Fassade des Hauses der Niederlande

Das Zentrum für Niederlande-Studien

Das Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) wurde 1989 an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster gegründet. Seit dem Jahr 1995 ist es gemeinsam mit dem Institut für Niederländische Philologie und einer umfangreichen Bibliothek im historischen Krameramtshaus am Alten Steinweg, dem „Haus der Niederlande“ untergebracht.

Das ZNS ist die einzige universitäre Einrichtung in Deutschland, die sich in Lehre, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit multi- wie interdisziplinär mit den Niederlanden und Deutschland sowie den Beziehungen und Austauschprozessen zwischen diesen Ländern befasst. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden sowie der systematische Vergleich der beiden Nachbarländer. Untersucht werden einerseits historische und gesellschaftliche Zusammenhänge, andererseits wirtschafts- und politikwissenschaftliche sowie kultur- und kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen. Das ZNS will so zu einer Vertiefung der deutsch-niederländischen Beziehungen in Europa beitragen. Die Forschungsergebnisse werden unter anderem in einem Jahrbuch und in den Buchreihen "Niederlande-Studien" sowie "Deutsch-Niederländische Beziehungen" veröffentlicht.

Am ZNS werden ein multidisziplinär und binational ausgerichteter Bachelor- und Masterstudiengang angeboten. Diese richten sich an vielseitig interessierte Studierende, die sich im Rahmen ihres Studiums mit grenzüberschreitenden Austauschprozessen und Zusammenhängen befassen möchten. Auf der Grundlage ihrer im Rahmen des Studiums erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen sind die Absolventinnen und Absolventen des ZNS in der Lage, eine qualifizierte Tätigkeit auf dem deutschen, niederländischen, grenzüberschreitenden oder internationalen Arbeitsmarkt auszuüben.

Im Rahmen seiner Aktivitäten arbeitet das ZNS mit verschiedenen universitären und außeruniversitären Partnern in den Niederlanden und Deutschland zusammen, besonders enge Beziehungen bestehen zur niederländischen Partneruniversität in Nijmegen.

Koen Vossen neuer Gastwissenschaftler am ZNS

International Office der WWU fördert Fellowship für drei Monate
Koen VossenKoen Vossen
© ZNS

Wir begrüßen Koen Vossen, der seit diesem Monat Fellow am Zentrum für Niederlande-Studien ist. Bis März wird er sich zwei Tage die Woche in Münster der Forschung zur Vergleichbarkeit von PVV und AfD widmen, nach ideologischen und organisatorischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen und die Art und Weise des Aufstiegs beider Parteien miteinander vergleichen. Zusätzlich wird ab Januar auf NiederlandeNet eine Kolumne von ihm erscheinen, in der er sich mit verschiedenen Themen in den Niederlanden auseinandersetzen und diese einem deutschen Publikum näherbringen wird. Am 15. März werden Besucher der Wahlparty in der Bibliothek im Haus der Niederland ihn darüber hinaus als Kommentar der Wahl in den Niederlanden erleben können.

Gastprofessur "Niederländisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen im europäischen Kontext"

Deutsch-Niederländische Handelskammer und niederländischer Arbeitgeberverband fördern für zunächst fünf Jahre
Kees van ParidonKees van Paridon
© Lou Wolfs/Universität Utrecht

Pünktlich zum Start des Wintersemesters wird am ZNS der WWU Münster ab dem 1. Oktober eine mit Drittmitteln geförderte Gastprofessur "Niederländisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen im europäischen Kontext" besetzt. Damit soll sowohl die universitäre Lehre als auch die Forschung am ZNS gestärkt werden. Lehrstuhlinhaber wird Dr. Kees van Paridon, Professor für Wirtschaftswissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Erasmus-Universität Rotterdam.