• Tagungen der Forschungsstelle

    Kolloquium zum Nachleben des Origenes VIII

    Am 29./30. November 2018 findet das achte "Kolloquium zum Nachleben des Origenes" statt. Es behandelt eine erste Station des Origenismus in der Spätantike und ist dem Thema "Verurteilung des Origenes - Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553" gewidmet. Das Kolloquium, das von Alfons Fürst (Münster) im Rahmen des EU-Projekts "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization" in Kooperation mit Thomas Karmann (Innsbruck) organisiert wird, findet in Österreich an der Universität Innsbruck statt. Den Programm-Flyer mit näheren Informationen finden Sie hier.

  • Weitere Veranstaltungen

    Origenes und die Wurzeln der menschlichen Freiheit und Menschenwürde in der westlichen Philosophie

    Vom 17. bis zum 19. November 2018 findet in Denver, Co, das jährliche Treffen der American Academy of Religion statt, das, organisiert von Anders-Christian Jacobson, nach den theologischen und philosphischen Quellen hinter dem westlich-modernen Verständnis des Menschen als freies und würdevolles Wesen fragt. Die Tagung widmet sich vor allem der Rezeptionsgeschichte des Origenes und fokussiert dabei die Begriffe der menschlichen Freiheit und Menschenwürde. Weitere Informationen finden Sie hier.


    Colloquium Adamantianum III: Apokatastasis und die Trinität (Ilaria Ramelli)

    Am 19. Januar 2019 findet in Cambridge die dritte Tagung der Reihe Colloquium Adamantianum statt, die Origenes-Forscher_innen unter einem bestimmten wissenschaftlichen Fokus ihrer Forschungsarbeit an dem christlichen Platoniker in den Blick nehmt. Diese Tagung widmet sich Ilaria Ramelli und ihren Studien zu Apokatastasis, in denen sie besonders die Kompatibilität von Christentum und platonischer Philosophie herausarbeitet. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Tagung, die in den schicken Räumlichkeiten des Clare College der Cambridge University vollzogen wird, teilzunehmen. Bitte nehmen Sie dafür Kontakt zu Dr. Christian Hengstermann (cik22@cam.ac.uk) auf. Das Programm finden Sie hier.


    Beierwaltes-Seminare 2019: Call for Papers

    In 2019 finden zwei weitere Beierwaltes-Seminare an der Universität Cambridge statt, die sich Kerngedanken des Platonismus und deren Adaption in der christlichen Philosophie von den Alexandrinern Clemens und Origenes bis heute widmen. Das erste Beierwaltes-Seminar am 06.07.2019 beschäfigt sich mit Modellen des Absoluten von der Anitke bis dem modernen Idealismus, das zweite Beierwaltes-Seminar am 19.10.2019 legt seinen Fokus auf Konzepte göttlicher und menschlicher Subjektivität. Interessente sind herzlich eingeladen, sich mit einem Paper an den Seminaren zu beteiligen. Bitte nehmen Sie dafür Kontakt zu Dr. Christian Hengstermann (cik22@cam.ac.uk) auf. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Vergangene Tagungen und Veranstaltungen

    10 Jahre Forschungsstelle Origenes in Münster

    Im Oktober 2008 ist die Forschungsstelle Origenes an der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU Münster mit einem Festakt und einem Workshop eröffnet worden und hat ihre Arbeit aufgenommen. Das 10-jährige Jubiläum wurde mit einem Festakt am 25. Oktober 2018  und einem anschließenden Workshop (26.-27. Oktober 2018) gefeiert. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Volker Gerhardt (Berlin) über das Thema „Freiheit als philosophische und theologische Schlüsselkategorie“. Der Workshop ist Teil des EU-Projekts „The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization“ und widmete sich dem Thema „Freedom as Key Category in Origen and in Modern Theology“.

    Beierwaltes-Seminar IV zu Origenes und Christlichem Platonismus

    Unter der Leitung von Dr. Christian Hengstermann fand am 20. Oktober 2018 ein Seminar in Cambridge statt, das sich den platonischen Kerntermini der "Fünf größten Gattungen" und deren Rezeption in der christlichen Philosophie, beginnend mit Clemens und Origenes von Alexandria, widmete.


