TAgungen und workshops zu origenes und seinem nachleben 2018

April

25. April: Re-Thinking Origen in Late Antiquity and Modernity (Cambridge) Programm

Mai

14.-16. Mai: Origen and the Origenian tradition in progress (Rom)
27.-31. Mai: Contours and Expressions of the Self in Ancient Mediterranean Cultures (Jerusalem) Programm

Juni

02. Juni: Colloquium Adamantianum II: Christ - The Teacher of Salvation (Anders-Christian Jacobsen) (Cambridge) Programm
03. Juni: Workshops on the Latin Works of Henry More I: Concepts of God and Man in Henry More’s Critique of Spinoza (Cambridge) Programm

Juli

07. Juli: Beierwaltes Seminar III on Origen and Christian Platonism: "I am that I am" (Cambridge) Programm

Oktober

20. Oktober: Beierwaltes Seminar IV on Origen and Christian Platonism: "The greatest kinds" (Cambridge) call for papers
25. Oktober: 10-jähriges Jubiläum der Forschungsstelle Origenes (Münster)
26.-27. Oktober: Freedom as Key Category in Origen and in Modern Theology (Münster)

November

17.-19. November: Annual meeting of the American Academy of Religion: Origen and the Roots of "Human Freedom" and "Human Dignity" in the West (Denver)
29.-30. November: Verurteilung des Origenes – Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553 (Innsbruck) Programm

Dezember

08. Dezember: Colloquium Adamantianum III (Cambridge)

Workshop

Kolloquien zum Nachleben des Origenes VIII

Meister Von San Vitale In Ravenna
© Wikipedia

Am 29./30. November 2018 findet das achte "Kolloquium zum Nachleben des Origenes" statt. Es behandelt eine erste Station des Origenismus in der Spätantike und ist dem Thema "Verurteilung des Origenes - Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553" gewidmet. Das Kolloquium, das von Alfons Fürst (Münster) im Rahmen des EU-Projekts "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization" in Kooperation mit Thomas Karmann (Innsbruck) organisiert wird, findet in Österreich an der Universität Innsbruck statt. Den Programm-Flyer mit näheren Informationen finden sie hier.

Workshop

Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England

Im Rahmen des EU-Projekts "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization" findet vom 19. - 21. Oktober 2017 der Workshop "Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England" in Münster statt. Den Flyer finden Sie hier.

Kolloquien zum Nachleben des Origenes

Bild Origenes Sw

Das Nachleben des Origenes ist so komplex und vielschichtig wie sein Denken selbst. Schon in der Antike ist seine kühne theologische Synthese, wie erste Kontroversen zu seinen Lebzeiten und insbesondere die beiden großen Origenistischen Streitigkeiten zeigen, nicht nur Quelle theologischer Durchbrüche, sondern auch vielfach Stein des Anstoßes. Ungeachtet seiner offiziellen kirchlichen Verurteilung am Ausgang der Antike prägt sein spekulatives Genie die ersten christlichen Systeme der mittelalterlichen Metaphysik und bestimmt seine Bibelhermeneutik das gesamte Paradigma des mehrfachen Schriftsinns. Im Ringen um ein neues Menschenbild, das in Abkehr von theologischen und philosophischen Determinismen seinen Ausgang von der Freiheit und Entwicklungsfähigkeit des Einzelnen nimmt, entdeckt die frühe Neuzeit im Alexandriner einen antiken Gewährsmann, dessen Einsichten sie vielfach aufgreift und weiterentwickelt. Schließlich verdankt ihm auch die moderne Theologie, wie nicht zuletzt zeitgenössische Reformulierungen der origeneischen Lehre von der Allerlösung oder seiner dynamischen Freiheitsanthropologie beweisen, manchen wichtigen Impuls. Die bewegte Rezeptionsgeschichte der origeneischen Denkform steht im Mittelpunkt der „Kolloquien zum Nachleben des Origenes“. Anhand exemplarischer Texte, die in einem allgemeinverständlichen Abendvortrag historisch verortet und in einem interdisziplinären Workshop inhaltlich erschlossen werden, sollen die Rezeption des Origenes von der Antike bis zur Gegenwart nachgezeichnet und seine Bedeutung für die abendländische Geistesgeschichte gewürdigt werden.