Katharina Perlbach
Goethe-Institut Niederlande in Rotterdam
Als ich 2001 mein Abitur absolviert und mich nach einem geeigneten Studiengang umgeschaut habe, bin ich in erster Linie von meinen primären Interessen ausgegangen. Viele schöne Urlaube in den Niederlanden haben mir das Land so sehr ans Herz wachsen lassen, dass es mir ideal erschien, etwas zu studieren, was mit dem Land und seiner Bevölkerung zu tun hat. Tatsächlich hat mir der interdisziplinäre Studiengang „Niederlande-Studien“ so gut gefallen, dass ich nach einigen Semestern vom Magister- in den Diplomstudiengang gewechselt habe, um den Niederlande-Bezug noch weiter vertiefen zu können. Eine große Bereicherung war für mich das Auslandsjahr an der „Radboud Universiteit“ in Nijmegen. Zum einen konnte ich dort meine Sprachkenntnisse vertiefen und zum anderen habe ich viel über die niederländische Kultur gelernt. Insgesamt habe ich den Studiengang „Niederlande-Deutschland-Studien“ wirklich mit großer Freude studiert und auch die persönliche, fast familiäre Atmosphäre am „Haus der Niederlande“ immer als sehr angenehm empfunden. Auch meine Tätigkeit als Studentische Hilfskraft während meines letzten Studienjahres war von dieser besonderen Stimmung geprägt.
Natürlich stellt man sich bei einem interdisziplinären Studiengang zeitweise die Frage, welche berufliche Laufbahn man nach dem Diplom einschlagen möchte. Zwar habe ich schnell feststellen können, dass es viele gute Möglichkeiten gibt, habe mich aber trotzdem entschieden, direkt im Anschluss einen Zusatzmaster in in „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ an der FH Köln zu absolvieren. Noch während ich meine Masterarbeit verfasst habe, begann ich mich zu bewerben und das erste Vorstellungsgespräch verlief direkt erfolgreich. Seit dem 1. September 2009 arbeite ich somit beim „Goethe Institut Niederlande“ (Standort Rotterdam) als Bibliothekarin und kann bei dieser Arbeitsstelle die Erfahrungen aus beiden Studiengängen in meine Arbeit einbringen. Ich beschäftige mich tagtäglich mit interkultureller Vermittlung zwischen den Niederlanden und Deutschland und betreibe gleichzeitig Bibliotheksarbeit. Auch habe ich seitdem meinen Wunsch verwirklicht in den Niederlanden zu leben, was ohne den Studiengang „Niederlande-Deutschland-Studien“ und meinen Aufenthalt in Nijmegen sicherlich nicht so einfach möglich gewesen wäre. Übrigens sind wir hier beim „Goethe-Institut“ immer auf der Suche nach motivierten Praktikanten, die sich gerne über die Webseite bewerben können.


