu der Christologie Schenutes, die in Abgrenzung zum Arianismus, Nestorianismus und Apollinarianismus steht.

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Leiter der Forschungsstelle im Geburtsland des Origenes

Im März 2019 hielt Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, Leiter der Forschungsstelle Origenes, auf Einladung der Alexandria School Foundation for Christian Studies in Kairo und Alexandria Vorträge über die Exegese und Philosophie des Origenes und reiste damit an die Wirkungsstätte des Origenes. Bei der Alexandria School Foundation handelt es sich um eine Einrichtung der koptischen Kirche in Kairo, die Interessierten jeglichen Alters und Berufstandes Vorlesungen zur Geschichte frühchristlicher Theologie bietet. Zwei Vorträge wurden aufgezeichnet und können unter folgenden Links angeschaut werden:

Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, Vortrag "Exegesis and Philosophy in Early Christianity"

Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, Vortrag "Exegesis as Way of Life"

10 Jahre Forschungsstelle Origenes

Die Forschungsstelle rund um den faszinierenden Theologen und Philosophen Origenes feierte am vergangenen Donnerstag (25.10.2018) mit einem feierlichen Festakt ihren 10. Geburtstag. Als Festredner sprach Prof. Dr. Volker Gerhardt aus Berlin über Freiheit als philosophische und theologische Schlüsselkategorie; Grußworte richteten Prof.‘in Dr. Marianne Heimbach-Steins als Prorektorin für Forschung der Katholisch-Theologischen Fakultät sowie Prof. Dr. Johannes Wessels als Rektor der WWU Münster aus. An den Festakt schloss sich ein Workshop an, der Freiheitskonzeptionen des Origenes und von Philosophen und Theologen der Moderne in den Blick nahm.