    Drittes Beierwaltes-Seminar in Cambridge

    Am 7. Juli fand das dritte Beierwaltes-Seminar an der University of Cambridge statt, das unter anderem von Dr. Christan Hengstermann organisiert wurde. Das Seminar stellt die Auslegungsgeschichte von Ex. 3,14 in der Theologie- und Philosophiegeschichte in seinen Mittelpunkt. Referiert hat neben Christian Hengstermann auch Markus Wagner, wissenschaftliche Hilfskraft am Studienbüro.


    Contours and Expressions of the Self in Ancient Mediterranean Cultures - Tagung in Jerusalem

    Vom 27. Mai bis zum 31. Mai 2018 fand in Jerusalem eine Tagung mit dem Titel Contours and Expressions of the Self in Ancient Mediterranean Cultures statt, die von dem Leiter der Forschungsstelle Origenes, Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, der als Fellow an der Hebrew-Universität in Jerusalem tätig war, mit organisiert wurde. Referentinnen und Referenten mit internationalem Renommee blickten aus ihrer jeweiligen Forschungssperspektive auf die Entwicklung des Selbst-Bewusstseins und Identitätsdenkens in der Antike und untersuchten die Einflüsse des paganen, jüdischen und christlichen Denkens auf diese Entwicklungsströme.


    Re-Thinking Origen - Tagung in Cambridge

    Am 25. April 2018 fand unter der Leitung von Dr. Christian Hengstermann eine Tagung in Cambridge statt, die sich aus verschiedenen Perspektiven dem origeneischen Denken in der Spätantike und der Neuzeit/Moderne widmete.


    Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England

    Im Rahmen des EU-Projekts "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization" fand vom 19. - 21. Oktober 2017 der Workshop "Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England" in Münster statt.

TAgungen und workshops zu origenes und seinem nachleben 2018/2019

2018

November

17.-19. November: Annual meeting of the American Academy of Religion: Origen and the Roots of "Human Freedom" and "Human Dignity" in the West (Denver)
29.-30. November: Verurteilung des Origenes – Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553 (Innsbruck) Programm

2019

Januar

19. Januar: Colloquium Adamantianum (3): Apokatastasis and Trinity (Ilaria Ramelli) (Cambridge) Programm

Mai

10.–11. Mai: Origenes im spätantiken Ägypten. Schenutes Traktat gegen die Origenisten (Münster)

Juli

6. July: Beierwaltes-Seminar V: Exempel des Absoluten von der Antike bis zum modernen Idealismus (Cambridge) call for papers

Oktober

19. Oktober: Beierwaltes-Seminar VI: Konzepte des Göttlichen und menschlicher Subjektivität (Cambridge) call for papers

Kolloquien zum Nachleben des Origenes

Bild Origenes Sw

Das Nachleben des Origenes ist so komplex und vielschichtig wie sein Denken selbst. Schon in der Antike ist seine kühne theologische Synthese, wie erste Kontroversen zu seinen Lebzeiten und insbesondere die beiden großen Origenistischen Streitigkeiten zeigen, nicht nur Quelle theologischer Durchbrüche, sondern auch vielfach Stein des Anstoßes. Ungeachtet seiner offiziellen kirchlichen Verurteilung am Ausgang der Antike prägt sein spekulatives Genie die ersten christlichen Systeme der mittelalterlichen Metaphysik und bestimmt seine Bibelhermeneutik das gesamte Paradigma des mehrfachen Schriftsinns. Im Ringen um ein neues Menschenbild, das in Abkehr von theologischen und philosophischen Determinismen seinen Ausgang von der Freiheit und Entwicklungsfähigkeit des Einzelnen nimmt, entdeckt die frühe Neuzeit im Alexandriner einen antiken Gewährsmann, dessen Einsichten sie vielfach aufgreift und weiterentwickelt. Schließlich verdankt ihm auch die moderne Theologie, wie nicht zuletzt zeitgenössische Reformulierungen der origeneischen Lehre von der Allerlösung oder seiner dynamischen Freiheitsanthropologie beweisen, manchen wichtigen Impuls. Die bewegte Rezeptionsgeschichte der origeneischen Denkform steht im Mittelpunkt der „Kolloquien zum Nachleben des Origenes“. Anhand exemplarischer Texte, die in einem allgemeinverständlichen Abendvortrag historisch verortet und in einem interdisziplinären Workshop inhaltlich erschlossen werden, sollen die Rezeption des Origenes von der Antike bis zur Gegenwart nachgezeichnet und seine Bedeutung für die abendländische Geistesgeschichte gewürdigt werden.