• Kolloquien zum Nachleben des Origenes

    Die „Kolloquien zum Nachleben des Origenes“ widmen sich der bewegten Rezeptionsgeschichte der Freiheitsmetaphysik des Origenes, die für die Formung des christlichen und neuzeitlichen Menschenbildes von größter Bedeutung gewesen ist. Im Sommersemester 2020 steht das 64. Kapitel des Panarion des Epiphanius im Zentrum der Tagung, die an der Universität Innsbruck stattfindet. Weitere Informationen zum genauen Ablauf finden Sie hier.

    18.-19. Juni 2020 Kolloquien zum Nachleben des Origenes X.
    Der Origenismus in der Spätantike III: Attacke auf Origenes – Methodius,
    Epiphanius und das Panarion (374/77)

  • Academia Origeniana

    In der „Academia Origeniana“ werden im Stile der Hochschule, die Origenes in Caesarea in Palästina gegründet und betrieben hat, gemeinsam Texte von und über Origenes gelesen und diskutiert. Das Spektrum der einbezogenen Quellen erstreckt sich von der Zeit und dem Umfeld des Origenes in der römischen Kaiserzeit durch seine vielfältige Wirkungsgeschichte hindurch bis in die Theologie und Philosophie der Neuzeit und der Moderne.

    Im Wintersemester 2020/21 sind als Lektüregrundlage die Briefe des Origenes vorgesehen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an Felix Arens.

  • Colloquium Adamantianum

    Bei dem Colloquium Adamantianum steht jedes Sommersemester ein renommierter Origenesforscher oder eine Origenesforscherin mit seinem oder ihrem wissenschaftlichen Oeuvre im Vordergrund. Im Sommersemester 2020 ist Lorenzo Perrone eingeladen, im Rahmen eines Gastvortrages über die neu gefundenen Psalmenhomilien des Origenes zu sprechen. In der daran anschließenden Masterclass werden Textauszüge aus den Psalmenhomilien und Aufsätze von Perrone gelesen und diskutiert. Das Format richtet sich sowohl an Studierende der Vertiefungsphase als auch Promovierende. Auch Studierende und Promovierende anderer Fachbereiche sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Für eine Anmeldung kontaktieren Sie bitte Florine Hund. Hier folgen die genauen Daten:


    26. Juni 2020
    11.00 Uhr

    Gastvortrag von Lorenzo Perrone
    Die neuen Psalmenhomilien des Origenes
    Eine Entdeckung und ihre Folgen

    26. Juni 2020
    14.30-18.00 Uhr

    Masterclass I und II

    27. Juni 2020
    09.30-13.00 Uhr

    Masterclass III und IV

  • Vergangene Tagungen und Veranstaltungen

    10./11.05.2019

    Kolloquien zum Nachleben des Origenes IX: Origenes im spätantiken Oberägypten: Schenutes Traktat gegen die Origenisten
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    9./30.10.2018

    Kolloquium zum Nachleben des Origenes VIII: Verurteilung des Origenes - Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553 (Innsbruck)
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    25.-27.10.2018

    10 Jahre Forschungsstelle Origenes: Festakt und Workshop Freedom as Key Category in Origen and in Modern Theology
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    27.-31.05.2018

    Tagung: Contours and Expressions of the Self in Ancient Mediterranean Cultures (Jerusalem)
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Humann Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    19.-21.10.2017

    Workshop: Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    9./10.10.2015

    Workshop: "V Origenes Platonicus - Henry More's Immortality of the Soul (1659)"
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

    Programmflyer

    17./18.10.2014

    Workshop: "IV Origenes Cantabrigiensis - Ralph Cudworth's Sermon before the House of Commons (1647)
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

    Programmflyer

    12./13.10.2012

    Workshop: "III Origenes Humanista - Pico della Mirandolas De Salute Origenis disputatio (1487)

    Programmflyer

    28./29.10.2011

    Workshop: "II Origenes in Frankreich. Die Origeniana von Pierre Daniel Huet (1668)"

    Programmflyer

    12./13.11.2010

    Workshop: "I Die Cambridge Origenists - George Rusts Letter of Resolution concerning Origen and the Chief of his Opinions (1661)"

    Programmflyer deutsch         Programmflyer englisch

    10./11.02.2010

    Workshop: "Autonomie und Menschenwürde - Origenes in der Philosphie der Neuzeit"
    [Gefördert vom Exzellenzcluster "Religion und Politik"]

    Programmflyer                Weitere Informationen

    16./17.10.2009

    Tagung: "Natur und Normativität - Naturrecht und Begriff der Natur im interdisziplinären Diskurs"

    Programmflyer

    24./25.10.2008

    Workshop: "Origenes und seine Bedeutung für die Theologie- und Geistesgeschichte Europas und des Vorderen Orients"
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

Kolloquien zum Nachleben des Origenes

Das Nachleben des Origenes ist so komplex und vielschichtig wie sein Denken selbst. Schon in der Antike ist seine kühne theologische Synthese, wie erste Kontroversen zu seinen Lebzeiten und insbesondere die beiden großen Origenistischen Streitigkeiten zeigen, nicht nur Quelle theologischer Durchbrüche, sondern auch vielfach Stein des Anstoßes. Ungeachtet seiner offiziellen kirchlichen Verurteilung am Ausgang der Antike prägt sein spekulatives Genie die ersten christlichen Systeme der mittelalterlichen Metaphysik und bestimmt seine Bibelhermeneutik das gesamte Paradigma des mehrfachen Schriftsinns. Im Ringen um ein neues Menschenbild, das in Abkehr von theologischen und philosophischen Determinismen seinen Ausgang von der Freiheit und Entwicklungsfähigkeit des Einzelnen nimmt, entdeckt die frühe Neuzeit im Alexandriner einen antiken Gewährsmann, dessen Einsichten sie vielfach aufgreift und weiterentwickelt. Schließlich verdankt ihm auch die moderne Theologie, wie nicht zuletzt zeitgenössische Reformulierungen der origeneischen Lehre von der Allerlösung oder seiner dynamischen Freiheitsanthropologie beweisen, manchen wichtigen Impuls. Die bewegte Rezeptionsgeschichte der origeneischen Denkform steht im Mittelpunkt der „Kolloquien zum Nachleben des Origenes“. Anhand exemplarischer Texte, die in einem allgemeinverständlichen Abendvortrag historisch verortet und in einem interdisziplinären Workshop inhaltlich erschlossen werden, sollen die Rezeption des Origenes von der Antike bis zur Gegenwart nachgezeichnet und seine Bedeutung für die abendländische Geistesgeschichte gewürdigt werden.