• Tagungen der Forschungsstelle

    Für 2019 sind keine weiteren Tagungen der Forschungsstelle geplant.

  • Weitere Veranstaltungen

    VI. Beierwaltes-Seminar Oktober 2019: Call for Papers

    In 2019 finden zwei weitere Beierwaltes-Seminare an der Universität Cambridge statt, die sich Kerngedanken des Platonismus und deren Adaption in der christlichen Philosophie von den Alexandrinern Clemens und Origenes bis heute widmen. Dassechste Beierwaltes-Seminar in der Reihe am 19.10.2019 legt seinen Fokus auf Konzepte göttlicher und menschlicher Subjektivität. Interessente sind herzlich eingeladen, sich mit einem Paper an den Seminaren zu beteiligen. Bitte nehmen Sie dafür Kontakt zu Dr. Christian Hengstermann (cik22@cam.ac.uk) auf. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Vergangene Tagungen und Veranstaltungen

    10./11.05.2019

    Kolloquien zum Nachleben des Origenes IX: Origenes im spätantiken Oberägypten: Schenutes Traktat gegen die Origenisten
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    9./30.10.2018

    Kolloquium zum Nachleben des Origenes VIII: Verurteilung des Origenes - Kaiser Justinian und das Konzil von Konstantinopel 553 (Innsbruck)
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    25.-27.10.2018

    10 Jahre Forschungsstelle Origenes: Festakt und Workshop Freedom as Key Category in Origen and in Modern Theology
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    27.-31.05.2018

    Tagung: Contours and Expressions of the Self in Ancient Mediterranean Cultures (Jerusalem)
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Humann Freedom in Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    19.-21.10.2017

    Workshop: Origen's Philosophy of Freedom in 17th-Century England
    [Gefördert von dem EU-Projekt "The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization"]

    Programmflyer

    9./10.10.2015

    Workshop: "V Origenes Platonicus - Henry More's Immortality of the Soul (1659)"
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

    Programmflyer

    17./18.10.2014

    Workshop: "IV Origenes Cantabrigiensis - Ralph Cudworth's Sermon before the House of Commons (1647)
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

    Programmflyer

    12./13.10.2012

    Workshop: "III Origenes Humanista - Pico della Mirandolas De Salute Origenis disputatio (1487)

    Programmflyer

    28./29.10.2011

    Workshop: "II Origenes in Frankreich. Die Origeniana von Pierre Daniel Huet (1668)"

    Programmflyer

    12./13.11.2010

    Workshop: "I Die Cambridge Origenists - George Rusts Letter of Resolution concerning Origen and the Chief of his Opinions (1661)"

    Programmflyer deutsch         Programmflyer englisch

    10./11.02.2010

    Workshop: "Autonomie und Menschenwürde - Origenes in der Philosphie der Neuzeit"
    [Gefördert vom Exzellenzcluster "Religion und Politik"]

    Programmflyer                Weitere Informationen

    16./17.10.2009

    Tagung: "Natur und Normativität - Naturrecht und Begriff der Natur im interdisziplinären Diskurs"

    Programmflyer

    24./25.10.2008

    Workshop: "Origenes und seine Bedeutung für die Theologie- und Geistesgeschichte Europas und des Vorderen Orients"
    [Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung]

Kolloquien zum Nachleben des Origenes

Bild Origenes Sw

Das Nachleben des Origenes ist so komplex und vielschichtig wie sein Denken selbst. Schon in der Antike ist seine kühne theologische Synthese, wie erste Kontroversen zu seinen Lebzeiten und insbesondere die beiden großen Origenistischen Streitigkeiten zeigen, nicht nur Quelle theologischer Durchbrüche, sondern auch vielfach Stein des Anstoßes. Ungeachtet seiner offiziellen kirchlichen Verurteilung am Ausgang der Antike prägt sein spekulatives Genie die ersten christlichen Systeme der mittelalterlichen Metaphysik und bestimmt seine Bibelhermeneutik das gesamte Paradigma des mehrfachen Schriftsinns. Im Ringen um ein neues Menschenbild, das in Abkehr von theologischen und philosophischen Determinismen seinen Ausgang von der Freiheit und Entwicklungsfähigkeit des Einzelnen nimmt, entdeckt die frühe Neuzeit im Alexandriner einen antiken Gewährsmann, dessen Einsichten sie vielfach aufgreift und weiterentwickelt. Schließlich verdankt ihm auch die moderne Theologie, wie nicht zuletzt zeitgenössische Reformulierungen der origeneischen Lehre von der Allerlösung oder seiner dynamischen Freiheitsanthropologie beweisen, manchen wichtigen Impuls. Die bewegte Rezeptionsgeschichte der origeneischen Denkform steht im Mittelpunkt der „Kolloquien zum Nachleben des Origenes“. Anhand exemplarischer Texte, die in einem allgemeinverständlichen Abendvortrag historisch verortet und in einem interdisziplinären Workshop inhaltlich erschlossen werden, sollen die Rezeption des Origenes von der Antike bis zur Gegenwart nachgezeichnet und seine Bedeutung für die abendländische Geistesgeschichte gewürdigt werden.