Das Fach Klassische Archäologie


Im Wintersemester 1883/84 wurde das Fach in Münster mit der Einrichtung eines Extraordinariates für Klassische Archäologie begründet. Der erste Fachvertreter war Arthur Milchhöfer (1883 – 1895). Ihm folgten Hermann Winnefeld (1895 – 1896) und Friedrich Koepp (1896 – 1916). Letzterer wurde 1907 zum ordentlichen Professor ernannt; seither wurde kontinuierlich ein Ordinariat, heute eine W 3-Professur, für Klassische Archäologie besetzt (1916 – 1929 Arnold von Salis; 1929 – 1933 Karl Lehmann-Hartleben; 1934 – 1941 Friedrich Matz; 1942 – 1970 Max Wegner; 1972 – 1992 Werner Fuchs; 1994-2015 Dieter Salzmann; seit 2016 Achim Lichtenberger).

Die Klassische Archäologie war zunächst in der Satzung des Instituts für Altertumskunde als eine Abteilung dieses Instituts ausgewiesen. Seit 1958 besteht das Archäologische Seminar verbunden mit dem Archäologischen Museum als selbständige Einrichtung.

Bei der Bombardierung Münsters 1944 wurden die umfangreiche Bibliothek und alle anderen Bestände der archäologischen Abteilung vollständig zerstört. Der Wiederaufbau wird Max Wegner verdankt, der die archäologische Abteilung erneut zu einer hervorragenden wissenschaftlichen Einrichtung machte. Ihren Platz fand sie 1956 im Fürstenberghaus am Domplatz, wo sie bis heute besteht.

Unter Max Wegner erhielt das Archäologische Seminar 1962 eine zweite Professur (heute eine W2-Professur) für Klassische Archäologie (1962 – 1978 Ludwig Budde; 1978 – 2001 Hans Wiegartz; seit 2001 Magdalene Söldner).

Im Jahr 2005 wurde das "Archäologische Seminar und Museum" in "Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie/Archäologisches Museum" und im Jahr 2013  in "Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie/Archäologisches Museum" umbenannt.

Unter Werner Fuchs wurde 1978 die Fachzeitschrift "Boreas. Münstersche Beiträge zur Archäologie" ins Leben gerufen, die seitdem jährlich von den Hochschullehrern des Instituts herausgegeben wird.

Das Archäologische Museum


Das Archäologische Museum, 1883 unter Arthur Milchhöfer gegründet und im Zweiten Weltkrieg mit allen Beständen vernichtet, ist dank vielfältiger Hilfe und Unterstützung wieder zu einer beachtlichen Sammlung angewachsen. Seit 1958 begann der Wiederaufbau. Zunächst wurden vornehmlich Abgüsse, in der Folge verstärkt auch Orginalwerke der klassischen Antike erworben. Grundstein dafür war der Ankauf der Sammlung Rubensohn im Jahre 1965. In jüngerer Vergangenheit ist die Zahl der Exponate durch Erwerb (u.a. Prof. Dr. W. Peek), Schenkung von Privatsammlungen (u.a. Familie Görtz-Strötgen) und Leihgaben (u.a. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, Stadt Gelsenkirchen) wesentlich erweitert worden.

Nach der Wiederbegründung des Museums 1958 war Max Wegner bis 1970 Leiter desselben. Sein Nachfolger Werner Fuchs übernahm die Leitung von 1972 bis 1992, Dieter Salzmann von 1994 bis 2016 und seit 2016 ist Achim Lichtenberger mit der Leitung betraut. Einen Kustoden besaß das Museum mit Klaus Stähler von 1963 bis 1994 und seit 2002 ist H.-Helge Nieswandt Kustos der Einrichtung.