Newsarchiv 2014

© CiM - Heiner Witte

Das Nervenkostüm der Drosophila

Dr. Sebastian Rumpf forscht mit Fruchtfliegen

Sie ist der beliebteste Modellorganismus der Genetik: die schwarzbäuchige Taufliege, gemeinhin als Fruchtfliege bekannt. Auch in der CiM-Nachwuchsforschergruppe des Entwicklungsbiologen Dr. Sebastian Rumpf wird mit der Drosophila melanogaster gearbeitet: Die Gruppe erforscht auf Grundlage hochauflösender fluoreszenzmikroskopischer Aufnahmen den programmierten Abbau von Nervenzellen.

© Liedmann et al., Nature Communications

Entern mit "gezückter Waffe"

Grippevirus-Bestandteile erstmals lichtmikroskopisch sichtbar gemacht

Wie vermehrt sich der Grippevirus? Mithilfe von Lichtmikroskopie konnte die Gruppe um Swantje Liedmann vom Institut Molekulare Virologie der Universität Münster Strukturen des Virus-Erbguts im Inneren von menschlichen Zellen sichtbar machen. Die Ergebnisse der Studie sind im Online-Fachmagazin "Nature Communications" erschienen.

© AFI - Th. Tratnik

Rolle des Immunsystems bei Alzheimer

80.000 Euro für die Forschung

Neue Behandlungsstrategien für Alzheimer-Patienten erforscht die Arbeitsgruppe von PD Dr. Judith Alferink, CiM-Gruppenleiterin und Oberärztin in der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Münster. Von der Alzheimer-Forschung-Initiative erhielt sie für Untersuchungen zum Botenstoff CCL17 eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro.

© WWU - Peter Grewer
© CiM - Peter Grewer

Einblicke in die Wissenschaft

Wirtschaftsinitiative und Kaufmannschaft zu Gast bei CiM

Der Exzellenzcluster „Cells in Motion“ hat gestern für rund 30 Mitglieder der Wirtschaftsinitiative und der Kaufmannschaft Münster die Türen zu den Laboren geöffnet. Die Wirtschaftsvertreter waren begeistert und löcherten die Wissenschaftler im Laufe des Abends mit vielen Fragen.

© privat

Alfried-Krupp-Förderpreis für Prof. Dr. Benedikt Wirth

CiM-Mathematiker erhält mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung

CiM-Gruppenleiter Prof. Dr. Benedikt Wirth wurde mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert. Von dem Geld möchte Benedikt Wirth eine eigene Forschungsgruppe aufbauen und sich neuen Forschungsfragen widmen.

© Johannes Waltenberger

Langzeitschäden durch „harmloses“ Virus

Studie belegt Folgen von HCMV-Infektionen

Verbreitet, aber nicht harmlos: Etwa die Hälfte der Deutschen hatte mindestens einmal Kontakt mit dem Humanen Cytomegalievirus (HCMV); die Infektion bleibt meist unbemerkt. Nur selten führt das Virus zu schweren Infektionen. Langfristig kann das vermeintlich harmlose Virus allerdings Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen.

Wie Adhäsionsmoleküle schädlichen T-Zellen den Weg über die Blut-Hirn-Schranke bahnen

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose wandern Immunzellen ins Gehirn ein und zerstören dortiges Gewebe. Bis jetzt gingen Ärzte davon aus, dass eine Behandlung mit dem hochwirksamen Wirkstoff Natalizumab das verhindern kann. Wie ein Team um CiM-Gruppenleiter Prof. Heinz Wiendl und Prof. Sven Meuth jetzt aber herausfanden, gelangen bei manchen Patienten dennoch schädigende Zellen ins Gehirn - mit Hilfe des Adhäsionsmoleküls MCAM.

© Tobias Wesselmann

In memoriam

Exzellenzcluster trauert um Prof. Franz Hillenkamp

Prof. Franz Hillenkamp ist am 22. August 2014 im Alter von 78 Jahren verstorben. Der Exzellenzcluster "Cells in Motion" verliert einen hochgeschätzten Wissenschaftler und Wegbegleiter.

© privat

Karl-Thomas-Preis für Alexander Zarbock

Für seine Forschung zur Rolle von spezialisierten Immunzellen bei Akuter Lungenschädigung (ALI) ist CiM-Gruppenleiter Prof. Dr. Alexander Zarbock mit dem Karl-Thomas-Preis 2014 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin ausgezeichnet worden.

© AWK - Andreas Endemann

Ehre für CiM-Wissenschaftlerinnen

Die Sprecherin des Exzellenzclusters "Cells in Motion" (CiM) Prof. Dr. Lydia Sorokin und CiM-Gruppenleiterin Prof. Dr. Cornelia Denz sind neue Mitglieder der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

© UKM - Elisabeth Deiters-Keul

CiM-Forscher weisen Einfluss von Sonnenlicht auf die Entstehung von Autoimmunerkrankungen nach

Etwa 2,5 Millionen Menschen weltweit leiden an Multipler Sklerose (MS), einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Forscher des Exzellenzclusters "Cells in Motion" fanden jetzt heraus, dass moderate Sonnenstrahlung den Aufbau eines gesunden Immunsystems unterstützt und diesem beim Schutz des Zentralen Nervensystems hilft.

© WWU - Peter Grewer

Wissenschaftsrat empfiehlt Bau des "Multiscale Imaging Centres"

Bildgebungs-Expertise unter einem Dach: Der Wissenschaftsrat hat sich heute dafür ausgesprochen, das "Multiscale Imaging Centre" (MIC) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) zu bauen. Mehr als 300 Mitarbeiter, die mithilfe bildgebender Verfahren Zellen und deren Verhalten erforschen, sollen in dem neuen Forschungsbau Platz finden.

© privat

Loeffler-Frosch-Preis für Virologen Mario Schelhaas

CiM-Forscher Dr. Mario Schelhaas wurde von der Gesellschaft für Virologie für seine international viel beachteten Leistungen auf dem Gebiet der Tumorviren-Forschung geehrt. Schelhaas Arbeitsgruppe interessiert sich für den Prozess der Infektion, also dafür, wie Tumorviren es schaffen, in Körperzellen einzudringen.

© J. Müller-Keuker

"Klettverschluss" der Endothelzellen

Molekulare Schleuse bei Entzündungen entschlüsselt

Wenn das Immunsystem reagiert, müssen Abwehrzellen und Immunbotenstoffe aus dem Blut schnell ins verletzte Gewebe gelangen. Dies geschieht durch eine Art "Klettverschluss" zwischen den Endothelzellen der Blutgefäße. Der Mechanismus, durch den diese Verschlüsse geöffnet werden, wurde jetzt von MPI-Forschern, darunter CiM-Mitglieder Dietmar Vestweber und Alexander Zarbock, entschlüsselt.

© privat

Renommierter "ERC Consolidator Grant" für Mathematiker Martin Burger

Prof. Dr. Martin Burger, Projektleiter im Exzellenzcluster "Cells in Motion" (CiM), erhält eine Förderung des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC) über rund eine Million für fünf Jahre. Bei dem geförderten Projekt geht es um die Frage, wie man in der biomedizinischen Bildgebung Daten und beobachtete Prozesse miteinander in Verbindung setzen kann.